Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Dresden

Dresden - 3. und 4. Tag

Am dritten Tag zeigte sich der Sommer noch mal von seiner schönen Seite. So beschloss ich, in die Sächsische Schweiz zu fahren, die mir von meinen Kollegen schon wärmstens empfohlen wurde.



Meine erste Station war Bad Schandau, ein nettes altes Städtchen. Nach einen kleinen Rundgang fuhr ich mit der Kirnitzschtalbahn (3 Euro eine Fahrt!) hoch zum Lichtenhainer Wasserfall. Von dort aus führen verschiedene Wanderwege u.a. zum Kuhstall, einem berühmten Felsentor. Da ich nicht zu den Wanderen gehöre und auch mein Schuhwerk nicht ganz ideal war, kehrte ich schnell wieder um. Für Wanderfans ist das sicherlich ein netter Ort.





Von Bad Schandau aus fuhr ich mit dem Zug zum Kurort Rathen. Dort gibt es den angeblich meistbesuchtesten Felsen - die Bastei - der Sächsischen Schweiz. Diesen wollte ich unbedingt sehen. Also machte ich mich auf dem Weg... und lief... und lief... und lief... immer bergauf und immer steiler, bis ich endlich schweißgebadet (ich bin einfach nicht im Training) und erschöpft oben ankam. Aber der Aufstieg hat sich gelohnt.




 
Schöne Felsformationen und wunderbare Aussichten belohnen den Wanderer. Ganz oben befindet sich auch eine Gaststätte und ein Hotel (man kann tatsächlich auch hochfahren, doch dass wusste ich natürlich erst, als ich oben ankam), wo man sich stärken konnte.



Auch der Abstieg war sehr abenteuerlich. Es ging teilweise sehr steil hinunter, die Felswände kamen immer näher und es wurde zum Teil richtig unheimlich. Wenn ich nicht zwischendurch ein paar andere Wanderer getroffen hätte, wäre ich sicherlich auf den Gedanken gekommen, mich verlaufen zu haben. Auch hier wäre festes Schuhwerk (am besten Turnschuhe oder Wanderschuhe) besser gewesen. Aber im Nachhinein ist man immer schlauer. Eigentlich wollte ich nach meinen ersten zwei Tagen nicht so viel laufen - eigentlich. Schön, wenn ein Plan funktioniert.... Ratet mal, WIE groggy ich nach diesem 3. Tag war....




Der 4. Tag - mein Rückflugtag - begann dann etwas ruhiger. Nach dem Auschecken und Zwischenlagern meines Gepäcks am Hauptbahnhof fuhr ich direkt zum Deutschen Hygiene-Museum. Dieses Museum kann ich sehr empfehlen. Mich hat es sehr fasziniert. Selten habe ich ein Museum erlebt, in dem man die Ausstellungen erleben kann, man darf teilweise anfassen, mit allen Sinnen erleben, ausprobieren, sich teilweise auf spielerische und plastische Art und Weise informieren. Nicht nur für Kinder ein Erlebnis. Für die gibt es sogar ein extra Kindermuseum und für die Erwachsenen interessante Zusatzausstellungen, in meinem Fall "Schlaf & Traum". Man sollte sich auch Zeit für dieses Museum nehmen. 3 Stunden sind ein Minimum.

Vom Hygiene-Museum (>hier< der Link) ging es dann nochmal zur Semperoper für die Führung. Danach blieb mir leider nur noch Zeit, schnell eine Kleinigkeit zu essen, um dann Dresden - vorläufig - ade zu sagen.

Dresden hat mich sehr beeindruckt, es ist eine sehenswerte Stadt mit vielen Facetten. Ich werde wiederkommen - irgendwann. Das steht auf jeden Fall fest.

Mein FALK-Reiseführer hat mich übrigends die ganze Zeit sehr gut begleitet. Neben den üblichen Informationen über die Sehenswürdigkeiten, wo man gut Essen, Trinken und übernachten kann, gab es auch Tagesvorschläge, an die man sich gut orientieren konnte. Besonders gut finde ich, dass dieser Reiseführer in einer praktischen Spiralbindung ist. Ich kann ihn nur sehr empfehlen. Vor allem das Preis-Leistungsverhältnis ist super.


