Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Fantasy

Die Schattenherren III: Herr von Robert Corvus

Der Abschlussband von Robert Corvus' großer Dark-Fantasy-Trilogie!

Bren Stonner hat sein Leben den Schattenherren gewidmet, mit dem Ziel, von ihnen Unsterblichkeit zu erlangen. Nun liegt sein Herz in der Hand des Schattenkönigs, der ihn an die Front gegen die mysteriösen Fayé befiehlt. Bren muss die finsteren Pfade der Magie erkunden und sich mit den Nachtsuchern und Dunkelrufern des Kults einlassen. Allein dies kann ihn vor Lisanne schützen, der abtrünnigen, übersinnlich schönen Schattenherzogin, die in den Nächten von Jahrtausenden Macht ansammelte – um nun ihren hasserfüllten Blick auf Bren zu richten. Doch dunkle Magie hat ihren Preis. Und Bren muss sich einer undenkbaren Gefahr stellen ...(Amazon)

Editierte Ausgabe 2018 nur als E-Book , Kindle-Edition, 395 Seiten, LINK zu Amazon


Der 3. Teil der Schattenherren-Trilogie knüpft direkt an den 2. Teil Knecht an, in dem wir Bren kennen lernen durften, dessen größter Wunsch es immer war, selbst ein Schattenherr zu werden. Dies ist ihm gelungen und wir dürfen ihn dabei begleiten, wie er erste Erfahrungen als Schattenherr macht und die Grenze zwischen Mensch und Unsterblicher langsam verschmelzen. Seine Menschlichkeit versucht er sich bis zum Schluss auf seine eigene Art zu bewahren, was ihn trotz der Grausamkeiten und der dunklen Seite der Seele sympathisch macht. Er zeigt Gefühle, besonders gegenüber seiner Liebe Kiretta, Moral und Anstand, soweit man das als Schattenherr haben kann.
Der Krieg zwischen den Schattenherren und den Menschen und Faye ist spannend beschrieben. Es gibt geniale Schachzüge auf beiden Seiten, jeder kämpft bis zum Äußeren.
Robert Corvus schafft es auch hier wieder, den Leser völlig in den Bann und in eine düstere fremde Welt zu ziehen, in der es eigentlich keine Hoffnung und kein Glück gibt. Doch er versteht es geschickt, immer wieder ein Sandkorn der Hoffnung zu streuen. Aber kann es ein gutes Ende bei DARK Fantasy geben? 

Wer die Trilogie hinter sich gebracht hat, ist definitiv auf der dunklen Seite angekommen und es führt kein Weg mehr zurück. Eine Trilogie, die nichts für schwache Nerven, Freunde des klassischen Happy Ends und Glitzerelfen ist. Aber für diejenigen, denen es nicht düster genug zugehen kann, sind hier goldrichtig und werden mit einer rasanten Geschichte mit unerwarteten Wendungen und spannenden Charakteren belohnt.






Nickname 04.09.2018, 08.41 | (0/0) Kommentare | PL

Palace of Silk: Die Verräterin von C.E. Bernard

Furchtlos und unantastbar - die hinreißende Trilogie für alle Fans von Sarah J. Maas, Kiera Cass und Erin Watt.

Die mutige Rea, zuerst Leibwächterin am englischen Königshof, dann heimliche Geliebte des Kronprinzen Robin, ist nach Paris geflüchtet. Dort erhofft sie sich ein neues Leben – insbesondere die Freiheit, andere Menschen ohne Strafe berühren zu dürfen. Denn in Frankreich leben gefürchtete Magdalenen wie Rea ihre Fähigkeiten offen aus. Doch als Ninon, Reas engste Vertraute und Schwester des Roi, ihre Freundin an den Königshof ruft, holt Rea der Fluch ihrer Vergangenheit ein: Niemand Geringeres als Prinz Robin erwartet sie – doch nicht, weil er Rea zurückgewinnen will, sondern weil er um Ninons Hand anhält. Welches Spiel spielt Robin? Und welches Geheimnis verbirgt die unnahbare Madame Hiver, die den französischen König in ihrer Hand hält?

Eine Kämpferin, die eine verbotene Gabe besitzt. Ein Prinz, dessen Leben auf dem Spiel steht. Eingläserner Palast, in dem eine tödliche Intrige gesponnen wird. (Amazon)

Penhaligon-Verlag, 448 Seiten, LINK zu Amazon


Der zweite Teil der Palace-Trilogie spielt nun in Frankreich, wo sich die Magdalenen freier bewegen können und Rea eigentlich ihre Freiheit genießen könnte. Doch wie immer kommt es anders, als man denkt. Einige Szenen wiederholen sich, nur eben an einem anderen Ort, der allerdings hinreißend und atmosphärisch beschrieben wurde. Man konnte das französische Lebensgefühl regelrecht spüren und wäre am liebsten sofort nach Paris gereist.

