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Die Bullet Journal Methode von Ryder Carroll

Der Erfinder der bahnbrechenden Bullet-Journal-Methode Ryder Carroll zeigt in diesem Buch, wie Sie endlich zum Pilot Ihres Lebens werden und nicht länger Passagier bleiben. Seine Methode hilft mit einer strukturierteren Lebensweise achtsamer und konzentrierter zu werden. Inzwischen lassen sich Millionen Menschen von ihm inspirieren. In diesem Buch erklärt er seine Philosophie und zeigt, wie Sie Klarheit ins Gedankenchaos bringen, wie Sie Ihre täglichen Routinen entwickeln und vage Vorhaben in erreichbare Ziele verwandeln. Mit nur einem Stift und einem Notizblock und Carrolls revolutionärer Technik werden Sie produktiver, fokussierter und lernen, was wirklich zählt - bei der Arbeit und im Privaten.

 

Rowohlt Taschenbuch, 352 Seiten

 



Ich liebe Tagebücher und Kalender jeglicher Art und ich wollte schon immer mal wissen, was die Bullet Journal Methode eigentlich ist. Deshalb griff ich zum Original und wurde nicht enttäuscht. Überraschenderweise wird hier sehr tiefsinnig und umfangreich das Thema angegangen. Wer viele Bilder und Beispiele erwartet, wird wohl eher enttäuscht werden. Da bietet das Internet mehr Vorlagen und Beispiele. Der Fokus hier liegt auf das Verständnis, der eigenen Individualität und Sinnhaftigkeit. Es gibt einen guten Leitfaden, wie man ein BuJo, wie es oft liebevoll genannt wird, beginnen kann, wachsen muss es beim Doing. Einige interessante psychologische Aspekte, Arten der Zielsetzung und deren Erreichung werden ebenfalls vermittelt. Wer sich wirklich intensiv damit beschäftigen und mehr erreichen möchte, als nur irgendwelche Termine zu notieren und bunte Bildchen zu malen, ist hier gut aufgehoben.

Das Buch hat eine schöne Aufmachung mit 2 Lesebändchen, die man auch braucht, wenn man damit wirklich "arbeiten" möchte.

 

Nr. 5

Nickname 24.06.2019, 10.21 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Professor Chandra folgt dem Flow von Rajeev Balasubramanyam

Sein ganzes Leben hat Professor Chandra in Cambridge der Forschung geopfert. Und doch wird der berühmte Ökonom erneut beim Nobelpreis übergangen. Als Chandra infolge eines Fahrradunfalls auch privat Bilanz zieht, kommt er ins Grübeln. Von seiner Frau ist er geschieden, die drei Kinder sind in alle Welt verstreut, zu seiner jüngsten Tochter hat er keinen Kontakt. Was macht er nur falsch? Chandras Arzt empfiehlt, einfach mal kürzer zu treten und das Leben zu genießen. Aber wie um Himmels willen stellt man das an? Und was macht den Menschen eigentlich glücklich? In den Dingen des Herzens völlig ungeübt, begibt sich Professor Chandra auf eine abenteuerliche Reise. [randomhouse]

Verlag Wunderraum, 416 Seiten, ISBN 978-3336548057


Das ist einer dieser besonderen Romane, die mit viel Feingefühl und Witz an alte Zöpfe zieht und zum Nachdenken anregt. Die Hauptfigur, der 60jährige Professor Chandra, ist eigentlich ein eingefahrener eigenwilliger Charakter, der durch Zufall einen anderen Weg einschlägt und so ganz neue Erfahrungen und zu neuen Sichtweisen kommt. Man muss keine 60 Jahre alt werden, um die eine oder andere Ansicht vom Leben und von den Menschen um einen herum zu überdenken. Chandra hat sich eben viel Zeit gelassen. Dennoch nicht zu spät, um sich um seine Familie zu kümmern. Die Auseinandersetzung mit sich selbst und seinen Kindern werden vom Autor mit dem unaussprechlichen Namen sehr feinfühlig und leicht erzählt ohne gehobenen Zeigefinger. Und immer auch mit einer guten Portion Humor.

