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Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: 4 Punkte
Wenn die Mondblumen blühen von Jetta Carleton
| Beschreibung: Der »Spiegel«-Bestseller Nr. 1 aus dem Jahr 1964 - wiederentdeckt!
|
Die Beschreibung sagt eigentlich schon alles. Am Anfang empfand ich die Geschichte ein wenig als langweilig und nichtssagend und ich befürchtete schon einen langweiligen hausbackenden altmodischen Roman. Doch wenn man das erste Kapitel übersteht, kommt so langsam Fahrt in die Geschichte und hält einige Überraschungen für den Leser parat. Das Besondere ist die Art der Erzählweise der Autorin, die es schafft, einzelne Familienschicksale bzw. -geschichten auf eine liebevolle, aber dennoch sachliche Art zu erzählen, ohne gehobenen Zeigefinger oder Wertung. Eine interessante Familiengeschichte.

03.10.2011, 11.37 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL
Plötzlich Shakespeare von David Safier
| Beschreibung: Wenn ein Mann und eine Frau sich das Leben teilen, ist das ja schon schwierig. Aber wenn Mann und Frau sich auch noch ein und denselben Körper teilen müssen, dann ist das Chaos perfekt! Die liebeskranke Rosa wird per Hypnose in ein früheres Leben versetzt, in den Körper eines Mannes, der sich gerade duelliert. Wir schreiben das Jahr 1594, und der Mann heißt William Shakespeare. Rosa darf erst wieder zurück in die Gegenwart, wenn sie herausfindet, was die wahre Liebe ist. Keine einfache Aufgabe: Sie muss sich als Mann im London des 16. Jahrhunderts nicht nur mit liebestollen Verehrerinnen rumschlagen, sondern auch mit Shakespeare selber, der nicht begeistert ist, dass eine Frau seinen Körper kontrolliert. Der Barde hat zwar „Romeo und Julia“ geschrieben, aber von der wahren Liebe versteht er noch weniger als Rosa. Und während sich die beiden in ihrem gemeinsamen Körper kabbeln, entwickelt sich zwischen ihnen die merkwürdigste Lovestory der Weltgeschichte. |
Die Geschichte ist sehr witzig, die Dialoge zwischen Shakespeare und Rosa sehr unterschiedlich, mal platt, mal philosophisch, aber dennoch immer witzig. Erinnert ein wenig an den Film "Solo für 2" mit Steve Martin.
Kurzweiliger netter Roman für zwischendurch.

27.09.2011, 10.02 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Die Radleys von Matt Haig
| Beschreibung: Lernen Sie die Radleys kennen, eine total verbissene Familie. |
Ein sehr witzig geschriebener Vampirroman über eine nicht ganz alltägliche Familie, der durchaus auch interessant für nicht Fantasy begeisterte Leser sein könnte. Die Geschichte liest sich leicht und flockig runter, die Charaktere sind liebevoll beschrieben und irgendwie doch alltäglicher, als man meint. Die kurzen einfach geschriebenen Kapitel konnte man ohne große Anstrengung so weglesen. Kurzweilige amüsante Unterhaltung, mitunter auch für Teenager geeignet, da die typischen blutrünstigen Szenen fehlen.

04.04.2011, 14.44 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL
Was mit Kate geschah von Catherine O'Flynn
| Beschreibung: Kurt, Wachmann im Einkaufszentrum Green Oaks, traut seinen Augen nicht: Eines Nachts sieht er auf dem Monitor ein kleines Mädchen durch die menschenleeren Gänge irren. Das Mädchen sieht genauso aus wie die kleine Kate, die Kurt kannte und die vor zwanzig Jahren spurlos verschwand. Niemand glaubt Kurt, nur Lisa aus dem Plattenladen macht sich mit ihm auf die Suche durch die endlosen Weiten von Green Oaks. Ein aufsehenerregender Debütroman über die Selbstentfremdung in einer konsumorientierten Welt, über Einsamkeit und über ein bemerkenswertes Mädchen. |
Die ersten 76 Seiten beschreiben das Mädchen Kate, wie sie voller Begeisterung ihrem Hobby als Dektektivin nachgeht. 20 Jahre später wird der Focus auf die in diesem Einkaufszenter arbeitenden Mitarbeiter gerichtet. Die Idee der Geschichte ist ganz interessant, ein guter Spannungsbogen will sich aber nicht aufbauen. Zeitweise war es ein wenig langatmig und langweilig. Da dieses Buch nur 270 Seiten hat, ist es aber durchaus ein kurzweiliger Zeitvertreib an einem verregneten Sonntag.

10.01.2011, 19.42 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL
Verbrechen von Ferdinand von Schirach
| Beschreibung: Ferdinand von Schirach hat es in seinem Beruf alltäglich mit Menschen zu tun, die Extremes getan oder erlebt haben. Das Ungeheuerliche ist bei ihm der Normalfall. Er vertritt Unschuldige, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, ebenso wie Schwerstkriminelle. Deren Geschichten erzählt er – lakonisch wie ein Raymond Carver und gerade deswegen mit unfassbarer Wucht. |
Interessante Geschichten aus der Welt der Verbrechen und Anwälte. Angeblich sollen diese Geschichten authentisch sein. Fast kaum zu glauben.
Der Autor beschreibt die Fälle recht nüchtern und ungeschmückt. Gerade dieser knappe Erzählstil machen die Geschichten irgendwie glaubwürdig.
Zwischendurch hatte ich allerdings den Eindruck, dass dieses Buch auch irgendwie das Ego des Anwalts aufpoliert und eine Menge Selbstdarstellung mit im Spiel ist. Aber was solls, eine kurzweilige Unterhaltung ist es allemal.

