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Tag: Bernhard Hennen

Die Phileasson-Saga 8: Rosentempel von Bernhard Hennen und Robert Corvus

Es ist die größte Wettfahrt aller Zeiten: Die beiden legendären Kapitäne Asleif Phileasson und Beorn der Blender sind aufgebrochen, um den ganzen Kontinent Aventurien zu umrunden. Dabei müssen sie sich heroischen Prüfungen stellen, und der Sieger allein wird sich mit dem Ehrentitel »König der Meere« schmücken dürfen. Ihr siebtes Abenteuer führt sie in die endlose Wüste. Dort inmitten turmhoher Sanddünen und unter der glühend heißen Sonne müssen sich die beiden Seebären ihrer nächsten Prüfung stellen – und ein Geheimnis ergründen, dass unter dem Staub von Jahrtausenden begraben liegt …

 

Heyne, 736 Seiten


Internetseite zu der Phileasson-Saga: LINK  



Der 7. Teil der Phileasson-Saga um die erbitterte Wettfahrt zwischen den zwei zerstrittenen Kapitänen Asleif Phileasson und Beorn der Blender führt uns direkt mitten in die Geschichten von 1001 Nacht. In diesem Fall nach Fasar, die älteste Stadt in Aventurien mit ihren Bazaren, Propheten, Machtspielchen, Lust und Sünde. Aber nicht ohne Umwege. Während Phileasson sich in Khunchom seiner Vergangenheit stellt, muss sich Beorn in Zorgan ganz anderen Herausforderungen stellen, die diesmal nicht mit einer thorwalerischen Hauerei zu lösen sind. Es dauert also, bis man in Fasar ankommt, um dort zu versuchen, die 7. Aufgabe zu lösen, was natürlich nicht so einfach ist.

Mir hat hier der Weg von Beorn ein wenig besser gefallen als der von Phileasson. Beorn, der ursprünglich in der DSA Rollenspielgemeinde bisher nicht so viel Aufmerksamkeit erhalten hat, gewinnt in dieser Romanserie immer mehr an Format und Charakter. Und gerade diese Ecken und Kanten, von denen er zweifelsohne eine ganze Menge hat, machen diese Figur so unglaublich spannend. 

Sehr mitgenommen hat mich eine Begebenheit in Fasar, die ich auch so schnell nicht vergessen kann. Hier haben die Autoren wirklich wieder alle Register gezogen und schreiben Dinge, wo man als Leser direkt rufen möchte: Das können die doch nicht machen! Doch, sie können. Und es zeigt sich, dass es jede Figur treffen kann, ob Lieblingsfigur, Randfigur, Freund, Feind, was auch immer. 

Irgendwann landen Beorn und Asleif auch in der Wüste auf den Spuren der ehemals großen Elfenkultur. Für mich ein viel zu kurzes Lesevergnügen. Davon hätte ich sehr gerne mehr und vor allem ausführlicher gelesen. Immerhin assoziiert einem das Cover und die Überschrift, dass es hauptsächlich darum geht.

Besonders gelungen und unglaublich stark ist der Prolog, der diesmal die eher traurige und tragische Geschichte Galaynes erzählt. Seitdem sehe ich ihn mit anderen Augen und ist während des Abenteuers in diesem Buch zu einer meiner Lieblinge geworden (was - wie wir wissen - nie ungefährlich ist).

Es geht also spannend weiter. Alles ist noch offen. Die beiden Kontrahenten schenken sich nichts und beide wollen gewinnen. Sie setzen alles daran, am Ende "König der Meere" zu werden. Doch eigentlich ahnt man als Leser, und auch die Reisenden, dass es schon lange nicht mehr nur um den Titel geht, sondern etwas viel Größeres dahinter steckt. Da hilft nur eines: Dran bleiben!



  • Die Phileasson-Saga

    Übersicht der einzelnen Bände

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  • Die Phileasson-Saga

    - auf der Buchmesse Leipzig 2018

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  • Die Phileasson-Saga

    - Lesung aus 2016

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  • Die Phileasson-Saga

    - Lesung aus 2019

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  • Die Phileasson-Saga

    - LmB mit Phileasson

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  • - Nordwärts

    Band 1

    *5

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  • - Himmelsturm

    Band 2

    *4-5

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  • - Die Wölfin

    Band 3

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  • - Silberflamme

    Band 4

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  • - Schlangengrab

    Band 5

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  • - Totenmeer

    Band 6

    *5

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  • - Rosentempel

    Band 7

    *4-5

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  • - Elfenkrieg

    Band 8

    erscheint Anfang 2020



Randbemerkung: Rabenstum, ein Roman von Bernhard Hennen über Fasar, beginnt kurz, nachdem die Wettkämpfer dort waren. Wer also danach noch mehr über Fasar und über die Wüstenbewohner lesen möchte, ist hier gut aufgehoben.

Nickname 24.07.2019, 10.43 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Phileasson-Saga - die Lesungen

Auch nach dem 6. Band bin ich immer noch ein bekennender Fan der Phileasson-Saga, die Bernhard Hennen und Robert Corvus gemeinsam schreiben und aus dem Rollenspiel "Das schwarze Auge" entstammt. Ganz besonders und außergewöhnlich sind die Lesungen der beiden Autoren. Man muss genauso viel Mut wie die Recken in der Saga beweisen, wenn man diese Lesungen besucht, das wohl. Denn es fordert den Fans einiges ab. Sich einfach nur hinsetzen und sich berieseln lassen, geht bei den beiden kontaktfreudigen und neugierigen Autoren gar nicht. Da wird schon ein gewisser Einsatz unterschiedlicher Art erwartet. Bei Swafnier, ich weiß wovon ich rede, denn immerhin habe ich schon einige Lesungen der Beiden zur Phileasson-Saga besucht.