Die ständige Zerrissenheit von Rea und ihrer schwierigen Liebe zum Kronprinzen werden immer wieder betont, was mich zeitweise ein wenig gelangweilt hat. Die Stärke in diesem Band liegt für mich eindeutig bei den Nebenfiguren, die sich weiter entwickelnd und Charakter zeigen durften. Da gibt es einige Überraschungen, besonders die Gegenspielerin Madame Hiver ist undurchsichtig und spannend beschrieben.

Die Handlung ist weitgehend spannend erzählt und hat auch da einige überraschende Wendungen parat. Insgesamt ein wenig schwächer als der erste Teil. Aber der wunderbare Erzählstil der Autorin macht das locker wett.

Ich bin gespannt auf den letzten Teil.




Nickname 11.08.2018, 14.15 | (0/0) Kommentare | PL

Die Schattenherren II: Knecht von Robert Corvus

Seit den Ereignissen in Feind ist ein halbes Jahrhundert vergangen. General Bren Stonner hat jede Schlacht gewonnen, in die Ondriens Schattenherren ihn befohlen haben. Unzählige Städte hat er unter das Joch der Finsternis gezwungen. Jetzt, 197 Jahre nach Elien Vitans Thronbesteigung, lastet der Friede des Schattenkönigs so schwer auf der Welt, dass seine Krieger keine Feinde mehr finden. Als Bren sich bereits fragt, auf welche Weise er sich für die Unsterblichkeit würdig erweisen kann, bietet ihm der Schattenkönig eine einmalige Möglichkeit. Bren muss Lisanne finden. Seit Jahrzehnten bringt ihr Name jedem den Tod, der es wagt, ihn auszusprechen. Nun soll der treue Knecht sie aufspüren und zu seinem Herrn bringen. Eine Reise, auf der Bren alle Grenzen überschreiten wird ...

Editierte Ausgabe 2018 nur als E-Book, 370 Seiten, Kindle-Edition, LINK zu Amazon

2. Teil der Schattenherren-Trilogie




Knecht
 spielt ca. 50 Jahre später als Feind. Die Schatten haben gesiegt und die Menschen in ihrer dunklen Hand. Der ermüdete Schattenkönig Elien Vitan hat keine Lust mehr zum Regieren und möchte nun abdanken. Dafür benötigt er die Anwesenheit der charismatischen Lisanne, die seit Jahren verschollen ist. General Bren Stonner soll sich nun gemeinsam mit Graf Gadior und Baron Velon auf der Suche nach Lisanne machen und begibt sich in ein spannendes Abenteuer.

Dieser Road-Movie in der Dark-Fantasy beinhaltet alles, was eigentlich ein Abenteuerroman ausmacht: Spannende und skurrile Charaktere, unheimliche Orte, neue Sitten und Gebräuche, unvorhergesehene Schwierigkeiten und Wendungen. Und wer auf Piraten steht, der kommt ebenfalls auf seine Kosten. Während der Leser in Feind noch auf der Seite der Menschen verweilte, so darf man hier aus der Sicht der Schatten diese Reise erleben und erfühlen. In dieser Düsternis gelten eben andere Regeln. Stück für Stück wird der Leser nun in die dunkle Seite eingeführt und bald zuckt man schon nicht mal mehr mit dem Augenlid, wenn mal wieder einige Lebens-Essenzen "verkostet" werden. Sogar sympathische Gefühle für diese düsteren Gesellen werden beim Leser geweckt. Und wie auch im 1. Teil darf man sich hier keiner Figur so sicher sein und es gibt immer wieder überraschende Wendungen.


Die Beschreibung der unterschiedlichen Welten fand ich unglaublich faszinierend, man konnte die verschiedenen Atmosphären förmlich spüren. Ein klein wenig düstere Romantik ist auch dabei. Happy Ends bei Dark Fantasy darf man aber wohl eher nicht erwarten. Toll sind auch die schönen Zeichnungen von Timo Kümmel und das Nachwort und zusätzliche Erklärungen von Robert Corvus.





Nickname 17.07.2018, 07.33 | (0/0) Kommentare | PL

Die Dämonenkriege von Michael Hamannt

Als der Dämonenjäger Ryk bei einem Einsatz seine beiden Gefährten an einen Dämon verliert, den es seit Hunderten von Jahren eigentlich gar nicht mehr geben dürfte, schwört er Rache. Währenddessen gelingt es der Gestaltwandlerin Catara, den wegen Mordes an seinem Vater angeklagten Thronprinzen Ishan aus dem Kerker zu befreien. Doch damit beginnen die Probleme für die beiden erst, denn all die dunklen
  Vorkommnisse sind nur die Vorboten eines drohenden Kriegs, der die Welt der Schwebenden Reiche in ihren Grundfesten erschüttern wird ...

