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Buchmesse Leipzig 2019


Leipzig ist wirklich eine tolle, sehenswerte und sehr lebendige Stadt und auf jeden Fall eine Reise wert. Da die Buchmesse immer im eher kalten März ist, hatte ich bisher nie so schönes Wetter wie in diesem Jahr. Man konnte teilweise nur mit T-Shirt raus gehen. Es war einfach toll. Und abends ist die Innenstadt schön beleuchtet wie hier auf dem Marktplatz.

Dieses Jahr hatte ich für die Stadt selbst leider nicht so viel Zeit. Die Leipziger Buchmesse stand eindeutig im Fokus.

Meine bisherigen Aufenthalte in Leipzig kann man sich auch HIER anschauen.

Nun zur Buchmesse. Wer sich dafür interessiert, bitte unten auf "weiterlesen" klicken.






Ich hatte zwei Tage Zeit für die Messe und einen vollen Terminplaner. Da Leipzig ein sehr großes Angebot an Lesungen aus dem Bereich Phantastik hat, lag mein Schwerpunkt natürlich dort. Ursprünglich wollte ich auch Bela B., Sarah Wiener und noch ein paar andere sehen, doch die Zeit reichte einfach nicht aus, um von der einen Halle rechtzeitig in die andere zu kommen. Denn die Buchmesse ist immer sehr gut besucht und man muss schon mindestens 15 Minuten einkalkulieren. Also blieb ich meistens in der Halle 2, wo dieses Jahr sogar zwei Leseinseln für die Phantastik aufgebaut wurden sowie eine eigene Buchhandlung ausschließlich nur mit diesem Genre bestückt. Ein Paradies für Fantasy-Fans wie mich.

Auf der Messe wird auch jedes Jahr der Seraph-Preis von der Phantastischen Akademie verliehen. Dieses Jahr ging der Preis an

Bestes Buch: Bernhard Hennen: Die Chroniken von Azuhr – Der Verfluchte (Fischer TOR)
Bestes Debüt: Kris Brynn: The Shelter – Zukunft ohne Hoffnung (BEbeyond)
Bester Independent-Titel: Birgit Jaeckel: Das Erbe der Rauhnacht

Es findet dann auch immer ein Gespräch mit den Gewinnern statt. Kris Brynn war diesmal leider nicht dabei. Bernhard Hennen, einer meiner Lieblingsautoren, hat mit Die Chroniken von Azuhr zu Recht gewonnen, wie ich finde. Eine Trilogie, die ich nur empfehlen kann. Teil I Der Verfluchte und Teil II Die weiße Königin sind bereits erschienen, der 3. Teil kommt voraussichtlich im September 2019.



Es gab dort so viele spannende Lesungen von tollen Autoren, dass ich ich mich kaum entscheiden konnte. Eine tolle Darbietung gab es von Lukas Hainer, von dem ich Das dunkle Herz gelesen habe und Das weiße Herz bereits zum Lesen bereit liegt. Da er auch Songwriter ist, hat er für seine beiden Romane einen entsprechenden Song getextet und bei der Lesung vorgetragen. Das hat mir ausgesprochen gut gefallen, weil es auch mal etwas anderes ist.

Im Anschluss an den Lesungen hatte man oft Gelegenheit, sich von den Autoren die Bücher signieren zu lassen. Allerdings ist es oft besser, die Bücher bereits vorher in der gegenüberliegenden Buchhandlung zu kaufen. Es kommt öfters mal vor, dass die Verlage nicht genügend Bücher zur Verfügung stellen, was für den Fan und auch für den Autor ziemlich ärgerlich ist.

Im Vorbeilaufen habe ich auch in diesen Lesungen reingehört, die in den anderen Hallen stattfanden:



Natürlich gibt es auf der Buchmesse nicht nur eine Menge Lesungen, Gespräche und Interviews, sondern auch tolle Verlagsstände, die oft sehr liebevoll dekoriert sind und man dort auch den einen oder anderen Autor antreffen kann. Aber auch andere spannende Stände kann man dort entdecken. 





Das Antiquariat gefällt mir auch immer sehr gut. Bei dem Buch Reise-Bibliotheken habe ich kurz darüber nachgedacht, so ein altes Schätzchen zu kaufen. Leider habe ich mich dagegen entschieden.



Noch ein paar willkürliche Impressionen von der Messe. Auch dort hat man immer die Möglichkeit, sich auf einen Kaffee zurück zu ziehen. In diesem Jahr sogar draußen auf der Terrasse bei tollem Sonnenschein.



Das ABC-Projekt gibt es sogar auf der Messe. Klar, dass ich das abfotografieren musste.



