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Tag: Fantasy

Die Schwertfeuer-Saga Teil III: Grünes Gold von Robert Corvus



Arzulans Urwald ist Heimat von Legenden. Einige davon sind ebenso gefährlich wie die flammenden Herzen der Dämonen, denen die Söldner Rorgators huldigen. Die Baronie Klataal holt Jade aus den grünen Schatten der Bäume – doch auch anderes … Ist sie dabei zu weit gegangen? Das Geheul der Waldstämme weckt mythische Schrecken. Grenzsiedlungen brennen. Die besten Krieger der Welt werden angeheuert, um die Wilden zurückzuschlagen. Doch der Schutz der Baronie ist nur ein Teil des Kontrakts, den die Kampfherren des Klingenrauschs mit ihrem Blut siegeln. Gefangene erzählen vom Herzen des Waldes und Söldner senden Spähtrupps aus. Sie wollen dieses dunkle Wunder finden – und den Stahl ihrer Klingen hineinstoßen …

Piper-Verlag, 443 Seiten, LINK zu Amazon


3. und letzter Teil der Schwertfeuer-Saga von Robert Corvus um Eivora, Gonter und Fiafila mit Zeichnungen von Timo Kümmel

Nach Band 1 "Rotes Gold" und Band 2 "Weißes Gold" findet in "Grünes Gold" die Schwertfeuer-Saga ihren goldenen Abschluss. Und goldend war dieser allemal.

Die drei Hauptfiguren Söldnerin Eivora, Prinz Gonter und Avatar Fiafila-Ignuto, die wir seit Band 1 kennen, gehen auch bei ihrem dritten Kontrakt furchtlos und zielgerichtet ihren Weg und entwickeln sich dabei stetig weiter. Bei allen drei Hauptfiguren kann man als Leser die innere Zerrissenheit, den Wandel und die Gedankengänge bildlich nachvollziehen, die sie letztendlich zu dem machen, was sie sind: unglaublich starke Persönlichkeiten.
Alle Figuren, besonders auch die Nebenfiguren, sind lebendig erzählt mit prägenden Charakterzügen und außergewöhnlichen Merkmalen, die durchaus polarisieren können und man nicht immer weiß, ob man nun mit der Figur mitfiebert oder sie verfluchen soll. Genau diese Stärke des Autors, die Figuren so real und prägnant zu beschreiben, lässt einen in die Geschichte völlig eintauchen, so als würde man selbst mitkämpfen.

Die Geschichte selbst ist genau nach meinem Geschmack. Arrogante Adlige, abergläubige Dorfbewohner, kriegerische Wilde rund um einen abenteuerlichen Urwald, gespickt mit Magie, zwischenmenschlichen Auseinandersetzungen, starke Kampfszenen, taktische Handlungen, Lügen, Intrigen und Machtkämpfen und auch ein wenig Liebelei ist eine spannende unterhaltsame Mischung, in der es keine Minute Langeweile gibt. Tatsächlich kommt man als Leser kaum zur Ruhe, man wird völlig in den Sog des Kontraktes gezogen und immer wieder mit ungeahnten Wendungen, neuen starken Figuren oder Gegebenheiten überrascht, indem man den Atem beim Lesen anhält. Das große Finale ist dann natürlich auch spektakulär und man legt den letzten Band mit einem tiefen, aber befriedigten Seufzer zur Seite.

Eine Trilogie, bei der man wahrhaftig nicht zart besaitet sein darf und man eine Neigung zur Dark Fantasy haben muss. Dann aber erhält man absoluten Lesegenuss. Untermalt ist dieser Lesegenuss mit Zeichnungen von Timo Kümmel, die mir sehr gut gefallen.

Empfehlenswert ist es, nicht nur die Vorgängerbände zu lesen, sondern auch die Novelle "Söldnergold", in der man eine vierte sehr starke Figur kennen lernt, die im dritten Teil eine wichtige Rolle spielt.