752 Seiten, Heyne-Verlag, LINK zu Amazon






 
2-teilige High-Fantasy mit düsteren Elementen

Die Dämonenkriege von Michael Hamannt wird ein Zweiteiler mit jeweils um die 700-800 Seiten. Der erste Teil dieser Geschichte beginnt rasant und stellt direkt einen der Hauptprotagonisten, den Dämonenjäger Ryk vor. Die Dämonen und die Menschen leben seit dem letzten Dämonenkrieg in ihren eigenen Welten. Doch nun bekommen die Grenzen dieser Welten Risse und in der Menschenwelt geschehen seltsame Dinge.

Ryk, Prinz Ishan, der einer Intrige zum Opfer fiel und Kela, eine Frau mit besonderen Fähigkeiten ziehen gemeinsam los und machen Jagd auf die Dämonen. Parallel wird die Geschichte der Assasini Catara erzählt, die dabei einen ganz speziellen Auftrag hat.

Die Charaktere finde ich sehr ausgeprägt und facettenreich. Besonders die Dämonen haben mich positiv überrascht. Normalerweise bin ich kein großer Fan von Dämonengeschichten, aber diese Dämonen sind intelligent, gerissen und spannend dargestellt und für einige Überraschungen gut. Auch die Erklärung der verschiedenen Dämonenarten, ihren Hierarchien und besonderen Fähigkeiten haben mir sehr gut gefallen und mich neugierig auf sie gemacht.

Die Erzählweise ist sehr bildhaft und flüssig, man liest sich fest und mag nicht mehr aufhören, weil man in dieser neuen Welt richtig eintauchen kann. Die Handlung ist sehr abwechslungsreich und temporeich, es gibt einige überraschende Wendungen, was dieses Buch sehr spannend und vielschichtig macht.

Mir persönlich haben die ausführlichen Beschreibungen der Figuren und der Hintergründe gut gefallen. Einigen mag es vielleicht zu ausführlich sein. Ich finde sie aber wichtig, um diese Welt und auch die Charaktere zu verstehen. Und ich glaube, dass sich das im 2. Teil auszahlen wird.

Der 1. Teil endet mit einem bösen Cliffhanger. Da der 2. Teil voraussichtlich erst Ende des Jahres erscheint, kann ich jedem nur raten, erst dann mit diesem Teil zu beginnen. Denn der ist schon sehr gemein gewählt, was wohl den düsteren Anteil des Autors wiederspiegelt. ;-)

Wie es sich für ein gutes Fantasybuch gehört, gibt es auch ansprechende Karten und ein Personenregister.

FAZIT: Leseempfehlung für alle, die anspruchsvolle neue Welten, viel Aktion und Spannung lieben und nicht auf Glitzerfeen stehen. Ein unglaublich starkes Debüt, dass sich hinter den großen Fantasymeistern nicht zu verstecken braucht.






Nickname 05.07.2018, 10.12 | (0/0) Kommentare | PL

Die Schattenherren I: Feind von Robert Corvus

Dies ist die Geschichte von Modranel, dem kein Preis zu hoch war, um zu werden, was er ist: der mächtigste Magier der Menschheit.
Dies ist auch die Geschichte von Lióla und Ajina, den ungleichen Schwestern, der Dunkelruferin, die der Macht der Schatten verfallen ist, und der Adepta, die im Dienst der Mondmutter Kranke heilt.
Es ist eine Geschichte aus dem Silberkrieg, in dem sich die freien Reiche gegen die Schatten stellen, die sich über die Welt legen.
Vor allem aber ist es die Geschichte von Helion, dem Paladin der Mondschwerter, der dem letzten Wunsch seines verstorbenen Meisters folgt. Er, der einfache Silberträger, ist der entschlossenste Feind der unsterblichen Schattenherren. Kann er gegen Lisanne bestehen, die Schattenherzogin, in der Schönheit und Grausamkeit ihre Vollendung finden? (Amazon)

Editierte Ausgabe 2018 nur als E-Book,  397 Seiten, Kindle-Edition, LINK zu Amazon

1. Teil der Schattenherren-Trilogie



Düstere Welt mit noch düsteren Figuren

 

In der Welt von Eloy herrscht ein ungleicher Krieg zwischen den mächtigen Schattenherren, die die Welt beherrschen und in Düsterheit versenken möchten und den Menschen, die verzweifelt und eher hoffnungslos um ihre Freiheit und den letzten Silberminen kämpfen.