Und wer sich nicht mit philosophischen Fragen auseinandersetzen möchte, der findet hier einen unterhaltsamen Roman über Familie, Werte und seltsame Situationen. 

Das Buch selbst ist unglaublich schön gestaltet mit einem gelben Leinenrücken, Lesebändchen und einem fröhlichen Cover.


Nickname 12.04.2019, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Dämonenkriege: Dunkelkönig von Michael Hamannt

Als der Dämonenjäger Ryk bei einem Einsatz seine beiden Gefährten an einen Dämon verliert, den es seit Hunderten von Jahren eigentlich gar nicht mehr geben dürfte, schwört er Rache. Währenddessen gelingt es der Gestaltwandlerin Catara, den wegen Mordes an seinem Vater angeklagten Thronprinzen Ishan aus dem Kerker zu befreien. Doch damit beginnen die Probleme für die beiden erst, denn all die dunklen Vorkommnisse sind nur die Vorboten eines drohenden Kriegs, der die Welt der Schwebenden Reiche in ihren Grundfesten erschüttern wird ... [randomhouse]

Heyne-Verlag, 752 Seiten, ISBN 978-3-453-31838-0





Der 1. Teil der Dämonenkriege begeisterte mich schon sehr, weil ich bis dato in dieser Form noch nichts über Dämonen gelesen hatte. Und diese Dämonen finde ich unglaublich spannend und facettenreich.

Die Fortsetzung beginnt direkt mit einem heftigen Prolog. Und es geht auch im Anschluss, angeknüpft an den Cliffhanger aus dem ersten Band, sofort rasant weiter. Michael Hamannt schafft es sehr gut, eine Verbindung herzustellen und wichtige Dinge aus dem ersten Teil einzuflechten. Es gibt viele ungeahnte Wendungen und auch der zweite Teil bietet eine Menge Überraschungen, mit denen ich so nicht gerechnet hätte. Die Figuren dürfen sich in ihrer speziellen Art und Weise weiterentwickeln und alle Facetten zeigen. Auch Gefühle und der Humor kommen nicht zu kurz. Besonders die verschiedenen Handlungsstränge und Erzählperspektiven machen das Buch spannend. Das Ende bzw. der Show down kam dann für mich viel zu schnell, und ich hätte am liebsten noch mehr davon gelesen. Die Dilogie ist in sich abgeschlossen, ich könnte mir aber durchaus noch Parallelgeschichten in dieser Welt vorstellen.

Ein rundum gelungener Zweiteiler und ein MUSS für jeden Fantasy-Fan. Man kann es kaum glauben, dass es sich hier um ein Erstlingswerk des Autors handelt. Ich hoffe doch sehr, bald mehr von ihm zu lesen.




Nickname 25.03.2019, 15.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Altes Land von Dörte Hansen

Das »Polackenkind« ist die fünfjährige Vera auf dem Hof im Alten Land, wohin sie 1945 aus Ostpreußen mit ihrer Mutter geflohen ist. Ihr Leben lang fühlt sie sich fremd in dem großen, kalten Bauernhaus und kann trotzdem nicht davon lassen. Bis sechzig Jahre später plötzlich ihre Nichte Anne vor der Tür steht. Sie ist mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg-Ottensen geflüchtet, wo ehrgeizige Vollwert-Eltern ihre Kinder wie Preispokale durch die Straßen tragen – und wo Annes Mann eine andere liebt.

Mit scharfem Blick und trockenem Witz erzählt Dörte Hansen von zwei Einzelgängerinnen, die überraschend finden, was sie nie gesucht haben: eine Familie. [randomhouse]

Knaus Verlag, 304 Seiten, ISBN 978-3328100126




Ein Heimatroman über die Flüchtlinge aus der Nachkriegszeit, dem Leben im Alten Land und familiäre Beziehungsschwierigkeiten.