Das Gastgeber-Team vom Spielefachgeschäft "Spielzeit" und der ausführenden Location TakeTV Gaming Bar  in Krefeld taten alles dafür, dass diese Lesung aus dem 7. Band "Rosentempel" wieder eine spannende, sehr unterhaltsame und kurzweilige Veranstaltung wurde. Die Lesung wurde auch aufgezeichnet und man kann sie sich HIER anschauen (ab ca. Minute 17:35). Nicht nur die liebevoll gestaltete Deko sorgte für eine entspannte Atmosphäre. 

Vor der Lesung, in der Pause oder auch danach konnte man die Bücher käuflich erwerben und sich von den Autoren signieren lassen. Diesmal war ich sehr bescheiden, für mich mussten sie nur das neue Buch signieren, dass ich diesmal ausnahmsweise mal ohne Autorenbegleitung in einer Leserunde lesen werde. Denn auch die Leserunden mit den beiden Autoren ist immer ein ganz besonderes Vergnügen.

Man merkt auch, dass die beiden Autoren mittlerweile ein sehr gut eingespieltes Team sind. Man könnte fast von einem alten Ehepaar sprechen, bei dem Robert Corvus definitiv den weiblichen Part übernimmt, nicht wegen seiner langen Haare, sondern weil Bernhard Hennen kaum zu Wort kommt. Denn beide sind sehr aufgeschlossen und man erfährt eine ganze Menge interessanter Dinge nebenbei. 

Von der Lesung aus 2018 aus "Schlangengrab" gibt es ebenfalls ein Video, was man sich noch anschauen kann.




Bisherige Beiträge zur Phileasson-Saga:

  • Die Phileasson-Saga

    Übersicht der einzelnen Bände

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  • Die Phileasson-Saga

    - auf der Buchmesse Leipzig 2018

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  • Die Phileasson-Saga

    - Lesung aus 2016

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  • Die Phileasson-Saga

    - Lesung aus 2019

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  • Die Phileasson-Saga

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  • - Nordwärts

    Band 1

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  • - Himmelsturm

    Band 2

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  • - Die Wölfin

    Band 3

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  • - Silberflamme

    Band 4

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  • - Schlangengrab

    Band 5

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  • - Totenmeer

    Band 6

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  • - Rosentempel

    Band 7

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  • - Elfenkrieg

    Band 8

    erscheint Anfang 2020


Nickname 16.03.2019, 14.43 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Phileasson-Saga

Die Phileasson-Saga ist ein gemeinsames Projekt von Bernhard Hennen und Robert Corvus das aus dem Rollenspiel Das schwarze Auge entstammt. Es werden insgesamt 12 Bände.

Darum geht es: Die zwei Kontrahenten Asleif Phileasson, genannt der Foggwulf und Beorn, der Blender kämpfen um den Titel "König der Meere" und müssen dafür 12 Abenteuer bestehen (deshalb auch 12 Bände), die durch die mitreisenden Traviageweihten zum jeweiligen Zeitpunkt verkündet werden. Dabei umrunden und bereisen sie Aventurien, entdecken Geheimnisse, erforschen neue Welten und bestehen gefährliche Abenteuer. 


Hier nun eine kurze Zusammenfassung der bisher erschienen Bücher im Heyne-Verlag:

Im ersten Teil lernen wir die beiden Kapitäne Asleif Phileasson und Beorn den Blender kennen. Und wir erfahren, um was es geht, nämlich um ein Wettrennen in 80 Tagen um den Titel "Kapitän der Meere". Es sind insgesamt 12 Aufgaben zu lösen, die durch die beiden Traviageweihten, die jeweils eine Ottajasko begleiten, an die Kapitäne weitergeleitet werden. Es wird eine Wettfahrt quer durch Aventurien sein, in der wir diese Welt und ihre Bewohner näher kennen lernen und ihre Geheimnisse Stück für Stück erkunden können.

Der recht lange Prolog im ersten Teil und seine Auswirkungen zieht sich durch die nächsten Bände wie ein roter Faden. Er ist nichts für zarte Gemüter, aber für den weiteren Verlauf der Geschichte und für die Entwicklung der Protagonisten wichtig. Die erste Aufgabe scheint relativ einfach: Es gilt einen Kopfschwänzler zu fangen. Punkten können beide Parteien. Ihre Reise führt sie zu den Insel der Schneeschrate. 



Im zweiten Teil lernen unsere beiden Helden das personifizierte Grauen des Himmelturms kennen, dessen Geheimnisse sie ergründen sollen. Das Ergebnis ist recht unterschiedlich. Und es zeigt sich die verbitterte Feindschaft zwischen Asleif und Beorn. Der Horror- und Gruselanteil ist hier recht hoch, passend zum Ort, der im tiefsten Norden Aventurien liegt.

Im Prolog vom Himmelsturm lernen wir die Geschichte einer Figur kennen, die keine unbedeutende Aufgabe in diesem Wettkampf haben wird.

