Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: 3 Punkte

Das Schattenbuch von Michael Siefener

Beschreibung lt. Amazon:


Der ehemalige Priester Arved Winter erhält von der Trierer Antiquarin Lioba Heiligmann ein Buch mit drei grotesken Erzählungen geschenkt, die ihn sehr beeindrucken. Als er herausfindet, dass der Name des Autors ein Pseudonym ist, versucht er es aufzuschlüsseln, um etwas mehr über den Verfasser zu erfahren. Lioba Heiligmann unterstützt ihn bei dieser Suche, die sie in abgelegene Gebiete der Eifel und zu seltsamen Personen führt, deren Lebenswege sich irgendwann einmal mit denen des rätselhaften Autors gekreuzt haben.

Doch je tiefer sie in das Geheimnis um den Autor und seine bizarren Geschichten eindringen, desto deutlicher spüren sie, dass das Schattenbuch" - so lautet der Titel des Werkes - auf verhängnisvolle Weise in ihr Leben eingreift. So werden aus den Jägern plötzlich Gejagte, die sich einer schrecklichen Bedrohung aus der Vergangenheit stellen müssen ...


Der zweite Roman nach "Hexennacht", den man besser auch zum besseren Verständnis danach lesen sollte. Dennoch ist dies eine abgeschlossene Geschichte, nicht ganz so spannend wie "Hexennacht", aber durchaus unterhaltsam.

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Nickname 14.01.2010, 11.58 | (0/0) Kommentare | PL

Ruhm von Daniel Kehlmann

Beschreibung lt. Amazon:
Ein Mann kauft ein Mobiltelefon und bekommt Anrufe, die einem anderen gelten nach kurzem Zögern beginnt er ein Spiel mit der fremden Identität. Ein Schauspieler wird von einem Tag auf den nächsten nicht mehr angerufen, als hätte jemand sein Leben an sich gerissen. Ein Schriftsteller macht zwei Reisen in Begleitung einer Frau, deren größter Alptraum es ist, in einer seiner Geschichten vorzukommen. Ein verwirrter Internetblogger wiederum wünscht sich nichts sehnlicher, als einmal Romanfigur zu sein. Eine Krimiautorin geht auf einer abenteuerlichen Reise in Zentralasien verloren, eine alte Dame auf dem Weg in den Tod hadert mit dem Schriftsteller, der sie erfunden hat, und ein Abteilungsleiter in einem Mobiltelefonkonzern verliert über seinem Doppelleben zwischen zwei Frauen den Verstand. Neun Episoden, die sich nach und nach zu einem romanhaften Gesamtbild ordnen, ein raffiniertes Spiel mit Realität und Fiktionen: ein Spiegelkabinett. Ein Buch über Ruhm und Verschwinden, Wahrheit und Täuschungen - voll unvorhersehbarer Wendungen, komisch und brillant.


Die Idee finde ich faszinierend, der Anfang war auch gut und versprach viel, doch leider schwächelt das Buch ab der Mitte und die Geschichten werden zerfahren und unwirklich. Besonders die Geschichte über den Internet-Junky war für mich nahezu unlesbar. Die letzte Geschichte empfand ich dann als eher enttäuschend. Schade, denn das Thema hätte mehr Potenzial gehabt.


Nickname 23.12.2009, 00.46 | (0/0) Kommentare | PL

Gebrauchsanweisung für die Bretagne von Jochen Schmid

Beschreibung lt. Amazon:

Das Land am Ende der Welt, die Bretagne. Ort der Wallfahrten und »Hinkelsteine«, Heimat des Apfelkuchens und trutziger Burgen - hierher kehrt Jochen Schmidt immer wieder zurück und fördert manch Kurioses und Verblüffendes zutage.
Die Bretagne: rauh, felsig und winddurchtost. Hier haben die Kelten gelebt und die Gallier - weil es kein Römer je ausgehalten hätte. Behauptet Jochen Schmidt. Und er muß es wissen, denn er hat sich lange umgesehen, dort, wo die Artischocken herkommen, der Cidre und natürlich die Artus-Sage. Aber trotz aller Drachen und Feen, die in dem keltischen Land zwischen Wind und Wald zu Hause sind, ist auch in der Bretagne die Zeit nicht stehengeblieben. Was sich geändert hat, welche Sprache dort heute wirklich gesprochen wird und warum alle Bretonen dickköpfig und katholisch sind - das verrät Jochen Schmidt auf kurzweilige Weise.
224 Seiten