Dörte Hansen erzählt mit ihrer schnörkellosen, klaren und direkten Art die Geschichte des Flüchtlingskind Vera, die auf einem Hof im Alten Land gestrandet ist und dort viele Jahre später eine andere Art von "Flüchtling" aufnimmt, nämlich ihre Nichte Eva, die ihr Leben neu ordnen muss. Das Leben auf dem Land und die eigenwillige Charaktere werden sehr humorvoll und liebevoll skizziert. Man steht förmlich zwischen den Apfelbäumen und beobachtet die Bauern. Auch das alte Haus, in dem Vera wohnt und ihre Nichte aufnimmt, hat schon viel gesehen und gehört und knarzt sich förmlich in das Herz des Lesers. Ein schönes Buch, das die Thematiken zwar nur anreißt, aber trotzdem erreicht, dass man mal über Toleranz, Akzeptanz und miteinander Leben nachdenkt.

Schade finde ich nur, dass die plattdeutschen Sätze als Fußnote für Nicht-Dialektiker nicht übersetzt wurden. Das wäre sicherlich hilfreich für den Leser gewesen.


Nickname 25.03.2019, 13.59 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Blutgesang von Julia Lange

In Midea, der Stadt der schönen Künste, leben Menschen und das musikalisch begabte Volk der Zatarsi Seite an Seite, seit die Drachen ausgerottet wurden. Die ehemaligen Drachenjäger sorgen nun als Hüter für Sicherheit, nachdem verfluchtes Blut regelmäßig bei Menschen zu unkontrollierbarer Wut führt, so dass diese eingesperrt werden müssen. Ein Schicksal, das auch dem jungen Adligen Valerian droht. Auf der Flucht begegnet er der zatarsischen Sängerin Elezei, die selbst eine Rechnung mit den Hütern offen hat. Weder Valerian noch Elezei können ahnen, dass sie nur benutzt werden …[Klappentext]

Knaur TB, 384 Seiten

Einzel-Fantasy-Geschichten gibt es ja eher selten. Und dann auch noch für Fantasy ein relativ dünnes Buch. Kann das funktionieren? Ja, es kann. Julia Lange versteht es, innerhalb kurzer Zeit die Personen facettenreich einzuführen und die Stimmung einzufangen. Man ist als LeserIN sofort mitten drin. Die Geschichte beginnt auch direkt rasant und erhöht das Tempo ab dem Zeitpunkt, wo Elezei und Valerian aufeinander treffen. Gemeinsam mit den beiden Hauptprotagonisten und der Hüterin Adorata versucht man, das Puzzle zu lösen, verliert sich in vielen Spekulationen und tappt bis zum Ende im Dunkeln. Ein sehr kurzweiliges spannendes, aber auch komplexes Lesevergnügen, auch Dank des lebendigen Schreibstils. 
Ein Fantasy-Krimi, der vielleicht nicht unbedingt etwas für Fantasy-Neulinge ist, weil man in kurzer Zeit viele Zusammenhänge erkennen muss, aber perfekt für alle Fantasy-Fans, die zwischendurch mal eine tolle phantastische Geschichte lesen wollen. 
Schade, dass das Buch so schnell zu Ende war... Davon hätte ich gerne mehr.


Nickname 28.02.2019, 07.33 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Tinte ist ein Zündstoff von Marta Kijowska

Stanislaw Jerzy Lec - Der Meister des unfrisierten Denkens, eine Biografie von Marta Kijowska

Der begnadete Aphoristiker Stanislaw Jerzy Lec (1909-1966) war eine der schillerndsten Gestalten des literarischen Lebens in Polen. Als Nachfahre der Barone de Tusch-Letz hatte er eine bewegte Biografie: Kindheit in Lemberg und Wien um die Jahrhundertwende, zweifaches Todesurteil und Flucht aus einem KZ im Zweiten Weltkrieg, Diplomatenkarriere, Emigration nach Israel und Rückkehr ins stalinistische Polen. Der internationale Durchbruch als Autor gelang dem Kaffeehaus-Literaten mit der Aphorismen-Sammlung "Unfrisierte Gedanken". Marta Kijowska porträtiert den "Meister des unfrisierten Denkens" anhand von zeitgenössischen Stimmen und Selbstaussagen. [Klappentext]

