Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: 4-5 Punkte

Palace of Glass 1: Die Wächterin von C.E. Bernard

London wäre ein Ort, an dem Tugend und Angst regieren. Ein hartes Gesetz untersagt den Menschen, die Haut eines anderen zu berühren. Denn die Bevölkerung und insbesondere das Königshaus fürchten die Gefahr, die von den sogenannten Magdalenen ausgeht – Menschen, deren Gabe es ist, die Gedanken anderer durch Berührung zu manipulieren. Die junge Rea zeigt so wenig Haut wie möglich. Einzig während illegaler Faustkämpfe streift sie ihre Handschuhe ab. Doch wie kommt es, dass die zierliche Kämpferin ihre körperlich überlegenen Gegner stets besiegt? Und warum entführt sie der britische Geheimdienst? Bald erfährt Rea, dass sie das Leben des Kronprinzen beschützen muss. Doch am Hof ahnt niemand, dass sie selbst sein größter Feind ist.
Eine Kämpferin, die eine verbotene Gabe besitzt. Ein Prinz, dessen Leben auf dem Spiel steht. Ein gläserner Palast, in dem eine tödliche Intrige gesponnen wird. (Klappentext)
416 Seiten, Penhaligon Verlag, LINK zu Amazon

1. Teil der Palace of Glass Trilogie


Spannender und düstere Auftakt einer Trilogie

Auftakt der Palace of Glass-Trilogie. London 2054. Berührungen anderer Menschen sind verboten aus Angst vor den sogenannten Magdalenen, die bei Berührung Gedanken lesen und manipulieren können.  Dieses Szenario kommt sehr bedrückend und düster daher, die Angst ist allgegenwärtig, entweder vor den Magdalenen oder vor der Aufdeckung, denn die Magdalenen leben unentdeckt und verheimlichen ihre besondere Gabe. C.E. Bernard versteht es sehr gut, diese besondere Atmosphäre zu vermitteln und lässt den Leser regelrecht erschauern. Alleine die Vorstellung, niemanden mehr berühren zu dürfen, ist schon schrecklich. Auch die Welt, in der die Menschen leben, ist somit düster und hat eher eine mittelalterliche Atmosphäre in einer modernen Zeit.

Rea, eine Magdalena, die heimlich Faustkämpfe austrägt, um zumindest dort die Sucht nach Berührung nachgeben zu können, ist die Heldin dieser Trilogie. Ihr Hobby bleibt nicht lange unentdeckt. Der britische Geheimdienst entführt sie regelrecht, um den Kronprinzen zu beschützen, nicht wissend, dass sie sich eine Magdalena ins Haus holen, die der König vehement bekämpfen will. Die um Rea und den Prinzen gesponnenen Intrigen sind spannend und rasant erzählt. Man weiß als Leser nie, wer dahinter steckt, wen man trauen kann und wem nicht. Bis zum Schluss sind die Karten verdeckt. Die Charaktere sind spannend und facettenreich beschrieben, die Sympathien und auch Verdächtigungen wechseln ständig, es gibt actionreiche Szenen, bei denen man mitfiebert, aber auch viele Szenen, wo Rea Gefahr läuft, erkannt zu werden.

Das Ende des ersten Teils ist spannend erzählt und durchaus schlüssig, auch wenn noch einige Fragen offen bleiben, die vermutlich in den nächsten beiden Bänden beantwortet werden.

Ein außergewöhnliches Jugendbuch mit einem ganz besonderem Setting und einer eher ungewöhnlichen Liebesgeschichte.



Nickname 12.06.2018, 00.00 | (0/0) Kommentare | PL

Die Stille meiner Worte von Ava Reed

Hannahs Worte sind verstummt -in der Nacht, in der Ihre Zwillingsschwester Izzy ums Leben kam. Wer soll nun ihre Gedanken weiterdenken, ihre Sätze beenden und ihr Lachen vervollständigen? Niemand kann das. Hannah ist in der Stille ihrer Worte gefangen. Bis sie Levi trifft, der mit aller Macht versucht herauszufinden, wer sie wirklich ist … (Klappentext)

Ueberreuter-Verlag, 320 Seiten, LINK zu Amazon



Die Autorin beschreibt mit sehr einfühlsamen Worten und leisen Gesten die Gefühlswelt von Hannah, die tief in einem Trauma steckt und sich von niemanden verstanden fühlt. Auch die Eltern sind mit der Situation so überfordert, dass sie zu einer krassen Maßnahme greifen und sie weggeben. Erst mit Levi, den sie im Camp kennenlernt, beginnt sie sich wieder langsam den Weg zurück ins Leben zu kämpfen. 

