Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: 4 Punkte

fremd von Poznanski und Strobel

Vertrau oder stirb
Stell dir vor, du bist allein zu Haus. Plötzlich steht ein Mann vor dir. Er behauptet, dein Lebensgefährte zu sein. Aber du hast keine Ahnung, wer er ist. Und nichts in deinem Zuhause deutet darauf hin, dass jemand bei dir wohnt. Er redet auf dich ein, dass du doch bitte zur Vernunft kommen sollst. Du hast Angst. Und du verspürst diesen unwiderstehlichen Drang, dich zu wehren. Ein Messer zu nehmen. Bist du verrückt geworden? 
Stell dir vor, du kommst nach Hause, und deine Frau erkennt dich nicht. Sie hält dich für einen Einbrecher. Schlimmer noch, für einen Vergewaltiger. Dabei willst du sie doch nur beschützen. Aber sie wehrt sich. Behauptet, dich niemals zuvor gesehen zu haben. Sie hält dich offensichtlich für verrückt. Bist du es womöglich?
Eine Frau. Ein Mann. Je mehr sie die Situation zu verstehen versuchen, desto verwirrender wird sie. Bald müssen sie erkennen, dass sie in Gefahr sind. In tödlicher Gefahr. Und es gibt nur eine Rettung: Sie müssen einander vertrauen...
Das Traumpaar des deutschen Thrillers: Zwei Starautoren. Zwei Perspektiven. Ein grandioser Thriller.

393 Seiten, rororo-Verlag, LINK zu Amazon


Zu Beginn erahnte ich schon, wer oder was in etwa dahinterstecken könnte. Ich wurde auch nicht enttäuscht. Die Geschichte wird abwechselnd in der Ich-Form der beiden Perspektiven von Joanna und Erik erzählt, so dass man lange nicht sicher ist, wer hier nun auf der falschen Spur ist und wer wen was vorgaukelt. Das ist eine spannende Vorgehensweise und hat mir gut gefallen. Als Leser weiß man trotzdem nie, wie sich nun die Geschichte weiter entwickelt. Da gab es ein paar unvorhersehbare Dinge, die eine gewisse Spannung erzeugten. Es endet mit einem großen Showdown à lá Hollywood, ein paar Fragen werden auch beantwortet. Das hat mich als Leserin allerdings nicht ganz so zufriedengestellt. Das kam mir sehr konstruiert vor und einige Fragen blieben meiner Meinung nach offen bzw. hätte ich gerne mehr von gelesen. Vom Unterhaltungswert ist es durchaus solide Kost. Poznanski und Strobel können aber mehr.


Nickname 09.08.2017, 20.00 | (0/0) Kommentare | PL

Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek von David Whitehouse

Bobby Nusku fristet seine Tage damit, Haare, Kleidungsstücke und weitere Spuren seiner verschwundenen Mutter zu sammeln und zu archivieren. Er fühlt sich im Haus seines grobschlächtigen Vaters und dessen wasserstoffblonder Freundin ziemlich einsam, besonders nachdem sein einziger Freund Sunny eines Tages wie vom Erdboden verschluckt ist. Die Freundschaft zum Nachbarsmädchen Rosa und ihrer Mutter Val, die Putzfrau in einem Bücherbus ist, gibt ihm Hoffnung und macht ihm Mut, sich gegen sein Schicksal aufzulehnen. Als alles drunter und drüber geht, machen sich Val, Rosa und Bobby gemeinsam mit dem sympathischen Outlaw Joe auf eine verrückte Reise mit Vals Bücherbus quer durch England. Im Gepäck haben sie nur das Nötigste: ihre Freundschaft und eine Menge guter Bücher.