Carl Hanser Verlag, 176 Seiten








Ich bin ein Riesenfan von seinen Aphorismen, weil er mit minimalistischer Wortgewalt den Nagel auf dem Kopf trifft. Seine Aphorismen sind kurz und knackig, ohne ein Wort zuviel. Sein bekanntestes Buch "Sämtliche unfrisierte Gedanken" vom Sanssouci-Verlag (LINK zu Amazon) beinhaltet 512 Seiten lang Aphorismen sowie ein paar seiner wenigen Gedichte und Prosa. 

Da lag es natürlich nicht fern, dass ich mir auch seine Biografie durchlese. Wer war der Mann, der mit so einer Treffsicherheit diese Aphorismen schreiben konnte. 

Stanislaw Jerzy Tusch-Letz wurde 1909 in Lemberg, Österreich geboren. Dort wuchs er auch auf und studierte Polonistik und Jura. Danach ging er nach Warschau, wo er als Lyriker und Satiriker bekannt wurde. Während des Krieges wurde er verhaftet und ins Konzentrationslager gebracht. Nach dem Krieg lebte er einige Jahre in Wien und erlangte eine gewisse Berühmtheit. Kurze Zeit verbrachte er auch in Israel, bevor er nach Warschau zurück kehrte und dort auch 1966 nach schwerer Krankheit verstarb.

In der Biografie kommen sowohl einige seiner Bekannten zu Wort (z.B. Marcel Reich-Ranicki, der zeitweise für ihn arbeitete) als auch er selbst, entweder in Form von Interviews oder von ihm geschriebene Briefe werden zitiert. Einige Bilder und Aphorismen runden diese Biografie ab. Man erfährt zumindest ansatzweise, woher er seine Weisheiten für die Aphorismen erlangte und wie sie entstanden sind. Nach dieser Lektüre erscheinen einige seiner Aphorismen in einem anderen Licht. Viele habe ich anders interpretiert. Erstaunlicherweise sind sie auch heute noch sehr aktuell, weil er sie immer allgemein gehalten hat, auch wenn er sich auf die damalige Zeit bezog.

Stanislaw Jerzy Lec ist in meinen Augen bis heute zeitlos. Seine Aphorismen passen in die heutige Welt, als hätte er sie gerade erst geschrieben.



Nickname 27.02.2019, 00.00 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

GERWOD II: Alfons Erben von Salvatore Treccarichi

Das Abenteuer um Gerwod geht weiter. Begleiten Sie die Helden aus dem Fantasyepos Gerwod durch den zweiten Teil der mehrteiligen Saga! Die Geschichte spielt in einer phantastischen und mittelalterlichen Welt voller Magie und neuartiger Geschöpfe. Es ist eine Welt, die zwar von den Menschen beherrscht, jedoch auch von vielen der sogenannten Alten Völker bewohnt wird. Der wiederbelebte Magier Teramon trachtet danach, das Böse zur Macht zu führen. Mit seinen Eberkriegern belagert er Bernstadt und bedroht den Frieden zwischen den Völkern. Sein Hauptziel ist die Erlangung des Eberkopf-Artefaktes, um zur absoluten Macht zu kommen. Bedrängt durch den bösen Magier legen die einstigen Feinde aus dem Großen Krieg ihre Feindschaft ab. Ausschlaggebend dafür ist die Erzählung der Waldkehrs Gerold, der die Mitglieder der Ritterorden an ihre eigentliche Aufgabe erinnert. Die Suche nach Gerwod! Eine der entscheidenden Persönlichkeiten des neuen Bündnisses ist der unsterbliche Paladin Boralt. An seiner Seite die Ritter des Bundes Feodor, Maarten, Herman und Manfried. Ihnen haben sich aber auch neue Verbündete angeschlossen, wie der Waldkehr Gerold, der Nachtalp Olef und der Zähhäuter Neron. Viele Aufgaben stehen den Bündnispartnern bevor, um das Böse aufzuhalten. Die Gerwod-Serie richtet sich an alle Fantasyfans, die sich mit auf die lange Reise durch eine vollkommen neu erdachte phantastische Welt begeben möchten. [Amazon]