Auch hier könnten theoretisch sowohl Asleif als auch Beorn einen Punkt holen. 


Im dritten Teil trennen sich die Wege von Phileasson und Beorn, jeder scheint seine herangetragene Aufgabe anders erfüllen zu wollen. Während Phileasson der unheimlichen Seuche im Nivesenland auf den Grund geht, forscht Beorn noch immer im Himmelsturm und legt sich mit mächtigen Wesen an. Beide lassen sich dabei unglaubliche 80 Tage Zeit. Im Vergleich: Im Himmelsturm verweilen zumindest Phileassons Ottajasko nur 13 Tage.

Die Punkteverteilung ist hier eher unklar, vermutlich wird sich das erst am Ende aufklären. Die Geschichte liest sich ein wenig wie ein Western-Roadmovie mit Ausnahme von Beorns Teil. Er bedient noch eine ganze Zeit das Genre des Horrors.



Im vierten Abenteuer sind alle wieder gemeinsam auf der Suche nach der "Silberflamme", einem alten Artefakt aus der Hochelfenzeit. Im Prolog wird der Leser auch entsprechend eingeführt und erhält ein wenig Hintergrundinformation. Die Seefahrer müssen sich allerdings durch das Festland kämpfen, bereisen einige Städte und lernen neue Weggefährten kennen. Diesmal kann der Punkt nur einer der Beiden holen. Wer ist da schneller? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.


Der fünfte Band führt uns nach Maraskan am Perlenmeer. Ihre Aufgabe besteht darin, einen Reißzahn einer Seeschlange zu verschaffen. Doch wo sind diese Seeschlangen? Und diese Maraskaner sind auch alles andere als normale Leute. Letztendlich und auf vielen Umwegen geht es wieder auf See, wo man in Moby Dick Manier versucht, den Schlangen an den Zähnen zu gehen. Die Wettstreiter benötigen auch hier mehr Zeit als ihnen lieb ist. Immerhin kann theoretisch jeder einen Punkt erzielen. 

Sehr spannend ist der Prolog, in dem man erfährt, wie Beorn zum Blender und ein Auge verlor.




Der sechste Teil ist ein Horror-Szenarium schlechthin. Spinnenphobiker werden auf ihre Kosten kommen. Mitten im Totenmeer zwischen einer erbitterten Feindschaft zweier Alt-Magier, die man im Prolog kennen lernen darf, müssen sich Asleif und Beorn erneut auf die Suche eines Artefaktes begeben. Und diesmal treffen die Kontrahenten mit ihrer illustren Mannschaft aufeinander. Hier kann es wieder nur einen geben: Einen Punkt für den zukünftigen König der Meere.


Ihr siebtes Abenteuer werden die beiden Streithähne hauptsächlich in Fazar, einer sehr bekannten Stadt in Aventurien, bestehen müssen. Die Wüste ist nicht gerade der Lieblingsort von eingefleischten Seefahrern. Auch hier werden sie weitere Geheimnisse Aventurien entlocken.  Es gilt, einen Philosophen zu finden, der wahr spricht. Das ist sicherlich in einer bunten, lebendigen Stadt voller Quacksalber, Machtbesessenden und anderen illustren Gestalten nicht so einfach herauszufinden.
Der Prolog erzählt Galaynes Geschichte, was zu einem besseren Verständnis für diesen eher geheimnisvollen Charakter führt.











FORTSETZUNG FOLGT.


Meine bisherigen Beiträge (Rezis) zur Phileasson-Saga (TAG Phileasson):



  • Die Phileasson-Saga

    Übersicht der einzelnen Bände

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  • Die Phileasson-Saga

    - auf der Buchmesse Leipzig 2018

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  • Die Phileasson-Saga

    - Lesung aus 2016

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  • Die Phileasson-Saga

    - Lesung aus 2019

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  • Die Phileasson-Saga

    - LmB mit Phileasson

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  • - Nordwärts

    Band 1

    *5

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  • - Himmelsturm

    Band 2

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  • - Die Wölfin

    Band 3

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  • - Silberflamme

    Band 4

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  • - Schlangengrab

    Band 5

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  • - Totenmeer

    Band 6

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  • - Rosentempel

    Band 7

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  • - Elfenkrieg

    Band 8

    erscheint Anfang 2020



LINKS:

Phileasson-Saga: Seite über die Romanhelden, die immer aktualisiert wird mit sehr interessanten Einblicken in der Arbeit der beiden Autoren
Wiki Aventurica: Ein Lexikon über ganz Aventurien
Routenplaner für Aventurien (sehr schöne Karten)


Nickname 16.03.2019, 14.36 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Totenmeer von Bernhard Hennen und Robert Corvus

6. Teil der Phileasson-Saga
Die Tangfelder des Sargassomeers erwürgen die Hoffnung der Seeleute, die in ihre Fänge geraten. Sie ersticken die Träume der Kauffahrer, den Stolz der Seesoldaten, den Mut der Hai-Jäger. Über die Jahrhunderte hat die Gier dieses Reiches ohne Wiederkehr auch einiges angesammelt, das Begehrlichkeiten weckt. Dieser Lockruf erklingt sogar in Sphären, deren Bewohner allen Göttern Feind sind. Die sechste Aufgabe ihrer Wettfahrt fordert von Asleif Phileasson und Beorn dem Blender, an diesem Ort etwas zu bergen, das kostbarer ist als profane Schätze. Doch nur einer von ihnen wird Erfolg haben ... [Amazon]