Helion, ein Paladin der Mondschwerter, ist der heimliche Held dieser Geschichte mit Ecken und Kanten. Er versucht gemeinsam mit dem Magier Modranel, die Schattenherzogin Lisanna zu vernichten, die mit unglaublicher Grausamkeit und Härte regiert. Parallel dazu versucht Modranels Tochter Lióla im Dienste der Schattenherren Anerkennung zu erhalten und aufzusteigen.

 

Wir reden hier von Dark-Fantasy, es gibt kein echtes Gut, dafür umso mehr Böses, es gibt keine Happy Ends, dafür eine Menge Todesopfer und sehr düstere und zum Teil gewalttätige Szenen. Wer das mag, ist hier gut aufgehoben.

Die Hauptfiguren haben viele interessante Facetten, die eine oder andere Nebenfigur bleibt etwas blass, aber da man ohnehin nie weiß, wie lange die Figur überlebt, war das für mich nicht weiter schlimm. Echte Helden gibt es nicht, auch wenn Helion anfänglich einer sein könnte. Die dunkle Seite dagegen übt eine starke Faszination auf den Leser aus. Während Lióla sich zu einer starken Persönlichkeit entwickelt, bleibt Lisanna, die wunderschöne grausame Herrin, in diesem Teil noch sehr eindimensional und unscheinbar.

Die Kämpfe sind durchaus spannend beschrieben, auch wenn einem das Gefühl der totalen Hoffnungslosigkeit überfällt. Einige unvorhersehbare Wendungen und viele düstere Szenen bringen eine gewissen Spannung rein.

Definitiv ist das kein Wohlfühlbuch und würde sicherlich Depressionen und Weltuntergangsstimmungen verstärken. Mir persönlich hat der Auftakt bzw. die Vorgeschichte gut gefallen und mich neugierig auf den Folgeband Knecht gemacht.



Nickname 13.06.2018, 00.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Palace of Glass 1: Die Wächterin von C.E. Bernard

London wäre ein Ort, an dem Tugend und Angst regieren. Ein hartes Gesetz untersagt den Menschen, die Haut eines anderen zu berühren. Denn die Bevölkerung und insbesondere das Königshaus fürchten die Gefahr, die von den sogenannten Magdalenen ausgeht – Menschen, deren Gabe es ist, die Gedanken anderer durch Berührung zu manipulieren. Die junge Rea zeigt so wenig Haut wie möglich. Einzig während illegaler Faustkämpfe streift sie ihre Handschuhe ab. Doch wie kommt es, dass die zierliche Kämpferin ihre körperlich überlegenen Gegner stets besiegt? Und warum entführt sie der britische Geheimdienst? Bald erfährt Rea, dass sie das Leben des Kronprinzen beschützen muss. Doch am Hof ahnt niemand, dass sie selbst sein größter Feind ist.
Eine Kämpferin, die eine verbotene Gabe besitzt. Ein Prinz, dessen Leben auf dem Spiel steht. Ein gläserner Palast, in dem eine tödliche Intrige gesponnen wird. (Klappentext)
416 Seiten, Penhaligon Verlag, LINK zu Amazon

1. Teil der Palace of Glass Trilogie


Spannender und düstere Auftakt einer Trilogie

Auftakt der Palace of Glass-Trilogie. London 2054. Berührungen anderer Menschen sind verboten aus Angst vor den sogenannten Magdalenen, die bei Berührung Gedanken lesen und manipulieren können.  Dieses Szenario kommt sehr bedrückend und düster daher, die Angst ist allgegenwärtig, entweder vor den Magdalenen oder vor der Aufdeckung, denn die Magdalenen leben unentdeckt und verheimlichen ihre besondere Gabe. C.E. Bernard versteht es sehr gut, diese besondere Atmosphäre zu vermitteln und lässt den Leser regelrecht erschauern. Alleine die Vorstellung, niemanden mehr berühren zu dürfen, ist schon schrecklich. Auch die Welt, in der die Menschen leben, ist somit düster und hat eher eine mittelalterliche Atmosphäre in einer modernen Zeit.

Rea, eine Magdalena, die heimlich Faustkämpfe austrägt, um zumindest dort die Sucht nach Berührung nachgeben zu können, ist die Heldin dieser Trilogie. Ihr Hobby bleibt nicht lange unentdeckt. Der britische Geheimdienst entführt sie regelrecht, um den Kronprinzen zu beschützen, nicht wissend, dass sie sich eine Magdalena ins Haus holen, die der König vehement bekämpfen will. Die um Rea und den Prinzen gesponnenen Intrigen sind spannend und rasant erzählt. Man weiß als Leser nie, wer dahinter steckt, wen man trauen kann und wem nicht. Bis zum Schluss sind die Karten verdeckt. Die Charaktere sind spannend und facettenreich beschrieben, die Sympathien und auch Verdächtigungen wechseln ständig, es gibt actionreiche Szenen, bei denen man mitfiebert, aber auch viele Szenen, wo Rea Gefahr läuft, erkannt zu werden.