500 Seiten, CreateSpace Independent Publishing Platform , LINK zu Amazon

2. Teil des GERWOD-Fantasy-Epos



Es wird die Geschichte vom Waldkehr Gerold und seinen Gefährten erzählt, die sich in einer fantastischen mittelalterlichen Welt gegen das Böse stellen, das durch einen zufälligen Fund eines alten Artefaktes wieder ins Leben gerufen wird und so das Leben aller Menschen und anderen friedlichen Lebewesen gefährdet. Der Kampf zwischen Gut und Böse in einer neuen Welt mit vielen neuen fantastischen Geschöpfen und magischen Möglichkeiten wird den Leser 10 Bände lang begleiten.

Nachdem im ersten Teil klar wurde, dass das Böse wieder Einzug im Land einhält, versuchen nun unsere Helden, dem entgegen zu wirken. Dabei teilen sie sich auf. Der sympathische Waldkehr Gerold (einer meiner Lieblinge) zieht mit Ritter Feodor und Nachtalp Olef los, um auf die Suche nach GERWOD zu gehen, was oder wer auch immer das ist. Denn nur GERWOD kann letztendlich das Böse vernichten. Die zweite Gruppe um den Zähhäuter Neron mit den Rittern Herman und Manfried suchen nach einem Erben Alfons, um das wichtige Artefakt aus Band I zu vernichten. Währenddessen versuchen der alte Paladin Boralt mit dem Magierlehrling Bermer die Artefakte von Helmko zu sichern. Dabei müssen sich alle  immer wieder dem Bösen und seinen Kreaturen stellen und um ihr Leben kämpfen. Aber auch in den eigenen Reihen beginnt es zu brodeln und die Lage scheint immer aussichtsloser zu sein. Kann man das Böse wirklich aufhalten? Denn Teramon wird immer stärker….

Wie auch im ersten Teil liest sich die Geschichte sehr flüssig, die Sprache ist lebendig und bildhaft. Es begegnen einem faszinierende Geschöpfe, neue Völker und unerwartete Wendungen, die sehr detailliert und liebevoll ausgestaltet sind. Der einzige Wehmutstropfen ist beim Lesen, dass der Autor vieles wiederholt. Das könnte ermüdend werden, wenn man die Serie in einem Rutsch liest. Bei längeren Pausen ist man als Leser aber durchaus dankbar für kurze Wiederholungen, um so immer auf dem aktuellen Wissensstand zu sein. 

Die Charaktere liebe ich. Sie sind alle unglaublich facettenreich beschrieben und bergen ihre Überraschungen. Sogar der böse Teramon ist ein unglaublich faszinierender Charakter, der klug und vorausschauend agiert. Wahrlich kein leichter Gegner für unsere Heldengruppe. Und der eine oder andere Charakter entwickelt sich sehr überraschend, so dass man hier nicht immer vorhersagen kann, was nun geschieht. 

Auch wenn hier klassisch zwischen Gut und Böse unterschieden wird, so sind die Grauzonen dennoch herausgearbeitet und man kann sich nie sicher sein, wer da doch noch die Seiten wechselt - egal in welche Richtung. Das macht die Serie so spannend. 

Es ist wirklich eine tolle Fantasywelt, in der man sich fallen lassen kann und gemeinsam mit Gerwod und seinen Freunden das Böse bekämpfen kann. 

Die beiden ersten Bände sind sehr kurzweilig und schnell gelesen, da der Spannungsbogen durch die wechselnden Perspektiven immer hoch gehalten wird. Wie gut, dass es die ersten 8 Bände schon gibt und die Letzten noch dieses Jahr erscheinen sollen. 

Für alle High-Fantasy-Fans eine klare Leseempfehlung!

