Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Unterhaltung

Die drei Frauen von Westport von Cathleen Schine

Als Joseph Weissmann sich von seiner Frau scheiden ließ, war er 78 Jahre alt, sie 75. Er sprach von unüberbrückbaren Differenzen, was seine Frau Betty erstaunte: Unüberbrückbare Differenzen? Natürlich gibt es unüberbrückbare Differenzen, aber was zum Teufel hat das mit einer Scheidung zu tun? Es stellt sich heraus, dass die Differenzen auch einen Namen haben: Felicity. Ihr ist es zu verdanken, dass Betty aus ihrer New Yorker Wohnung in ein kleines Cottage in Westport ziehen muss. Doch sie ist nicht alleine: Ihre 49-jährige Tochter Miranda hat sich ihr berufliches Grab geschaufelt, und ein Tapetenwechsel kommt ihr gerade recht. Mirandas 51-jährige Schwester Annie hat eine Scheidung hinter sich, und ihre beiden Kinder sind erwachsen – was soll sie ohne Betty und Miranda in New York? Und so beginnt für die drei Weissmanns in Westport die abenteuerlichste Zeit ihres Lebens – mit einer neuen Liebe, einer halsbrecherischen Kajakfahrt und jeder Menge starker Cocktails! 348 Seiten, Goldmann Verlag, LINK zu Amazon Eine unterhaltsame Geschichte ohne großen Höhen und Tiefen, aber sehr sympathisch erzählt. Für leichte Sommerabende zum Dahinplätschern.

348 Seiten, Goldmann, LINK zu Amazon

Eine unterhaltsame Geschichte ohne großen Höhen und Tiefen, aber sehr sympathisch erzählt. Für leichte Sommerabende zum Dahinplätschern.

Nickname 27.09.2016, 11.37 | (0/0) Kommentare | PL

Heimweh von Thommie Bayer

Eigentlich ist er immer nur geflohen. Vor jedem Schmerz, jeder Niederlage und vor sich selbst. Das wird ihm klar, als er den Ort findet, den er vielleicht sein Leben lang gesucht hat: einen Bungalow inmitten von Weinbergen, Ahorn und Holunder. Mit der Hilfe einer Katze, die ganz selbstverständlich mit ihm spricht, und einer Nachbarin, die ihm ebenso selbstverständlich ihre Freundschaft schenkt, begreift er den Unterschied zwischen Einsamkeit und Alleinsein – und dass er sich entscheiden muss für ein Leben mit sich selbst. 

Piper, 160 Seiten

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Eine hübsche, kleine, kurzweilige Geschichte, die mir natürlich schon wegen der Katze besonders gut gefiel. Ich selbst kenne den Dialog (natürlich oft nur im eigenen Kopf stattfindend) zwischen diesen mystischen Wesen und dem manchmal einfältigen Menschen. Thommie Bayer beschreibt diese Dialoge mit so viel Wärme und Zuneigung und verpackt nebenbei geschickt den einen oder anderen tief gängigen Gedanken in eine lustige Geschichte. Das Buch war für mich einfach viel zu früh zu Ende. Auch da hätte ich mir ein paar Seiten mehr gewünscht. Bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als noch mehr Bücher von diesem Autor zu lesen.

Nickname 25.11.2015, 13.28 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Rubinrotes Herz, eisblaue See von Morgan Callan Rogers

Ein Fischerdorf in Maine in den sechziger Jahren. Hier lebt die junge Florine geborgen bei ihren Eltern und Großeltern – bis ihre geliebte Mutter Carlie von einem Tag auf den anderen verschwindet. Auf einmal ist für Florine nichts mehr wie vorher, alle Nachforschungen führen ins Nichts, und die Frage, ob Carlie tot ist oder freiwillig ihr Zuhause verließ, wird Florine in den nächsten Jahren nicht mehr loslassen. Dass das Leben um sie herum weitergeht, empfindet sie als Zumutung: Ihr Vater nähert sich seiner Jugendliebe wieder an, ihre Großmutter altert zusehends, und ihr bester Freund interessiert sich nur noch für seine neue Freundin. Anrührend und schlagfertig erzählt Florine vom Erwachsen werden und davon, was es heißt, sich selbst treu zu bleiben.

