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Tag: 5 Punkte

Amy und der Zauber des Schwarzen Sterns von Michael Hamannt

Für Amy bricht eine Welt zusammen, als ihr Vater ins Gefängnis geworfen wird. Sie muss zu ihrer Tante ziehen, die nur Verachtung für sie übrig hat. Doch Amy gibt nicht auf: Zusammen mit ihrem besten Freund Finn sucht sie nach Beweisen für die Unschuld ihres Vaters. Dabei kommen die beiden einer Gruppe mächtiger Magier auf die Spur, die nun auch Jagd auf Amy und Finn machen. Die beiden haben nur eine Chance, wenn sie überleben wollen: Sie müssen hinter das Geheimnis des Schwarzen Sterns kommen …

Illustrator Timo Kümmel

Verlag Independently published, 298 Seiten, Michael Hamannt




Was für ein wunderbares Jugendbuch. Wie auch schon bei den Dämonenkriegen (keine Jugendbücher!) von Michale Hamannt hatte ich auch hier das Gefühl, dass die Seiten viel zu wenige waren und bedauere sehr, dass es - zumindest bisweilen - nur diesen einen Band gibt. Es ist eine wunderbare Geschichte über Vertrauen, Liebe, Freundschaft und Glaube, in der Amy im Kampf um ihren Vater gemeinsam mit Finn ein unglaubliches Abenteuer erlebt. Michael Hamannt schreibt so wundervoll kurzweilig, dass die Seiten so dahin fliegen. Auch die Figuren sind so lebendig und liebevoll gezeichnet, dass man das Gefühl hat, sie schon ewig zu kennen und unbedingt mehr von ihnen lesen möchte.

Ich kann dieses Buch vor allem Fantasy-Anfängern ans Herz legen, die mit Elfen, Trollen und Co. ein wenig überfordert sind oder nicht mögen. Das hier ist Fantasy oder Phantastik, die in unserer Welt vor  ca. 100 bis 200 Jahren angesiedelt sein könnte,  die Atmosphäre ein wenig vergleichbar mit Harry Potter. Ich hoffe sehr, dass es irgendwann weitere Abenteuer mit Amy und Finn geben wird.



Nickname 14.11.2019, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Bretonische Brandung von Jean-Luc Bannalec

2. Fall von Kommissar Dupin

 

Zehn Seemeilen vor Concarneau: Die sagenumwobenen Glénan-Inseln wirken mit ihrem weißen Sand und kristallklaren Wasser wie ein karibisches Paradies – bis eines schönen Maitages drei Leichen angespült werden. Das hat Kommissar Dupin gerade noch gefehlt: eine wackelige Bootsfahrt am frühen Morgen, ein nervtötender Präfekt, zu wenig Kaffee und keinerlei Anhaltspunkte. Wer sind die Toten? Wurden sie Opfer des heftigen nächtlichen Unwetters? Zuerst deutet alles darauf hin. Doch dann führen die Ermittlungen den Kommissar tief in die Geschichte der Inseln und ihrer eigensinnigen Bewohner und bringen eine dramatische Gewissheit ans Licht ..

 

KiWi Verlag, 384 Seiten



Der 2. Teil der Dupin-Serie habe ich ebenfalls in der Bretagne gelesen und war fasziniert von den Beschreibungen der Glénan-Inseln. Man konnte förmlich diese spezielle Atmosphäre spüren, die dort herrscht. Auch hier ist dem Autor wichtig, ein wenig dem Leser die Bretagne und die Eigenheiten der Bretonen nahe zu bringen. Als Bretagne-Fan liebe ich diese Erklärungen, manch ein anderer mag sie vielleicht stören. Das ist eine Frage des Geschmacks. Der Fall ist sehr spannend beschrieben und bis zum Ende rätselt man, wer denn nun der Mörder ist und ermittelt als Leser fleißig mit. Auch diese Atmosphäre, mitten in den Ermittlungen zwischen den Inselbewohnern zu sitzen, abgeschnitten vom Rest der Welt, weil der Atlantik gerade launisch ist, hat mich mitgerissen. Wenn man dann dieses Buch auch noch am Meer liest und dabei den Wellen zuschaut, gewinnt es zusätzlich an Unterhaltung. 