Das Ende des ersten Teils ist spannend erzählt und durchaus schlüssig, auch wenn noch einige Fragen offen bleiben, die vermutlich in den nächsten beiden Bänden beantwortet werden.

Ein außergewöhnliches Jugendbuch mit einem ganz besonderem Setting und einer eher ungewöhnlichen Liebesgeschichte.



Nickname 12.06.2018, 00.00 | (0/0) Kommentare | PL

Das Imago-Projekt von Robert Corvus

Für die letzten freien Menschen, die in einem Schwarm aus 28 Großraumschiffen durch die Galaxis ziehen, ist die zerstörte Erde nur noch eine ferne Erinnerung. Verfolgt von gnadenlosen Feinden stoßen sie auf eine Intelligenz, die fremder nicht sein könnte: Eine gigantische Sphäre umhüllt einen Stern. Wer immer dort lebt – er beweist schon beim Erstkontakt, dass er der Menschheit weit überlegen ist. Aber die Kommunikation mit der Sphäre gestaltet sich schwierig und Hinweise auf ein sogenanntes Imago-Projekt deuten auf eine verstörende Wahrheit hin. Das Militär rüstet zum Kampf gegen die Sphäre, doch Kara Jeskon glaubt fest an ihren Traum, dass es jenseits der Konflikte auch die Chance auf Frieden gibt. Kann sie den Kontakt zur geheimnisvollen Sphäre nutzen, um der Menschheit eine Zukunft zu eröffnen, die sie mit sich selbst und dem Universum versöhnt? (Klappentext)

Piper-Verlag, 496 Seiten, LINK zu Amazon



Das Imago-Projekt - eine literarische Reise durch die Zukunft und der Philosophie

Das Imago-Projekt ist der Fortsetzungsroman von Feuer der Leere, kann aber durchaus auch separat gelesen werden. Es empfiehlt sich allerdings, auch den 1. Teil zu lesen, um bereits ein Gefühl für den Schwarm und die handelnden Personen und unterschiedlichen Raumschiffe zu erhalten. Ich brauchte beim ersten Teil eine Zeit, bis ich mich gedanklich eingelesen hatte. Beim 2. Teil war ich ziemlich schnell in der Geschichte und der jeweiligen Lebensform drin. Die technischen und physikalischen Erklärungen stellten mich aber auch hier vor die eine oder andere Herausforderung.

Der Schwarm, eine Kooperation zwischen vielen verschiedenen Raumschiffen mit sehr unterschiedlichen Lebensweisen, Lebensphilosophien und Eigenarten, so wie in unserer heutigen Welt auch schon, ist auf der Suche nach alten Kolonien und somit nach Überlebenden der alten Menschheit. Neben der bereits in Feuer der Leere vorkommenden MARLIN, die eine eher diplomatische Lebensweise vertritt, der SQUID, ein lebendiges Raumschiff, dass Mutter genannt wird und Menschen bei sich leben lässt sowie die ESOX, deren Focus auf künstliche Intelligenz und den Zentralcomputer setzt, lernen wir auch die PAYARA kennen, die als militärische Einheit eher auf Kampf und Sieg aus ist.

Nach einer ungemütlichen Reise durch den Rotraum trifft der Schwarm auf eine gigantische Sphäre, die eine ganze Sonne umhüllt und somit viele Rätsel aufgibt. Ebenfalls unklar ist, ob sie dem Schwarm freundlich oder feindlich aufgestellt ist. Die erste Kontaktaufnahme und die Entscheidung, wie man damit umgeht und wer welche Interessen vertritt, löst schon Konflikte innerhalb des Schwarms aus, da nicht alle Großraumschiffe an einer friedlichen Koexistenz glauben. Dabei entsteht ein großes Konfliktpotenzial.

Als ob das nicht genug Spannung wäre, versucht eine rebellische Gruppe von der ESOX, einer Lebensform, die sich stark an künstlicher Intelligenz orientiert und sich am liebsten ganz mit dem Zentralrechner ihres Raumschiffes verbinden würden, ihre alten Freiheiten wieder zu erobern, die ihr der Schwarm vor einiger Zeit gewalttätig genommen hat. Kara, die Hauptprotagonistin, steckt als Diplomatin mittendrin in den Geschehnissen und versucht, die Auseinandersetzung diplomatisch ohne Gewalt zu lösen. Ein schwieriges Unterfangen.