Gebunden, 315 Seiten, Tropen-Verlag, LINK zu Amazon



Vorweg: Man erhält ein anderes Buch, als Klappentext und Cover es suggerieren. Und es ist auch keine fröhliche Reise mit einer Menge Bücher im Gepäck, sondern eine Flucht, eine Flucht vor Gewalt, vor Grausamkeiten, vor dem Leben, vor sich selbst. Es erinnert stark an "Thelma und Louise" und auch während des Lesens kommen einen immer wieder andere Romane und Geschichten in den Sinn. Das ist vielleicht auch beabsichtigt, werden doch regelmäßig die Klassiker wie Moby Dick, Von Mäusen und Menschen, Robin Hood, Der geheime Garten etc. erwähnt.
Die Charaktere sind liebevoll und charmant erzählt, die Sprache sehr lebendig und wohlklingend. Die Geschichte beginnt eigentlich mit dem Ende und erzählt, wie es dazu gekommen ist. Es erzählt von Liebe, Freundschaft, von Sehnsüchten und Träumen. Und leider auch von sehr viel grausamer Gewalt, die nur durch die charmanten Figuren und der schönen Sprache beim Lesen ein wenig abmildert. Der Roman wird in der Mitte ein wenig langatmig, das Ende ist vorhersehbar. Es ist unterhaltsam geschrieben, die Charakter hat man ein wenig lieb gewonnen. Einen großen Spannungsbogen kann man allerdings nicht erwarten.

 

Nickname 02.08.2017, 19.26 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Kreuzstich Bienenstich Herzstich: Kommissar Seifferheld ermittelt von Tajana Kruse

Kommissar Siegfried Seifferheld, ledig, gutaussehend und wohnhaft in Schwäbisch Hall, wurde bei seinem letzten Einsatz schwer verletzt und in den Frühruhestand versetzt. Doch die Polizeiarbeit legt man nicht ab wie einen alten Hut. Als immer mehr alleinstehende Männer in seiner beschaulichen Heimatstadt einen unerwarteten Tod sterben, glaubt der sympathische Kommissar a. D. nicht an einen Zufall.
Und so unterbricht Seifferheld seine heimliche Leidenschaft, das Sticken von Zierkissen, und macht sich auf die Spur des Serienmörders, dicht gefolgt von seinem vierbeinigen Begleiter Onis.

1. Teil der Kommissar Seifferheld-Reihe, 320 Seiten, Knaur-TB Verlag, LINK zu Amazon



Dies ist der Auftakt zur Siegfried-Seifferheld-Serie. Der Ex-Kommissar kommt sehr sympathisch rüber und hat es sicherlich nicht leicht, mit seinen drei Frauen (Schwester, Tochter, Nichte) in einem Haus zu leben, die alle unterschiedliche Ernährungsphilosophien pflegen und ihn bekehren möchten. Auch hadert er noch mit seinem Schicksal, nun nicht mehr aktiv im Geschehen zu sein. Keine leichte Zeit für den hüftgeplagten 60jährigen mit den stahlblauen Augen. Da kommt ihm die Mordserie an alleinstehenden Männern im besten Alter gerade Recht. Er glaubt fest an einen Serienmörder und ermittelt auf eigene Faust mit seinem Hund Onis (der ist sowieso der Beste) und Kumpel Klaus (der mehr Verwirrung stiftet als eine Hilfe ist). Die Geschichte ist unterhaltsam und humorvoll erzählt und die kleinen Polizeiberichte aus der Zeitung lockern das ein wenig auf.




Nickname 18.07.2017, 00.00 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Herr Kiyak dachte, jetzt fängt der schöne Teil des Lebens an von Mely Kiyak

Herr Kiyak dachte, nun beginnt der schöne Teil des Lebens. Und wurde krank. Nicht eine Sekunde seines Lebens war er glücklich – meint er. »Quatsch«, sagt seine Tochter. »Du warst glücklich, Du hast es nur vergessen. Fang an zu erzählen!«
Im Krankenbett, während der Chemotherapie - jede Gelegenheit nutzt Herr Kiyak, sich zu erinnern: an den Ofen des Propheten, der nicht wärmte, an seinen Bruder »den schrecklichen Ismo«, der nicht nur eine Mücke zum Krüppel schoss, und daran, dass alles verrückt blieb, obwohl er nach Deutschland zog.
Während Mely Kiyak sich mit dem Tod auseinandersetzt, blüht ihr Vater auf und macht, was bei Kiyaks seit Generationen getan wird: Geschichten sammeln.

256 Seiten, S. Fischer Verlag, LINK zu Amazon


Ehrlich und direkt erzählt die Tochter die Geschichte ihres Vaters mit viel Humor, Einfühlungsvermögen und Respekt. Dabei nimmt sie kein Blatt vor dem Mund und schreibt es so wie es ist, wenn man einen kranken Familienangehörigen hat. Man ist wütend, verzweifelnd, ungerecht, traurig, kraftlos, mutig, kämpferisch.... Gleichzeitig erfährt man ein wenig über die türkische Denkweise, über die Menschen aus Anatolien und wie es ist, zwischen zwei Kulturen zu leben. Eine unglaublich starke Vater-Tochter Geschichte, die sehr authentisch ist und ans Herz geht.