Die Schwertfeuer-Saga:
Band 1: Rotes Gold
Novelle Söldnergold
Band 2: Weißes Gold
Band 3: Grünes Gold

Nickname 19.08.2017, 17.42 | (0/0) Kommentare | PL

Die Brautprinzessin von William Goldmann

»Die Brautprinzessin« erzählt die Geschichte der wunderschönen Butterblume und des Stalljungen Westley, der unsterblich in sie verliebt ist. Die Erzählung von der Bedrohung ihrer Liebe durch Prinz Humperdinck, seine Ritter und Spione ist aber nur eine Geschichte in einem atemberaubenden Spiel von Kürzungen und raunenden Kommentaren.

426 Seiten, Klett-Cotta-Verlag, LINK zu Amazon


Goldmann erzählt eine märchenhafte Geschichte über eine große Liebe zwischen einer etwas eigensinnigen Prinzessin und einem ehemaligen Stalljungen, in der er so tut, als ob er die Kurzfassung von Morgensterns "Brautprinzessin" erzählt und langatmige Erzählungen und Beschreibungen Morgensterns einfach weglässt. Dadurch unterbricht er immer wieder die Erzählung mit seinen Kommentaren und privaten Anmerkungen über die angeblich gekürzten Passagen. Was anfangs noch recht interessant und originell erscheint, wird mit der Zeit störend. Die eigentliche Geschichte von Butterblume, Westley, Idigo und Fezzik ist sehr schön und auch spannend, die Charaktere, besonders von Westley und Fezzig, sind sehr schön ausgearbeitet und hätten noch mehr Potenzial gehabt, wenn da eben nicht die ständigen Unterbrechungen wären. Mir persönlich hätte die Ausarbeitung der eigentlichen Geschichte besser gefallen. Deshalb gibt es leider Punktabzug.


Nickname 19.07.2017, 00.00 | (0/0) Kommentare | PL

Feuer der Leere von Robert Corvus

Zwischen den Sternen tobt ein Krieg um tote Welten. Die letzten Menschen fliehen auf Großraumschiffen durch die Galaxis, gejagt von einem erbarmungslosen Feind. Um Nahrungsmittel aufzunehmen, muss die Flotte auf Cochada zwischenlanden, einem Planeten, der überraschende Ähnlichkeit zur Erde aufweist. Doch was bedeutet dieser Kontakt für die Bewohner des Planeten – ihren Untergang oder eine Blüte ihrer Zivilisation? Und während die Menschen um ihre Existenzsicherung kämpfen, ereignet sich auf der SQUID, dem einzigen außerirdischen Raumschiff der menschlichen Flotte, Unglaubliches. Denn die SQUID ist eine riesige Lebensform und Ugrôn, ein Besatzungsmitglied und Priester des Void, lauscht auf den Gesang des Schiffes in seinem Fleisch. Er betritt einen Pfad, den niemals zuvor ein Mensch beschritten hat.

495 Seiten, Piper-Verlag, LINK zu Amazon


Die Idee der vielen verschiedenen Raumfähren mit unterschiedlichen Lebensformen der Menschen ist faszinierend und sehr spannend umgesetzt.  Es kommen einige philosophische und ethische Fragen auf, die dieser Geschichte ein wenig Tiefsinn geben und zum Nachdenken anregen. Die Charaktere haben mich nicht ganz eingenommen und blieben für mich eher farblos. Der Autor wechselt zwischen verschiedenen Erzählsträngen hin und her und überspringt derweil auch die eine oder andere Handlung, die man sich zwar denken kann, aber dennoch ein wenig vom Lesefluss einbüßt, trotz des wunderbaren Schreibstil des Autors. Die anfänglichen vielen technischen Details, die unter Umständen einen Sci-Fi-Anfänger überfordern könnten, legen sich glücklicherweise im Laufe des Buches. Zum Schluss wird es durchaus spannend mit einigen interessanten Wendungen. Es bleibt genug Spiel für Spekulationen, Ideen und eventuell auch einer Fortsetzung, trotzdem ist die Geschichte zu Ende erzählt.
Etwas irritierend ist die Erwähnung vom "Wüstenplaneten" auf dem Buchrücken. Das könnte zu erhöhten Erwartungen führen, die das Buch nicht erfüllen kann und auch nicht muss.