Es sind die kleinen Gesten, die schönen Worte, die besondere Stimmung im Camp, die mich in diesem Buch berührt haben. Besonders die Briefe an Izzy, die Hannah nach dem Schreiben verbrennt, machen deutlich, in welcher Gefühlswelt sie gefangen ist. Stück für Stück begleitet man Hannah bei ihrem Weg und dazu parallel Levi, der nur vermuten kann, was wirklich in Hannah vorgeht. Die Art und Weise, wie Levi mit Hannah umgeht, ist sehr feinfühlig, respektvoll und daher berührend. Da hatte ich den einen oder anderen Kloß im Hals.

Die Sprüche jeweils am Anfang der recht kurzen Kapitel sind gut gewählt und umfassen in knappen Worten den Grundkern des jeweiligen Kapitels. Vielleicht wäre da weniger etwas mehr gewesen. Den einen oder anderen wird es unter Umständen erschlagen, zumal auch inhaltlich immer wieder verschiedene Lebensweisheiten offenbart werden. Aber sie sind ja wahr und passen zu den einzelnen Figuren in diesem Roman.

Ein sehr leiser Roman, so leise wie Hannah, so einfühlsam wie Levi und so wunderbar wie das ganze liebevoll gestaltete Buch.



Nickname 02.06.2018, 00.00 | (0/0) Kommentare | PL

Das Imago-Projekt von Robert Corvus

Für die letzten freien Menschen, die in einem Schwarm aus 28 Großraumschiffen durch die Galaxis ziehen, ist die zerstörte Erde nur noch eine ferne Erinnerung. Verfolgt von gnadenlosen Feinden stoßen sie auf eine Intelligenz, die fremder nicht sein könnte: Eine gigantische Sphäre umhüllt einen Stern. Wer immer dort lebt – er beweist schon beim Erstkontakt, dass er der Menschheit weit überlegen ist. Aber die Kommunikation mit der Sphäre gestaltet sich schwierig und Hinweise auf ein sogenanntes Imago-Projekt deuten auf eine verstörende Wahrheit hin. Das Militär rüstet zum Kampf gegen die Sphäre, doch Kara Jeskon glaubt fest an ihren Traum, dass es jenseits der Konflikte auch die Chance auf Frieden gibt. Kann sie den Kontakt zur geheimnisvollen Sphäre nutzen, um der Menschheit eine Zukunft zu eröffnen, die sie mit sich selbst und dem Universum versöhnt? (Klappentext)

Piper-Verlag, 496 Seiten, LINK zu Amazon



Das Imago-Projekt - eine literarische Reise durch die Zukunft und der Philosophie

Das Imago-Projekt ist der Fortsetzungsroman von Feuer der Leere, kann aber durchaus auch separat gelesen werden. Es empfiehlt sich allerdings, auch den 1. Teil zu lesen, um bereits ein Gefühl für den Schwarm und die handelnden Personen und unterschiedlichen Raumschiffe zu erhalten. Ich brauchte beim ersten Teil eine Zeit, bis ich mich gedanklich eingelesen hatte. Beim 2. Teil war ich ziemlich schnell in der Geschichte und der jeweiligen Lebensform drin. Die technischen und physikalischen Erklärungen stellten mich aber auch hier vor die eine oder andere Herausforderung.

Der Schwarm, eine Kooperation zwischen vielen verschiedenen Raumschiffen mit sehr unterschiedlichen Lebensweisen, Lebensphilosophien und Eigenarten, so wie in unserer heutigen Welt auch schon, ist auf der Suche nach alten Kolonien und somit nach Überlebenden der alten Menschheit. Neben der bereits in Feuer der Leere vorkommenden MARLIN, die eine eher diplomatische Lebensweise vertritt, der SQUID, ein lebendiges Raumschiff, dass Mutter genannt wird und Menschen bei sich leben lässt sowie die ESOX, deren Focus auf künstliche Intelligenz und den Zentralcomputer setzt, lernen wir auch die PAYARA kennen, die als militärische Einheit eher auf Kampf und Sieg aus ist.