Nickname 03.05.2017, 01.00 | (0/0) Kommentare | PL

Seelenspalter von Ju Honisch

1. Teil der Fantasy-Serie "die Geheimnisse der Klingenwelt":

Nur die Starken überleben in den Acht Reichen, die miteinander in einem endlosen Krieg um die Vorherrschaft liegen. Das begreift Maleni sehr schnell, als sie nach einem Massaker, dem ihr ganzes Dorf zum Opfer fällt, Aufnahme beim Orden der Xyi findet. Unerbittlicher Drill und ein geheimnisvolles Ritual lassen einen Teil von Maleni zur Assassinin Taryah werden, die ohne Mitleid zu empfinden oder Fragen zu stellen ihrem blutigen Handwerk nachgeht. Doch weder in den Acht Reichen noch beim Orden der Xyi sind die Dinge so einfach, wie sie scheinen. Und eines Tages muss Maleni erkennen, dass Taryah nicht nur ein Teil von ihr ist – sondern ihr größter Feind.

816 Seiten, Knaur TB, LINK zu Amazon



Seelenspalter ist der erste Teil der Fantasy-Serie "Die Geheimnisse der Klingenwelt", der in sich abgeschlossen ist. Erzählt wird die Geschichte von Maleni, zunächst in der Gegenwart, in der sie gemeinsam mit ihrer Assassini-Seele Taryah Aufgaben für die Xyi erledigt und mit Rückblenden, wie sie zur Assasini wurde. Die Autorin schafft es gut, die beiden Seelen abzugrenzen und zu beschreiben. Auch der innerlicher Kampf der beiden Seelen wird gut verdeutlicht und man kann die Entwicklung Malenis im Laufe der Geschichte sehr gut nachvollziehen. Auch die anderen Figuren kommen glaubwürdig rüber und sind sehr facettenreich. Die Handlungsstränge sind spannend erzählt und halten die eine oder andere Überraschung bereit. Auf den ersten 500 bis 600 Seiten wird die Geschichte ruhig erzählt, es werden immer wieder neue Mosaikstückchen zusammengeführt und der Lesefluss ist sehr angenehm. Im letzten Teil überschlagen sich allerdings die Ereignisse, neue Figuren tauchen plötzlich auf und ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass Erzählstränge gekürzt wurden. Zumindest hinterließen sie bei mir das Gefühl von Lücken. Das hätte besser auserzählt werden können. Die neuen Charaktere waren durchaus interessant und facettenreich, doch als Leser hatte man keine Chance, sie näher kennen zu lernen. Da wurde meiner Meinung nach gutes Potenzial verschenkt.
Dennoch eine sehr unterhaltsame Geschichte und ein gelungener Auftakt zur neuen Fantasyserie von Ju Honisch. Blutfelsten ist der nächste Band, der im März 2018 erscheinen soll und die Geschichte dieser Welt ca. 100 Jahre zuvor erzählt. 


Nickname 20.04.2017, 00.00 | (0/0) Kommentare | PL

Elfenmacht von Bernhard Hennen

Wer wird künftig über die verwunschene Albenmark herrschen? Sind es die grausamen Drachen oder die raubeinigen Zwerge? Oder die geheimnisvollen Elfen, deren Kräfte bisher im Verborgenen geschlummert haben? Als die beiden Geschwister Emerelle und Meliander sich auf die Suche nach ihrer verschwundenen Mutter machen, der legendären Drachenelfe Nandalee, ahnen sie nicht, dass ihre Reise das Schicksal aller Völker Albenmarks für immer verändern wird. Während Emerelle den Weg des Kampfes wählt, findet ihr stillerer Bruder eine junge, mysteriöse Elfe, die ihn vom ersten Augenblick an fasziniert. Doch es gibt Geheimnisse, an deren Wurzeln man nicht rühren sollte …