Nickname 05.05.2017, 00.00 | (0/0) Kommentare | PL

Seelenspalter von Ju Honisch

1. Teil der Fantasy-Serie "die Geheimnisse der Klingenwelt":

Nur die Starken überleben in den Acht Reichen, die miteinander in einem endlosen Krieg um die Vorherrschaft liegen. Das begreift Maleni sehr schnell, als sie nach einem Massaker, dem ihr ganzes Dorf zum Opfer fällt, Aufnahme beim Orden der Xyi findet. Unerbittlicher Drill und ein geheimnisvolles Ritual lassen einen Teil von Maleni zur Assassinin Taryah werden, die ohne Mitleid zu empfinden oder Fragen zu stellen ihrem blutigen Handwerk nachgeht. Doch weder in den Acht Reichen noch beim Orden der Xyi sind die Dinge so einfach, wie sie scheinen. Und eines Tages muss Maleni erkennen, dass Taryah nicht nur ein Teil von ihr ist – sondern ihr größter Feind.

816 Seiten, Knaur TB, LINK zu Amazon



Seelenspalter ist der erste Teil der Fantasy-Serie "Die Geheimnisse der Klingenwelt", der in sich abgeschlossen ist. Erzählt wird die Geschichte von Maleni, zunächst in der Gegenwart, in der sie gemeinsam mit ihrer Assassini-Seele Taryah Aufgaben für die Xyi erledigt und mit Rückblenden, wie sie zur Assasini wurde. Die Autorin schafft es gut, die beiden Seelen abzugrenzen und zu beschreiben. Auch der innerlicher Kampf der beiden Seelen wird gut verdeutlicht und man kann die Entwicklung Malenis im Laufe der Geschichte sehr gut nachvollziehen. Auch die anderen Figuren kommen glaubwürdig rüber und sind sehr facettenreich. Die Handlungsstränge sind spannend erzählt und halten die eine oder andere Überraschung bereit. Auf den ersten 500 bis 600 Seiten wird die Geschichte ruhig erzählt, es werden immer wieder neue Mosaikstückchen zusammengeführt und der Lesefluss ist sehr angenehm. Im letzten Teil überschlagen sich allerdings die Ereignisse, neue Figuren tauchen plötzlich auf und ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass Erzählstränge gekürzt wurden. Zumindest hinterließen sie bei mir das Gefühl von Lücken. Das hätte besser auserzählt werden können. Die neuen Charaktere waren durchaus interessant und facettenreich, doch als Leser hatte man keine Chance, sie näher kennen zu lernen. Da wurde meiner Meinung nach gutes Potenzial verschenkt.
Dennoch eine sehr unterhaltsame Geschichte und ein gelungener Auftakt zur neuen Fantasyserie von Ju Honisch. Blutfelsten ist der nächste Band, der im März 2018 erscheinen soll und die Geschichte dieser Welt ca. 100 Jahre zuvor erzählt. 


Nickname 20.04.2017, 00.00 | (0/0) Kommentare | PL

Elfenmacht von Bernhard Hennen

Wer wird künftig über die verwunschene Albenmark herrschen? Sind es die grausamen Drachen oder die raubeinigen Zwerge? Oder die geheimnisvollen Elfen, deren Kräfte bisher im Verborgenen geschlummert haben? Als die beiden Geschwister Emerelle und Meliander sich auf die Suche nach ihrer verschwundenen Mutter machen, der legendären Drachenelfe Nandalee, ahnen sie nicht, dass ihre Reise das Schicksal aller Völker Albenmarks für immer verändern wird. Während Emerelle den Weg des Kampfes wählt, findet ihr stillerer Bruder eine junge, mysteriöse Elfe, die ihn vom ersten Augenblick an fasziniert. Doch es gibt Geheimnisse, an deren Wurzeln man nicht rühren sollte …