432 Seiten, Knaur TB

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Es war eine schöne Geschichte über ein Mädchen, dass plötzlich ohne ihre Mutter erwachsen werden musste und auch flüssig zu lesen. Auch mit Florine konnte ich gut warm werden, eine Figur mit vielen Ecken und Kanten, aber jederzeit authentisch. Allerdings plätscherte die Geschichte manchmal ein wenig vor sich her und riss mich nicht so ganz in den Bann. Kein Buch mit Nachhaltigkeit, aber gute Unterhaltung.


Dieses Buch ist das Zehnte von Daggis Buch Challenge 2015 
Kriterium 1: ein Buch mit einem überwiegend blauen oder lilafarbenen Cover

Nickname 20.07.2015, 09.20 | (0/0) Kommentare | PL

Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry von Rachel Joyce

EIGENTLICH WOLLTE ER NUR ZUM BRIEFKASTEN. DANN GEHT HAROLD FRY 1000 KILOMETER ZU FUSS.
Rachel Joyce` unvergesslicher Selbstfindungs-Roman über eine ungewöhnliche Pilgerreise hat die ganze Welt erobert.

»Ich bin auf dem Weg. Du musst nur durchhalten. Ich werde Dich retten, Du wirst schon sehen. Ich werde laufen, und Du wirst leben.«

Harold Fry will nur kurz einen Brief einwerfen an seine frühere Kollegin Queenie Hennessy, die im Sterben liegt. Doch dann läuft er am Briefkasten vorbei und auch am Postamt, aus der Stadt hinaus und immer weiter, 87 Tage, 1000 Kilometer. Zu Fuß von Südengland bis an die schottische Grenze zu Queenies Hospiz. Eine Reise, die er jeden Tag neu beginnen muss. Für Queenie. Für seine Frau Maureen. Für seinen Sohn David. Für sich selbst. Und für uns alle.

Der preisgekrönte Roman von Rachel Joyce über Geheimnisse und lebensverändernde Momente, Tapferkeit und Betrug, Liebe und Loyalität und ein ganz unscheinbares Paar Segelschuhe.

400 Seiten, Fischer Taschenbuch

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Eine sehr humorvolle, aber auch nachdenkliche Geschichte über einen Mann, der sich sein Leben "erläuft". Die Begegnungen mit den vielen sehr unterschiedlichen Menschen sind einfühlsam erzählt. Sie sind lustig, traurig, tiefsinning, emotional und vielschichtig.
Ein ungewöhnlicher Roman, der mehr ist als nur eine Pilgerreise. Und auch durchaus über das eigenene Leben nachdenken lässt.


Nickname 02.05.2015, 16.00 | (0/0) Kommentare | PL

Bob, der Streuner von James Bowen

Als James Bowen den verwahrlosten Kater vor seiner Wohnungstür fand, hätte man kaum sagen können, wem von beiden es schlechter ging. James schlug sich als Straßenmusiker durch, er hatte eine harte Zeit ohne feste Bleibe hinter sich. Aber dem abgemagerten, jämmerlich maunzenden Kater konnte er einfach nicht widerstehen: Er nahm ihn auf, pflegte ihn gesund und ließ ihn wieder laufen. Doch Bob war anders als andere Katzen. Er liebte seinen neuen Freund mehr als die Freiheit und blieb. Heute sind sie eine stadtbekannte Attraktion, ihre Freundschaft geht Tausenden zu Herzen -

552 Seiten


Bob, der Streuner: Die Katze, die mein Leben veränderte (Link zu Amazon)





Schlichter Erzählstil, aber sehr sympathische und emotionale Geschichte über einen streunenden Kater und den Straßenmusikanten James, die sich letztendlich gegenseitig das Leben retteten. Und man erfährt nebenbei, wie hart das Leben auf der Straße ist und mit welchen Schwierigkeiten diese Menschen tagtäglich zu kämpfen haben.

Kurzweilige Unterhaltung, die mir besonders gefallen hat, weil Bob so aussieht wie mein Kater Titus.