Nach einer ungemütlichen Reise durch den Rotraum trifft der Schwarm auf eine gigantische Sphäre, die eine ganze Sonne umhüllt und somit viele Rätsel aufgibt. Ebenfalls unklar ist, ob sie dem Schwarm freundlich oder feindlich aufgestellt ist. Die erste Kontaktaufnahme und die Entscheidung, wie man damit umgeht und wer welche Interessen vertritt, löst schon Konflikte innerhalb des Schwarms aus, da nicht alle Großraumschiffe an einer friedlichen Koexistenz glauben. Dabei entsteht ein großes Konfliktpotenzial.

Als ob das nicht genug Spannung wäre, versucht eine rebellische Gruppe von der ESOX, einer Lebensform, die sich stark an künstlicher Intelligenz orientiert und sich am liebsten ganz mit dem Zentralrechner ihres Raumschiffes verbinden würden, ihre alten Freiheiten wieder zu erobern, die ihr der Schwarm vor einiger Zeit gewalttätig genommen hat. Kara, die Hauptprotagonistin, steckt als Diplomatin mittendrin in den Geschehnissen und versucht, die Auseinandersetzung diplomatisch ohne Gewalt zu lösen. Ein schwieriges Unterfangen.

Neben den spannenden Ereignissen tauchen auch immer wieder philosophische Fragen auf, die diesen Roman besonders lesenswert machen und zum Nachdenken und Reflektieren anregen. 

Ist es moralisch vertretbar, einer anderen Lebensform seine eigene aufzuzwingen? Wie weit kann Technik gehen und ab wann verliert der Mensch das Mensch sein? Was genau macht den Menschen aus? Könnte künstliche Intelligenz die Menschen ganz ausschalten und überflüssig machen?

Auch hier treffen wir auf Vorurteile, vorschnelle Entscheidungen, Intoleranz und Ignoranz sowie Fanatismus. Und auch hier kann der Fehler eines Einzelnen die ganze Gattung Mensch ausrotten oder in Gefahr bringen.

Besonders gut gefallen haben mir die einzelnen Rückblenden, hier benannt als sogenannte Speicherbilder, die im Laufe des Buches immer mehr Aufschluss darüber geben, was die Sphäre sein könnte. Auch die Darstellung der einzelnen Figuren, die so unterschiedlich handeln und doch verständlich aufgrund ihres Backgrounds und ihrer Lebenseinstellung haben mich mitgenommen und mich bewusst werden lassen, dass man doch mal öfters seine Perspektive wechseln sollte. Wie schon die alten Indianer sagten: " Urteile nie über einen anderen, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gelaufen bist".

Ein spannendes Buch mit facettenreichen Figuren und unterschiedlichen Perspektiven.  Eine literarische Reise nicht nur in die ferne Zukunft, sondern auch durch die Philosophie und den eigenen Wertvorstellungen.


Ich dufte dieses Buch in eine Leserunde mit dem Autor Robert Corvus lesen, so dass ich mich aufgrund der vielen spannenden Diskussionen wesentlich intensiver mit dem Buch auseinandersetzen konnte. Das war eine absolute Bereicherung in meiner Lese-Vita.


 


Nickname 07.05.2018, 11.43 | (0/0) Kommentare | PL

Schlangengrab von Robert Corvus und Bernhard Hennen

5. Teil der Phileasson-Saga
Im Perlenmeer leben die legendären Seeschlangen, die jeder vernünftige Kapitän meidet und das Weite sucht. Nicht jedoch die Recken der beiden Ottajaskos, die es genau auf diese stolzen und starken Meeresbewohner beziehungsweise deren Reißzähne abgesehen haben. So ziehen die beiden Wettstreiter Asleif Phileasson und Beorn der Blender los, um ihre 5. Aufgabe zu erledigen, die sie ein Stück näher zum Titel "König der Meere" bringen wird. Wer wird diesmal den Punkt holen?