Da ich die Bretagne ein klein wenig kenne, empfand ich das Buch eher als lückenhaft und zum Teil sehr auf eine einzelne Stadt (Brest) fixiert. Da dies allerdings ein individueller Bericht ist und der Autor mehrere Jahre in Brest gewohnt hat, mag es passen. Allerdings kann ich das nicht als Gebrauchsanweisung titulieren, sondern eher als Erfahrungsbericht. Einige wirklich schöne Ecken in der Bretagne wurden gar nicht erwähnt, andere sind mir persönlich rätselhaft, warum sie erwähnt wurden. Trotzdem eine interessante Lektüre für zwischendurch, um sich einfach einen kleinen Einblick zu verschaffen. Wer die Bretagne allerdings kennt, hat auch nichts verpasst. Immerhin gibt es ein paar lustige Episoden und der Wiedererkennungswert eines Bretonen ist durchaus gegeben.

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Nickname 09.09.2009, 09.06 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

Das Spiel des Engels von Carlos Ruiz Zafón

David Martín ist siebzehn, als er die Chance seines Lebens erhält: Der Chefredakteur einer Regionalzeitung fragt ihn, ob er für einen ausgefallenen Beitrag Ersatz liefern könne. Und David Martín kann: seine Erzählungen "Geheimnisse von Barcelona" werden ein Riesenerfolg. Doch im Laufe der Zeit wird klar: Dieser Erfolg hat seinen Preis... Die mystisch-spannende Geschichte, die Bestsellerautor Zafón in Das Spiel des Engels entfaltet, zieht den Leser rasch in ihren Bann und entführt ihn in ein faszinierend morbides Barcelona zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

720 Seiten, Fischer Verlag


Das Buch kommt auf keinen Fall an den Vorgänger Der Schatten des Windes heran, auch wenn es ein paar Parallelen gibt. Aber vielleicht sind es genau diese, die die Erwartungen hoch schrauben. Meine Erwartungen hat das Buch leider nicht erfüllt. Die Charaktere blieben irgendwie farblos und eher uninteressant, die Liebesgeschichte zwischen David und Christina berührte mich überhaupt nicht und ab Mitte des Buches wurde es auch sehr zäh zu lesen. Dabei fing das Buch sehr vielversprechend an und die ersten 100-200 Seiten erinnerten durchaus an den grandiosen Vorgänger. Die letzten 100 Seiten wurden dann nochmal ganz interessant

Schade, dass einige Fragen ungeklärt blieben und mit dem seltsamen Ende konnte ich mich gar nicht anfreunden. .

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Nickname 05.08.2009, 08.20 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Katzen würden Mäuse kaufen

Beschreibung lt. Amazon :

Glaubt man der Werbung, ist für unsere Tiere das Beste gerade gut genug. Doch die Realität sieht anders aus: Mit Aromen, Geschmacksverstärkern, Farbstoffen und dem ganzen Arsenal der Kunstnahrungshexenküche wird ein "leckeres" Menü für Waldi, Minka und Co. zubereitet. Neben Abfällen, Krallen und Klauen landen auch Klärschlamm, Bakterien und Pilze im Fressnapf unserer Lieblinge. Die Tiere leiden und werden krank. Und nicht nur sie, sondern durch den Verzehr von Nutztieren auch der Mensch. Schockierende Fakten, brillant recherchiert - Werbung und Wahrheit bei der Tierfutterproduktion.


Das Buch liefert viele Informationen über die Tiernahrungsindustrie und den agierenden Firmen in dieser Branche. Auch die einzelnen Verbindungen zwischen Industrie, Wissenschaft und Tierärzte lassen einem nachdenklich stimmen.

Erschreckend ist nicht nur, dass wir unseren Lieblingen ungenießbares und ungesundes Futter vorsetzen, sondern dass wir durch Futtermittel von Hühnern, Kühen, Schweinen etc. auf Umwegen selbst in unsere Nahrungskette holen. Schon bei seinem ersten Buch "Die Suppe lügt" wurde ich für gesunde und vor allem natürliche Lebensmittel sensibilisiert, nach diesem Buch hat sich das noch verstärkt.