Das war mein Kurzurlaub in Dresden. Er hat mir sehr viel Spaß gemacht. Auch die Menschen dort sind sehr freundlich und hilfsbereit. In Dresden kann man durchaus im Sommer einen schönen Kurzurlaub verbringen. Obwohl auch der Weihnachtsmarkt in Dresden sehr schön sein soll.


Nickname 20.08.2007, 18.52 | (10/8) Kommentare (RSS) | PL

Dresden - 2. Tag

An meinem 2. Tag in Dresden stand die Neustadt und Schloss Pillnitz auf meinem Plan. Mit der Bahn fuhr ich bis zum Albertplatz, auf den ich die zwei Brunnen von Robert Dietz "Stille Wasser" und "Stürmische Wogen" vorfand.





Desweiteren fand man am Albertplatz einen artesichen Brunnen mit Rundtempel, das älteste Hochhaus Dresden und das Erich-Kästner-Museum, das ich nicht besichtigt habe.






Vom Albertplatz aus flanierte ich über die alleeartige Hauptstraße, die viele schöne Geschäfte und alte Bürgerhäuser beinhaltete. An deren Ende - oder Anfang, je nach Betrachtungsweise - empfängt August der Starke den Besucher hoch zu Ross.






Vom Neustädter Markt aus ging es zum Japanischen Palais, dass leider an diesem Tag geschlossen hatte. Zur Besichtigung kam ich aus zeitlichen Gründen nicht mehr.


Von da aus ging es direkt weiter zum berühmtesten Milchladen, der Pfunds Molkerei, der komplett mit wunderschönen Fliesen verziert ist. Hier werden noch Milch und Käse verkauft (Vorsicht: Busartige Massentouristenüberfälle!!!). Dort herrscht übrigens Fotografierverbot, deshalb kann ich Euch leider keine Bilder von innen zeigen.

Direkt nebenan befindet sich übrigends ein Senfladen, der nicht zu verachten ist. Dort kann man bei einer kleinen Stärkung den Senf direkt ausprobieren.




Von dort aus gönnte ich mir einen ausgieben Spaziergang an der Elbe entlang, vorbei an den schönen Elbschlösser. O.K, ich gebe zu, ich wollte diesen Spaziergang nicht freiwillig machen, ich dachte in meinem jugendlichen Leichtsinn, dass es wieder einen Weg zurück zur Straße gibt. Leider hatte ich mich geirrt und so musste ich die ganze Strecke bis zum Körnerplatz laufen. Auf dem Weg der Elbe entlang gab es allerdings einiges zu sehen, so dass der Weg nicht langweilig wurde. Mit dem Fahrrad wäre ich allerdings viel lieber die Elbe entlang gefahren. Beim nächsten Mal ...



Vom Körnerplatz aus fährt direkt ein Bus zum Schloss Pillnitz mit der wunderschönen Parkanlage. Hier kann man die Zeit verlieren. August der Starke schenkte 1706 dieses Anwesen seiner Geliebten Gräfin Anna Constanze von Cosel, die es nach der Liason an ihn zurückgeben musste. Danach ließ August ein Lust- und Spielschloss errichten.

Der Park zwischen Wasser- und Bergpalais und der Schlosspark mit der 30jährigen Pillnitzer Kamelie ist abwechslungsreich und beeindruckend. Verliebte Paare finden an jeder Ecke kleine romantische Plätzchen. Es finden sich viele Vogelarten und Eichhörnchen im Park. Mein Versuch, ein quicklebendiges Eichhörnchen zu fotografieren, muss ich als fast gescheitert ansehen. So ganz scharf sind die Bilder nicht geworden. Aber niedlich sind sie auf jeden Fall.




Man könnte einen ganzen Tag dort verbringen. Für Leib und Seele ist dort ebenfalls gesorgt. Und auch hier können Führungen gebucht und das Kunstgewerbemuseum besichtigt werden.






Zum späten Nachmittag hin gönnte ich mir dann auf der Dresdener Einkaufsmeile Prager Straße einen kleinen Stadtbummel und ein kleines Abendessen. Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, dass ich gegen Abend total kaputt in mein Hotelzimmer ankam und alle Viere von mir streckte.