Klappentext:
Die Seeschlangen des Perlenmeers zerdrücken die Planken stolzer Segler und ziehen kühne Recken in ein nasses Grab. So sagt man. Ungeheuer so schrecklich, dass ihr Zorn dereinst die Welt entzweireißen wird. So sagt man. In ihrem fünften Abenteuer müssen sich Asleif Phileasson und Beorn der Blender ausgerechnet einer solchen Bestie stellen. Nur wem es gelingt, einen Reißzahn aus dem Maul einer Seeschlange zu stehlen, hat die nächste Prüfung bestanden und darf sich weiterhin Hoffnung auf den Titel »König der Meere« machen. Doch alleine schon die Fahrt ins Perlenmeer wird für die beiden Kontrahenten zu einer tödlichen Herausforderung.

624 Seiten, Heyne-Verlag, LINK zu Amazon

Internetseite zu der Phileasson-Saga: LINK  



Schlangengrab ist der 5. Teil der Phileasson-Saga mit der Aufgabe, einen intakten Reißzahn einer Seeschlange zu ergattern. Wie auch in den Abenteuern davor, gehen die beiden Wettstreiter Asleif Phileasson und Beorn der Blender die Aufgabe gänzlich unterschiedlich an und der Wettstreit zwischen den beiden Kontrahenten auf dem Perlenmeer und in Maraskan ist stark spürbar.

In diesem Band erfahren wir im Prolog auch, wie Beorn zum Beorn der Blender geworden ist und wie er sein Augenlicht verlor. Dadurch gewinnt dieser Charakter entscheidend an Tiefe und offenbart neue Facetten. Für mich ist das mit dem 1. Prolog in Nordwärts einer der stärksten Prologe.

Das ist überhaupt die Stärke dieser Serie, dass die sehr unterschiedlichen Charaktere sich entwickeln, allerdings auch nicht immer zur besseren Seite. Aber gerade das ist das Spannende daran. Man weiß vorher nie, welchen Weg ein Charakter geht. Auch die Traviageweihte Shaya durchlebt in diesem Abenteuer ein Wechselbad der Gefühle und erkennt neue Seiten an sich und an den Menschen. Einige Figuren können auftrumpfen, andere laufen eher mit und erhalten vermutlich in einem anderen Band ihren großen Auftritt. Ich kann nur mit ganz wenigen Charakteren nichts anfangen. Einer meiner Lieblinge, die Waldfrau Irulla, hat diesmal auch ein paar schöne Auftritte und ich habe gelernt, dass Spinne noch lange nicht Spinne ist. Und Zidaine, das wandelnde Pulverfass, ist ohnehin immer für Überraschungen gut. Die sehr liebevoll gezeichneten Figuren werden von Band zu Band vielschichtiger und farbiger. Das gefällt mir ausgesprochen gut und ich freue mich immer wieder auf neu eingeführte Figuren.

Das Abenteuer ist aktionsreich und spannend beschrieben, es gibt Kämpfe, Auseinandersetzungen, wichtige Gespräche und seltsame Leute, mit denen man auskommen muss. Maraskan und seine Bewohner werden farbenprächtig beschrieben. Sowohl in der Stadt also auch im angrenzenden Wald schaffen die Autoren eine dichte Atmosphäre.

Ein paar Fragen bleiben offen, bei denen der Leser hoffen muss, dass diese in einer der nächsten Bände aufgegriffen werden. Und die Seeschlangen wurden für meinen Geschmack ein wenig kurz abgehandelt.

Schlangengrab ist eine starke Fortsetzung, das hohe Niveau wird konstant gehalten. Und wie im wahren Leben ist auch hier für jeden etwas dabei und teilt oftmals die Leser in zwei Ottajakso, das wohl.

Der 6. Teil, Totenmeer erscheint voraussichtlich im September 2018. Das fundamentale Abenteuer geht weiter. Es kann eben nur einen König der Meere geben.