Nickname 31.10.2019, 07.38 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Monsieur Thomas und das Geschenk der Liebe von Gilles Legardinier

Als der Arzt Thomas Sellac erfährt, dass er eine inzwischen 20-jährige Tochter hat, fällt er aus allen Wolken. Wie soll er Emma nach so langer Zeit ein guter Vater sein? Hals über Kopf kehrt er in seine Pariser Heimat zurück und nimmt einen Posten an, den keiner haben will, um in Emmas Nähe zu leben: Er wird Direktor eines kleinen Altenheims mit nur fünf schrulligen Bewohnern und der wunderbaren Krankenschwester Pauline. Doch die älteren Herrschaften stellen sich als Glücksfall heraus – denn schnell kommen sie hinter das Geheimnis ihres liebenswürdigen Leiters und tun daraufhin ihr Möglichstes, um Vater und Tochter zu vereinen …

 

Goldmann Verlag, 448 Seiten



Wie auch schon bei Monsieur Blake und der Zauber der Liebe hat mich auch diese Geschichte besonders durch die skurrilen eigensinnigen Charaktere verzaubert. Sehr warmherzig und liebevoll, aber auch humorvoll und zeitweise ein wenig schräg erzählt Gilles Legardinier die Geschichte von Thomas Sellac, der erst 20 Jahre später erfährt, dass er eine Tochter hat und nun seinen Weg zu ihr sucht - und mit Hilfe der Senioren - auch findet.

Ein sehr unterhaltsamer Roman, gespickt mit der einen oder anderen Lebensweisheit. Ein Wohlfühlroman für die gemütlichen Stunden.


Nr. 55 Daggis Challenge




Nickname 31.10.2019, 07.36 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Phileasson-Saga 8: Rosentempel von Bernhard Hennen und Robert Corvus

Es ist die größte Wettfahrt aller Zeiten: Die beiden legendären Kapitäne Asleif Phileasson und Beorn der Blender sind aufgebrochen, um den ganzen Kontinent Aventurien zu umrunden. Dabei müssen sie sich heroischen Prüfungen stellen, und der Sieger allein wird sich mit dem Ehrentitel »König der Meere« schmücken dürfen. Ihr siebtes Abenteuer führt sie in die endlose Wüste. Dort inmitten turmhoher Sanddünen und unter der glühend heißen Sonne müssen sich die beiden Seebären ihrer nächsten Prüfung stellen – und ein Geheimnis ergründen, dass unter dem Staub von Jahrtausenden begraben liegt …

 

Heyne, 736 Seiten


Internetseite zu der Phileasson-Saga: LINK  



Der 7. Teil der Phileasson-Saga um die erbitterte Wettfahrt zwischen den zwei zerstrittenen Kapitänen Asleif Phileasson und Beorn der Blender führt uns direkt mitten in die Geschichten von 1001 Nacht. In diesem Fall nach Fasar, die älteste Stadt in Aventurien mit ihren Bazaren, Propheten, Machtspielchen, Lust und Sünde. Aber nicht ohne Umwege. Während Phileasson sich in Khunchom seiner Vergangenheit stellt, muss sich Beorn in Zorgan ganz anderen Herausforderungen stellen, die diesmal nicht mit einer thorwalerischen Hauerei zu lösen sind. Es dauert also, bis man in Fasar ankommt, um dort zu versuchen, die 7. Aufgabe zu lösen, was natürlich nicht so einfach ist.

Mir hat hier der Weg von Beorn ein wenig besser gefallen als der von Phileasson. Beorn, der ursprünglich in der DSA Rollenspielgemeinde bisher nicht so viel Aufmerksamkeit erhalten hat, gewinnt in dieser Romanserie immer mehr an Format und Charakter. Und gerade diese Ecken und Kanten, von denen er zweifelsohne eine ganze Menge hat, machen diese Figur so unglaublich spannend. 

