Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: 4-5 Punkte

Der Gärtner war's nicht von Tatjana Kruse

Konny und Kriemhild, beide über sechzig, führen nicht sonderlich erfolgreich eine Pension in der Provinz. Eines Tages wird die Idylle durch einen Mord gestört  und die Schwestern entpuppen sich als wahre Meisterdetektivinnen …

In die Beschaulichkeit der Bed & Breakfast-Pension der Schwestern Konny und Kriemhild platzt eine Band junger Musiker, die den Haushalt ordentlich auf den Kopf stellen – bis einer von ihnen tot aufgefunden wird.

Hat der Gärtner den Gast versehentlich mit seinem Aufsitzrasenmäher umgefahren? War es wirklich ein Unfall? Oder nicht doch Mord? Kurzentschlossen nehmen die Schwestern die Ermittlungen selbst in die Hand – ihr Haus, ihre Regeln.

All das vor den Augen eines zufällig anwesenden Hotelkritikers. Und der Pensionskatze: dem unsäglich hässlichen Sphynx-Kater Amenhotep.

Das Chaos ist perfekt!


316 Seiten, Insel Verlag, LINK zu Amazon






Ich liebe humorvolle Bücher, besonders Krimis. Tatjana Kruse vereinbart beides sehr harmonisch miteinander. Die liebevoll und zum Teil skurrilen und schrägen Charaktere, die manchmal an Slapstick erinnernden Ereignisse, die aber urkomisch sind und die angenehme Sprache machen diesen Krimi zum Lesegenuss. Die Kapitelüberschriften lohnen einen näheren Blick und erhalten nach dem Lesen des Abschnittes oft erst ihre Bedeutung. Ich habe viel gelacht beim Lesen. Und auch wenn die Figuren ein klein wenig überzogen daherkommen, so hat man doch schnell seine Lieblinge entdeckt und irgendwie gibt es diese speziellen Charakter doch auch im echten Leben, nur vielleicht nicht so geballt an einem Ort. Die kriminalistische Handlung ist da eigentlich nur noch Nebensache, aber natürlich wird auch der Mord aufgeklärt mit einem für mich überraschenden Mörder.

Gute Unterhaltung, ein toller Krimi für Zwischendurch, wenn man diese Art von Humor mag. Für mich war es das erste Buch von Tatjana Kruse, aber sicherlich nicht das Letzte. Eine Fortsetzung mit den Schwestern soll folgen.


Nickname 30.06.2017, 08.16 | (0/0) Kommentare | PL

Drachenelfen: Die letzten Eiskrieger von Bernhard Hennen

Im Feuer von Selinunt hat Nandalee ihren Geliebten und damit den Glauben an ihre Herren verloren. Während sich Elfen und Menschen zum ersten Mal in offener Schlacht am eisigen Himmel von Nangog begegnen, will sie nie wieder ihr Schwert für die Himmelsschlangen erheben. Doch dann mehren sich unheimliche Vorzeichen um die Geburt ihrer Kinder, und Nandalee muss begreifen, dass eine Drachenelfe niemals vor ihrer Vergangenheit fliehen kann.

Heyne-Verlag, 846 Seiten, LINK zu Amazon

4. Teil der Drachenelfen-Saga


Nun ist er da, der unerbittliche Krieg zwischen den Albenkindern und den Menschen und Devanter. Schon beim Lesen der einzelnen Kriegsszenen wird einem klar, wie unsinnig Kriege sind, die nur Schaden anrichten und eine Schneise der Zerstörung und unsägliches Leid hinterlassen. Das Schlimme beim Lesen der Passagen ist, dass man auf beiden Seiten seine persönlichen Lieblingsfiguren hat, mit denen man mitfiebert. Der Haken an der Sache: Es gibt in Bernhard Hennens Bücher nun mal kein klassisches Gut und Böse, jeder hat seine Gründe, genau so zu handeln und als Leser versteht man das auch. Nur jetzt stehen sich beide Seiten gegenüber und wollen sich zerstören. Da nehmen einen einige Szenen emotional schon ganz schön mit.
846 Seiten lang erzählt Bernhard Hennen in seinem wunderschönen Schreibstil und rasant und bildlich mit einigen ungeahnten Wendungen von seinen Helden und Antihelden. Dass Nandalee, die eigentliche Hauptfigur neben den Drachen der Saga, nur am Rande erwähnt wird, spielt bei diesem Band keine große Rolle. Zu spannend und facettenreich sind die vielen anderen Figuren in dieser Geschichte.



