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Schachnovelle von Stefan Zweig

Kurzbeschreibung lt. Amazon :
Auf einem Passagierdampfer, der von New York nach Buenos Aires unterwegs ist, fordert ein Millionär gegen Honorar den mit einer Art mechanischer Präzision spielenden Schachweltmeister Mirko Czentovic zu einer Partie heraus. Der mitreisende Dr. B., ein österreichischer Emigrant, greift beratend ein und erreicht so ein Remis für den Herausforderer. Er hat sich, von der Gestapo, die ihn verhaftete, in ein Hotelzimmer gesperrt und von der Außenwelt hermetisch abgeschlossen, monatelang mit dem blinden Spiel von 150 Partien beschäftigt, um sich so seine intellektuelle Widerstandskraft zu erhalten. Durch diese einseitige geistige Anstrengung ergriff ihn ein Nervenfieber, dessentwegen man ihn entließ. Jetzt spielt Dr. B. zum ersten Mal wieder gegen einen tatsächlichen, freilich roboterhaft reagierenden Gegner. Es geht ihm bei dieser Partie lediglich darum, festzustellen, ob sein Tun damals während seiner Haft noch Spiel oder bereits Wahnsinn gewesen ist. Er schlägt den Weltmeister in der ersten Partie souverän, läßt sich aber, eigentlich gegen seinen Willen, auf eine Revanche ein. Während dieser zweiten Partie ergreift ihn wieder das Nervenfieber: er bricht die Partie ab und wird nie wieder ein Schachbrett berühren.


 

Meine Erwartungen an dieses Buch waren hoch, vielleicht bin ich deswegen ein wenig enttäuscht über den Inhalt. Oder ich habe das Buch und seine Aussage nicht ganz verstanden. Die hohe Begeisterung kann ich jedenfalls nicht ganz teilen.
Insgesamt fand ich es eine nette unterhaltsame Geschichte. Die Faszination, wie Seele und Geist nach Lösungen suchen, um nicht dem Wahnsinn zu verfallen, regen zum Nachdenken an. Immer wieder erstaunt es mich, was unsere Seele und unserer Geist für Leistungen erbringen, um sich selbst zu schützen.

Das Buch selbst allerdings liest sich für mich eher wie eine Einleitung oder ein Fallbeispiel zu einem psychologischen Thema und nicht wie ein abgeschlossener Roman. Aber der Titel "Schachnovelle" hätte mich eigentlich hellhörig werden lassen sollen. Auch der Sprachstil fand ich eher einfach (auch da kommen wahrscheinlich meine überhöhte Erwartungshaltung zum Tragen). Trotzdem lesenswert.



Nickname 09.07.2007, 09.36

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