Sehr mitgenommen hat mich eine Begebenheit in Fasar, die ich auch so schnell nicht vergessen kann. Hier haben die Autoren wirklich wieder alle Register gezogen und schreiben Dinge, wo man als Leser direkt rufen möchte: Das können die doch nicht machen! Doch, sie können. Und es zeigt sich, dass es jede Figur treffen kann, ob Lieblingsfigur, Randfigur, Freund, Feind, was auch immer. 

Irgendwann landen Beorn und Asleif auch in der Wüste auf den Spuren der ehemals großen Elfenkultur. Für mich ein viel zu kurzes Lesevergnügen. Davon hätte ich sehr gerne mehr und vor allem ausführlicher gelesen. Immerhin assoziiert einem das Cover und die Überschrift, dass es hauptsächlich darum geht.

Besonders gelungen und unglaublich stark ist der Prolog, der diesmal die eher traurige und tragische Geschichte Galaynes erzählt. Seitdem sehe ich ihn mit anderen Augen und ist während des Abenteuers in diesem Buch zu einer meiner Lieblinge geworden (was - wie wir wissen - nie ungefährlich ist).

Es geht also spannend weiter. Alles ist noch offen. Die beiden Kontrahenten schenken sich nichts und beide wollen gewinnen. Sie setzen alles daran, am Ende "König der Meere" zu werden. Doch eigentlich ahnt man als Leser, und auch die Reisenden, dass es schon lange nicht mehr nur um den Titel geht, sondern etwas viel Größeres dahinter steckt. Da hilft nur eines: Dran bleiben!



  • Die Phileasson-Saga

    Übersicht der einzelnen Bände

    LINK

  • Die Phileasson-Saga

    - auf der Buchmesse Leipzig 2018

    LINK

  • Die Phileasson-Saga

    - Lesung aus 2016

    LINK

  • Die Phileasson-Saga

    - Lesung aus 2019

    LINK

  • Die Phileasson-Saga

    - LmB mit Phileasson

    LINK

  • - Nordwärts

    Band 1

    *5

    LINK

  • - Himmelsturm

    Band 2

    *4-5

    LINK

  • - Die Wölfin

    Band 3

    *4-5

    LINK

  • - Silberflamme

    Band 4

    *4

    LINK

  • - Schlangengrab

    Band 5

    *4-5

    LINK

  • - Totenmeer

    Band 6

    *5

    LINK

  • - Rosentempel

    Band 7

    *4-5

    LINK

  • - Elfenkrieg

    Band 8

    erscheint Anfang 2020



Randbemerkung: Rabenstum, ein Roman von Bernhard Hennen über Fasar, beginnt kurz, nachdem die Wettkämpfer dort waren. Wer also danach noch mehr über Fasar und über die Wüstenbewohner lesen möchte, ist hier gut aufgehoben.

Nickname 24.07.2019, 10.43 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Traumsammler von Khaled Hossein

Millionen Leser haben auf seinen neuen Roman gewartet: In Traumsammler erzählt Khaled Hosseini die bewegende Geschichte zweier Geschwister aus einem kleinen afghanischen Dorf. Pari ist drei Jahre alt, ihr Bruder Abdullah zehn, als der Vater sie auf einem Fußmarsch quer durch die Wüste nach Kabul bringt. Doch am Ende der Reise wartet nicht das Paradies, sondern die herzzerreißende Trennung der beiden Geschwister, die ihr Leben für immer verändern wird. Ein großer Roman, der uns einmal um die ganze Welt führt und in seiner emotionalen Intensität und Erzählkunst neue Maßstäbe setzt. Fesselnder, reicher, persönlicher als je zuvor.

