Ausgewählter Beitrag

Die Farben der Erinnerung von Nicole C. Vosseler

Als Kind verlor Gemma ihre Eltern bei einem Brand – ein tragisches Unglück, das sie auch als Erwachsene noch verfolgt. Ihr zurückgezogenes Leben in New York gerät jäh aus dem Gleichgewicht, als sie anonyme Post erhält: einen Umschlag mit Zeilen eines viktorianischen Gedichts und einem antiken Schmuckstück. Mit Hilfe des charismatischen Oxford-Professors Sisley Ryland-Bancroft begibt sich Gemma auf eine Spurensuche nach dem Absender, die sie über zwei Kontinente führt und großer Gefahr aussetzt. Denn ohne es zu ahnen, ist sie dabei, ein Geheimnis aufzudecken, das seit Jahrhunderten gehütet wird und der Schlüssel zu ihrer eigenen Vergangenheit sein könnte …

416 Seiten, Goldmann Verlag, LINK zu Amazon


Die gemeinsame Reise von Gemma und Sisley auf den Spuren des Geheimnisses der „Frau in grün“(Gemälde "Bildnis einer Dame" von Pieter de Kempeneer), hervorgerufen durch die geheimnisvollen E-Mails und dem nachgebildeten Ohrschmuck wird rasant und spannend erzählt. Gemma und Sisley geben dabei ein schräges Paar ab, das wunderbar mit ihren speziellen Eigenarten beschrieben werden und deren Entwicklung man als Leser spürbar mitverfolgen kann. Die gewonnenen Erkenntnisse und das Zusammentragen kleiner Puzzlesteine zur Lösung des Geheimnisses waren für mich nicht immer nachvollziehbar, vermutlich fehlte mir da das entsprechende Hintergrundwissen aus Kunst und Kultur.

Bei der Recherche werden nicht nur immer wieder die Vergangenheit Gemmas aufarbeitet, es berührt auch das tragische Schicksal Lucrezia  und das Leben und Schaffen des Dichterehepaares Robert und Elizabeth Browning. Man befindet sich daher in drei unterschiedlichen Zeitebenen. Mich persönlich hat das Schicksal von der jungen Lucrezia am meisten berührt und hätte da gerne mehr von gelesen, der Verweis zu den Brownings hätte ich nicht unbedingt gebraucht.

Der schöne und flüssige Schreibstil der Autorin macht einige wenige Längen, die ich beim Lesen empfand, wett und es war trotz kleiner Kritikpunkte für mich eine unterhaltsame Geschichte, die ein klein wenig an Dan Brown erinnerte. 

Für mich nicht der beste Roman von Nicole C. Vosseler, ihre anderen Romane haben mich wesentlich mehr in den Bann gezogen, aber durchaus ein solider, unterhaltsamer und kurzweiliger Roman mit historischem Hintergrund.






Nickname 12.01.2018, 00.00

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