 

Gerwod I: Das Artefakt

Gerwod II: Alfons Erbe

Gerwod III: Der Magier

Gerwod IV: Bernstadt

Gerwod V: Die Bergfestung

Gerwod VI: Der Feldzug

Gerwod VII: Der Adler

Gerwod VIII: Hanols Söhne

Gerwod XI: Die Grenzhöhen (Frühjahr 2019)

Gerwod X: Ein reines Herz (Sommer 2019)

 

http://fantasy-salvatore-treccarichi.de/

 


Nickname 20.02.2019, 08.42 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Oxen: Gefrorene Flammen von Jens Henrik Jensen

Der Gejagte schlägt zurück: Niels Oxen begibt sich auf einen gnadenlosen Rachefeldzug gegen den Danehof. Denn er will sein altes Leben zurückhaben. Um jeden Preis.

3. Teil und Finale der Danehof-Trilogie

592 Seiten, dtv-Verlagsgesellschaft, ISBN-13-Nr.: 978-3423261807


Im 3. Teil der Trilogie treffen die drei Verbündeten Niels Oxen, Margrete Franck und Mossmann wieder aufeinander. Nur gemeinsam haben sie eine Chance, den Danehof und das Oberhaupt zu stürzen. Die erste Hälfte des Buches liest sich gemütlich. Es dauert ein wenig, bis die Drei aufeinander treffen und auch die Ermittlungen ziehen sich ein wenig, auch wenn sie interessant zu lesen sind. Ab Mitte des Buches kommt dann langsam Fahrt auf. Und Jensen hat zum Schluss die eine oder andere Überraschung parat, so dass sich die Ereignisse wieder überschlagen. Das Ende ist für mich auch sehr gelungen.

Fazit der Trilogie: Die Geschichte hat ein paar Längen, der Schreibstil des Autors liest sich aber sehr flüssig und angenehm. Wer schon mal in Dänemark war, wird sich sicherlich an die örtlichen Beschreibungen erfreuen. Es gibt einige Überraschungen und Wendungen in der Trilogie und zeitweise wird es richtig spannend. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung für alle, die Trilogien und somit umfangreiche Geschichten mögen und nicht unbedingt von Anfang bis Ende auf Spannung aus sind. Ich habe mich bei allen drei Bänden gut unterhalten gefühlt.



Teil 1: Oxen: Das erste Opfer
Teil 2: Oxen: Der dunkle Mann
Teil 3: Oxen: Gefrorene Flammen

Nickname 26.01.2019, 16.17 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Oxen von Jens Henrik Jensen

Niels Oxen, ein schwer traumatisierter Elitesoldat, zieht sich in die Einsamkeit der dänischen Wälder zurück, um seinen inneren Dämonen zu entkommen. Doch bei einem nächtlichen Besuch des Schlosses Nørlund wird er zum Hauptverdächtigen in einem Mordfall: Hans-Otto Corfitzen, Exbotschafter und Gründer eines Thinktanks, wurde auf dem Schloss zu Tode gefoltert. Oxen gerät in die Fänge des dänischen Geheimdienstes. Seine einzige Chance: Zusammen mit der toughen Geheimdienstmitarbeiterin Margrethe Franck muss er die wahren Täter ausfindig machen. Die Spuren führen zu einem übermächtigen Geheimbund. 

1. Teil der Danehof-Trilogie

464 Seiten, dtv-Verlag, ISBN-13: 978-3423261586

 