Neben den spannenden Ereignissen tauchen auch immer wieder philosophische Fragen auf, die diesen Roman besonders lesenswert machen und zum Nachdenken und Reflektieren anregen. 

Ist es moralisch vertretbar, einer anderen Lebensform seine eigene aufzuzwingen? Wie weit kann Technik gehen und ab wann verliert der Mensch das Mensch sein? Was genau macht den Menschen aus? Könnte künstliche Intelligenz die Menschen ganz ausschalten und überflüssig machen?

Auch hier treffen wir auf Vorurteile, vorschnelle Entscheidungen, Intoleranz und Ignoranz sowie Fanatismus. Und auch hier kann der Fehler eines Einzelnen die ganze Gattung Mensch ausrotten oder in Gefahr bringen.

Besonders gut gefallen haben mir die einzelnen Rückblenden, hier benannt als sogenannte Speicherbilder, die im Laufe des Buches immer mehr Aufschluss darüber geben, was die Sphäre sein könnte. Auch die Darstellung der einzelnen Figuren, die so unterschiedlich handeln und doch verständlich aufgrund ihres Backgrounds und ihrer Lebenseinstellung haben mich mitgenommen und mich bewusst werden lassen, dass man doch mal öfters seine Perspektive wechseln sollte. Wie schon die alten Indianer sagten: " Urteile nie über einen anderen, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gelaufen bist".

Ein spannendes Buch mit facettenreichen Figuren und unterschiedlichen Perspektiven.  Eine literarische Reise nicht nur in die ferne Zukunft, sondern auch durch die Philosophie und den eigenen Wertvorstellungen.


Ich dufte dieses Buch in eine Leserunde mit dem Autor Robert Corvus lesen, so dass ich mich aufgrund der vielen spannenden Diskussionen wesentlich intensiver mit dem Buch auseinandersetzen konnte. Das war eine absolute Bereicherung in meiner Lese-Vita.


 


Nickname 07.05.2018, 11.43 | (0/0) Kommentare | PL

Das dunkle Herz von Lukas Hainer


Während einer Gedenkfeier für ihren verschwundenen Bruder wird Anna schwarz vor Augen, und sie erwacht am Rande einer verlassenen Wüstenstadt. Als alle Versuche scheitern, Kontakt zu ihren Eltern aufzunehmen, sucht sie in der Stadt nach Antworten und stößt auf weitere Ankömmlinge, unter ihnen der junge Nick. Bald entbrennt ein Kampf ums Überleben, sowohl mit ihrer unwirtlichen Umgebung als auch unter den Gestrandeten selbst. Während die Spannungen eskalieren und es sogar zu Toten kommt, findet Anna plötzlich Hinweise auf ihren Bruder – ist es möglich, dass er noch lebt? Als sie der Spur folgen, stoßen Nick und sie auf ein furchtbares Geheimnis, das dieser Ort und seine Bewohner hüten: das dunkle Herz. Und plötzlich geht es um weit mehr als nur um ihr eigenes Schicksal. 

384 Seiten, ivi-Verlag, LINK zu Amazon





Das dunkle Herz ist ein Fantasy-Jugendroman und soll eine Trilogie werden. Leider wird das vom Verlag nicht kommuniziert, was für viele Leser aber durchaus wichtig zu wissen ist.

Die Geschichte dreht sich um Anna, aus deren Perspektive hauptsächlich erzählt wird, die vor 10 Jahren ihren großen Bruder verloren hat. Beim 10-jährigen Gedächtnistag in der Kirche wird Anna plötzlich in eine gänzlich andere Welt mitten in der Wüste katapultiert. Wie ihr ergeht es so noch anderen Menschen unterschiedlicher Nationalität und Alter, die sich nun in diesem Ausnahmezustand und in einer sehr beklemmenden Atmosphäre zusammenraufen müssen. Interessant dabei ist zu lesen, wie unterschiedlich die Protagonisten in dieser Situation reagieren.

Die Geschichte ist rasant und spannend erzählt in einem flüssigen, teilweise nüchternen Schreibstil, der leider die meisten Figuren, besonders die Erwachsenen, ein wenig oberflächlich und farblos wirken lässt. Da hätte ich mir ein wenig mehr Tiefe gewünscht.

Die Rätsel um diesen geheimnisvollen Ort und das dunkle Herz, die vielen Fragen, die aufkommen und die Entwicklung der Geschichte sind sehr spannend erzählt und nimmt zum Ende hin richtig Fahrt auf.