10.01.2011, 19.42 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Wir sind bedient von Alena Schröder
| Beschreibung: Der Kunde ist König — und benimmt sich auch so |
Interessante Jobbeschreibungen, die die ungeschönte Wahrheit erzählen. Ich glaube, die meisten wären arbeitslos, wüssten ihre Arbeitgeber davon. Aber es zeigt auch, wie undankbar, arrogant und ignorant wir Kunden oder Dienstleistungsnehmer manchmal sein können. Man sollte ab und zu mal darüber nachdenken, wie wir mit anderen Menschen umgehen und uns klar machen, dass diese auch nur ein kleiner ausführender Teil eines zunehmend kranken Systems sind.

29.12.2010, 18.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Warum Lesen glücklich macht von Stefan Bollmann
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| Beschreibung: Es gibt keine bessere, individuellere und vom jeweiligen Ort
unabhängigere Unterhaltung als die des Lesens. Doch obwohl das Lesen so
ohne Zweifel klug, selbstbewusst und glücklich macht, ist der Leser (vor
allem der männliche) in seiner Art bedroht. Und dies, obwohl doch
gerade der Mann als Erster in der Hoffnung auf Beute Spuren las. Den
Zusammenhang zwischen dem Fährten lesenden Jäger und dem ebenfalls eine
Spur verfolgenden Leser macht uns Stefan Bollmann ebenso klar, wie er
uns die Bedeutung des Lesens für Wohlbefinden und Glück vor Augen führt.
|
Die Bücher von Stefan Bollmann sind immer mit viel Liebe gemacht. Es macht Spaß, darin zu blättern, besonders die Fotos sind über lesende Frauen sind immer sehr schön. Stefan Bollmann beschreibt in verschiedenen Kapitel das Lesen, die Frage allerdings, warum Lesen glücklich macht, kann nur jeder für sich selbst beantworten. Einige Passagen empfand ich als ein wenig langatmig und anderes fehlte mir.
Mein Lieblingssatz: "Lesen macht glücklich, weil es uns sagt, wer wir sind und wer wir sein wollen".

25.12.2010, 20.16 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Ein Zimmer, sechs Frauen und ein Bild von Margaret Forster
| Beschreibung: Ein Bild geht auf Reisen. Es wurde 1907 in Paris von der walisischen Malerin Gwen John gemalt. Im Lauf eines Jahrhunderts geht es verloren, wird gestohlen, verkauft, verschenkt und schließlich vererbt, sein Weg führt an unterschiedliche Orte und in den Besitz ganz unterschiedlicher Frauen. Zuletzt kehrt es dahin zurück, wo alles begann: in ein lichtes Zimmer über den Dächern von Paris. |
Ein sehr schöner und liebevoll geschriebener Frauenroman. Ein Wohlfühlroman für gemütliche Stunden auf der Couch. Mich hat sehr stark fasziniert, wie ein Bild im Laufe der Generationen die Besitzerin wechselt und welche Auswirkungen und auch Interpretationen dieses Bild hervorruft. Und wie sich die Leben der Frauen direkt oder indirekt berühren. Margaret Forster versteht es wirklich, sehr einfühlsam und ohne dass es konstruiert wirkt, die Lebensbiografien der Frauen rund um das Bild zu erzählen.

16.10.2010, 09.22 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Das Kind von Michael Fitzek
| Beschreibung: »Als Robert Stern diesem ungewöhnlichen Treffen zugestimmt hatte, wusste er nicht, dass er damit eine Verabredung mit dem Tod einging. Noch weniger ahnte er, dass der Tod etwa 1,43 m messen, Turnschuhe tragen und lächelnd auf einem gottverlassenen Industriegelände in sein Leben treten würde.« |
Mein erster Fitzek, aber mit Sicherheit nicht mein letzter. Ich mag Psychothriller, die mit unvorhergesehenen Dingen aufwarten und mit der tiefen Psyche des Menschen "spielen". Und die Kombination mit Anwalt und totkrankem Kind ist schon sehr bewegend und spannend.
Sehr aktionreich und schnell und unterhaltsam.

15.10.2010, 09.13 | (4/4) Kommentare (RSS) | TB | PL
Darkness von Preston+Child
| Beschreibung: Ein eigenartiger Geruch strömte ins Zimmer, erdig, wie verrottete Pilze. Die Luft schien dicker zu werden, sich zusammenzuziehen und zu etwas Dichterem zu verklumpen. Und dann begann es, sich zu bewegen |
Nach der Diogenes-Trilogie der Pendergast-Reihe nun wieder ein einzelner Fall mit dem smarten FBI-Agenten Pendergast und seinem Mündel Constanze, die gemeinsam auf dem großen Passagierdampfer eine Spur verfolgen.
Auch hier schreiben das Autoren-Duo Preston + Child durchaus spannend, allerdings wird doch ein wenig übertrieben, was das unglaubliche Können Pendergast betrifft oder das etwas sehr überzogene Ende. Dennoch unterhaltsam und darf natürlich in der Pendergast-Reihe nicht fehlen.

15.10.2010, 09.02 | (0/0) Kommentare | TB | PL
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