Nickname 13.02.2017, 20.22 | (0/0) Kommentare | PL

Die Menschen, die es nicht verdienen von Hjorth & Rosenfeldt

Gerade noch hatte Mirre den Erfolg vor Augen, jetzt ist der Fernsehstar tot. Hingerichtet, mit einem Bolzenschuss in den Kopf. Seine Leiche findet man in einem Klassenzimmer, an einen Stuhl gefesselt, einen Fragebogen auf den Rücken geheftet. Mirres Leistung: mangelhaft. Er hat nicht bestanden. Und sein Tod ist nur der Anfang. 
Während Kommissar Höglund von der Reichsmordkommission nach Spuren in Mirres Umfeld sucht, stößt Kriminalpsychologe Sebastian Bergman auf eine andere Fährte. Jemand spottet über die fehlende Bildung von Menschen, die im Rampenlicht stehen. Die Vorbildfunktion haben sollten, aber keine Vorbilder sind. Die ihren Erfolg nicht verdienen. 
Sebastian will den Mörder aus der Reserve locken und ihn mit seinen eigenen Mitteln schlagen. Ein tödlicher Fehler …

536 Seiten, Wunderlich-Verlag, LINK zu Amazon

Der 5. Fall für Kriminalpsychologe Sebastian Bergmann


Ich weiß nicht, wie die Autoren dass machen, dass ich jedesmal gefesselt bin von den Geschichten und einfach nicht mehr aufhören kann zu lesen. Mittlerweile werden die Nebengeschichten der Ermittler sogar noch spannender als der Fall selbst, obwohl auch dieser sehr spannend erzählt wurde. Die schnellen Wechsel, kurzen Kapitel und unvorhergesehenen Wendungen sowohl im Fall selbst als auch bei den privaten Geschichten der Ermittler ziehen mich jedesmal in den Bann. Leider endet dieser Band mit einem bösen Cliffhanger.



  • Der Mann, der kein Mörder war

    1. Fall 2010

    LINK

  • Die Frauen, die er kannte

    2. Fall 2011

    LINK

  • Die Toten, die niemand vermisst

    3. Fall 2012

    LINK

  • Das Mädchen, das verstummte

    4. Fall 2014

    LINK

  • Die Menschen, die es nicht verdienen

    5. Fall 2015

    LINK


Nickname 16.01.2017, 13.45 | (0/0) Kommentare | PL

Von Mäusen und Menschen von John Steinbeck

Der bärenstarke, aber geistig zurückgebliebene Lennie zieht mit George durchs Land, um sich als Erntehelfer eine paar Dollar zu verdienen. Ihr großer Traum ist es, sich auf einer eigenen Farm zur Ruhe zu setzen und Kaninchen zu züchten. Doch Lennies Bedürfnis, junge Hunde, Mäuse und andere kleine Tiere zu »streicheln«, bringt die beiden in Schwierigkeiten. Auf der Suche nach neuen Jobs verflucht George seinen Gefährten Lennie, bringt es aber nicht übers Herz, ihn alleine zu lassen. Als Lennie beginnt, die Frau des Gutsbesitzers zu »streicheln«, ist das Unheil vorprogrammiert.

160 Seiten, Saur-Verlag, LINK zu Amazon



Eine sehr bedrückende, aber auch einfühlsame Geschichte, die mich bewegt und berührt hat. Sie erzählt von Zusammenhalt, von Träumen, Stärke und Schwäche, aber auch von Missverständnissen und Kampf. Durch die einfache, aber direkte Wortwahl kommt die Geschichte ganz unverschnörkelt an und trifft am Ende umso mehr.

Nickname 27.12.2016, 00.00 | (0/0) Kommentare | PL

Eierlikörtage: Das geheime Tagebuch des Hendrik Groen, 83 1/4 Jahre

Hendrik Groen mag alt sein (83 1/4, um genau zu sein), aber er ist noch lange nicht tot. Zugegeben, seine täglichen Spaziergänge werden kürzer, weil die Beine nicht mehr recht wollen, und er muss regelmäßig zum Arzt. Aber deshalb nur noch Kaffeetrinken, die Geranien anstarren und auf das Ende warten? Kommt nicht in Frage. Ganz im Gegenteil. 83 Jahre lang hat Hendrik immer nur Ja und Amen gesagt. Doch in diesem Jahr wird er ein Tagebuch führen und darin endlich alles rauslassen - ein unzensierter Blick auf das Leben in einem Altenheim in Amsterdam-Nord. Das ist richtig lustig und zugleich so herzzerreißend, dass wir Hendrik am Ende dieses Jahres nicht mehr aus unserem Leben lassen wollen.

