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Ausgewählter Beitrag
Der junge im gestreiften Pyjama von John Boyne
![]() | Beschreibung lt. Amazon Der neunjährige Bruno weiß nichts von der Endlösung oder dem Holocaust.
Er ist unberührt von den entsetzlichen Grausamkeiten, die sein Land dem
europäischen Volk zufügt. Er weiß nur, dass man ihn von seinem
gemütlichen Zuhause in Berlin in ein Haus verpflanzt hat, das in einer
öden Gegend liegt, in der er nichts unternehmen kann und keiner mit ihm
spielt. Bis er Schmuel kennenlernt, einen Jungen, der ein seltsam
ähnliches Dasein auf der anderen Seite des angrenzenden Drahtzauns
fristet und der, wie alle Menschen dort, einen gestreiften Pyjama
trägt. Durch die Freundschaft mit Schmuel werden Bruno, dem
unschuldigen Jungen, mit der Zeit die Augen geöffnet. Und während er
erforscht, wovon er unwissentlich ein Teil ist, gerät er unvermeidlich
in die Fänge des schrecklichen Geschehens. 270 Seiten Fischer Verlag |
Durch diese kindliche und naive Sicht- und Schreibweise bekommen die Geschehnisse eine erschreckenderere und grausamerer Wahrheit, als wenn man nur über Fakten schreiben würde. Und es wird auch irgendwie klar, dass sehr viele Menschen in ihrer Naivität nicht erkannt haben oder erkennen wollen, was da tatsächlich passiert.
Ein kurzweiliges, aber sehr bewegendes Buch, was noch lange nachwirkt.

29.05.2009, 09.08 TB | PL | einsortiert in: GELESEN/GEHÖRT | Tags: Sonstiges, 5 Punkte,
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Das Buch kenn ich nicht, aber mich erinnert die Beschreibung an den Film "Das Leben ist schön" von Roberto Benigni.
Bei meinen Stadtführungen durch München versuche ich, dieses Thema so sensibel wie möglich anzusprechen - was oft sehr schwierig ist.
Ich wünsch dir frohe Pfingstfeiertag!
Liebe Grüße
Renate
vom 30.05.2009, 07.32
Ist irgendwie nicht vergleichbar, denn "Das Leben ist schön" beschreibt es aus der Sicht eines Erwachsenen, dieses Buch allerdings aus der Sicht des Kindes. Man erfährt auch nicht mehr als das Kind weiß. Durch unser eigenes Wissen wird dieses Buch so dramatisch und erschreckend. Jemand, der dieses Buch ohne jegliche Geschichtskenntnis liest, würde es wahrscheinlich langweilig und nichtssagend finden.