575 Seiten, Heyne-Verlag, LINK zu Amazon



Elfenmacht verstehe ich ein wenig als Bindeglied zwischen den Drachenelfenromanen und Die Elfen. Die noch jungen Geschwister Emerelle und Meliander machen sich auf den Weg, eigenständig die Welt zu erkunden. Ich fand es sehr amüsant, wie naiv und auch eigensinnig sie der Welt begegnen, die sie bisher nur von oben bei den Alben beobachten konnten. Von unten betrachtet, ist es dann doch nicht immer so schön und schnell machen Meliander und Emerelle, auch getrennt voneinander, die Bekanntschaft mit der recht rauen Welt und eine Lebenserfahrung nach der anderen kommen Schlag auf Schlag. Es gibt ja auch viel nachzuholen. Parallel kann der Leser den Weg der beiden verfolgen, die unterschiedliche Ziele haben. Und beide lernen ihre Gefühlswelt zum ersten Mal richtig kennen. Spannend fand ich auch, dass man in dieser Zeit von Dingen erfährt, die erst erschaffen wurden oder wo der Grundstein gelegt wird, die in der weiten Zukunft eine Bedeutung haben werden.
Einige Fragen, die im letzten Band der Drachenelfen aufkamen, werden nun beantwortet. Allerdings stellen sich direkt auch wieder Neue und man merkt, dass es noch eine große Geschichte zu erzählen gibt. An sich plätschert der Roman ruhig und besonnen vor sich hin, was ich persönlich nach den sehr ereignisreichen Drachenelfen nicht schlimm fand. Bernhard Hennens Erzählstil ist so wunderschön, dass gar nicht viel passieren muss, um sich unterhalten zu fühlen. 
Was mich zu Punktabzug bewegt, ist das Ende. Ich müsste spoilern, wenn ich näher darauf eingehen würde. Es fühlte sich für mich wie schnell herunter geschrieben an, so nach dem Motto: Da muss jemand sterben, machen wir es kurz und schmerzlos, quasi im Vorbeigehen. Das hat mich sehr enttäuscht. Bei so wichtigen Wendungen verdienen die Figuren mehr Aufmerksamkeit und auch eine bessere Geschichte. Das gleiche Gefühl beschlich mich schon bei "Himmel im Flammen", wo das Ende auch so abrupt und eher lieblos daherkam. Ich hoffe sehr, dass Bernhard Hennen bei der nächsten Elfengeschichte wieder mehr Liebe zu seinen Figuren und deren Geschichte entwickeln kann und ihnen, wenn sie denn schon gehen müssen, ein würdiges Ende kredenzt, egal ob Freund oder Feind. Dafür hat man als Leser viel zu viel Zeit mit den Figuren verbracht.
Bernhard Hennen kann das definitiv besser und ich glaube, hätte er das Buch in einer ruhigeren Phase geschrieben, wäre es vielleicht besser geworden.


Nickname 06.04.2017, 20.14 | (0/0) Kommentare | PL

Tote Helden: Die Legenden von Astray von Michael Peinkofer

Für die einen waren sie Helden. Für andere Legenden. Für wiederum andere waren sie nur dämliche Arschlöcher. Doch niemand ahnt, dass sie wieder zurück sind … Im Jahr 37 nach dem Fall des tyrannischen Kaiserreichs sind die Helden von einst vergessen. Der Abyss, ein tiefer Abgrund, durchzieht den Kontinent Astray seit jener letzten erbitterten Schlacht und hat die Völker gespalten. Könige, Herzöge und fanatische Sektierer ringen um die Macht. Nur der Sänger Rayan erhält die Erinnerung an die Legenden der Vergangenheit am Leben – denn seine Visionen sagen ihm, dass in den Tiefen des Abyss eine Bedrohung lauert. Und dass nur die alten Legenden ihr die Stirn bieten können …