416 Seiten, Piper-Verlag, LINK zu Amazon


Ein sehr humorvoller, direkter und ohne Verschnörkelungen beschriebener Alltag in einem niederländischen Altenheim, was durchaus überall in Europa so sein könnte. Hendrik Groen schreibt ein Jahr lang Tagebuch und man erfährt, wie es in einem Altenheim so zugeht, welche Kämpfe die Alten mit gefühlten 1000 Vorschriften und Verboten führen, mit welchen Wehwehchen, Gedanken und Alltagsproblemen sie sich beschäftigen. Und ab und zu kommt die Rebellion noch zum Vorschein, auch oder weil gerade der Tod unterschwellig immer mitschwingt. 
Ein Buch, das Spaß macht, aber auch zum Nachdenken anregt. Man stellt sich die Frage, wie man selbst in diesem Alter leben möchte.

Nickname 15.12.2016, 08.12 | (0/0) Kommentare | PL

Himmeltsturm von Bernhard Hennen und Robert Corvus

2. Teil der Phileasson-Saga
Die beiden großen Kapitäne Asleif Phileasson und Beorn der Blender sind zur legendärsten Wettfahrt angetreten, die Aventurien je gesehen hat: Den ganzen Kontinent müssen sie umrunden und sich dabei gefährlichen Prüfungen stellen. Nur der Sieger wird sich mit dem Ehrentitel "König der Meere" schmücken dürfen. Ihr zweites Abenteuer führt die Rivalen ins ewige Weiß des Nordens zum sagenumwobenen Himmelsturm. Doch der Turm hat seinen eigenen Willen, un so geraten die beiden Helden und ihre Gefährten bald in tödliche Gefahr...

(Klappentext)
476 Seiten, Heyne-Verlag, LINK zu Amazon


Der zweite Teil dieses abenteuerlichen Wettkampfes beginnt wieder mit einem spannenden Prolog und die Geschichte einer der Figuren, die irgendwann im Laufe der Wettfahrt auftauchen werden. In der Hauptgeschichte geht es rasant weiter, es bleibt kaum Luft zum Atmen. Die Kapitäne und ihre Teams haben ein Abenteuer nach dem anderen zu bestehen. Der Grusel- und Horrorfaktor kommt bei diesem Abenteuer nicht zu kurz. Während Nordwärts ganz andere, eher freundlichere Schauplätze hatte, ist der Himmeltsturm düster, kalt, mysteriös und gruselig. Das zieht sich auch durch die ganze Geschichte. Die Autoren lassen dem Leser nicht eine ruhige Minute zur Erholung. Schon gibt es neue Herausforderungen zu meistern. Die Geschichte bleibt bis zum Schluss rasant und spannend. Die Figuren werden weiter ausgearbeitet und gewinnen an Tiefe, einige bekommen Sympathiepunkte, andere verlieren. Aber alle sind sehr facettenreich und es gibt kein schwarz oder weiß. Und man mag mittlerweile auf keiner der Figuren verzichten. Wer die Autoren aus anderen Büchern kennt, weiß, dass das ein gefährlicher Wunsch ist.
Das Ende ist überraschend und wirkt auf mich sehr abrupt mit einem bösen Cliffhanger. Da ich dieses hasse, gibt es einen halben Punkt Abzug und dafür, dass man einer meiner Figuren eine unerwartete Reaktion angedichtet hat, mit der ich überhaupt nicht konform gehe. Aber das ist sehr subjektiv.

Der erste Teil ist bereits bei mir sehr gut angekommen und auch nach diesem Band kann ich nur eine eindeutige Leseempfehlung aussprechen für diejenigen, die gute, facettenreiche Fantasy mögen.