Einige Fäden werden leider nicht weiterverfolgt und es bleiben Fragen offen, die sich hoffentlich im Folgeband klären werden.

Das Ende ist für mich für eine Trilogie sehr gut umgesetzt, die eigentliche Geschichte ist in sich abgeschlossen, aber man erfährt als Leser, dass es irgendwie in anderer Form weitergeht. Das macht neugierig auf den Folgeband.

Das dunkle Herz ist für mich ein solider 1. Teil mit Entwicklungspotenzial, das nicht nur für Jugendliche lesenswert ist.


Nickname 16.04.2018, 14.22 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Schlangengrab von Robert Corvus und Bernhard Hennen

5. Teil der Phileasson-Saga
Im Perlenmeer leben die legendären Seeschlangen, die jeder vernünftige Kapitän meidet und das Weite sucht. Nicht jedoch die Recken der beiden Ottajaskos, die es genau auf diese stolzen und starken Meeresbewohner beziehungsweise deren Reißzähne abgesehen haben. So ziehen die beiden Wettstreiter Asleif Phileasson und Beorn der Blender los, um ihre 5. Aufgabe zu erledigen, die sie ein Stück näher zum Titel "König der Meere" bringen wird. Wer wird diesmal den Punkt holen?

Klappentext:
Die Seeschlangen des Perlenmeers zerdrücken die Planken stolzer Segler und ziehen kühne Recken in ein nasses Grab. So sagt man. Ungeheuer so schrecklich, dass ihr Zorn dereinst die Welt entzweireißen wird. So sagt man. In ihrem fünften Abenteuer müssen sich Asleif Phileasson und Beorn der Blender ausgerechnet einer solchen Bestie stellen. Nur wem es gelingt, einen Reißzahn aus dem Maul einer Seeschlange zu stehlen, hat die nächste Prüfung bestanden und darf sich weiterhin Hoffnung auf den Titel »König der Meere« machen. Doch alleine schon die Fahrt ins Perlenmeer wird für die beiden Kontrahenten zu einer tödlichen Herausforderung.

624 Seiten, Heyne-Verlag, LINK zu Amazon

Internetseite zu der Phileasson-Saga: LINK  



Schlangengrab ist der 5. Teil der Phileasson-Saga mit der Aufgabe, einen intakten Reißzahn einer Seeschlange zu ergattern. Wie auch in den Abenteuern davor, gehen die beiden Wettstreiter Asleif Phileasson und Beorn der Blender die Aufgabe gänzlich unterschiedlich an und der Wettstreit zwischen den beiden Kontrahenten auf dem Perlenmeer und in Maraskan ist stark spürbar.

In diesem Band erfahren wir im Prolog auch, wie Beorn zum Beorn der Blender geworden ist und wie er sein Augenlicht verlor. Dadurch gewinnt dieser Charakter entscheidend an Tiefe und offenbart neue Facetten. Für mich ist das mit dem 1. Prolog in Nordwärts einer der stärksten Prologe.

Das ist überhaupt die Stärke dieser Serie, dass die sehr unterschiedlichen Charaktere sich entwickeln, allerdings auch nicht immer zur besseren Seite. Aber gerade das ist das Spannende daran. Man weiß vorher nie, welchen Weg ein Charakter geht. Auch die Traviageweihte Shaya durchlebt in diesem Abenteuer ein Wechselbad der Gefühle und erkennt neue Seiten an sich und an den Menschen. Einige Figuren können auftrumpfen, andere laufen eher mit und erhalten vermutlich in einem anderen Band ihren großen Auftritt. Ich kann nur mit ganz wenigen Charakteren nichts anfangen. Einer meiner Lieblinge, die Waldfrau Irulla, hat diesmal auch ein paar schöne Auftritte und ich habe gelernt, dass Spinne noch lange nicht Spinne ist. Und Zidaine, das wandelnde Pulverfass, ist ohnehin immer für Überraschungen gut. Die sehr liebevoll gezeichneten Figuren werden von Band zu Band vielschichtiger und farbiger. Das gefällt mir ausgesprochen gut und ich freue mich immer wieder auf neu eingeführte Figuren.

Das Abenteuer ist aktionsreich und spannend beschrieben, es gibt Kämpfe, Auseinandersetzungen, wichtige Gespräche und seltsame Leute, mit denen man auskommen muss. Maraskan und seine Bewohner werden farbenprächtig beschrieben. Sowohl in der Stadt also auch im angrenzenden Wald schaffen die Autoren eine dichte Atmosphäre.

Ein paar Fragen bleiben offen, bei denen der Leser hoffen muss, dass diese in einer der nächsten Bände aufgegriffen werden. Und die Seeschlangen wurden für meinen Geschmack ein wenig kurz abgehandelt.