  • Nordwärts

    Band 1

    *5

    LINK

  • Himmelsturm

    Band 2

    *4-5

    LINK

  • Die Wölfin

    Band 3

    *4-5

    LINK

  • Silberflamme

    Band 4

    *4

    LINK

  • Schlangengrab

    Band 5

    *4-5

    LINK

  • Totenmeer

    Band 6

    erscheint September 2018


Nickname 10.04.2018, 15.09 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Cold Case - Spurlos von Sandra Hauser

Seit Hannahs neuer Vorgesetzter krank ist, ist nicht viel los im Rüsselsheimer Polizeipräsidium. Deshalb beschäftigen sich die Kommissarin und ihre Kollegen mit einem Cold Case, einem alten Fall, der nie gelöst wurde. Ein Junge ist auf dem Weg zur Schule spurlos verschwunden, einziges Indiz: sein auf einem Spielplatz zurückgelassenes T-Shirt. Dank neuester Technik können die Polizisten nun die DNA-Spuren auf dem Kleidungsstück genauer unter die Lupe nehmen. Sie machen eine erstaunliche Entdeckung. Und plötzlich sind ihre Ermittlungen aktueller und gefährlicher denn je …
Der 2. Fall von Hannah Bindhoffer

312 Seiten, Midnight Verlag, LINK zu Amazon



Cold Case ist der 2. Fall der Hannah Bindhoffer.. Da im Revier Langeweile aufkommt, beschäftigt sie sich mit einem alten Vermisstenfall. Die Herangehensweise fand ich sehr spannend beschrieben. Und immer wieder werden Fäden zu einem aktuellen Fall, der augenscheinlich gar nichts mit dem alten Fall zu tun hat, geschickt verwoben. Diesmal bekommt Hannah für mich auch mehr Tiefe, als Figur kann sie sich hier weiterentwickeln und man erfährt mehr über die private Person. Deshalb sollte man den 1. Band gelesen haben, um die Entwicklung nachvollziehen zu können. Aber natürlich ist der Fall in sich abgeschlossen und kann auch separat gelesen werden.

Die zwei Erzählperspektiven, einmal aus der Sicht der Ermittler und einmal aus der Sicht des Opfers, sind sehr spannend ausgearbeitet. Die Autorin spielt da auch viel mit der Phantasie des Lesers, was mir persönlich immer gut gefällt. Man muss nicht jeden Schrecken immer bis ins Detail lesen, um die Tragweite der Tragödie begreifen zu können. Zum Schluss sind die vielen Zufälle für mich nicht ganz so realistisch, stören mich aber beim Lesen nicht weiter. Dafür gab es einige überraschende Momente, mit denen ich so nicht gerechnet hätte.

Ich habe für mich hier eine neue interessante Krimiserie entdeckt und bin schon gespannt auf den 3. Fall.




Nickname 24.03.2018, 10.00 | (4/1) Kommentare (RSS) | PL

Der Gärtner war's nicht von Tatjana Kruse

Konny und Kriemhild, beide über sechzig, führen nicht sonderlich erfolgreich eine Pension in der Provinz. Eines Tages wird die Idylle durch einen Mord gestört  und die Schwestern entpuppen sich als wahre Meisterdetektivinnen …

In die Beschaulichkeit der Bed & Breakfast-Pension der Schwestern Konny und Kriemhild platzt eine Band junger Musiker, die den Haushalt ordentlich auf den Kopf stellen – bis einer von ihnen tot aufgefunden wird.

Hat der Gärtner den Gast versehentlich mit seinem Aufsitzrasenmäher umgefahren? War es wirklich ein Unfall? Oder nicht doch Mord? Kurzentschlossen nehmen die Schwestern die Ermittlungen selbst in die Hand – ihr Haus, ihre Regeln.

All das vor den Augen eines zufällig anwesenden Hotelkritikers. Und der Pensionskatze: dem unsäglich hässlichen Sphynx-Kater Amenhotep.

Das Chaos ist perfekt!