In Halle 1 gab es dann interessante Dinge zu kaufen, die vielleicht nicht direkt etwas mit einer Buchmesse zu tun haben, sehr wohl aber mit der Comic-Szene. Dort findet man auch viele junge Leute, die sich entsprechend ihren Lieblingsfiguren verkleidet haben. Aus Datenschutzgründen habe ich da allerdings keine Fotos gemacht. Aber alleine sich das anzuschauen, lohnt sich.

Dieses Jahr war ich extrem früh dort, bereits um 9:30 Uhr. Das hat den Vorteil, dass man keine großen Schlangen vor der Security und den Eingängen hat. Man kommt schon in die Eingangshalle, die Zugängen zu den Messehallen werden allerdings erst um 10.00 Uhr geöffnet. Es empfiehlt sich auch eine Dauerkarte, wenn man mindestens an zwei Tagen zur Messe möchte. Das hat auch den Vorteil, dass man ein E-Ticket bekommt und man so an den Seiteneingängen rein kann. Die enspanntesten Tage sind natürlich Donnerstag und Freitag, am Wochenende ist immer sehr viel los dort. Dieses Jahr habe ich auch eine Toilettenanlage an einem der Seiteneingänge entdeckt, die extrem wenig frequentiert wurde (auch nicht so unwichtig, besonders wenn es sehr voll ist).

Außerhalb des Messegeländes finden auch jede Menge Lesungen und andere Veranstaltungen statt. Die ganze Stadt steht im Zeichen der Buchmesse und liest. Letztes und dieses Jahr war ich bei der Heyne-Fantasy-Lesenacht in der Buchhandlung Ludwig am Bahnhof. Dort werden immer 4 Fantasy-Romane vorgestellt, die Autoren interviewt, und signieren kann man sich die zuvor erworbenen Bücher auch. Eine tolle Veranstaltung, die nur 3 Euro Eintritt kostet und unglaublich viel Spaß macht, ganz besonders dann, wenn die "Thorwaler" auflaufen in Form von Robert Corvus und Bernhard Hennen, die den 7. Teil der Phileasson-Saga  Rosentempel vorstellten und das Publikum kurzerhand zum Thorwalschen Chor befördert wurde, der übrigens erstaunlicherweise gut sang.



Das Buch von Mathias Ode kenne ich leider nicht. Bisher habe ich auch noch nichts von diesem Autor gelesen. Dafür den Zweiteiler von Michael Hamannt Die Dämonenkriege und Die Dämonenkriege: Dunkelkönig, der ein absoluter Geheimtipp ist und ein absolutes MUSS für jeden Fantasy-Fan. Der kleine Ausflug der Orgel-Brüder in das SciFi-Genre mit TERRA ist ebenfalls nicht zu verachten und kann ich mit bestem Gewissen weiter empfehlen.




Die nächste Buchmesse in Leipzig findet vom 12. bis 15. März 2020 statt. Ich plane, auch 2020 wieder dort hin zu fahren, dann aber ein paar Tage mehr, um auch die eine oder andere Lesung außerhalb der Phantastik mitzubekommen.

Vielleicht hat mein Bericht ein wenig Lust darauf gemacht, auch mal eine Buchmesse zu besuchen. Ich kann es nur empfehlen, ganz besonders die Leipziger Buchmesse.







Nickname 11.04.2019, 08.00

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Kommentare zu diesem Beitrag

3. von steinegarten

Das macht wirklich Lust auf einen Besuch ... wir waren früher häufiger in Leipzig und immer begeistert ... jetzt ist aber aber zu überlaufen und die Anreise zu lang .... aber trotzdem ... mal sehen wie die Laune/Sehnsucht im nächsten Jahr ist :-)

vom 11.04.2019, 19.11
2. von Elke (Gedankenkrümel)

Hach ja meine Geburtsstadt, liebe Pat.
Beim anschaun werden alle möglichen Erinnerungen wach.
Muss mal wieder hin.
Auf der Buchmesse war ich noch nie..Sollte ich aber auch mal.
Liebe Grüsse
Elke

vom 11.04.2019, 17.20
1. von moni

Liebe Pat,
tausend Dank für diesen wunderbaren, ausführlichen und reich bebilderten Bericht von der Leipziger Buchmesse. Ich kann den "Duft" der Bücher förmlich riechen....
Liebe Grüße
moni

vom 11.04.2019, 10.12
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Edith T.:
Na, wenn das mal nicht ein Wink des Schicksal
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Uih, das würde mir auch gefallen...allerdings
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Kirsi:
Ach wie schön Du bist wieder im Land, zwische
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Steineflora:
Reicht dein Französisch für die Lektüre? Schö
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Steineflora:
Sehr schön .. da hast du wirklich einen Schat
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