Dass dieses Buch "nur" 3 Punkte erhält liegt daran, dass Grimm sich zu oft wiederholt und ich beim Lesen auch das Gefühl hatte, dass indirekt die Tierhalter angegriffen wurden, weil sie ihre Haustiere als Familienmitglieder betrachen und u. U. zur Vermenschlichung neigen. Stimm zwar zum Teil, hat aber meiner Meinung nach nichts mit dem Thema zu tun. Außerdem ist man nach dieser Lektüre nicht wirklich schlauer, was man nun seinen Tieren zu fressen geben sollte, falls man nicht selbst die Mäuse für seine Katzen jagen möchte. Da hätte ich mir ein paar praktische Tipps gewünscht, was man beim Kauf beachten sollte.


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Nickname 25.07.2009, 12.59 | (4/3) Kommentare (RSS) | PL

Der Flötenspieler von Bernhard Hennen

Der Flötenspieler. Ein Kriminalroman aus der Zeit Kleopatras.
Klappentext:
Rom im Jahre 58 v. Chr.: Ein Schreiber des aus Ägypten geflohenen Ptolemaios XII. wird ermordet. Um weitere Todesfälle zu verhindern, bemüht sich die Isispriesterin Samu, den Täter zu entlarven. Eine Spur führt zurück nach Ägypthen, das nun von Berenike IV. und ihrer Schwester Kleopatra VI. regiert wird, doch scheint es auch Verräter unter den Vertrauten des Pharao zu geben. Die Intrigen, die Samu aufdeckt, bringen die Priesterin bald selbst in große Gefahr...
351 Seiten


Ich bin kein Fan von historischen Romanen. Auch hier habe ich mich mit den vielen historischen Elementen etwas schwer getan. Gut ist allerdings, dass alles gut vom Autor recherchiert wurde, so dass man während der Lektüre ein wenig Geschichte auffrischen kann.

Der kriminalistische Aspekt war ein wenig träge und kam nicht so richtig in Gang. Von dem Schluss war ich ein wenig enttäuscht, obwohl ich denke, dass dieser sehr realistisch ist.

Sehr gut gefallen hat mir mal wieder die Schreibweise von Bernhard Hennen. Und seine humoristische Ader kam auch hier zum Vorschein in Verbindung mit dem machochistischen Arzt Philippos, der immer irgendwie zur falschen Zeit am falschen Ort ist und der Isispriesterin Samu, die sich immer wieder mit diesem Kerl auseinandersetzen muss.

Insgesamt eine unterhaltsame Lektüre mit einigen Schwächen.


Nickname 20.03.2009, 12.32 | (0/0) Kommentare | PL

Der perfekte Mann von Morten Feldmann

Beschreibung lt. Amazon :

Sebastian Busch ist der perfekte Mann, wie ihn sich jede Frau wünscht: humorvoll, einfühlsam, treu und zur steten Arbeit an sich selbst entschlossen. Als Agent für Filmschauspieler widersteht er allen Versuchungen der Branche. Doch seine Frau ist der Mittelpunkt einer jeden Party, und, so denkt er, sie betrügt ihn nach Strich und Faden. Lange Zeit versucht er, ihren Lebenswandel zu tolerieren und verständnisvoll zu sein. Aber als sie ihn in einem Kabarettprogramm verwurstet, ist sogar für den perfekten Mann die Grenze überschritten.

187 Seiten


Ein Bekannter schenkte mir dieses Buch als "Schenkelklopfer". Leider fand ich es nicht ganz so lustig, eigentlich eher beschämend und peinlich für den "perfekten Mann", der so perfekt ist, dass er tatsächlich zum Warmduscher, Weichei, Langweiler mutiert, den nun wirklich keine Frau haben will.

Der Schreibstil ist recht flüssig, ab und zu auch ganz amüsant, so dass dieses Buch immerhin seichte Unterhaltung für einen Strandtag hergibt.