316 Seiten, Insel Verlag, LINK zu Amazon






Ich liebe humorvolle Bücher, besonders Krimis. Tatjana Kruse vereinbart beides sehr harmonisch miteinander. Die liebevoll und zum Teil skurrilen und schrägen Charaktere, die manchmal an Slapstick erinnernden Ereignisse, die aber urkomisch sind und die angenehme Sprache machen diesen Krimi zum Lesegenuss. Die Kapitelüberschriften lohnen einen näheren Blick und erhalten nach dem Lesen des Abschnittes oft erst ihre Bedeutung. Ich habe viel gelacht beim Lesen. Und auch wenn die Figuren ein klein wenig überzogen daherkommen, so hat man doch schnell seine Lieblinge entdeckt und irgendwie gibt es diese speziellen Charakter doch auch im echten Leben, nur vielleicht nicht so geballt an einem Ort. Die kriminalistische Handlung ist da eigentlich nur noch Nebensache, aber natürlich wird auch der Mord aufgeklärt mit einem für mich überraschenden Mörder.

Gute Unterhaltung, ein toller Krimi für Zwischendurch, wenn man diese Art von Humor mag. Für mich war es das erste Buch von Tatjana Kruse, aber sicherlich nicht das Letzte. Eine Fortsetzung mit den Schwestern soll folgen.


Nickname 30.06.2017, 08.16 | (0/0) Kommentare | PL

Drachenelfen: Die letzten Eiskrieger von Bernhard Hennen

Im Feuer von Selinunt hat Nandalee ihren Geliebten und damit den Glauben an ihre Herren verloren. Während sich Elfen und Menschen zum ersten Mal in offener Schlacht am eisigen Himmel von Nangog begegnen, will sie nie wieder ihr Schwert für die Himmelsschlangen erheben. Doch dann mehren sich unheimliche Vorzeichen um die Geburt ihrer Kinder, und Nandalee muss begreifen, dass eine Drachenelfe niemals vor ihrer Vergangenheit fliehen kann.

Heyne-Verlag, 846 Seiten, LINK zu Amazon

4. Teil der Drachenelfen-Saga


Nun ist er da, der unerbittliche Krieg zwischen den Albenkindern und den Menschen und Devanter. Schon beim Lesen der einzelnen Kriegsszenen wird einem klar, wie unsinnig Kriege sind, die nur Schaden anrichten und eine Schneise der Zerstörung und unsägliches Leid hinterlassen. Das Schlimme beim Lesen der Passagen ist, dass man auf beiden Seiten seine persönlichen Lieblingsfiguren hat, mit denen man mitfiebert. Der Haken an der Sache: Es gibt in Bernhard Hennens Bücher nun mal kein klassisches Gut und Böse, jeder hat seine Gründe, genau so zu handeln und als Leser versteht man das auch. Nur jetzt stehen sich beide Seiten gegenüber und wollen sich zerstören. Da nehmen einen einige Szenen emotional schon ganz schön mit.
846 Seiten lang erzählt Bernhard Hennen in seinem wunderschönen Schreibstil und rasant und bildlich mit einigen ungeahnten Wendungen von seinen Helden und Antihelden. Dass Nandalee, die eigentliche Hauptfigur neben den Drachen der Saga, nur am Rande erwähnt wird, spielt bei diesem Band keine große Rolle. Zu spannend und facettenreich sind die vielen anderen Figuren in dieser Geschichte.



Nickname 13.02.2017, 20.22 | (0/0) Kommentare | PL

Drachenelfen: Die gefesselte Göttin von Bernhard Hennen

Ob in den Ländern der Menschen oder in den magischen Wäldern Albenmarks, überall drohen seit Langem schwelende Konflikte offen auszubrechen. In ihrem Kampf um Macht schrecken Unsterbliche und Drachen nicht davor zurück, ihre besten Krieger, den Herrscher Aaron oder die Drachenelfen Nandalee und Gonvalon, für ihre Zwecke einzuspannen. Doch dann soll die gefesselte Göttin Nangogs erweckt werden – und mit ihr eine Magie, von der niemand weiß, was sie bewirken wird ...
Nandalee und Gonvalon, die Verwegensten unter den Drachenelfen, werden vor den Rat der mächtigen Himmelsschlangen gerufen, um nach dem Überfall auf die legendäre Blaue Halle Albenmarks einen ungeheuerlichen Racheakt vorzubereiten: Sie sollen die Menschen und ihre Götter an ihrer schwächsten Stelle, auf Nangog treffen. Und so machen sie sich auf die gefährliche Reise, die gebannte Herrin dieser Welt, die gefesselte Göttin, zu befreien. Währenddessen versucht der Herrscher Aaron verzweifelt, dem Spiel aus Intrigen, Mord und Krieg an seinem Hof Diplomatie und Vernunft entgegenzusetzen. Aber wem wird in diesem Wettlauf um Macht der nächste, alles entscheidende Schachzug gelingen? Eines scheint klar – es sind die Elfen und Menschen, von denen die Zukunft aller abhängt!