Nickname 18.08.2007, 22.39 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL

Dresden - 1. Tag

Mein erster Dresden-Tag begann mit einem frühen Weckerklingeln um 4.00 Uhr morgens. Zum Flughafen Köln-Bonn brauchte ich mit dem Auto ca. 1 Stunde, um diesen dann in dem Langzeitparkhaus abzustellen. Während des Fluges sollte mich die Frage quälen, ob ich das Licht ausgemacht habe oder nicht. Wie sich später herausstellte, hatte ich glücklicherweise daran gedacht.


Nach meiner Landung um 8.00 Uhr in Dresden machte ich mich mit Bus und Bahn auf in Richtung meines Hotels, was meine Erwartungen voll erfüllte. Ich hatte sogar eine kleine Kochniesche, die ich allerdings nicht brauchte, denn irgendwie kam ich gar nicht so oft zum Essen. Leider belohnte mich meine Waage nicht, obwohl ich die ganzen vier Tage fast permanent auf den Beinen war (meine Füße erholen sich nur langsam von dieser ungewohnten Bewegung).


Ab 10.00 Uhr machte ich dann die Altstadt unsicher. Als erstes begab ich mich zum Grünen Gewölbe, um noch Karten für das Historische Gewölbe zu ergattern. Wenn man sich früh anstellt, erhält man noch am gleichen Tag für den Nachmittag Karten. Über Internet vorbestellen muss also nicht unbedingt sein. Ich bekam Karten für 16.00 Uhr.


Das Grüne Gewölbe (älteste und reichste Schatzkammer Europas) befindet sich in einem Teil des Residenzschlosses. Ich weiß nicht genau, wo das Residenzschloss anfängt und aufhört und was genau dazugehört. Denn die Fassaden sind nicht einheitlich, wahrscheinlich dadurch begründet, dass mehrmals angebaut wurde.



Ahnengalerie - Fürstenzug


Das Residenzschloss ist im 2. Weltkrieg restlos ausgebrannt und wurde wieder neu aufgebaut. Erstmals erwähnt soll es als "Castrum" bereits 1289. Im 18. Jahrhundert ließ August der Starke das Schloss umgestalten.


Nachdem ich einmal das Residenzschloss umrundet hatte und ich auch immer wieder ihr von anderer Seite aufs Neue begegnete, näherte ich mich der Semperoper, die ebenfalls im Krieg zerstört und wieder aufgebaut wurde. Gottfried Semper entwarf dieses Gebäude, sein Sohn Manfred übernahm die Bauleitung 1871 - 1878.





Von innen habe ich die Semperoper erst am 4. Tag besichtigt, da die Besichtigungszeiten nur zur Mittagszeit möglich waren. Zur Zeit wird in der Oper umgebaut, so dass es innen nicht so viel zu fotografieren gab. Die Decken und Säulen in den Vorräumen sind allerdings schon sehr beeindruckend. Falls ich nochmal nach Dresden kommen sollte, werde ich mir doch mal eine Oper anhören. Angeblich sollen akustisch die besten Plätze oben sein. Und das sind noch nicht mal die Teuersten. Merkwürdigerweise wird nur nach guter Sicht bewertet. Dabei ist die Akkustik bei Opern doch das entscheidende, oder?


Neben der Oper ist der Zwinger mit dem Museum "Alte Meister" und der Rüstkammer. Beides habe ich besichtigt. Die Ausstellung der "Alten Meister" fand ich persönlich etwas enttäuschend. Da habe ich schon bessere Gemälde gesehen. Die Rüstkammer allerdings fand ich sehr faszinierend. Besonders beeindruckt hat mich diese Detailliebe in der damaligen Zeit. Kein Schwert, kein Harnisch, dass nicht aufs Kleinste verziert wurde.

Es gibt noch mehrere Museen im Zwinger, doch diese habe ich mir dieses Mal erspart. Vielleicht beim nächsten Mal.


 


Natürlich darf die Frauenkirche in Dresden nicht fehlen. Das Wahrzeichen Dresdens steht auf dem Neumarkt und ist wirklich sehenswert. Auch diese, besonders die Kuppel, ist im Krieg völlig zerstört worden. Der Wiederaufbau der Kuppel ist erst vor wenigen Jahren fertig gestellt worden. In der Frauenkirche selbst war ich nicht, die langen Touristen-Schlangen vor dem Eingang schreckten mich ab. Da ich aber schon so viele Kirchen von innen gesehen habe, ist das für mich nicht wirklich ein Verlust.