1. Teil der Saga: Nordwärts
Internetseite zu der Phileasson-Saga: LINK


Nickname 27.09.2016, 11.37 | (0/0) Kommentare | PL

Und Gott sprach: Wir müssen reden! von Hans Rath

Den Psychotherapeuten Jakob Jakobi hat das Glück verlassen. Geschieden, pleite und beruflich gescheitert: So gebeutelt trifft Jakobi auf Abel Baumann, einen ebenfalls glücklosen Zirkusclown.
Der leidet offenbar an einer kuriosen Persönlichkeitsstörung, denn er hält sich für Gott.

Und sucht einen Therapeuten. Jakob ist fasziniert von den vielfältigen, seiner Meinung nach aber komplett irdischen Talenten des sympathischen Spinners. Doch bald ist der Psychologe nicht mehr so sicher, mit wem er es wirklich zu tun hat. Und wer hier eigentlich wem hilft.

288 Seiten, Rowohlt-Verlag, LINK zu Amazon


Ich persönlich mag diese humorvollen Bücher über Gott und seine Welt. Vielleicht auch deshalb, weil ich mit all dem ein wenig auf Kriegsfuß stehe. Die Idee, dass auch Gott mal nicht weiter weiß und sich einen Psychologen hält, finde ich sehr amüsant. Und genauso liest sich das Buch auch: leicht, beschwingt, kurzweilig, humorvoll. Genau richtig für laue Sommerabende. Und wer weiß schon, was Gott so gerade treibt...




Nickname 15.09.2016, 00.00 | (0/0) Kommentare | PL

Die Erben von Winterfell von George R.R. Martin

Das Lied von Eis und Feuer Band 2

Eddard Stark, der Lord von Winterfell, ist dem Ruf seines Königs und alten Freundes Robert Baratheon gefolgt und hat seine kalte Heimat im hohen Norden verlassen, um als Hand – als Roberts Berater und Stellvertreter – zu dienen. Eddard ist ein geradliniger, tapferer und aufrechter Mann, der sich jeder Gefahr mit dem Schwert entgegenstellen würde – doch die Ränke der Mächtigen bei Hof sind nichts, was man mit einem Schwert bekämpfen kann. Auch dann nicht, wenn man die Hand des Königs ist ...

544 Seiten, Blanvalet-Verlag
LINK zu Amazon



Im 2. Band der Eis und Feuer Saga ging es schon ein wenig mehr zur Sache als im ersten Teil, sehr spannende Handlungsstränge und ganz unerwartete Richtungswechsel. Ich konnte nachher nicht mehr Aufhören zu lesen. So langsam wachsen mir die Protagonisten auch ans Herz, sogar die der "Gegenseite", die alle irgendwie ihre Interessen vertreten und einfach überleben wollen. Der Zwerg Tyrion zeigt durchaus seine liebenswerten Seiten. Aber natürlich ist der Erzählstrang vorrangig von Eddard Stark und seiner Familie geprägt, besonders Arya hat es mir angetan, von der man noch einiges erhoffen darf.
Von Fantasy ist meiner Meinung nach noch wenig zu spüren, ab und zu kann man erahnen, dass Martin da einiges noch vorhat, besonders an der Nachtwache, wo Jon Schnee, einer meiner Lieblinge, seinen Dienst versieht, gibt es immer wieder böse Vorahnungen. Und auch auf Daenerys Targaryens Seite lässt sich erahnen, dass irgendwann Drachen auf dem Plan erscheinen. Ich bin sehr gespannt.
Nach diesem Band verstehe ich auch, warum Bernhard Hennen, einer meiner Lieblings-Fantasy-Autoren, immer gesagt hat, dass George R.R. Martin Dinge in seinen Romanen schreibt, die man nicht macht und bin darüber immer noch entsetzt.

Wiki-Seite von Das Lied von Eis und Feuer: LINK (Achtung! Spoiler)



Alle Romane:

  • Die Herren von Winterfell

    Band 1

    LINK

  • Das Erbe von Winterfell

    Band 2

    LINK

  • Der Thron der Sieben Königreiche

    Band 3

    LINK

  • Die Saat des goldenen Löwen

    Band 4

  • Sturm der Schwerter

    Band 5

  • Die Königin der Drachen

    Band 6

  • Zeit der Krähen

    Band 7

  • Die dunkle Königin

    Band 8

  • Der Sohn des Greifen

    Band 9

  • Ein Tanz mit Drachen

    Band 10



Nickname 27.04.2016, 00.00 | (0/0) Kommentare | PL

Fünf von Ursula Poznanski

Ein Spiel mit Namen Tod. Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf ihren Fußsohlen: eintätowierte Koordinaten. Sie führen zu einer Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und zu einem Rätsel, dessen Lösung wiederum zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt. Es ist ein blutiges Spiel, auf das sich das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger einlassen muss. Jeder Zeuge, den sie vernehmen, wird kurz darauf getötet, die Morde folgen immer schneller aufeinander. Den Ermittlern läuft die Zeit davon. Sie ahnen, dass erst die letzte Station der Jagd das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird ...