960 Seiten, Heyne-Verlag, LINK zu Amazon


Der dritte Teil der Drachenelfen-Saga geht spannend und temporeich weiter. Die einzelnen Erzählstränge um die Drachenelfe Nandalee, dem Unsterblichen Aaron/Artax, seinem ehemaligen Hofmeister Talawain, dem Kämpfer Volodin und dem Prediger Barnabas werden abwechselnd fortgeführt, in dem sich die Figuren weiterentwickeln und mehr an Format gewinnen. Leider kamen die Geschichten von Aarons Geliebten Shaya und den Zwergen Galar, Hornbori und Nyr ein wenig zu kurz, um gänzlich in ihnen versinken zu können und wirkten auf mich fast ein wenig störend. Dennoch sind alle Schicksale geschickt miteinander verwoben und faszinierend in typischer Bernhard Hennens Manier erzählt. Der Spannungsbogen wurde dadurch konstant aufrecht erhalten und die Personen erhalten immer mehr Tiefe und Lebendigkeit. Auch die Vielschichtigkeit der einzelnen Handlungen haben mir gut gefallen. Man trifft gute alte Bekannte, die bekannten "Bösewichter" und lernt neue interessante Charaktere kennen.  Das Besondere an Hennens Romanen ist, dass es kein typisches Gut und Böse gibt. Jeder einzelne Charakter besitzt alle Facetten zwischen guten und schlechten Eigenschaften und verändert mitunter auch den Schwerpunkt dergleichen. Der erste Schachzug der Drachen ist in diesem Band abgeschlossen. Es wird spannend weitergehen in dem vierten Teil.



Teil 1: Drachenelfen
Teil 3: Drachenelfen: Die gefesselte Göttin
Teil 4: Drachenelfen: Die letzten Eiskrieger
Teil 5: Drachenelfen: Himmel in Flammen


Nickname 25.01.2017, 07.00 | (0/0) Kommentare | PL

Die Menschen, die es nicht verdienen von Hjorth & Rosenfeldt

Gerade noch hatte Mirre den Erfolg vor Augen, jetzt ist der Fernsehstar tot. Hingerichtet, mit einem Bolzenschuss in den Kopf. Seine Leiche findet man in einem Klassenzimmer, an einen Stuhl gefesselt, einen Fragebogen auf den Rücken geheftet. Mirres Leistung: mangelhaft. Er hat nicht bestanden. Und sein Tod ist nur der Anfang. 
Während Kommissar Höglund von der Reichsmordkommission nach Spuren in Mirres Umfeld sucht, stößt Kriminalpsychologe Sebastian Bergman auf eine andere Fährte. Jemand spottet über die fehlende Bildung von Menschen, die im Rampenlicht stehen. Die Vorbildfunktion haben sollten, aber keine Vorbilder sind. Die ihren Erfolg nicht verdienen. 
Sebastian will den Mörder aus der Reserve locken und ihn mit seinen eigenen Mitteln schlagen. Ein tödlicher Fehler …

536 Seiten, Wunderlich-Verlag, LINK zu Amazon

Der 5. Fall für Kriminalpsychologe Sebastian Bergmann


Ich weiß nicht, wie die Autoren dass machen, dass ich jedesmal gefesselt bin von den Geschichten und einfach nicht mehr aufhören kann zu lesen. Mittlerweile werden die Nebengeschichten der Ermittler sogar noch spannender als der Fall selbst, obwohl auch dieser sehr spannend erzählt wurde. Die schnellen Wechsel, kurzen Kapitel und unvorhergesehenen Wendungen sowohl im Fall selbst als auch bei den privaten Geschichten der Ermittler ziehen mich jedesmal in den Bann. Leider endet dieser Band mit einem bösen Cliffhanger.



