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Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Sonstiges
Nachtzug nach Lissabon von Pascal Mercier
| Beschreibung: Mitten im Unterricht verlässt ein Lehrer seine Schule und macht sich auf
den Weg nach Lissabon, um den Spuren eines geheimnisvollen Autors zu
folgen. Immer tiefer zieht es ihn in dessen Aufzeichnungen und
Reflexionen, immer mehr Menschen lernt er kennen, die von diesem Mann,
den ein dunkles Geheimnis umgibt, zutiefst beeindruckt waren. Eine
wundervolle Reise – die vergeblich sein muss und deren Bedrohungen der
Reisende nicht gewachsen ist. Endlich kann er wieder fühlen, endlich hat
er von seinem Leben zwischen Büchern aufgeblickt – aber was er sieht,
könnte ihn das Leben kosten …. 495 Seiten |
Ein Roman mit einer ungewöhnlichen Sprachgewalt und vielen philosophischen Gedankengängen und Fragen. Mit Sicherheit nicht für jeden geeignet, einigen vermag es zu langweilig sein. Mich haben die Gedankengänge und die Art und Weise, wie der Lehrer Gregorius Stück für Stück die Geschichte des Autors der schönen Worte und tiefsinnigen Gedanken ermittelt, durchlebt und zusammen puzzelt, in einen Bann gezogen. Zeitweise musste ich das Buch beiseite legen, um über das gerade gelesene nachzudenken.
Auch die Protagonisten sind klar und mit wenigen Worten gezeichnet, der bereits verstorbene Arzt und Autor Amadeu Prado erscheint einem sogar noch lebendiger als der suchende Lehrer Gregorius.
Der zur Zeit im Kino laufendene Film kann diesem Buch mit Sicherheit nicht gerecht werden.

11.03.2013, 20.45 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Sonstige Lieblingsromane
Weitere Romane, die ich sehr gerne gelesen habe:
- Dienstags bei Morrie sowie Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen von Mitch Albom, zwei nachdenklich machene kurzweilige Romane
- Die souveräne Leserin von Alan Bennett für alle, die gerne übers Lesen lesen
- Weit übers Meer von Dörthe Binkert, eine interessante Frauengeschichte
- Der Junge im gestreiften Pyjama von John Boyne, eine ergreifende Geschichte im 2. Weltkrieg aus der Sicht eines kleinen Jungen
- Evangeline von D.W. Buffa, packender Gerichtsthriller über die Rettung von Schiffspassagieren und die damit verbundene Ethik, ab wann man Menschen zur Selbstrettung verzehren darf
- Theo's Reisen von Chatherine Clement, eine Reise durch die Religionen dieser Welt
- Der Alchimist von Paulo Coelho, ein philosophischer Roman
- Die Selbstmordschwestern von Jeffrey Eugenides, heftige Familiengeschichte
- Drachenläufer und Tausend strahlende Sonnen von Khaled Hosseini, zwei sehr ergreifende Romane aus Afghanistan
- Das Haus der Schwestern von Charlotte Link
- Der Fliegenfänger von Willi Russell, etwas skurile Geschichte eines jungen Fans
- Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafón
- Die verborgene Kammer von Corinna Kastner
- Die Tochter des Fotografen von Kim Edwards
- Der verborgene Garten von Kate Morton
- 19 Minuten von Jodi Picoult
- Ein Zimmer, sechs Frauen und ein Bild von Margaret Forster
11.05.2011, 21.07 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Was mit Kate geschah von Catherine O'Flynn
| Beschreibung: Kurt, Wachmann im Einkaufszentrum Green Oaks, traut seinen Augen nicht: Eines Nachts sieht er auf dem Monitor ein kleines Mädchen durch die menschenleeren Gänge irren. Das Mädchen sieht genauso aus wie die kleine Kate, die Kurt kannte und die vor zwanzig Jahren spurlos verschwand. Niemand glaubt Kurt, nur Lisa aus dem Plattenladen macht sich mit ihm auf die Suche durch die endlosen Weiten von Green Oaks. Ein aufsehenerregender Debütroman über die Selbstentfremdung in einer konsumorientierten Welt, über Einsamkeit und über ein bemerkenswertes Mädchen. |
Die ersten 76 Seiten beschreiben das Mädchen Kate, wie sie voller Begeisterung ihrem Hobby als Dektektivin nachgeht. 20 Jahre später wird der Focus auf die in diesem Einkaufszenter arbeitenden Mitarbeiter gerichtet. Die Idee der Geschichte ist ganz interessant, ein guter Spannungsbogen will sich aber nicht aufbauen. Zeitweise war es ein wenig langatmig und langweilig. Da dieses Buch nur 270 Seiten hat, ist es aber durchaus ein kurzweiliger Zeitvertreib an einem verregneten Sonntag.