Deshalb noch gutgemeinte

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Nickname 27.02.2009, 13.11 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

Sag niemals stirb von Tess Gerritsen

Beschreibung lt. Amazon :
Ein brennendes Flugzeug, eine Rauchwolke über dem Dschungeldickicht Vietnams - damit verliert sich jede Spur des Piloten Wild Bill Maitland. Wilone Maitland will sich damit nicht abfinden: Sie muss die Wahrheit über das Schicksal ihres Vaters herausfinden. Doch eine Mauer aus eiskaltem Schweigen und altem Hass machen aus ihrer Suche eine lebensgefährliche Mission: Zeugen werden erschossen, ein Anschlag auf Wilone verübt. Nur dem attraktiven Biologen Guy Barnard, der sie in die grüne Hölle begleitet, vertraut sie. Aber ein mörderischer Widersacher ist ihnen stets einen Schritt voraus.
MIRA-Taschenbuch, 300 Seiten


Dieser Tess Gerritsen kann nach der Rizzoli/Isles-Reihe nur enttäuschen, wenn man mit diesen hohen Erwartungen an diesen recht klassischen vorhersehbaren Thriller geht. Liest man ihn unvoreingenommen, hat man zumindest kurzfristig ganz gute Unterhaltung, nicht mehr, aber auch nicht weniger.


Nickname 09.01.2009, 10.15 | (3/3) Kommentare (RSS) | PL

Vermiss mein nicht von Cecelia Ahern

Beschreibung lt. Amazon:

Hör nie auf, mich zu finden! Sandy Shortt hat ihr Leben lang nach vermissten Mädchen gesucht. Bis sie eines Tages selbst verschwindet - an einen geheimnisvollen Ort, den alle nur "Hier" nennen ... Fantasievoll, spannend und tief berührend macht sich Cecilia Aherns neuer großer Roman auf die Suche - nach dem Leben, der Liebe und uns selbst.



Ganz nett geschrieben. Leichte Unterhaltung für zwischendurch ohne größeren Tiefgang. Ich fand die Idee sehr nett, dass alle verschwundenen Dinge an einen bestimmten Ort wieder auftauchen. Die Suche nach sich selbst hätte sicherlich intensiver beschrieben werden können, das plätscherte leider nur an der Oberfläche.

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Nickname 14.10.2008, 09.20 | (0/0) Kommentare | PL

Die Mittagsfrau von Julia Franck

Beschreibung lt. Amazon:

"Du wartest hier, ich bin gleich zurück", sagt Helene zu ihrem kleinen Sohn Peter, setzt ihn auf eine Bank am Bahnsteig und geht. Geht, um nie mehr zurückzukehren. Erst wenn man Helene und ihrer Lebensgeschichte zwischen zwei Weltkriegen folgt, wenn man sie durch ihre Hoffnung, Einsamkeit und Liebe hindurch begleitet, wird klar, wie diese radikale Entscheidung möglich wurde. Julia Franck erzählt in filigranem, klarem Ton ein Leben, das in die Mühlen einer furchtbaren Zeit gerät.


Warum dieses Buch den Deutschen Buchpreis 2007 erhalten hat, ist mir absolut schleierhaft. Auch die so hochgelobte Sprache der Autorin kam bei mir eher verstaubt und altertümlich daher. Ich hatte das Gefühl, ich lese einen Roman aus dem 17. Jahrhundert.

Was die Geschichte betrifft: Nunja, der Ansatz war gut und weckte Neugier, was danach kam, war allerdings extrem langatmig und zum Teil langweilig. Seitenweise schreibt die Autorin das Gleiche, ohne wirklich etwas auszusagen. Die Figuren konnten nicht überzeugen, die Geschichte ebenfalls nicht, sie blieb bis zum Ende blass. Und warum Helene letztendlich ihren Sohn im Stich lässt, ist für mich immer noch nicht nachvollziehbar.

Das beste am Buch war der Prolog und der Epilog. Zuwenig für 432 Seiten.

Es ist übrigends in diesem Fall sehr interessant, die Rezensionen bei Amazon durchzulesen. Selten bekam ein Buch so extrem unterschiedliche Bewertungen.

Von mir bekommt es noch gequälte

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eigentlich eher nur 2 Punkte, aber die Idee der Geschichte fand ich sehr gut und wie gesagt die ersten und die letzten Seiten (und weil es ein Buchbändchen hat *g*).

Nickname 30.09.2008, 08.27 | (0/0) Kommentare | PL

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Sandra:
Hallo Pat,jetzt komme ich endlich noch angehe
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Zitante Christa:
Oooh ja, das kenne ich :zwinkernd: Für schön
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Escara / Esther:
Liebe Pat, aber sicher machen sich deine Not
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Kalle:
Liebe Pat, meine Notizblöcke sind meine Jahre
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Anne Seltmann:
Hallo Pat!Schmunzel....das kommt mir so bekan
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