672 Seiten, Heyne-Verlag, LINK zu Amazon

Internetseite zu der Phileasson-Saga: LINK  





Im 6. Teil der legendären Wettfahrt müssen sich Beorn der Blender und Asleif Phileasson einem Ort stellen, dem schon einige andere Seefahrer das Leben oder die Seele gekostet hat. Und dieses Mal kann nur einer den Punkt holen. Blöd nur, dass es nicht nur zwei Interessenten gibt, sondern noch eine ganze Menge andere Gestalten, die alle ihre eigenen Ziele verfolgen. Aber die beiden charismatischen Kapitäne lassen sich von ein paar Nebenkläger und anderen mehrbeinigen Gestalten nicht abhalten.

Wie immer erzählt der Prolog die Geschichte einer der Figuren, die später im Verlauf des Bandes vorkommen. Und wieder ist man direkt mitten im Geschehen, auch wenn man diesmal die Figuren noch nicht kennt. Doch die Protagonisten werden kontinuierlich weiterentwickelt, erhalten neue Facetten, verlieren und gewinnen. Besonders gut gefallen hat mir diesmal der Zidaine-Part, der zu einem sehr unverhofften Ausgang führt. Aber auch Beorn kann sich weiter in mein Herz kämpfen. So langsam muss sich Asleif anstrengen, denn eigentlich ist er ja der favorisierte Held.

Die Beschreibungen der Tangfelder und der Kämpfe mit den Gegnern waren wie immer sehr ausdrucksvoll und plastisch. Man konnte die Atmosphäre, die Ängste und den Gegner regelrecht spüren. Aber auch die Dialoge zwischen den einzelnen Protagonisten haben mich beeindruckt und haben sehr viel Spaß gemacht beim Lesen. Und auch wenn das Buch eher unter dem Aspekt "Horror" stand, so gab es trotz allem immer auch wieder kleine nette humorvolle Episoden.

Für mich gehört die Phileasson-Saga schon jetzt zu den besten Fantasy-Reihen überhaupt. Nun haben wir Halbzeit und noch 6 weitere Bände vor uns. Für mich ein absoluter Lesetipp für alle Fantasy-Fans, weil wirklich für jeden etwas dabei ist.



  • Die Phileasson-Saga

    Übersicht der einzelnen Bände

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  • - Nordwärts

    Band 1

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  • - Himmelsturm

    Band 2

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  • - Die Wölfin

    Band 3

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  • - Silberflamme

    Band 4

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  • - Schlangengrab

    Band 5

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  • - Totenmeer

    Band 6

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  • - Rosentempel

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  • - Elfenkrieg

    Band 8

    erscheint Anfang 2020


Nickname 15.12.2018, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Chroniken von Azuhr: Die weiße Königin von Bernhard Hennen

2. Teil der Azuhr-Trilogie


Auf der Insel Cilia eskaliert der Konflikt zwischen der Liga der Stadtstaaten und den Herzögen des Schwertwaldes. Die militärische Übermacht der Liga ist erdrückend, und die Hoffnung der Waldbewohner ruht auf einer alten Sage, dass in der Stunde der größten Not die Weiße Königin, die ehemalige Herrscherin des Waldes, zurückkehren wird. Doch wie groß muss die Not werden, bis sich dies erfüllt?

Milan Tormeno versucht, den Wirren des Krieges zu entgehen, denn in seinen Augen kämpft keine von beiden Seiten für eine gerechte Sache. Doch es droht eine weitere Gefahr: Überall auf der Insel erwachen Märengestalten zu neuem Leben. Erst allmählich begreift Milan, wie er dieser magischen Wesen Herr werden – und die Wirklichkeit verändern kann. (Amazon)

624 Seiten, Fischer Tor Verlag, LINK zu Amazon


Der 2. Teil der Azuhr-Trilogie beginnt mit einem starken Kriegsgeschehen, der nichts für zarte Seelen ist. Die Erzählperspektiven wechseln auch regelmäßig zwischen den Parteien, so dass man als Leser erst gar nicht in Versuchung kommt, sich einer Partei anzuschließen. Sympathien sind auf beiden Seiten, was bei Bernhard Hennens Bücher immer sehr gefährlich ist.

Der eigentliche Teil findet dann auch hauptsächlich in einer Kriegszeit statt, in der es einige Kampfszenen und grausame Begebenheiten gibt, was sicherlich nicht jedermanns Sache ist. Ich hätte mir davon ein wenig weniger gewünscht. Die Geschichte um Milan entschädigte mich dann wieder. Für mich ist Milans Weg nach wie vor der spannendste und interessanteste Teil in dieser Trilogie, auch wenn die Nebenfiguren wichtig sind. Überhaupt werden die Charakter gut weiter entwickelt, erhalten neue Facetten oder überraschende Wendungen.

Es passiert eine Menge, zum Schluss verdichten sich aber die Handlungsstränge in Bernhard Hennens Manier sehr stark, so dass man als Leser kaum zum Atmen kommt. Einige Fragen werden beantwortet, es gibt einige Überraschungen, neue Fragen tauchen auf, die hoffentlich im 3. Teil beantwortet werden.