575 Seiten, Heyne-Verlag, LINK zu Amazon



Elfenmacht verstehe ich ein wenig als Bindeglied zwischen den Drachenelfenromanen und Die Elfen. Die noch jungen Geschwister Emerelle und Meliander machen sich auf den Weg, eigenständig die Welt zu erkunden. Ich fand es sehr amüsant, wie naiv und auch eigensinnig sie der Welt begegnen, die sie bisher nur von oben bei den Alben beobachten konnten. Von unten betrachtet, ist es dann doch nicht immer so schön und schnell machen Meliander und Emerelle, auch getrennt voneinander, die Bekanntschaft mit der recht rauen Welt und eine Lebenserfahrung nach der anderen kommen Schlag auf Schlag. Es gibt ja auch viel nachzuholen. Parallel kann der Leser den Weg der beiden verfolgen, die unterschiedliche Ziele haben. Und beide lernen ihre Gefühlswelt zum ersten Mal richtig kennen. Spannend fand ich auch, dass man in dieser Zeit von Dingen erfährt, die erst erschaffen wurden oder wo der Grundstein gelegt wird, die in der weiten Zukunft eine Bedeutung haben werden.
Einige Fragen, die im letzten Band der Drachenelfen aufkamen, werden nun beantwortet. Allerdings stellen sich direkt auch wieder Neue und man merkt, dass es noch eine große Geschichte zu erzählen gibt. An sich plätschert der Roman ruhig und besonnen vor sich hin, was ich persönlich nach den sehr ereignisreichen Drachenelfen nicht schlimm fand. Bernhard Hennens Erzählstil ist so wunderschön, dass gar nicht viel passieren muss, um sich unterhalten zu fühlen. 
Was mich zu Punktabzug bewegt, ist das Ende. Ich müsste spoilern, wenn ich näher darauf eingehen würde. Es fühlte sich für mich wie schnell herunter geschrieben an, so nach dem Motto: Da muss jemand sterben, machen wir es kurz und schmerzlos, quasi im Vorbeigehen. Das hat mich sehr enttäuscht. Bei so wichtigen Wendungen verdienen die Figuren mehr Aufmerksamkeit und auch eine bessere Geschichte. Das gleiche Gefühl beschlich mich schon bei "Himmel im Flammen", wo das Ende auch so abrupt und eher lieblos daherkam. Ich hoffe sehr, dass Bernhard Hennen bei der nächsten Elfengeschichte wieder mehr Liebe zu seinen Figuren und deren Geschichte entwickeln kann und ihnen, wenn sie denn schon gehen müssen, ein würdiges Ende kredenzt, egal ob Freund oder Feind. Dafür hat man als Leser viel zu viel Zeit mit den Figuren verbracht.
Bernhard Hennen kann das definitiv besser und ich glaube, hätte er das Buch in einer ruhigeren Phase geschrieben, wäre es vielleicht besser geworden.


Nickname 06.04.2017, 20.14 | (0/0) Kommentare | PL

Tote Helden: Die Legenden von Astray von Michael Peinkofer

Für die einen waren sie Helden. Für andere Legenden. Für wiederum andere waren sie nur dämliche Arschlöcher. Doch niemand ahnt, dass sie wieder zurück sind … Im Jahr 37 nach dem Fall des tyrannischen Kaiserreichs sind die Helden von einst vergessen. Der Abyss, ein tiefer Abgrund, durchzieht den Kontinent Astray seit jener letzten erbitterten Schlacht und hat die Völker gespalten. Könige, Herzöge und fanatische Sektierer ringen um die Macht. Nur der Sänger Rayan erhält die Erinnerung an die Legenden der Vergangenheit am Leben – denn seine Visionen sagen ihm, dass in den Tiefen des Abyss eine Bedrohung lauert. Und dass nur die alten Legenden ihr die Stirn bieten können …