Schlangengrab ist eine starke Fortsetzung, das hohe Niveau wird konstant gehalten. Und wie im wahren Leben ist auch hier für jeden etwas dabei und teilt oftmals die Leser in zwei Ottajakso, das wohl.

Der 6. Teil, Totenmeer erscheint voraussichtlich im September 2018. Das fundamentale Abenteuer geht weiter. Es kann eben nur einen König der Meere geben.



  • Nordwärts

    Band 1

    *5

    LINK

  • Himmelsturm

    Band 2

    *4-5

    LINK

  • Die Wölfin

    Band 3

    *4-5

    LINK

  • Silberflamme

    Band 4

    *4

    LINK

  • Schlangengrab

    Band 5

    *4-5

    LINK

  • Totenmeer

    Band 6

    erscheint September 2018


Nickname 10.04.2018, 15.09 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte von Bernhard Hennen

Der Beginn eines neuen magischen Zeitalters – die neue Bestseller-Serie von Deutschlands Fantasy-Autor Nr. 1: Bernhard Hennen!
Der junge Milan Tormeno ist dazu ausersehen, seinem Vater Nandus in das Amt des Erzpriesters zu folgen: Er soll einer jener mächtigen Auserwählten werden, die die Geschicke der Welt Azuhr lenken.
Doch Milan kann nicht akzeptieren, dass sein Schicksal vorherbestimmt ist. Er rebelliert – und verstrickt sich mit der Meisterdiebin Felicia und der geheimnisvollen Konkubine Nok in ein gefährliches Netz von Intrigen.
Gemeinsam geraten sie in den Bann einer alten Prophezeiung – einer Prophezeiung, nach der die Ankunft des »Schwarzen Mondes« in Azuhr ein neues Zeitalter der Magie einläuten wird ...
»Man nennt ihn auch den ›Herrn der Elfen



Bernhard Hennen hat mit diesem Auftakt der Trilogie um die Chroniken von Azuhr alle Register gezogen und eine neue Welt erschaffen, die zunächst ein wenig Ähnlichkeit mit dem Mittelalter hat, aber immer mehr in die Phantastik eintaucht und die eher raue Welt mit Mären und Fantasiegestalten verzaubert. 

Es beginnt mit einem sehr starken Prolog, der nichts für zarte Gemüter ist. Aber er ist wichtig, um die weitere Geschichte zu verstehen. 53 Jahre später lernen wir den jungen Milan und seine Familie kennen. Gut gefallen hat mir dabei, dass man als Leser eine zeit lang bei der Hauptfigur bleibt und so den Charakter und das Umfeld besser kennen lernen kann. Erst später wechseln öfters die Perspektiven. Sehr gut herausgearbeitet ist der Vater-Sohn-Konflikt, aber auch die Phasen der persönlichen Entwicklungen und die jugendliche Rebellion von Milan.

Auch die Nebenfiguren sind stark und facettenreich gezeichnet. Bernhard Hennen versteht es wie kein anderer Autor, in nur wenigen Sätzen seinen Figuren Charakter und Tiefe zu verschaffen. Schnell entwickeln sich beim Leser Emotionen, ganz gleich, in welche Richtung, und man fiebert mit seinen Lieblingen sofort mit.

Es gibt eine Menge spannende und sich überschlagene Ereignisse mit teilweise sehr überraschenden Wendungen. Man wird regelrecht in das Abenteuer hineingezogen und verfolgt gebannt den weiteren Verlauf der Hauptfiguren, die auf einige wunderbare, liebevoll charakterisierte Fantasyfiguren aus der Märchen- und Fabelwelt treffen, von denen man gerne mehr lesen möchte. Besonders der Riese Gideon hat es mir angetan und mich beim Lesen verzaubert.

Auch optisch ist das Buch ein richtiger Hingucker und es gibt eine toll gezeichnete Karte, an der man sich gut orientieren kann. 

„Der Verfluchte“ ist der erste Teil der Trilogie und lässt sicherlich noch eine Menge Fragen offen, dennoch kann man mit dem ersten Teil gut abschließen. Für mich eine absolute Leseempfehlung für alle, die Fantasy und Märchen lieben. 




Nickname 25.01.2018, 00.00 | (0/0) Kommentare | PL

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Steinegarten:
Sehr schön ... sogar Drachen sind dem Buch ve
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Elke :
Wie niedlich liebe Pat.Da muss ich mal schaun
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Agnes:
Der guckt wirklich süß.Ich habe für heute auc
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twinsie:
was für ein liebevoller Drachenblick 😉
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Anne Seltmann:
Oh wie niedlich! Tolle Idee!Ich habe heute ei
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