Der Abschluss finde ich auch sehr gelungen, es hat natürlich ein offenes Ende, endet aber dennoch nicht in einem bösen Cliffhanger. Eine Episode ist abgeschlossen, die nächste steht kurz davor. Sehr gut gelöst.

Den 2. Teil fand ich nicht so stark wie den 1. Teil, schon allein wegen den überlagerten Kampfszenen.

Sehr bedauert habe ich das fehlende Glossar und Personenverzeichnis. Das hätte ich zwischenzeitlich gut gebrauchen können.

Der 3. Teil erscheint voraussichtlich im September 2019. Aufgrund der fehlenden Anhänge und weil man doch die Ereignisse und Figuren ein wenig auf dem Schirm haben muss, würde ich in diesem Fall empfehlen, mit der Trilogie erst zu beginnen, wenn alle Teile herausgekommen sind, um den Anschluss nicht zu verlieren. Ich hatte das Glück, diesen Teil in einer Leserunde zu lesen und vom kollektiven Gedächtnis zu profitieren.



Nickname 05.11.2018, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Schlangengrab von Robert Corvus und Bernhard Hennen

5. Teil der Phileasson-Saga
Im Perlenmeer leben die legendären Seeschlangen, die jeder vernünftige Kapitän meidet und das Weite sucht. Nicht jedoch die Recken der beiden Ottajaskos, die es genau auf diese stolzen und starken Meeresbewohner beziehungsweise deren Reißzähne abgesehen haben. So ziehen die beiden Wettstreiter Asleif Phileasson und Beorn der Blender los, um ihre 5. Aufgabe zu erledigen, die sie ein Stück näher zum Titel "König der Meere" bringen wird. Wer wird diesmal den Punkt holen?

Klappentext:
Die Seeschlangen des Perlenmeers zerdrücken die Planken stolzer Segler und ziehen kühne Recken in ein nasses Grab. So sagt man. Ungeheuer so schrecklich, dass ihr Zorn dereinst die Welt entzweireißen wird. So sagt man. In ihrem fünften Abenteuer müssen sich Asleif Phileasson und Beorn der Blender ausgerechnet einer solchen Bestie stellen. Nur wem es gelingt, einen Reißzahn aus dem Maul einer Seeschlange zu stehlen, hat die nächste Prüfung bestanden und darf sich weiterhin Hoffnung auf den Titel »König der Meere« machen. Doch alleine schon die Fahrt ins Perlenmeer wird für die beiden Kontrahenten zu einer tödlichen Herausforderung.

624 Seiten, Heyne-Verlag, LINK zu Amazon

Internetseite zu der Phileasson-Saga: LINK  



Schlangengrab ist der 5. Teil der Phileasson-Saga mit der Aufgabe, einen intakten Reißzahn einer Seeschlange zu ergattern. Wie auch in den Abenteuern davor, gehen die beiden Wettstreiter Asleif Phileasson und Beorn der Blender die Aufgabe gänzlich unterschiedlich an und der Wettstreit zwischen den beiden Kontrahenten auf dem Perlenmeer und in Maraskan ist stark spürbar.

In diesem Band erfahren wir im Prolog auch, wie Beorn zum Beorn der Blender geworden ist und wie er sein Augenlicht verlor. Dadurch gewinnt dieser Charakter entscheidend an Tiefe und offenbart neue Facetten. Für mich ist das mit dem 1. Prolog in Nordwärts einer der stärksten Prologe.

Das ist überhaupt die Stärke dieser Serie, dass die sehr unterschiedlichen Charaktere sich entwickeln, allerdings auch nicht immer zur besseren Seite. Aber gerade das ist das Spannende daran. Man weiß vorher nie, welchen Weg ein Charakter geht. Auch die Traviageweihte Shaya durchlebt in diesem Abenteuer ein Wechselbad der Gefühle und erkennt neue Seiten an sich und an den Menschen. Einige Figuren können auftrumpfen, andere laufen eher mit und erhalten vermutlich in einem anderen Band ihren großen Auftritt. Ich kann nur mit ganz wenigen Charakteren nichts anfangen. Einer meiner Lieblinge, die Waldfrau Irulla, hat diesmal auch ein paar schöne Auftritte und ich habe gelernt, dass Spinne noch lange nicht Spinne ist. Und Zidaine, das wandelnde Pulverfass, ist ohnehin immer für Überraschungen gut. Die sehr liebevoll gezeichneten Figuren werden von Band zu Band vielschichtiger und farbiger. Das gefällt mir ausgesprochen gut und ich freue mich immer wieder auf neu eingeführte Figuren.

Das Abenteuer ist aktionsreich und spannend beschrieben, es gibt Kämpfe, Auseinandersetzungen, wichtige Gespräche und seltsame Leute, mit denen man auskommen muss. Maraskan und seine Bewohner werden farbenprächtig beschrieben. Sowohl in der Stadt also auch im angrenzenden Wald schaffen die Autoren eine dichte Atmosphäre.

Ein paar Fragen bleiben offen, bei denen der Leser hoffen muss, dass diese in einer der nächsten Bände aufgegriffen werden. Und die Seeschlangen wurden für meinen Geschmack ein wenig kurz abgehandelt.

Schlangengrab ist eine starke Fortsetzung, das hohe Niveau wird konstant gehalten. Und wie im wahren Leben ist auch hier für jeden etwas dabei und teilt oftmals die Leser in zwei Ottajakso, das wohl.

