Heimweh von Thommie Bayer

Eigentlich ist er immer nur geflohen. Vor jedem Schmerz, jeder Niederlage und vor sich selbst. Das wird ihm klar, als er den Ort findet, den er vielleicht sein Leben lang gesucht hat: einen Bungalow inmitten von Weinbergen, Ahorn und Holunder. Mit der Hilfe einer Katze, die ganz selbstverständlich mit ihm spricht, und einer Nachbarin, die ihm ebenso selbstverständlich ihre Freundschaft schenkt, begreift er den Unterschied zwischen Einsamkeit und Alleinsein – und dass er sich entscheiden muss für ein Leben mit sich selbst. 

Piper, 160 Seiten

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Eine hübsche, kleine, kurzweilige Geschichte, die mir natürlich schon wegen der Katze besonders gut gefiel. Ich selbst kenne den Dialog (natürlich oft nur im eigenen Kopf stattfindend) zwischen diesen mystischen Wesen und dem manchmal einfältigen Menschen. Thommie Bayer beschreibt diese Dialoge mit so viel Wärme und Zuneigung und verpackt nebenbei geschickt den einen oder anderen tief gängigen Gedanken in eine lustige Geschichte. Das Buch war für mich einfach viel zu früh zu Ende. Auch da hätte ich mir ein paar Seiten mehr gewünscht. Bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als noch mehr Bücher von diesem Autor zu lesen.

Nickname 25.11.2015, 13.28| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: *Gelesen / Gehört* | Tags: Unterhaltung, 4 Punkte,

Gebrauchsanweisung für die Welt

Die Einsamkeit ägyptischer Provinzhotels. Überlandfahrten im stinkenden Bus. Moderne Raubritter in Kolumbien. Gefrorenes Zahnputzwasser in Sibirien. Gepökelter Schafskopf zum Frühstück. Materialmüde Hängebrücken. Hitze. Durchfall. Fieber. Angst. Aber auch: die Zartheit eines Abends in Kabul. Verständigung mit Händen und Füßen. Staunen im Tempel. Freude beim Überlisten eines Grenzbeamten. Der Herzschlag des Zugfahrens. Die Großzügigkeit von Fremden. Mit Shakespeare und Eric Clapton in Nowosibirsk. Eine Liebelei in der Wüste. Das Spätnachmittagslicht über dem Berg Sinai. Kaum jemand hat sich dem Zauber und den Härten fremder Länder so ausgeliefert wie Andreas Altmann, und seine Anweisung ist nichts weniger als eine wilde Liebeserklärung an das Reisen.

Piper, 224 Seiten


Mich hat das Buch als Reiselustige nicht überzeugt. Zu sehr plätscherte es an der Oberfläche, die Geschichten waren zum Teil nichtssagend und uninteressant. Wirkliche Ratschläge oder Hinweise findet man dort eher selten und der Schreibstil ist alles andere als flüssig. Zwischenzeitlich hatte ich eher das Gefühl, der Autor möchte sich mehr selbst darstellen und beweihräuchern, als wirklich etwas über die Welt zu schreiben. Ganz besonders aufgestoßen haben mir gewisse preudo-moralische und intolerante Aussagen über Anderslebende- und denkende, die so gar nicht zu einer weltoffenen Anschauung passen.
Ich liebe normalerweise die "Gebrauchsanweisungen", einige habe ich schon gelesen, die meisten sind mit Humor, aber auch mit interessanten Informationen bestückt. Von diesem allerdings kann ich eher abraten. 

Nickname 25.11.2015, 13.14| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: *Gelesen / Gehört* | Tags: Sachbuch, 1 Punkt,

Amsterdam

Am Samstag hatte ich die Gelegenheit, mit einer privat organisierten Busreise eine Tagestour nach Amsterdam zu machen. Ich kann mich ganz schwach daran erinnern, dass ich mal als Kind mit meinen Eltern dort war. Mir sind nur wenige Dinge in Erinnerung geblieben und nach über 30 Jahren wird sich einiges verändert haben.
Um 8 Uhr ging es los und wir waren in 3 Stunden da. Da wir uns erst mal orientieren mussten,  machten wir eine klassische Grachtenfahrt und konnten die schönen Häuser und Boote bewundern. Das Wetter hat es auch gut mit uns gemeint.



Nach der kleinen Rundfahrt liefen wir einfach los und ließen uns treiben. Ich habe keine Ahnung, wie die Plätze oder Gebäude heißen, die wir gesehen und fotografiert haben, aber schön waren sie alle. Und Aktion gab es auch jede Menge.





Auf unserem Weg mussten wir allerdings oft vor den Massen an Fahrradfahrern flüchten. Wir lernten, dass es in Amsterdam extra Fahrradstraßen gibt, über die man als Fußgänger besser nicht laufen sollte. Wenn man Münster als Fahrradstadt schon fürchtet, dann sollte man besser nicht nach Amsterdam fahren. So viele Fahrräder auf einen Haufen habe ich noch nie gesehen. Es gibt sogar extra Parkhäuser dafür.



Um 20 Uhr ging es dann wieder mit dem Bus zurück. Es war ein toller Tag. Nächstes Jahr werden wir wieder mitfahren, soviel steht fest. Amsterdam hat so unglaublich viele Facetten, wir haben an diesem Tag nur einen Bruchteil davon gesehen (die weltweit bekannte Straße haben wir noch nicht einmal gefunden, vermutlich sind wir im Zickzack immer darum herum gelaufen).

Ich habe ein wenig mein Herz an diese Stadt verloren. Sie hat das gewisse Etwas. Und gegen Abend, wenn die vielen Lichter über die Grachten erstrahlen, hat sie noch ein ganz besonderes Flair.

Amsterdam - ich komme wieder.



Nickname 04.11.2015, 09.41| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: *On Tour* | Tags: Reisen, Amsterdam,

Mein Oktober 2015

Nickname 01.11.2015, 00.00| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: *und sonst* | Tags: Monat

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Liebe Pat,nicht nur ein toller, sehr weiser S
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