528 Seiten, Piper-Verlag, LINK zu Amazon


"Tote Helden" ist der Auftaktroman zu einer Fantasy-Serie, die sich um die zerteilte Welt von Astray dreht und mein erstes Buch von Michael Peinkofer. Seine Sprache hat mich sofort überzeugt und in das Buch eintauchen lassen. Sehr spannend finde ich die Herangehensweise des Autors, die Geschichte zu erzählen, nachdem die Helden ihre Heldentat erbrachten. Was ist aus ihnen geworden? Wie gehen sie mit der alten Geschichte um? Leben sie noch? Erinnert sich noch jemand an sie? Wirkt die Heldentat nach oder zeichnet sich ein neues Unheil ab? Dies ist für mich neu und sehr faszinierend. Die Figuren sind stark erzählt mit vielen Facetten und unerwarteten Wendungen. Die Geschichte beginnt auch mit einem der beiden Haupthandlungsstränge mit dem Sänger Rayan, der durchaus an die alten Helden glaubt. Auf der anderen Seite schlägt sich der Überlebenskünstler und Halbling Lorymar durch. Abwechselnd und zunächst unabhängig voneinander werden ihre Geschichten erzählt, bis die beiden Handlungsstränge zusammenlaufen. Natürlich werden in einer Serie zum Schluss nicht alle Fragen beantwortet, es werden auch neue Figuren vorbereitet, die sicherlich für die Folgebände noch von größerer Bedeutung sein werden. Der Abschluss war für mich durchaus stimmig und macht neugierig auf den nächsten Band.
Zu Beginn der Geschichte könnte man durchaus einige Parallelen zu anderen mittelalterlich angelehnten Fantasygeschichten ziehen. Mich hat es nicht gestört, denn Elfen, Trolle und andere Fabelwesen werden ja auch nicht immer wieder neu erfunden. Um die Geschichte geht es mir in erster Linie und diese liest sich äußerst vielversprechend. Ich freue mich nun auf den Folgeband. Soweit ich das richtig verstanden habe, sollen es mindestens 3 Bände werden.



Nickname 03.04.2017, 18.45 | (0/0) Kommentare | PL

Drachenelfen: Himmel in Flammen von Bernhard Hennen

Seit sieben Jahre tobt der Krieg um Nangog, und Drachen und Elfen stehen kurz vor der Niederlage. Eine letzte Schlacht am Himmel über der Goldenen Stadt soll die Wende bringen. Immer noch glaubt die Drachenelfe Nandalee, sich aus allem heraushalten zu können, doch dann zeigt sich, dass ihr Schicksal untrennbar mit dem Nachtatems verbunden ist. So werden sie und ihre Kinder zu Gejagten, die nirgends mehr auf Zuflucht hoffen dürfen. 

Heyne-Verlag, 1103 Seiten, LINK zu Amazon


Dies ist nun der letzte und finale Teil der Drachenelfengeschichte. Nach wie vor geht es spannend weiter und nach 7 Jahren Krieg findet nun die letzte endgültige Schlacht am Himmel statt und der erbitterte Kampf um eine sehr wertvolle und mächtige Reliquie, die von beiden Seiten heiß begehrt ist. Bernhard Hennen schreibt gewohnt flüssig und facettenreich, die Handlungsstränge und Figuren werden komplex dargestellt. Es gibt einige interessante Charakterentwicklungen, auch über die ganzen Bände hinweg, was durchaus meisterlich umgesetzt ist. Einiges bleibt auch gleich, zum Beispiel die Glücksträhne von Hornbori, was mich am meisten beim Lesen amüsiert hat. Auch Nandalee kämpft wieder in gewohnter Manier und Artax bleibt seinen Prinzipien weiterhin treu. Und der Goldene spinnt intelligent und bösartig seine Intrigen weiter. Soweit alles gut und an sich ein wunderbares nie langweilig werdendes Buch. 
Allerdings bin ich über einiges nicht sehr glücklich, was mich zu einem Punktabzug bewegt. Der Schluss hat mich als Leser überhaupt nicht befriedigt. Zu viele Punkte sind meiner Meinung nach offen, eine Menge Fragen sind unbeantwortet bzw. es kommen sogar noch weitere dazu. Ich finde, dass gerade am Ende eine Menge Potential verschenkt wurde z. B. ein Zusammentreffen zwischen Bidayn und Nandalee, das Schicksal der Devanther und auch der Drachen am Ende, das Geheimnis um Nandalees Kinder (da tauchen sogar ganz konkrete neue Fragen auf) und wo waren die Alben? Eine Seite ist da definitiv zu wenig. Nach 5 Bänden und unendlich vielen Seiten hätte ich mir ein abgerundertes Ende gewünscht. So liest es sich für mich, als käme da noch ein 6. Band. Dann hätte es tatsächlich auch 5 Punkte gegeben. Aber als Schluss einer Serie bin ich nicht zufrieden damit.
Trotzdem ist diese Serie ein absoluter Lese-Tipp, es verspricht so viele Seiten Spannung und Unterhaltung auf hohem Niveau. Jetzt erhoffe ich mir beim Zusatzband Elfenmacht, der am 20. März herauskommt, dass dort einige meiner Fragen beantwortet werden.




