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Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Historisches
Historische Romane
Historische Romane, die mich gefesselt haben:
- Die Päpstin von Donna W. Cross
- Der Graf von Monte Christo von Alexandre Dumas
- Der Name der Rose von Umberto Eco (historischer Krimi)
- Die Pfeiler der Macht von Ken Follett
- Die Puppenspieler von Tanja Kinkel
- Schwabenkinder von Elmar Bereuter
11.05.2011, 21.21 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Die Schwabenkinder von Elmar Bereuter
![]() | Beschreibung lt. Amazon: Bitterarm sind die Menschen im Bregenzerwald. Die unverschuldet in Not geratene Bauernfamilie Meser beschließt, ihren neunjährigen Sohn Kaspanaze auf den Kindermarkt nach Ravensburg zu schicken, wo er von einem grausamen Bauern ersteigert wird. Doch schon bald erträgt er dieses Leben nicht mehr und läuft davon. Eine abenteuerliche Flucht beginnt … Jahrhunderte lang zogen viele »Schwabenkinder« wie Kaspanaze jedes Frühjahr über die schneebedeckten Alpen nach Oberschwaben, um dem Hunger zu entkommen. Elmar Bereuter erzählt anhand eines bewegenden Einzelschicksals vom Leben jener Sklavenkinder und enthüllt ein dunkles Kapitel europäischer Geschichte. |
Elmar Bereuter hat sehr gut über die Schwabenkinder recherchiert und in Form dieses Romanes über den 9jährigen Kaspanaze ein Fallbeispiel erzählt, wie es tatsächlich gewesen sein könnte. Es berührt, weil einem bewusst wird, dass es erst 150 Jahre her ist und es zum Teil noch Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts Schwabenkinder gab. Dadurch, dass Bereuter seinen Erzählstil an die damalige Sprache angepasst hat, ist man auch direkt in der Geschichte gefangen und erlebt die beschriebenen Situationen sehr direkt mit. Ein Buch, das berührt, das nachdenklich macht, das traurige und schaurige Momente hat, aber auch kleine Lichtblicke enthält.
Am Schluss hat mir persönlich eine Szene gefehlt und die eingebaute kleine Liebesgeschichte empfand ich eher als überflüssig. Es schadet dem Buch allerdings auch nicht und ich kann diese Lektüre nur sehr empfehlen.

Der Klappentext ist leider etwas irreführend und assoziiert eher ein Abenteuerroman. Ein Abenteuer war es für Kaspanaze sicherlich, allerdings ist die im Klappentext erwähnte "abenteuerliche Flucht" nur wenige Seiten lang und nicht Hauptbestandteil des Buches.
26.01.2010, 09.02 | (5/5) Kommentare (RSS) | TB | PL
Der Flötenspieler von Bernhard Hennen
![]() | Der Flötenspieler. Ein Kriminalroman aus der Zeit Kleopatras. Klappentext: Rom im Jahre 58 v. Chr.: Ein Schreiber des aus Ägypten geflohenen Ptolemaios XII. wird ermordet. Um weitere Todesfälle zu verhindern, bemüht sich die Isispriesterin Samu, den Täter zu entlarven. Eine Spur führt zurück nach Ägypthen, das nun von Berenike IV. und ihrer Schwester Kleopatra VI. regiert wird, doch scheint es auch Verräter unter den Vertrauten des Pharao zu geben. Die Intrigen, die Samu aufdeckt, bringen die Priesterin bald selbst in große Gefahr... 351 Seiten |
Ich bin kein Fan von historischen Romanen. Auch hier habe ich mich mit den vielen historischen Elementen etwas schwer getan. Gut ist allerdings, dass alles gut vom Autor recherchiert wurde, so dass man während der Lektüre ein wenig Geschichte auffrischen kann.
Der kriminalistische Aspekt war ein wenig träge und kam nicht so richtig in Gang. Von dem Schluss war ich ein wenig enttäuscht, obwohl ich denke, dass dieser sehr realistisch ist.
Sehr gut gefallen hat mir mal wieder die Schreibweise von Bernhard Hennen. Und seine humoristische Ader kam auch hier zum Vorschein in Verbindung mit dem machochistischen Arzt Philippos, der immer irgendwie zur falschen Zeit am falschen Ort ist und der Isispriesterin Samu, die sich immer wieder mit diesem Kerl auseinandersetzen muss.
Insgesamt eine unterhaltsame Lektüre mit einigen Schwächen.

20.03.2009, 12.32 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Das Erlkönig-Mänover von Robert Löhr
![]() | Beschreibung lt. Amazon »Goethe, mein Freund, ich bitte dich: Bekämpfe diesen Feind!« Geheimrat Johann Wolfgang von Goethe hat mit einigem gerechnet, als er an einem Februarmorgen 1805 ins herzogliche Schloss gerufen wird. Hätte er allerdings geahnt, dass Fürst Karl August ihn dazu ausersehen hat, Napoleon zu stürzen, wäre er wohl lieber zu Hause geblieben. Stattdessen befindet er sich wenig später in Begleitung seines Freundes Friedrich Schiller und des reiseerfahrenen Alexander von Humboldt auf dem Weg ins französisch besetzte Mainz, um den wahren König von Frankreich zu befreien. Doch der Auftrag ist weitaus vertrackter als erwartet. Nacheinander kommen ihm die Bonapartisten, die Royalisten und die Romantiker in die Quere, und die Reise wird zur tödlichen Jagd quer durch Deutschland bis tief in den Schoß des Kyffhäusers. 368 Seiten |
Sehr amüsante aber auch gefährliche Reise der Dichter und Denker durch Deutschland, um einen König zu retten. Die Dialoge zwischen den einzelnen Reisegefährten, besonders zwischen Goethe und Schiller oder Goethe und Kleist, sind lustig, zynisch und genial. Und immer wieder tauchen Zitate aus den Werken der beschriebenen Dichter auf.
Die Geschichte selbst nimmt zwischendurch immer wieder einige Wendungen und wird nicht langweilig. Zum Schluss wird es zwar ein wenig konstruiert, doch dies hat meinem Lesegenuss keinen Abbruch getan. Besonders wer gute Dialoge schätzt, wird auf seine Kosten kommen.
Insgesamt 368 Seiten gute Unterhaltung.

04.11.2008, 13.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Der Name der Rose von Umberto Eco
![]() | Inhalt lt. Amazon William, der Exinquisitor, wird vom Untersuchungsfieber gepackt. |
Vor vielen Jahren habe ich bei diesem Buch kapituliert, weil mir zu viele lateinische Ausdrücke, Begriffe und komplizierte Namen vorkamen. Bei meinem zweiten Versuch kann ich nicht verstehen, warum mich das damals abgeschreckt hat, denn Der Name der Rose ist mehr als ein Krimi im kirchlichen Bereich. Neben der sehr spannenden und zum Teil unerwarteten Geschichte erfährt der Leser einiges über die damaligen Verhältnisse in der Kirche und kann gedanklich über einige Themen mit Adson und William, den zwei Hauptakteuren, mit philosophieren.
Zudem ist die Sprachgewalt von Umberto Eco lesenswert und erinnert an viele wunderschöne Worte, die leider in unserer heutigen Sprachkultur verloren gegangen sind.

26.03.2008, 20.47 | (4/4) Kommentare (RSS) | TB | PL
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