528 Seiten, Piper-Verlag, LINK zu Amazon


"Tote Helden" ist der Auftaktroman zu einer Fantasy-Serie, die sich um die zerteilte Welt von Astray dreht und mein erstes Buch von Michael Peinkofer. Seine Sprache hat mich sofort überzeugt und in das Buch eintauchen lassen. Sehr spannend finde ich die Herangehensweise des Autors, die Geschichte zu erzählen, nachdem die Helden ihre Heldentat erbrachten. Was ist aus ihnen geworden? Wie gehen sie mit der alten Geschichte um? Leben sie noch? Erinnert sich noch jemand an sie? Wirkt die Heldentat nach oder zeichnet sich ein neues Unheil ab? Dies ist für mich neu und sehr faszinierend. Die Figuren sind stark erzählt mit vielen Facetten und unerwarteten Wendungen. Die Geschichte beginnt auch mit einem der beiden Haupthandlungsstränge mit dem Sänger Rayan, der durchaus an die alten Helden glaubt. Auf der anderen Seite schlägt sich der Überlebenskünstler und Halbling Lorymar durch. Abwechselnd und zunächst unabhängig voneinander werden ihre Geschichten erzählt, bis die beiden Handlungsstränge zusammenlaufen. Natürlich werden in einer Serie zum Schluss nicht alle Fragen beantwortet, es werden auch neue Figuren vorbereitet, die sicherlich für die Folgebände noch von größerer Bedeutung sein werden. Der Abschluss war für mich durchaus stimmig und macht neugierig auf den nächsten Band.
Zu Beginn der Geschichte könnte man durchaus einige Parallelen zu anderen mittelalterlich angelehnten Fantasygeschichten ziehen. Mich hat es nicht gestört, denn Elfen, Trolle und andere Fabelwesen werden ja auch nicht immer wieder neu erfunden. Um die Geschichte geht es mir in erster Linie und diese liest sich äußerst vielversprechend. Ich freue mich nun auf den Folgeband. Soweit ich das richtig verstanden habe, sollen es mindestens 3 Bände werden.



Nickname 03.04.2017, 18.45 | (0/0) Kommentare | PL

Sommer in Sepia von Marie Velden

Hinter der Fassade seines intakten Familien- und Berufslebens ist der 45-jährige Psychotherapeut Thomas Bachmann ein einsamer Mann. Die Ehe mit Veronika ist schal, seine Kinder gehen bereits eigene Wege, sein bester Freund stirbt. Erst die Begegnung mit der geheimnisvollen Florentine weckt verblasste Sehnsüchte und holt ihn zurück ins Leben. Gemeinsam erleben sie einen Sommer, der ihnen eine große Liebe, aber auch deren Zerbrechlichkeit offenbart. Schließlich ist es Veronika, die eine Entscheidung trifft, mit der sie alle und vielleicht sogar sich selbst am meisten überrascht.

341 Seiten, dtv-Verlag, LINK zu Amazon



Erzählt wird diese außergewöhnliche Liebesgeschichte im Wechsel aus der Sicht der Protagonisten Thomas, Florence und Veronika. Als Leser erhält man so ein umfassendes Bild dieser "Dreiecks"-Geschichte und den Gefühlen und Gedanken der Beteiligten. Sehr schön beschrieben in einer sehr bildlichen Sprache, die auch die Entwicklung der Beziehungen untereinander sehr gut vermittelt. Die Gedanken- und Gefühlswelt kann man bei allen drei Personen sehr gut nachempfinden und man erahnt, dass es in solchen Momenten keine wirkliche "Schuld" gibt, sondern das es Dinge gibt, die einfach passieren. Ein Buch der eher leisen Töne.


Nickname 24.03.2017, 00.00 | (0/0) Kommentare | PL

Die Stimmen der Vergangenheit von Elia Barceló

Als die Literaturwissenschaftlerin Katia Steiner in Rom den Nachlass eines bekannten Gelehrten ordnet, stößt sie auf ein rätselhaftes Dokument. Darin liest sie von Gemälden, die der Schlüssel zu einer längst vergessenen Zeit sind, und von einem geheimen Bund, dem »Club der Dreizehn«. Das ist für Katia der Anfang einer phantastischen Reise – eine Reise, die sie in eine völlig fremde Welt eintauchen und eine große, unbedingte Liebe entdecken lässt.