Nickname 31.12.2014, 00.00 | (0/0) Kommentare | PL

Heute und ein Leben lang von Allison Winn Scotch


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Beschreibung:

Was im Leben wirklich zählt. Natalie Miller ist ein Gewinnertyp, gutaussehend, ehrgeizig und durch nichts zu verunsichern. Und eigentlich ist es ja auch nur eine Routineuntersuchung, doch dann heißt es plötzlich: Brustkrebs. Postwendend wird sie von ihrem Freund verlassen, und den Job im Büro der New Yorker Senatorin bekommt ein männlicher Kollege. Für Natalie bricht eine Welt zusammen. So ist sie noch nie behandelt worden. Da hilft nur eins: Sie muss kämpfen und allen beweisen, dass sie es noch draufhat. Wenn nur dieser verdammte Krebs nicht wäre. Und die Schmerzen. Und die Angst … Aber allmählich merkt Natalie, dass sie mit Härte allein nicht weiterkommt. Sie beginnt, in ihrem Leben aufzuräumen – und plötzlich stellt sie fest: Sie ist nicht allein..

320 Seiten


Der Weg einer Brustkrebspatientin, die bis dato auf der Ego-Spur lebte, liest sich recht unterhaltsam. Mit der Protagonistin wurde ich allerdings nicht ganz warm. Ich kenne keinen Krebskranken, der so reagiert. Dennoch kurzweilig geschrieben und eine nette Lektüre für zwischendurch.

 


 

Nickname 29.05.2014, 12.33 | (0/0) Kommentare | PL

Firmin ein Rattenleben von Sam Savage


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Beschreibung:

Firmin wächst im Keller einer Bostoner Buchhandlung auf und liest sich Buch für Buch durch die Weltliteratur. Er entdeckt, wie spannend das Leben der Menschen ist, und macht sich auf, ihre Freundschaft zu suchen. Sam Savage erzählt in diesem gefeierten Kultbuch die traurig-charmante Geschichte eines verkannten Außenseiters. Boston in den 60er Jahren. Im schäbigen Keller der Buchhandlung am Scollay Square wird Rattenjunge Firmin geboren. Er ist der Kleinste im Wurf und kommt immer zu kurz. Als der Hunger eines Tages zu schlimm wird, knabbert er die in den Regalen lagernden Bücher an. Eines nach dem anderen wird gefressen, bis Firmin entdeckt, dass auf dem Papier etwas steht, was ihn sein Elend vergessen lässt: Ob Lolita oder Ford Madox Ford, ob Moby Dick oder Cervantes, die Welt der Menschen verspricht Abenteuer und Liebe, Krieg und Frieden, kurz: alles, was eine Ratte nicht hat. Voller Neugier sucht Firmin die Freundschaft zu Buchhändler Norman. Als dieser einen Giftanschlag auf ihn verübt, muss Firmin einsehen, dass er in den Augen der Menschen wohl doch nichts weiter ist als ein lästiges Tier. Wie so oft im Leben zeigt sich aber gerade in den dunkelsten Stunden ein Licht am Ende des Tunnels..

208 Seiten


Ich gebe zu, ich habe das Buch wegen dem Titel und dem Aussehen gekauft. Die angenagten Seiten finde ich eine witzige und originelle Idee und unterstreicht die Geschichte. Der Schreibstil gefiel mir zwar ganz gut, leider konnte mich der Autor nicht über die ganzen 208 Seiten fesseln und es wurde für mich an einigen Stellen ein wenig langatmig. Die Idee dieser Geschichte an sich finde ich gut und hätte man vielleicht noch ein wenig ausweiten können. Vielleicht habe ich aber auch den philosophischen Hintergrund nicht ganz verstanden. Kann man, muss man aber nicht unbedingt lesen.