Ich wurde auf der Leipziger Buchmesse auf den Autor und seine Trilogie aufmerksam. Seit Stieg Larsson mag ich skandinavische Thriller und Krimis sehr gerne, zumal ich letztes Jahr Skandinavien bereisen durfte und so eine ganz eigene Vorstellung von Land und Leute bekommen konnte. Und das ist vermutlich auch der Grund, warum mich die Figuren sofort ansprachen und ich auch sofort in den jeweiligen Settings war. Es geht sofort spannend los. Oxen, ein eher bemitleidenswerter, aber keinesfalls zu unterschätzender Ex-Soldat ist zur falschen Zeit am falschen Ort und gerät in die Fänge von Polizei und PET, die besagten Mord an Corfitzen ermittelt. Spannend sind auch immer wieder die wechselnden Perspektiven, die anfänglich vielleicht ein wenig viel auf einmal sind, weil die einzelnen Personen und Aktionen dadurch eingeführt werden. Doch es lohnt sich, dran zu bleiben, denn im Laufe der Geschichte werden die Fäden zusammengeführt. Für mich war das Buch von Anfang an bis zum Ende unglaublich spannend. Der flüssige, relativ schlichte Schreibstil sorgt auch für einen Lesesog. Ich konnte kaum aufhören zu lesen und bin froh, dass die beiden Fortsetzungen bereits auf meinen SuB liegen.



Teil 1: Oxen: Das erste Opfer
Teil 2: Oxen: Der dunkle Mann
Teil 3: Oxen: Gefrorene Flammen


Nickname 09.01.2019, 12.28 | (4/4) Kommentare (RSS) | TB | PL

Ewiges Leben von Andreas Brandhorst

Die Journalistin Sophia erhält einen scheinbar harmlosen Auftrag: Für den Biotechnologie-Konzern Futuria soll sie ein Porträt für die Firmengeschichte verfassen. Futuria wird wegen seiner Verdienste um die gentechnische Heilung von Krankheiten wie Krebs und der Forschungen auf dem Gebiet der Lebensverlängerung geschätzt. Doch je tiefer Sophia gräbt, desto unheimlicher wird ihr das Unternehmen, dessen Gründer, der legendäre Salomon Leclerq, seit einigen Jahren verschwunden ist. Sie stößt auf Hinweise, dass Futuria den genetischen Schlüssel für die Unsterblichkeit gefunden hat. Doch hinter der Verheißung von ewigem Leben verbirgt sich ein düsteres Geheimnis, ein großangelegter Plan, den das Unternehmen verfolgt. Gemeinsam mit dem abtrünnigen Casper muss Sophia alles daransetzen, den Plan zu vereiteln. Denn Futuria hat nicht vor, sein Wissen nur zum Wohle der Menschheit einzusetzen ...[Amazon]

704 Seiten, Piper-Verlag, LINK zu Amazon

Ein spannender Future-Thriller mit Nachgang

Die Themen hier sind vielfältig. Die Journalistin Sophia, einer der Hauptprotagonisten, muss sich nicht nur der der geraden sehr aktuellen Gentechnik stellen, die ihr eigenes Leben retten könnte, sondern auch der künstlichen Intelligenz, die sich in der virtuellen Realität Eden wiederspiegelt und den religiösen Fragen und damit auch den Fanatikern dieser Welt. Und als ob das noch nicht genügen würde, ist auch ihr reales Leben mit neidischen Kontrahenten und Exmännern nicht unbedingt voller Harmonie. Ganz schön viel für eine Person und damit auch mein einziger Kritikpunkt an diesem Buch. Denn alles wird nur kurz angerissen. Die Themen sind an sich schon so komplex, dass der Tiefgang da ein wenig fehlt. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen kommt man als Leser ganz schön ans Grübeln, das nachhaltig wirkt.
Die Geschichte an sich ist rasant und spannend durch die wechselnden Perspektiven aus Sicht der Journalistin Sophia, dem Fanatiker Jossul und dem Papst Pius erzählt. Der Schreibstil von Andreas Brandhorst ist unglaublich spannend und flüssig zu lesen und man ist sofort in der Geschichte drin. Es entwickelt einen Sog, wo man nur schwer aufhören kann. Und die eine oder andere Überraschung hat er auch noch parat.

Nickname 30.12.2018, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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moni:
Liebe Pat,ganz schön gut besetzt ist dieser Y
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Sabiene:
Das ist ja ein Riesending! Ich glaube, die ga
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moni:
Liebe Pat,wirklich fein sieht sie aus, diese
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Timberwere:
Oh, die ist aber interessant!
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Steinegarten:
Da kann man schön zwischen den Zeiten springe
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