Nickname 13.03.2017, 07.00 | (0/0) Kommentare | PL

Drachenelfen: Die letzten Eiskrieger von Bernhard Hennen

Im Feuer von Selinunt hat Nandalee ihren Geliebten und damit den Glauben an ihre Herren verloren. Während sich Elfen und Menschen zum ersten Mal in offener Schlacht am eisigen Himmel von Nangog begegnen, will sie nie wieder ihr Schwert für die Himmelsschlangen erheben. Doch dann mehren sich unheimliche Vorzeichen um die Geburt ihrer Kinder, und Nandalee muss begreifen, dass eine Drachenelfe niemals vor ihrer Vergangenheit fliehen kann.

Heyne-Verlag, 846 Seiten, LINK zu Amazon

4. Teil der Drachenelfen-Saga


Nun ist er da, der unerbittliche Krieg zwischen den Albenkindern und den Menschen und Devanter. Schon beim Lesen der einzelnen Kriegsszenen wird einem klar, wie unsinnig Kriege sind, die nur Schaden anrichten und eine Schneise der Zerstörung und unsägliches Leid hinterlassen. Das Schlimme beim Lesen der Passagen ist, dass man auf beiden Seiten seine persönlichen Lieblingsfiguren hat, mit denen man mitfiebert. Der Haken an der Sache: Es gibt in Bernhard Hennens Bücher nun mal kein klassisches Gut und Böse, jeder hat seine Gründe, genau so zu handeln und als Leser versteht man das auch. Nur jetzt stehen sich beide Seiten gegenüber und wollen sich zerstören. Da nehmen einen einige Szenen emotional schon ganz schön mit.
846 Seiten lang erzählt Bernhard Hennen in seinem wunderschönen Schreibstil und rasant und bildlich mit einigen ungeahnten Wendungen von seinen Helden und Antihelden. Dass Nandalee, die eigentliche Hauptfigur neben den Drachen der Saga, nur am Rande erwähnt wird, spielt bei diesem Band keine große Rolle. Zu spannend und facettenreich sind die vielen anderen Figuren in dieser Geschichte.



Nickname 13.02.2017, 20.22 | (0/0) Kommentare | PL

Die Schwertfeuersaga Teil II: Weißes Gold von Robert Corvus

Die Söldnerlegion Klingenrausch hat auf dem vergangenen Feldzug herbe Verluste erlitten. Mächtige Feinde im Rat von Eisen und Gold erschweren jedoch neue Rekrutierungen. Zudem ist der Mord an einem Offizier ungeklärt – gibt es Verräter in den eigenen Reihen? Die junge Kampfherrin Eivora verdächtigt eine Freundin, aber ihr fehlen Beweise. Diese will sie erlangen, indem sie sich mit zwei Bannern in den Dienst eines Rivalen stellt. Er könnte wissen, wer hinter dem Mord steckt – und er braucht dringend Beistand auf einer Wallfahrt, die ihn durch das Land entschlossener Feinde führt. Bald findet sich Eivora mit ihren Gefährten Fiafila-Ignuto und Gonter nicht nur inmitten von Rivalen und Verrätern wieder, sondern auch in einem Kampf zwischen Göttern und Dämonen.

Piper-Verlag, 377 Seiten, LINK zu Amazon



Der 2. Teil der Schwertfeuer-Saga ist nicht ganz so brutal wie der 1. Teil, aber nicht weniger spannend. Es gibt viele kleinere interessante Nebengeschichten über Verrat, Kampf, Liebe, Intrigen, Freund- und Feindschaften. Die Geschichten werden rasant erzählt ohne langatmige Passagen mit der einen oder anderen überraschenden Wendung. Auch die Hauptfigur Eivora, die bei mir im ersten Teil nicht so gut ankam, konnte endlich punkten und zeigte mehr Stärke. Einzig das Liebesgeplänkel zwischen Eivora und Gonter empfand ich als eher störend. Mir persönlich hat der 2. Teil besser gefallen, weil es nicht so langwierige Kampfszenen gab, dafür aber interessantere Dialoge.
Das Buch wird begleitet mit schönen Zeichnungen von Timo Kümmel.