10.01.2011, 19.42 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL
Verbrechen von Ferdinand von Schirach
| Beschreibung: Ferdinand von Schirach hat es in seinem Beruf alltäglich mit Menschen zu tun, die Extremes getan oder erlebt haben. Das Ungeheuerliche ist bei ihm der Normalfall. Er vertritt Unschuldige, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, ebenso wie Schwerstkriminelle. Deren Geschichten erzählt er – lakonisch wie ein Raymond Carver und gerade deswegen mit unfassbarer Wucht. |
Interessante Geschichten aus der Welt der Verbrechen und Anwälte. Angeblich sollen diese Geschichten authentisch sein. Fast kaum zu glauben.
Der Autor beschreibt die Fälle recht nüchtern und ungeschmückt. Gerade dieser knappe Erzählstil machen die Geschichten irgendwie glaubwürdig.
Zwischendurch hatte ich allerdings den Eindruck, dass dieses Buch auch irgendwie das Ego des Anwalts aufpoliert und eine Menge Selbstdarstellung mit im Spiel ist. Aber was solls, eine kurzweilige Unterhaltung ist es allemal.

10.01.2011, 19.42 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Wir sind bedient von Alena Schröder
| Beschreibung: Der Kunde ist König — und benimmt sich auch so |
Interessante Jobbeschreibungen, die die ungeschönte Wahrheit erzählen. Ich glaube, die meisten wären arbeitslos, wüssten ihre Arbeitgeber davon. Aber es zeigt auch, wie undankbar, arrogant und ignorant wir Kunden oder Dienstleistungsnehmer manchmal sein können. Man sollte ab und zu mal darüber nachdenken, wie wir mit anderen Menschen umgehen und uns klar machen, dass diese auch nur ein kleiner ausführender Teil eines zunehmend kranken Systems sind.

29.12.2010, 18.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Warum Lesen glücklich macht von Stefan Bollmann
![]()
| Beschreibung: Es gibt keine bessere, individuellere und vom jeweiligen Ort
unabhängigere Unterhaltung als die des Lesens. Doch obwohl das Lesen so
ohne Zweifel klug, selbstbewusst und glücklich macht, ist der Leser (vor
allem der männliche) in seiner Art bedroht. Und dies, obwohl doch
gerade der Mann als Erster in der Hoffnung auf Beute Spuren las. Den
Zusammenhang zwischen dem Fährten lesenden Jäger und dem ebenfalls eine
Spur verfolgenden Leser macht uns Stefan Bollmann ebenso klar, wie er
uns die Bedeutung des Lesens für Wohlbefinden und Glück vor Augen führt.
|
Die Bücher von Stefan Bollmann sind immer mit viel Liebe gemacht. Es macht Spaß, darin zu blättern, besonders die Fotos sind über lesende Frauen sind immer sehr schön. Stefan Bollmann beschreibt in verschiedenen Kapitel das Lesen, die Frage allerdings, warum Lesen glücklich macht, kann nur jeder für sich selbst beantworten. Einige Passagen empfand ich als ein wenig langatmig und anderes fehlte mir.
Mein Lieblingssatz: "Lesen macht glücklich, weil es uns sagt, wer wir sind und wer wir sein wollen".