448 Seiten, Fischer Taschenbuch

Seit "Drachenläufer" und " Tausend Strahlende Sonnen" ist Khaled Hosseini für mich der Autor mit intensiven und einfühlsamen Geschichten, die alle Facetten der Menschlichkeit abbilden. Der feinfühlige, tiefsinnige und doch sehr leichte Erzählstil trifft mitten ins Herz. Auch diese Geschichte hat mich wieder mitgenommen, die mit der Trennung zweier Geschwister beginnt. Im Gegensatz zu seinen anderen beiden Büchern erzählt er nicht chronologisch die Geschichte einer Figur, sondern beschreibt viele Lebensgeschichten, die sich zum Schluss wie ein roter Faden zusammen setzen. Man sollte schon aufmerksam lesen, um sich noch alle Namen und Personen merken zu können (ich habe sie mir auf einen Zettel notiert), damit man am Ende die verschiedenen Verbindungen mitbekommt und sich so die Geschichte zu einem großen Ganzen zusammen setzen kann. Mir haben die vielen unterschiedlichen Perspektiven sehr gut gefallen. Ich bin ohnehin ein Fan von Episodenerzählungen, die irgendwie miteinander verknüpft sind. Von daher war diese Lektüre für mich ein Volltreffer.

Nickname 23.07.2019, 12.31 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Totengrund von Tess Gerritsen

8. Fall für Rizzoli & Isles

Dr. Maura Isles will in Kingdom Come Zuflucht vor dem Schneechaos finden. Doch es sieht aus, als hätten die Bewohner ihre Häuser nur Minuten vor ihrer Ankunft fluchtartig verlassen: Fenster und Türen stehen offen, Tische sind gedeckt – doch das Essen auf den Tellern ist festgefroren, kein Mensch weit und breit … Mauras Spur verliert sich. Bis eine Unfallmeldung Jane Rizzoli in Boston erreicht: Ein Wagen mit vier Insassen ist in eine Schlucht gestürzt. Unter den Toten ist eine Frau in Mauras Alter, und im Fond liegt ihr Gepäck …


416 Seiten, Blanvalet Taschenbuch Verlag


Endlich traut sich Maura, auch einmal etwas zu wagen und ein Risiko einzugehen und fährt ganz spontan mit Berufskollegen für ein Wochenendkurztrip in den Schnee. Doch es kommt alles anders als geplant und bald kämpfen die Urlauber ums Überleben. Ich fand das sehr spannend erzählt und fieberte mit Maura mit. Denn der Leser weiß ein klein wenig mehr als Jane Rizzoli, die natürlich nach ihrer Freundin sucht und sich ganz anderen Herausforderungen stellen muss. Besonders die düstere Stimmung des Settings kam bei mir sehr gut an.  Das Ende sorgte dann für eine Überraschung, mit der ich nicht gerechnet hätte. Spannender Thriller, wie es sich für Tess Gerritsen gehört.





Nickname 23.07.2019, 11.45 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Die Bullet Journal Methode von Ryder Carroll

Der Erfinder der bahnbrechenden Bullet-Journal-Methode Ryder Carroll zeigt in diesem Buch, wie Sie endlich zum Pilot Ihres Lebens werden und nicht länger Passagier bleiben. Seine Methode hilft mit einer strukturierteren Lebensweise achtsamer und konzentrierter zu werden. Inzwischen lassen sich Millionen Menschen von ihm inspirieren. In diesem Buch erklärt er seine Philosophie und zeigt, wie Sie Klarheit ins Gedankenchaos bringen, wie Sie Ihre täglichen Routinen entwickeln und vage Vorhaben in erreichbare Ziele verwandeln. Mit nur einem Stift und einem Notizblock und Carrolls revolutionärer Technik werden Sie produktiver, fokussierter und lernen, was wirklich zählt - bei der Arbeit und im Privaten.