Der 6. Teil, Totenmeer erscheint voraussichtlich im September 2018. Das fundamentale Abenteuer geht weiter. Es kann eben nur einen König der Meere geben.



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  • - Nordwärts

    Band 1

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    Band 3

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  • - Silberflamme

    Band 4

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  • - Schlangengrab

    Band 5

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  • - Totenmeer

    Band 6

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  • - Rosentempel

    Band 7

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  • - Elfenkrieg

    Band 8

    erscheint Anfang 2020


Nickname 10.04.2018, 15.09 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte von Bernhard Hennen

Der Beginn eines neuen magischen Zeitalters – die neue Bestseller-Serie von Deutschlands Fantasy-Autor Nr. 1: Bernhard Hennen!
Der junge Milan Tormeno ist dazu ausersehen, seinem Vater Nandus in das Amt des Erzpriesters zu folgen: Er soll einer jener mächtigen Auserwählten werden, die die Geschicke der Welt Azuhr lenken.
Doch Milan kann nicht akzeptieren, dass sein Schicksal vorherbestimmt ist. Er rebelliert – und verstrickt sich mit der Meisterdiebin Felicia und der geheimnisvollen Konkubine Nok in ein gefährliches Netz von Intrigen.
Gemeinsam geraten sie in den Bann einer alten Prophezeiung – einer Prophezeiung, nach der die Ankunft des »Schwarzen Mondes« in Azuhr ein neues Zeitalter der Magie einläuten wird ...
»Man nennt ihn auch den ›Herrn der Elfen



Bernhard Hennen hat mit diesem Auftakt der Trilogie um die Chroniken von Azuhr alle Register gezogen und eine neue Welt erschaffen, die zunächst ein wenig Ähnlichkeit mit dem Mittelalter hat, aber immer mehr in die Phantastik eintaucht und die eher raue Welt mit Mären und Fantasiegestalten verzaubert. 

Es beginnt mit einem sehr starken Prolog, der nichts für zarte Gemüter ist. Aber er ist wichtig, um die weitere Geschichte zu verstehen. 53 Jahre später lernen wir den jungen Milan und seine Familie kennen. Gut gefallen hat mir dabei, dass man als Leser eine zeit lang bei der Hauptfigur bleibt und so den Charakter und das Umfeld besser kennen lernen kann. Erst später wechseln öfters die Perspektiven. Sehr gut herausgearbeitet ist der Vater-Sohn-Konflikt, aber auch die Phasen der persönlichen Entwicklungen und die jugendliche Rebellion von Milan.

Auch die Nebenfiguren sind stark und facettenreich gezeichnet. Bernhard Hennen versteht es wie kein anderer Autor, in nur wenigen Sätzen seinen Figuren Charakter und Tiefe zu verschaffen. Schnell entwickeln sich beim Leser Emotionen, ganz gleich, in welche Richtung, und man fiebert mit seinen Lieblingen sofort mit.

Es gibt eine Menge spannende und sich überschlagene Ereignisse mit teilweise sehr überraschenden Wendungen. Man wird regelrecht in das Abenteuer hineingezogen und verfolgt gebannt den weiteren Verlauf der Hauptfiguren, die auf einige wunderbare, liebevoll charakterisierte Fantasyfiguren aus der Märchen- und Fabelwelt treffen, von denen man gerne mehr lesen möchte. Besonders der Riese Gideon hat es mir angetan und mich beim Lesen verzaubert.

Auch optisch ist das Buch ein richtiger Hingucker und es gibt eine toll gezeichnete Karte, an der man sich gut orientieren kann. 

„Der Verfluchte“ ist der erste Teil der Trilogie und lässt sicherlich noch eine Menge Fragen offen, dennoch kann man mit dem ersten Teil gut abschließen. Für mich eine absolute Leseempfehlung für alle, die Fantasy und Märchen lieben. 




Nickname 25.01.2018, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Silberflamme von Bernhard Hennen und Robert Corvus

4. Teil der Phileasson-Saga
Der Wettkampf der rivalisierenden Kapitäne Phileasson und Beorn führt die beiden dieses Mal auf die Spur eines Helden, dessen Ruhm die Jahrhunderte überdauerte. Doch der Fluch eines alten Unrechts wirft seinen Schatten bis in die Gegenwart. Als der Wettlauf um die Silberflamme – ein geheimnisumwittertes, hochelfisches Artefakt – beginnt, wird beiden Kapitänen klar, dass kalter Stahl und Kriegermut versagen, wenn die Geister der Toten die Vergangenheit hüten ...