Nickname 13.02.2017, 20.22 | (0/0) Kommentare | PL

Drachenelfen: Die gefesselte Göttin von Bernhard Hennen

Ob in den Ländern der Menschen oder in den magischen Wäldern Albenmarks, überall drohen seit Langem schwelende Konflikte offen auszubrechen. In ihrem Kampf um Macht schrecken Unsterbliche und Drachen nicht davor zurück, ihre besten Krieger, den Herrscher Aaron oder die Drachenelfen Nandalee und Gonvalon, für ihre Zwecke einzuspannen. Doch dann soll die gefesselte Göttin Nangogs erweckt werden – und mit ihr eine Magie, von der niemand weiß, was sie bewirken wird ...
Nandalee und Gonvalon, die Verwegensten unter den Drachenelfen, werden vor den Rat der mächtigen Himmelsschlangen gerufen, um nach dem Überfall auf die legendäre Blaue Halle Albenmarks einen ungeheuerlichen Racheakt vorzubereiten: Sie sollen die Menschen und ihre Götter an ihrer schwächsten Stelle, auf Nangog treffen. Und so machen sie sich auf die gefährliche Reise, die gebannte Herrin dieser Welt, die gefesselte Göttin, zu befreien. Währenddessen versucht der Herrscher Aaron verzweifelt, dem Spiel aus Intrigen, Mord und Krieg an seinem Hof Diplomatie und Vernunft entgegenzusetzen. Aber wem wird in diesem Wettlauf um Macht der nächste, alles entscheidende Schachzug gelingen? Eines scheint klar – es sind die Elfen und Menschen, von denen die Zukunft aller abhängt!

960 Seiten, Heyne-Verlag, LINK zu Amazon


Der dritte Teil der Drachenelfen-Saga geht spannend und temporeich weiter. Die einzelnen Erzählstränge um die Drachenelfe Nandalee, dem Unsterblichen Aaron/Artax, seinem ehemaligen Hofmeister Talawain, dem Kämpfer Volodin und dem Prediger Barnabas werden abwechselnd fortgeführt, in dem sich die Figuren weiterentwickeln und mehr an Format gewinnen. Leider kamen die Geschichten von Aarons Geliebten Shaya und den Zwergen Galar, Hornbori und Nyr ein wenig zu kurz, um gänzlich in ihnen versinken zu können und wirkten auf mich fast ein wenig störend. Dennoch sind alle Schicksale geschickt miteinander verwoben und faszinierend in typischer Bernhard Hennens Manier erzählt. Der Spannungsbogen wurde dadurch konstant aufrecht erhalten und die Personen erhalten immer mehr Tiefe und Lebendigkeit. Auch die Vielschichtigkeit der einzelnen Handlungen haben mir gut gefallen. Man trifft gute alte Bekannte, die bekannten "Bösewichter" und lernt neue interessante Charaktere kennen.  Das Besondere an Hennens Romanen ist, dass es kein typisches Gut und Böse gibt. Jeder einzelne Charakter besitzt alle Facetten zwischen guten und schlechten Eigenschaften und verändert mitunter auch den Schwerpunkt dergleichen. Der erste Schachzug der Drachen ist in diesem Band abgeschlossen. Es wird spannend weitergehen in dem vierten Teil.



Teil 1: Drachenelfen
Teil 3: Drachenelfen: Die gefesselte Göttin
Teil 4: Drachenelfen: Die letzten Eiskrieger
Teil 5: Drachenelfen: Himmel in Flammen


Nickname 25.01.2017, 07.00 | (0/0) Kommentare | PL

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Die Parkautomaten sind ja ein Knaller.Meine G
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Die Parkautomaten sind ja echt der Hit, die g
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