 

Rowohlt Taschenbuch, 352 Seiten

 



Ich liebe Tagebücher und Kalender jeglicher Art und ich wollte schon immer mal wissen, was die Bullet Journal Methode eigentlich ist. Deshalb griff ich zum Original und wurde nicht enttäuscht. Überraschenderweise wird hier sehr tiefsinnig und umfangreich das Thema angegangen. Wer viele Bilder und Beispiele erwartet, wird wohl eher enttäuscht werden. Da bietet das Internet mehr Vorlagen und Beispiele. Der Fokus hier liegt auf das Verständnis, der eigenen Individualität und Sinnhaftigkeit. Es gibt einen guten Leitfaden, wie man ein BuJo, wie es oft liebevoll genannt wird, beginnen kann, wachsen muss es beim Doing. Einige interessante psychologische Aspekte, Arten der Zielsetzung und deren Erreichung werden ebenfalls vermittelt. Wer sich wirklich intensiv damit beschäftigen und mehr erreichen möchte, als nur irgendwelche Termine zu notieren und bunte Bildchen zu malen, ist hier gut aufgehoben.

Das Buch hat eine schöne Aufmachung mit 2 Lesebändchen, die man auch braucht, wenn man damit wirklich "arbeiten" möchte.

 

Nr. 5

Nickname 24.06.2019, 10.21 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Professor Chandra folgt dem Flow von Rajeev Balasubramanyam

Sein ganzes Leben hat Professor Chandra in Cambridge der Forschung geopfert. Und doch wird der berühmte Ökonom erneut beim Nobelpreis übergangen. Als Chandra infolge eines Fahrradunfalls auch privat Bilanz zieht, kommt er ins Grübeln. Von seiner Frau ist er geschieden, die drei Kinder sind in alle Welt verstreut, zu seiner jüngsten Tochter hat er keinen Kontakt. Was macht er nur falsch? Chandras Arzt empfiehlt, einfach mal kürzer zu treten und das Leben zu genießen. Aber wie um Himmels willen stellt man das an? Und was macht den Menschen eigentlich glücklich? In den Dingen des Herzens völlig ungeübt, begibt sich Professor Chandra auf eine abenteuerliche Reise. [randomhouse]

Verlag Wunderraum, 416 Seiten, ISBN 978-3336548057


Das ist einer dieser besonderen Romane, die mit viel Feingefühl und Witz an alte Zöpfe zieht und zum Nachdenken anregt. Die Hauptfigur, der 60jährige Professor Chandra, ist eigentlich ein eingefahrener eigenwilliger Charakter, der durch Zufall einen anderen Weg einschlägt und so ganz neue Erfahrungen und zu neuen Sichtweisen kommt. Man muss keine 60 Jahre alt werden, um die eine oder andere Ansicht vom Leben und von den Menschen um einen herum zu überdenken. Chandra hat sich eben viel Zeit gelassen. Dennoch nicht zu spät, um sich um seine Familie zu kümmern. Die Auseinandersetzung mit sich selbst und seinen Kindern werden vom Autor mit dem unaussprechlichen Namen sehr feinfühlig und leicht erzählt ohne gehobenen Zeigefinger. Und immer auch mit einer guten Portion Humor.

Und wer sich nicht mit philosophischen Fragen auseinandersetzen möchte, der findet hier einen unterhaltsamen Roman über Familie, Werte und seltsame Situationen. 

Das Buch selbst ist unglaublich schön gestaltet mit einem gelben Leinenrücken, Lesebändchen und einem fröhlichen Cover.


Nickname 12.04.2019, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Dämonenkriege: Dunkelkönig von Michael Hamannt

Als der Dämonenjäger Ryk bei einem Einsatz seine beiden Gefährten an einen Dämon verliert, den es seit Hunderten von Jahren eigentlich gar nicht mehr geben dürfte, schwört er Rache. Währenddessen gelingt es der Gestaltwandlerin Catara, den wegen Mordes an seinem Vater angeklagten Thronprinzen Ishan aus dem Kerker zu befreien. Doch damit beginnen die Probleme für die beiden erst, denn all die dunklen Vorkommnisse sind nur die Vorboten eines drohenden Kriegs, der die Welt der Schwebenden Reiche in ihren Grundfesten erschüttern wird ... [randomhouse]

Heyne-Verlag, 752 Seiten, ISBN 978-3-453-31838-0





Der 1. Teil der Dämonenkriege begeisterte mich schon sehr, weil ich bis dato in dieser Form noch nichts über Dämonen gelesen hatte. Und diese Dämonen finde ich unglaublich spannend und facettenreich.