688 Seiten, Heyne-Verlag, LINK zu Amazon

Internetseite zu der Phileasson-Saga: LINK  



Weiter geht es in der Phileasson-Saga mit der Wettfahrt um den Titel „
König der Meere“ zwischen Beorn, dem Blender und Asleif Phileasson. Das 4. Abenteuer dreht sich um die Silberflamme. Diesmal kann nur einer den Punkt holen. Dadurch entwickelt sich die Geschichte zu einer spannenden Wettfahrt. Wer wird als erster hinter das Rätsel der Silberflamme kommen, wer wird es als erster finden? Und wie auch in den vorherigen Bänden gehen beide Wettstreiter äußerst unterschiedlich mit dieser Aufgabe um. Als Leser ist das sehr spannend zu verfolgen und die ganze Zeit fragt man sich, wann die beiden Protagonisten aufeinandertreffen und wie sie aufeinander reagieren werden. Während der Suche gibt es natürlich für beide Ottajaskos wieder kleinere Abenteuer und Rätsel zu bestehen. Man begegnet neuen Figuren und Gestalten, die schon bekannten Personen entwickeln sich weiter und zeigen neue Facetten. Auch hier sind die beiden Autoren für Überraschungen gut. Man kann sich einer Figur niemals sicher sein. Ein anfänglicher Liebling kann in Ungnade fallen, eine bis dato verhasste Person entwickelt beim Leser plötzlich Mitgefühl. Und ob alle Figuren dieses Abenteuer überleben, ist immer fraglich. Diese facettenreichen Darstellung und liebevolle Führung jeder einzelnen Figur macht diese Saga auch so besonders. Es wird so nie langweilig und die Figuren wirken sehr authentisch. Die zu bereisenden Orte bzw. Schauplätze haben alle eine andere Atmosphäre, die unglaublich gut vermittelt wird und man das Gefühl hat, beispielsweise selbst im Sumpf zu stehen. Auch das ist einer der Stärken der Autoren, den Leser direkt einzufangen und mitzunehmen. Wie es sich für eine Wettfahrt gehört, wird es natürlich am Ende nochmal so richtig spannend.
Ein kleiner Wehmutstropfen bei diesem Band ist für mich der Prolog. Die Prologe in diesen Bänden erzählen jedes Mal eine Geschichte von einer der Figuren, die während des aktuellen Bandes eine Rolle spielen werden. Meist weiß man beim Lesen noch nicht genau, wohin die Reise geht, erschließt sich aber in den meisten Fällen während der Lektüre oder am Ende. Diesmal bin ich allerdings mit den Figuren nicht warm geworden, der Prolog plätscherte ein wenig vor sich hin. Sicherlich war er wichtig für die Geschichte, doch für mich war er der bisher schwächste Prolog in dieser Serie, soweit man überhaupt von Schwäche sprechen kann. Denn diese Saga bewegt sich in meinen Augen auf einem sehr hohen Niveau und ich kann sie jedem Fantasy-Liebhaber nur wärmstens empfehlen. Hier kommt wirklich jeder auf seine Kosten und es ist für jeden Geschmack etwas dabei. 
Für die Phileasson-Saga lasse ich Games of Thrones im Regal stehen. Das wohl! 




Die Phileasson-Saga:
  • Die Phileasson-Saga

    Übersicht der einzelnen Bände

    LINK

  • Die Phileasson-Saga

    - auf der Buchmesse Leipzig 2018

    LINK

  • Die Phileasson-Saga

    - Lesung aus 2016

    LINK

  • Die Phileasson-Saga

    - Lesung aus 2019

    LINK

  • Die Phileasson-Saga

    - LmB mit Phileasson

    LINK

  • - Nordwärts

    Band 1

    *5

    LINK

  • - Himmelsturm

    Band 2

    *4-5

    LINK

  • - Die Wölfin

    Band 3

    *4-5

    LINK

  • - Silberflamme

    Band 4

    *4

    LINK

  • - Schlangengrab

    Band 5

    *4-5

    LINK

  • - Totenmeer

    Band 6

    *5

    LINK

  • - Rosentempel

    Band 7

    *4-5

    LINK

  • - Elfenkrieg

    Band 8

    erscheint Anfang 2020

 

Nickname 30.10.2017, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Elfenmacht von Bernhard Hennen

Wer wird künftig über die verwunschene Albenmark herrschen? Sind es die grausamen Drachen oder die raubeinigen Zwerge? Oder die geheimnisvollen Elfen, deren Kräfte bisher im Verborgenen geschlummert haben? Als die beiden Geschwister Emerelle und Meliander sich auf die Suche nach ihrer verschwundenen Mutter machen, der legendären Drachenelfe Nandalee, ahnen sie nicht, dass ihre Reise das Schicksal aller Völker Albenmarks für immer verändern wird. Während Emerelle den Weg des Kampfes wählt, findet ihr stillerer Bruder eine junge, mysteriöse Elfe, die ihn vom ersten Augenblick an fasziniert. Doch es gibt Geheimnisse, an deren Wurzeln man nicht rühren sollte …