rororo 384 Seiten, LINK zu Amazon


Spannender Thriller flüssig geschrieben. Auch das Thema Geocaching hat einiges zu bieten, besonders im Zusammenhang mit einem Verbrechen, und wird dem Leser ganz beiläufig vermittelt. Das Ermittlerduo kommt auch überaus sympathisch rüber und schreit förmlich nach einer weiteren Folge. Da der Täter für mich eine Überraschung war, mit der ich so nicht gerechnet hätte, war das Buch von Anfang bis Ende sehr spannend.
Der erste "Erwachsenen"-Thriller von der Autorin ist ein voller Erfolg. Schon EREBOS fand ich als Jugendbuch sehr gut geschrieben und durchdacht.




Nickname 10.12.2015, 08.00 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Wir sind doch Schwestern von Anne Gesthuysen

Katty, Paula und Gertrud treffen sich zu Gertruds 100. Geburtstag. Sie wollen ihre Zukunft planen, doch vorher gilt es, die Vergangenheit zu klären. Gertrud hat noch gute Augen, aber hören kann und will sie nicht. Paula kann kaum noch sehen, hat aber immer ein offenes Ohr für ihre Schwestern. Und Katty, das Nesthäkchen, will auch mit 84 Jahren Feste feiern, wie sie fallen, so wie damals, als sie schon meisterhaft beherrschte, was man viel später erst PR nannte. Allen gemeinsam sind Eigensinn, Humor und eine angeborene Kreislaufschwäche, die mit exorbitant starkem Kaffee und gutem Schnaps bekämpft wird – so auch in diesen Tagen auf dem Tellemannshof, wo in jedem Winkel die Erinnerung lauert. Eindringlich verwebt Anne Gesthuysen Gegenwart und Vergangenheit und entfacht dabei ein Feuerwerk von Geschichten, die sich quer durch das 20. Jahrhundert ziehen. Sie erzählt von Katty, der charmanten Strippenzieherin, ihrer Verehrung für Adenauer und ihrer Liebe zu einem unerreichbaren Volksvertreter, von Gertruds schicksalhafter Verlobung und dem Spion, den sie versteckte. Von Paula, die ihren Mann an Männer verlor und stets die Lebenslust bewahrte. Vom Tausch eines Huhns gegen ein Rembrandtgemälde, von einem Leumundsprozess, der den gesamten Niederrhein in Atem hielt, und von drei starken Frauen mit dem Mut zur Eigenständigkeit. Große Lebensgeschichten verbinden sich mit herrlichen Anekdoten, das Weltgeschehen mit dem Leben in Wardt bei Xanten.

416 Seiten, Kiwi

Link zu Amazon

Eine wunderbare warmherzige und einfühlsam erzählte Geschichte über drei alte Damen, Gertrud, die ihren 100. Geburtstag feiert, Paula mit 98 Jahren und die kleine Katty mit jungen 85 Jahren. Zwischen dem 100. Geburtstag und der Zeit 1945 bis 1950 wechselt die Autorin, so dass man Stück für Stück versteht, warum sich die Schwestern, besonders Gertrud mit Katty, ständig in die Haare bekommen. Paula bleibt bei diesen starken Charakteren leider ein wenig schwach, was ich ein wenig schade fand. Auch ihr Schicksal hätte per Potenzial gehabt. Die Geschichte fesselt einen und ich hatte irgendwie direkt die Verfilmung vor Augen, was glücklicherweise auch geplant ist. Ich bin schon sehr gespannt auf die drei alten Damen. Unbedingt lesenswert.



Dieses Buch ist das Elfte von Daggis Buch Challenge 2015 
Kriterium 45: ein Buch das 2012 erschienen ist

Nickname 21.07.2015, 08.22 | (0/0) Kommentare | PL

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