Die Fortsetzung beginnt direkt mit einem heftigen Prolog. Und es geht auch im Anschluss, angeknüpft an den Cliffhanger aus dem ersten Band, sofort rasant weiter. Michael Hamannt schafft es sehr gut, eine Verbindung herzustellen und wichtige Dinge aus dem ersten Teil einzuflechten. Es gibt viele ungeahnte Wendungen und auch der zweite Teil bietet eine Menge Überraschungen, mit denen ich so nicht gerechnet hätte. Die Figuren dürfen sich in ihrer speziellen Art und Weise weiterentwickeln und alle Facetten zeigen. Auch Gefühle und der Humor kommen nicht zu kurz. Besonders die verschiedenen Handlungsstränge und Erzählperspektiven machen das Buch spannend. Das Ende bzw. der Show down kam dann für mich viel zu schnell, und ich hätte am liebsten noch mehr davon gelesen. Die Dilogie ist in sich abgeschlossen, ich könnte mir aber durchaus noch Parallelgeschichten in dieser Welt vorstellen.

Ein rundum gelungener Zweiteiler und ein MUSS für jeden Fantasy-Fan. Man kann es kaum glauben, dass es sich hier um ein Erstlingswerk des Autors handelt. Ich hoffe doch sehr, bald mehr von ihm zu lesen.




Nickname 25.03.2019, 15.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Altes Land von Dörte Hansen

Das »Polackenkind« ist die fünfjährige Vera auf dem Hof im Alten Land, wohin sie 1945 aus Ostpreußen mit ihrer Mutter geflohen ist. Ihr Leben lang fühlt sie sich fremd in dem großen, kalten Bauernhaus und kann trotzdem nicht davon lassen. Bis sechzig Jahre später plötzlich ihre Nichte Anne vor der Tür steht. Sie ist mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg-Ottensen geflüchtet, wo ehrgeizige Vollwert-Eltern ihre Kinder wie Preispokale durch die Straßen tragen – und wo Annes Mann eine andere liebt.

Mit scharfem Blick und trockenem Witz erzählt Dörte Hansen von zwei Einzelgängerinnen, die überraschend finden, was sie nie gesucht haben: eine Familie. [randomhouse]

Knaus Verlag, 304 Seiten, ISBN 978-3328100126




Ein Heimatroman über die Flüchtlinge aus der Nachkriegszeit, dem Leben im Alten Land und familiäre Beziehungsschwierigkeiten.

Dörte Hansen erzählt mit ihrer schnörkellosen, klaren und direkten Art die Geschichte des Flüchtlingskind Vera, die auf einem Hof im Alten Land gestrandet ist und dort viele Jahre später eine andere Art von "Flüchtling" aufnimmt, nämlich ihre Nichte Eva, die ihr Leben neu ordnen muss. Das Leben auf dem Land und die eigenwillige Charaktere werden sehr humorvoll und liebevoll skizziert. Man steht förmlich zwischen den Apfelbäumen und beobachtet die Bauern. Auch das alte Haus, in dem Vera wohnt und ihre Nichte aufnimmt, hat schon viel gesehen und gehört und knarzt sich förmlich in das Herz des Lesers. Ein schönes Buch, das die Thematiken zwar nur anreißt, aber trotzdem erreicht, dass man mal über Toleranz, Akzeptanz und miteinander Leben nachdenkt.

Schade finde ich nur, dass die plattdeutschen Sätze als Fußnote für Nicht-Dialektiker nicht übersetzt wurden. Das wäre sicherlich hilfreich für den Leser gewesen.


Nickname 25.03.2019, 13.59 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

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Steineflora:
Tolle Idee .. so originelle Lesezeichen und e
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moni:
Liebe Pat,der Lesedrache ist ja zu niedlich!S
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Jutta Kupke:
Diese Leseratte und der Drache sind ja herza
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twinsie:
sind die süß......was für eine liebevolle Ide
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Anne Seltmann:
Moin Moin Kerki!Aaaaaaah sind die knuffig..ha
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