 


 

Nickname 03.01.2014, 18.09 | (0/0) Kommentare | PL

Gott bewahre von John Niven


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Beschreibung:

»Da kommt Gott – tut so, als wärt ihr beschäftigt.«

Kaum hat Gott sich im Himmel eine kleine Auszeit gegönnt und seinem Sohn Jesus Christus die Geschäftsführung überlassen, schon herrscht auf Erden das nackte Chaos. Bürgerkriege, Umweltsünden, Armut, Hassprediger, tödliche Krankheiten, moralischer Verfall und gnadenloser Kommerz, so weit das Auge reicht. Was wurde aus der Menschenliebe und dem einzig wahren Gebot: »SEID LIEB«? Gott denkt nach und findet nur eine Lösung – sein Sohn Jesus muss erneut auf die Erde zurückkehren, um Gutes zu tun. Doch werden die Menschen auf JC hören?

400 Seiten


Wirklich witzige Bücher sind selten. Das ist so eines, was mich zum lachen und schmunzeln brachte und mit keiner Seite langweilig wurde. Nun mag ich generell Bücher, in denen der Mythos Gott und seine Anhänger oder auch andere Religionen ein wenig aufs Korn genommen werden. Streng betrachtet könnte Jesus in der heutigen Zeit genau DAS erleben. Das Buch zeigt auf eine sehr humorvolle Art und Weise, dass wir heute kein bißchen weiser und klüger sind als damals und den gleichen Vorurteilen, Ketzereinen und Dummheiten auf den Leim gehen. Gute Unterhaltung mit zum Teil sehr schrägen Typen.

 


Nickname 18.05.2013, 11.19 | (0/0) Kommentare | PL

Der Himmel über Darjeeling von Nicole C. Vosseler

 

 


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Beschreibung:

Cornwall, 1876. Helena Lawrence, mit siebzehn Jahren Vollwaise, sieht sich und ihren kleinen Bruder vor dem finanziellen Ruin. Der attraktive, geheimnisvolle Ian Neville macht ihr ein Angebot: Er wird für ihr Auskommen sorgen, wenn sie ihn heiratet. Nach anfänglichem Widerwillen sieht Helena keinen anderen Ausweg und begleitet Ian nach Indien. Quer über den Subkontinent reisen sie bis nach Darjeeling auf Ians Teeplantage. Helena verliebt sich in das fremde, märchenhafte Land - und in ihren Mann. Doch Ian verbirgt ein dunkles und gefährliches Geheimnis ...


Ach, war das schön zu lesen. Das war mal wieder so ein richtiger "Wohlfühlroman", so ähnlich wie die Teerose, nicht ganz so actionreich, aber sehr schön geschrieben. Mit Helena verbindet man von Anfang an eine große Sympathie, aber auch dieser Ian übt einen geheimnisvollen Reiz aus. Und die sehr liebevollen Beschreibungen über Indien machen direkt Lust, dorthin zu fahren. Zeitweise waren mir die Beschreibungen einen Tick zuviel (deshalb 1/2 Punkt Abzug), doch der Geschichte schadet es in keinster Weise. Schade, dass das Buch "nur" 534 Seiten hat. Ich hätte davon noch mehr lesen können.


Nickname 12.05.2011, 19.38 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Ein Zimmer, sechs Frauen und ein Bild von Margaret Forster


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Beschreibung:

Ein Bild geht auf Reisen. Es wurde 1907 in Paris von der walisischen Malerin Gwen John gemalt. Im Lauf eines Jahrhunderts geht es verloren, wird gestohlen, verkauft, verschenkt und schließlich vererbt, sein Weg führt an unterschiedliche Orte und in den Besitz ganz unterschiedlicher Frauen. Zuletzt kehrt es dahin zurück, wo alles begann: in ein lichtes Zimmer über den Dächern von Paris.

Ein sehr schöner und liebevoll geschriebener Frauenroman. Ein Wohlfühlroman für gemütliche Stunden auf der Couch. Mich hat sehr stark fasziniert, wie ein Bild im Laufe der Generationen die Besitzerin wechselt und welche Auswirkungen und auch Interpretationen dieses Bild hervorruft. Und wie sich die Leben der Frauen direkt oder indirekt berühren. Margaret Forster versteht es wirklich, sehr einfühlsam und ohne dass es konstruiert wirkt, die Lebensbiografien der Frauen rund um das Bild zu erzählen.

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Nickname 16.10.2010, 09.22 | (0/0) Kommentare | PL

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