575 Seiten, Heyne-Verlag, LINK zu Amazon



Elfenmacht verstehe ich ein wenig als Bindeglied zwischen den Drachenelfenromanen und Die Elfen. Die noch jungen Geschwister Emerelle und Meliander machen sich auf den Weg, eigenständig die Welt zu erkunden. Ich fand es sehr amüsant, wie naiv und auch eigensinnig sie der Welt begegnen, die sie bisher nur von oben bei den Alben beobachten konnten. Von unten betrachtet, ist es dann doch nicht immer so schön und schnell machen Meliander und Emerelle, auch getrennt voneinander, die Bekanntschaft mit der recht rauen Welt und eine Lebenserfahrung nach der anderen kommen Schlag auf Schlag. Es gibt ja auch viel nachzuholen. Parallel kann der Leser den Weg der beiden verfolgen, die unterschiedliche Ziele haben. Und beide lernen ihre Gefühlswelt zum ersten Mal richtig kennen. Spannend fand ich auch, dass man in dieser Zeit von Dingen erfährt, die erst erschaffen wurden oder wo der Grundstein gelegt wird, die in der weiten Zukunft eine Bedeutung haben werden.
Einige Fragen, die im letzten Band der Drachenelfen aufkamen, werden nun beantwortet. Allerdings stellen sich direkt auch wieder Neue und man merkt, dass es noch eine große Geschichte zu erzählen gibt. An sich plätschert der Roman ruhig und besonnen vor sich hin, was ich persönlich nach den sehr ereignisreichen Drachenelfen nicht schlimm fand. Bernhard Hennens Erzählstil ist so wunderschön, dass gar nicht viel passieren muss, um sich unterhalten zu fühlen. 
Was mich zu Punktabzug bewegt, ist das Ende. Ich müsste spoilern, wenn ich näher darauf eingehen würde. Es fühlte sich für mich wie schnell herunter geschrieben an, so nach dem Motto: Da muss jemand sterben, machen wir es kurz und schmerzlos, quasi im Vorbeigehen. Das hat mich sehr enttäuscht. Bei so wichtigen Wendungen verdienen die Figuren mehr Aufmerksamkeit und auch eine bessere Geschichte. Das gleiche Gefühl beschlich mich schon bei "Himmel im Flammen", wo das Ende auch so abrupt und eher lieblos daherkam. Ich hoffe sehr, dass Bernhard Hennen bei der nächsten Elfengeschichte wieder mehr Liebe zu seinen Figuren und deren Geschichte entwickeln kann und ihnen, wenn sie denn schon gehen müssen, ein würdiges Ende kredenzt, egal ob Freund oder Feind. Dafür hat man als Leser viel zu viel Zeit mit den Figuren verbracht.
Bernhard Hennen kann das definitiv besser und ich glaube, hätte er das Buch in einer ruhigeren Phase geschrieben, wäre es vielleicht besser geworden.


Nickname 06.04.2017, 20.14 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Drachenelfen: Himmel in Flammen von Bernhard Hennen

Seit sieben Jahre tobt der Krieg um Nangog, und Drachen und Elfen stehen kurz vor der Niederlage. Eine letzte Schlacht am Himmel über der Goldenen Stadt soll die Wende bringen. Immer noch glaubt die Drachenelfe Nandalee, sich aus allem heraushalten zu können, doch dann zeigt sich, dass ihr Schicksal untrennbar mit dem Nachtatems verbunden ist. So werden sie und ihre Kinder zu Gejagten, die nirgends mehr auf Zuflucht hoffen dürfen. 

Heyne-Verlag, 1103 Seiten, LINK zu Amazon


Dies ist nun der letzte und finale Teil der Drachenelfengeschichte. Nach wie vor geht es spannend weiter und nach 7 Jahren Krieg findet nun die letzte endgültige Schlacht am Himmel statt und der erbitterte Kampf um eine sehr wertvolle und mächtige Reliquie, die von beiden Seiten heiß begehrt ist. Bernhard Hennen schreibt gewohnt flüssig und facettenreich, die Handlungsstränge und Figuren werden komplex dargestellt. Es gibt einige interessante Charakterentwicklungen, auch über die ganzen Bände hinweg, was durchaus meisterlich umgesetzt ist. Einiges bleibt auch gleich, zum Beispiel die Glücksträhne von Hornbori, was mich am meisten beim Lesen amüsiert hat. Auch Nandalee kämpft wieder in gewohnter Manier und Artax bleibt seinen Prinzipien weiterhin treu. Und der Goldene spinnt intelligent und bösartig seine Intrigen weiter. Soweit alles gut und an sich ein wunderbares nie langweilig werdendes Buch. 
Allerdings bin ich über einiges nicht sehr glücklich, was mich zu einem Punktabzug bewegt. Der Schluss hat mich als Leser überhaupt nicht befriedigt. Zu viele Punkte sind meiner Meinung nach offen, eine Menge Fragen sind unbeantwortet bzw. es kommen sogar noch weitere dazu. Ich finde, dass gerade am Ende eine Menge Potential verschenkt wurde z. B. ein Zusammentreffen zwischen Bidayn und Nandalee, das Schicksal der Devanther und auch der Drachen am Ende, das Geheimnis um Nandalees Kinder (da tauchen sogar ganz konkrete neue Fragen auf) und wo waren die Alben? Eine Seite ist da definitiv zu wenig. Nach 5 Bänden und unendlich vielen Seiten hätte ich mir ein abgerundertes Ende gewünscht. So liest es sich für mich, als käme da noch ein 6. Band. Dann hätte es tatsächlich auch 5 Punkte gegeben. Aber als Schluss einer Serie bin ich nicht zufrieden damit.
Trotzdem ist diese Serie ein absoluter Lese-Tipp, es verspricht so viele Seiten Spannung und Unterhaltung auf hohem Niveau. Jetzt erhoffe ich mir beim Zusatzband Elfenmacht, der am 20. März herauskommt, dass dort einige meiner Fragen beantwortet werden.




Nickname 13.03.2017, 07.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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Sabienes:
Ich habe die Hörbuchausgabe dieses Buches auf
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moni:
Liebe Pat,Danke für Deine Rezension. Sicher e
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twinsie:
Alle drei Buchvorschläge machen neugierig auf
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Steinegarten:
Spannnend .. das Lexikon der bedrohten Wörte
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moni:
Liebe Pat,auch mich hast Du jetzt so richtig
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