25.12.2010, 20.16 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Das Ticket zum Glück von Brendon Burchard
| Beschreibung: Lösen Sie Ihre Eintrittskarte ins Glück! |
Ein psychologisches Sachbuch versteckt in einer Geschichte, die auf einem Jahrmarkt stattfindet und dem Leser damit klarmachen möchte, dass jeder selbst für sein Leben verantwortlich ist und demnach auch für sein Glück.
Mittlerweile gibt es so einiges an Literatur über das Glück und wie wir selbst bestimmen, was wir sind und was wir werden. Ganz nette Geschichte, leicht zu lesen, übermittelt aber nicht wirklich etwas Neues.
09.06.2010, 18.31 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Das Jahr des Hasen von Arto Paasilinna
![]() | Beschreibung lt. Amazon: Seine Arbeit ödet ihn an, seine Ehe ist schon seit Jahren eine Qual – der Journalist Vatanen schleppt sich von einem Tag zum nächsten. Bis ihm auf der Heimfahrt von einem seiner üblichen langweiligen Pressetermine ein junger Hase vors Auto hoppelt - und Vatanens ehemals so hübsch geordnetes Leben zum Abenteuer wird. Ein wunderbar erzählter Roman in bester Paasilinna-Manier, todernst und urkomisch zugleich. |
Was für eine verrückte Art und Weise zu schreiben. Auch die Idee, einen gestrandeten Reporter mit einem Hasen unter dem Arm ein Jahr lang zu begleiten, finde ich sehr außergewöhnlich. Die Schreibweise ist kurz und knackig, manchmal zu kurz und schnell für meinen Geschmack, aber immer mit einer Portion Humor und Ironie. Wird auf jeden Fall nicht der einzige Roman eines Finnen sein, den ich gelesen habe.
Ein sehr kurzweiliges Vergnügen von nur 240 Seiten (ich hätte gerne mehr davon gehabt).

30.04.2010, 23.34 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL
Das Licht des Nordens von Jennifer Donnelly
![]() | Beschreibung lt. Amazon: Der 12. Juli 1906 ist ein schöner, sonniger Tag. Bis man die ertrunkene
Grace Brown auf die Veranda des vornehmen Glenmore Hotels legt. Für die
junge Mattie, die die Briefe der Toten an ihren Geliebten aufbewahrt,
ändert sich mit diesem tragischen Ereignis das ganze Leben ... Jennifer
Donnelly, die sich von einem wahren Mordfall zu diesem Roman
inspirieren ließ, erzählt die ergreifende Geschichte eines jungen
Mädchens, das der ländlichen Enge ihrer Heimat zu entfliehen versucht -
fesselnder Entwicklungsroman, Kriminalgeschichte und tragischer
Liebesroman zugleich. |
"Das Licht des Nordens" kommt nicht an "Die Teerose" oder "Die Winterose" heran, der Schreibstil ist aber auch hier flüssig und man ist ziemlich schnell in der Geschichte drin. Beim Lesen muss man allerdings ein wenig aufpassen, weil die Geschichte der Mattie zwischen zwei Zeiträumen hin und her wechselt, nämlich zwischen dem Zeitraum VOR dem Mord und NACH dem Mord. Die im Klappentext erwähnte Kriminalgeschichte ist allerdings eher untergeordnet, es geht in erster Linie um die 16jährige Mattie, die vor einer schweren Entscheidung steht.

01.02.2010, 08.48 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL
Ruhm von Daniel Kehlmann
![]() | Beschreibung lt. Amazon: Ein Mann kauft ein Mobiltelefon und bekommt Anrufe, die einem anderen
gelten nach kurzem Zögern beginnt er ein Spiel mit der fremden
Identität. Ein Schauspieler wird von einem Tag auf den nächsten nicht
mehr angerufen, als hätte jemand sein Leben an sich gerissen. Ein
Schriftsteller macht zwei Reisen in Begleitung einer Frau, deren
größter Alptraum es ist, in einer seiner Geschichten vorzukommen. Ein
verwirrter Internetblogger wiederum wünscht sich nichts sehnlicher, als
einmal Romanfigur zu sein. Eine Krimiautorin geht auf einer
abenteuerlichen Reise in Zentralasien verloren, eine alte Dame auf dem
Weg in den Tod hadert mit dem Schriftsteller, der sie erfunden hat, und
ein Abteilungsleiter in einem Mobiltelefonkonzern verliert über seinem
Doppelleben zwischen zwei Frauen den Verstand. Neun Episoden, die sich
nach und nach zu einem romanhaften Gesamtbild ordnen, ein raffiniertes
Spiel mit Realität und Fiktionen: ein Spiegelkabinett. Ein Buch über
Ruhm und Verschwinden, Wahrheit und Täuschungen - voll unvorhersehbarer
Wendungen, komisch und brillant. |
Die Idee finde ich faszinierend, der Anfang war auch gut und versprach viel, doch leider schwächelt das Buch ab der Mitte und die Geschichten werden zerfahren und unwirklich. Besonders die Geschichte über den Internet-Junky war für mich nahezu unlesbar. Die letzte Geschichte empfand ich dann als eher enttäuschend. Schade, denn das Thema hätte mehr Potenzial gehabt.

23.12.2009, 00.46 | (0/0) Kommentare | TB | PL
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