  • Der Mann, der kein Mörder war

    1. Fall 2010

    LINK

  • Die Frauen, die er kannte

    2. Fall 2011

    LINK

  • Die Toten, die niemand vermisst

    3. Fall 2012

    LINK

  • Das Mädchen, das verstummte

    4. Fall 2014

    LINK

  • Die Menschen, die es nicht verdienen

    5. Fall 2015

    LINK


Nickname 16.01.2017, 13.45 | (0/0) Kommentare | PL

Die Wölfin von Bernhard Hennen und Robert Corvus

3. Teil der Phileasson-Saga
Die beiden Kapitäne Asleif Phileasson und Beorn der Blender kämpfen weiter um den Titel "König der Meere". Im dritten Teil des Wettkampfes trennen sich die Wege der beiden Rivalen. Während Phileasson mit seinem Team durch den wilden Nordosten Aventuriens über Riva und dem Tenjos nach Norburg und weiter bis nach Festum zieht, muss Beorn sich noch weiter im Himmelsturm beweisen und sich einer gefährlichen Macht entgegenstellen.

592 Seiten, Heyne-Verlag, LINK zu Amazon

Internetseite zu der Phileasson-Saga: LINK 





Die Wettfahrt geht weiter. Während Beorn mit seiner Mannschaft noch im Himmelsturm festsitzt und man als Leser richtig mitfiebert, streift Phileasson durch die Städte und Ebenen, um seine dritte Aufgabe zu erfüllen. Beorn erzielt diesmal einige Sympathiepunkte bei mir, steht er auch in dieser schweren Zeit hundertprozentig zu seiner Mannschaft und kämpft mit allem, was er hat. Außerdem hat er in meinen Augen den schwierigeren Teil zu erledigen, während Phileasson sich auf seine Mannschaft stützen kann und sich alle gegenseitig irgendwie beschützen. Seine Aufgaben sind sicherlich nicht einfach, aber durch seine doch sehr gut gemischte Mannschaft kann jeder seine Stärken ausleben. Leider auch seine Schwächen, die ab und zu zu ungewollten Schwierigkeiten führen.
Der dritte Teil ist mit den beiden anderen Bänden nicht wirklich zu vergleichen. Auch hier ist wieder eine ganz andere Stimmung, die permanent wechselt, je nachdem, ob man nun bei Beorn (sehr düster) oder bei Phileasson ist (Achtung: Feengefahr!). Bei den Figuren gibt es einige Neue, bei denen allerdings nur Nirka, die Nivesin aus dem Prolog, und Praioslob, ein Geweihter Praios, der aus dem Himmelsturm gerettet werden konnte, facettenreich und charakterstark rüberkommen. Die anderen Figuren bleiben noch ein wenig blass, was sich in den Folgebänden sicherlich ändern könnte. 
Die Geschichte ist rasant erzählt in der gewohnt flüssigen Schreibart der Autoren. Es kommt beim Lesen keine Langeweile auf. Mal fiebert man mit der einen, dann wieder mit der anderen Figur mit. Und humorvolle Szenen kommen auch nicht zu kurz. Eigentlich ist für jeden etwas dabei.
Nach wie vor für mich einer der spannendsten und abwechslungsreichsten Serien der letzten Zeit. Wer jetzt noch nicht auf einer der Ottajaskos aufgestiegen ist, sollte das tun. Es lohnt sich.

Für diejenigen, die gerne mal einer Diskussion zwischen zwei Autoren über Glitzerstaub bei Feen miterleben möchte, kann ich nur dieses Video empfehlen: LINK


 

Die Phileasson-Saga:
  • Nordwärts

    Band 1

    *5

    LINK

  • Himmelsturm

    Band 2

    *4-5

    LINK

  • Die Wölfin

    Band 3

    *4-5

    LINK

  • Silberflamme

    Band 4

    *4

    LINK

  • Schlangengrab

    Band 5

    *4-5

    LINK

  • Totenmeer

    Band 6

    erscheint September 2018


Nickname 06.01.2017, 00.00 | (0/0) Kommentare | PL

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