520 Seiten, Piper-Verlag, LINK zu Amazon




Elia Barceló zeichnet sich durch einen schönen Schreibstil aus. Ihr Buch "Das Rätsel der Masken" fand ich sensationell. Deshalb musste ich hier nicht lange überlegen. Der schöne Schreibstil ist geblieben. Anfangs waren es mir zu viele Protagonisten, von denen maximal eine Handvoll tatsächlich wichtig sind. Das hat mich ein wenig verwirrt. Die Geschichte an sich beginnt durchaus spannend, Katia kommt sehr sympathisch, wenn auch etwas verschroben, rüber. Aber bei so vielen skurrilen Professoren fällt das gar nicht mehr auf. Es ist in erster Linie eine Liebesgeschichte mit phantastischen Elementen. Wer der Realität zu sehr zugeneigt ist, könnte mit den phantastischen Elementen Probleme haben. Ich persönlich fand diese sehr reizvoll und waren eher nebensächlich. Aber auch das Auseinandersetzen mit der eigenen Vergangenheit wird stark thematisiert. Das Buch ist in drei Teile gegliedert, in denen Katia, die Hauptfigur, an jeweils anderen Orten ist und nach der Vergangenheit forscht. Zum Schluss empfand ich die Geschichte ein wenig zu konstruiert. Dennoch in der Gesamtheit eine unterhaltsame Lektüre.




Nickname 20.03.2017, 00.00 | (0/0) Kommentare | PL

Drachenelfen: Himmel in Flammen von Bernhard Hennen

Seit sieben Jahre tobt der Krieg um Nangog, und Drachen und Elfen stehen kurz vor der Niederlage. Eine letzte Schlacht am Himmel über der Goldenen Stadt soll die Wende bringen. Immer noch glaubt die Drachenelfe Nandalee, sich aus allem heraushalten zu können, doch dann zeigt sich, dass ihr Schicksal untrennbar mit dem Nachtatems verbunden ist. So werden sie und ihre Kinder zu Gejagten, die nirgends mehr auf Zuflucht hoffen dürfen. 

Heyne-Verlag, 1103 Seiten, LINK zu Amazon


Dies ist nun der letzte und finale Teil der Drachenelfengeschichte. Nach wie vor geht es spannend weiter und nach 7 Jahren Krieg findet nun die letzte endgültige Schlacht am Himmel statt und der erbitterte Kampf um eine sehr wertvolle und mächtige Reliquie, die von beiden Seiten heiß begehrt ist. Bernhard Hennen schreibt gewohnt flüssig und facettenreich, die Handlungsstränge und Figuren werden komplex dargestellt. Es gibt einige interessante Charakterentwicklungen, auch über die ganzen Bände hinweg, was durchaus meisterlich umgesetzt ist. Einiges bleibt auch gleich, zum Beispiel die Glücksträhne von Hornbori, was mich am meisten beim Lesen amüsiert hat. Auch Nandalee kämpft wieder in gewohnter Manier und Artax bleibt seinen Prinzipien weiterhin treu. Und der Goldene spinnt intelligent und bösartig seine Intrigen weiter. Soweit alles gut und an sich ein wunderbares nie langweilig werdendes Buch. 
Allerdings bin ich über einiges nicht sehr glücklich, was mich zu einem Punktabzug bewegt. Der Schluss hat mich als Leser überhaupt nicht befriedigt. Zu viele Punkte sind meiner Meinung nach offen, eine Menge Fragen sind unbeantwortet bzw. es kommen sogar noch weitere dazu. Ich finde, dass gerade am Ende eine Menge Potential verschenkt wurde z. B. ein Zusammentreffen zwischen Bidayn und Nandalee, das Schicksal der Devanther und auch der Drachen am Ende, das Geheimnis um Nandalees Kinder (da tauchen sogar ganz konkrete neue Fragen auf) und wo waren die Alben? Eine Seite ist da definitiv zu wenig. Nach 5 Bänden und unendlich vielen Seiten hätte ich mir ein abgerundertes Ende gewünscht. So liest es sich für mich, als käme da noch ein 6. Band. Dann hätte es tatsächlich auch 5 Punkte gegeben. Aber als Schluss einer Serie bin ich nicht zufrieden damit.
Trotzdem ist diese Serie ein absoluter Lese-Tipp, es verspricht so viele Seiten Spannung und Unterhaltung auf hohem Niveau. Jetzt erhoffe ich mir beim Zusatzband Elfenmacht, der am 20. März herauskommt, dass dort einige meiner Fragen beantwortet werden.




Nickname 13.03.2017, 07.00 | (0/0) Kommentare | PL

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twinsie:
Deine Idee mit dem Lesebuch finde ich richtig
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moni:
Ich mag sie auch, liebe Pat,alte Holzboote tr
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moni:
Liebe Pat,das ist eine gute Idee. Ich habe bi
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Anette:
Mein Gedächtnis ist auch mit einem Sieb verse
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Anne Seltmann:
Hallo Kerki!Hahaha, so ein Sieb habe ich auch
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