Am späten Nachmittag qualmten mir dann dermaßen die Füße, dass ich mir auf der Brühlschen Terrasse ein ausgiebiges Abendessen gönnte. Auch "Balkon Europas" genannt, findet man dort neben der Kunstakademie ein Denkmal von Gottfried Semper. Von der Terrasse aus kann man wunderbar auf die Elbe und die Schiffe sehen oder - von den Restaurants und Cafes aus - die Menschen beobachten, die gemütlich darüber flanieren.






Mein erster Tag in Dredsen zeigte sich erst von der bedeckten Seite, doch gegen Mittag brach die Sonne durch und es wurde ein wunderschöner sonniger und warmer Tag. Gegen abend konnte ich dann die vielen Heißluftballons über Dresden bewundern, die wohl jeden Abend in die Luft geschickt werden.
Aufgefallen ist mir, dass sich zu dieser Jahreszeit sehr viele ältere Leute in Dresden aufhalten. Auf die angebotenen Stadtrundfahrt für fast 20 Euro und auf eine Elbe-Fahrt habe ich deshalb verzichtet, man konnte auch mit Bus und Bahn (Tagesticket 4,50 Euro) bequem überall hinkommen.



Am Rande dann noch dieses:





Die nächsten 3 Tage folgen.



Nickname 17.08.2007, 21.47 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL

Gebrauchsanweisung für Dresden


Kurzbeschreibung lt. Amazon :
Dresden ist gleich nach München und vor Hamburg die Stadt, in der die meisten Deutschen gerne alt werden würden. Was ist es, was das Barockjuwel so attraktiv macht? Christine von Brühl, direkte Nachfahrin des Premierministers im 18. Jahrhundert und Erbauers der Brühlschen Terrasse, spürt Dresdens kulturellen Highlights ebenso nach wie dem Umland mit Sächsischer Schweiz, Radebeul und Schloß Moritzburg. Sie verrät, was es mit der gläsernen Frau auf sich hat, wo der beste Stollen nach Reinheitsgebot gebacken wird und warum "Pfunds Molkerei" zu Recht zum schönsten Milchladen der Welt gekürt wurde.

Der Begriff "Gebrauchsanweisung" ist meiner Meinung nach etwas irreführend. Christine von Brühl beschreibt "ihr" Dresden, für sie wichtige Sehenswürdigkeiten und Begebenheiten. Interessant sind die geschichtlichen Aspekte in diesem Buch. Man erhält Informationen über Dresden, die in einem normalen Reiseführer nicht enthalten sind. Besonders auffallend ist, mit welcher Liebe die Autorin Dresden beschreibt. Während des Lesens schwappt ein wenig ihre Begeisterung beim Leser über und man ist noch mehr gespannt auf diese Stadt, die wirklich etwas Besonderes zu sein scheint. Auf jeden Fall macht dieses Buch sehr neugierig auf Dresden.


Nickname 06.08.2007, 17.08 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

Dresden im August

Es ist nun soweit. Mein Kurztrip nach Dresden ist organisiert.


Dresden.jpgIch habe

  • einen Stadtplan
  • einen günstigen Flug (Hinflug früh, Rückflug spät)
  • eine Unterkunft



Mehr brauche ich nicht. Jetzt muss ich mir nur überlegen, was ich in den 4 Tagen von Dresden sehen möchte und entsprechend planen.

Altstadt und Neustadt sind natürlich Pflicht. Die "alten Meister" im Zwinger, die Rüstkammer und das Grüne Gewölbe möchte ich mir natürlich auch gerne ansehen.


Natürlich reizen mich auch die Randgebiete von Dresden. Aber das werde ich wohl wetter- und zeitabhängig machen.


Wer schonmal in Dresden war, darf gerne dazu kommentieren. Ich freue mich über Anregungen und Meinungen.

Nickname 27.06.2007, 08.44 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL

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Das frage ich mich auch immer, wie viele von
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Ja, das geht mir auch so. Ich lege sie dann e
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Hallo Pat,ja das geht wohl jedem mal so - ich
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Ich lache jetzt nicht...Du bist sicher nicht
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Das stimmt, liebe Pat – darüber ärgere ich mi
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