Ausgewählter Beitrag

sagen die Dummköpfe von Nathalie Sarraute

Kurzbeschreibung lt. Amazon : Nathalie Sarraute beschreibt in vielen kleinen Episoden die Pariser Intellekturellen-Schickeria in ihrer Denkweise, ihrer Gefühlswelt, ihrer inneren Zerissenheit und angeblichen Dummheit. Stück für Stück tastet sie sich, teils sarkastisch, aber immer scharfsinnig, an die psychischen Handlungen heran, ohne auf konkrete Ereignisse oder Personen angewiesen zu sein.

"Das Beste an Nathalie Sarraute, das ist ihr zaudernder, zögernder, so redlicher, sich selbst korrigierender Stil, der sich dem Objekt mit den feinsten Vorsichtsmaßnahmen nähert, sich plötzlich von ihm gleichsam aus Scham oder aus Furchtsamkeit vor der Komplexität der Dinge entfernt und schließlich das Ungetüm in seiner ganzen Qualligkeit ausliefert, aber fast ohne es zu berühren, durch die magische Kraft eines Bildes." - Jean-Paul Sartre




Der Schreibstil von Nathalie Sarraute ist durchaus gewöhnungsbedürftig und zum Teil sehr mühselig zu lesen. Man hat das Gefühl, sie schreibt, wie sie denkt: in teilweise abgehakten Sätzen, zeitweise hin und her springend von einem Gedankengang zum nächsten, die sich zum Teil lesen wie aneinandergereite Gedankenfetzen mit dem Ziel, die menschliche Dummheit immer und überall zu überführen und bloßzustellen. Für mich war es durch ihre Schreibweise oft schwierig, ihren Gedankengängen zu folgen und die eigentliche Aussage aufzunehmen. Dennoch sind ihre Gedankengänge hochinteressant und zum Teil brilliant und passen auch noch in die heutige Zeit. Das Buch wurde 1976 erstmals veröffentlicht.

Nickname 02.08.2007, 08.33

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Kommentare zu diesem Beitrag

1. von Fraui Waldspecht

Ich hab's gelesen :-) ...
Kann mich aber nicht mehr ganz genau an die Episoden erinnern.
Aber an das Buch "Die goldenen Früchte" erinnere ich mich deutlicher und den Schreibstil hast du sehr gut
beschrieben ...
Und nun überlege ich: Sie wurde 1900 geboren ... Wurde dass Buch erst so spät von ihr geschrieben oder so spät veröffentlicht? Die goldenen Früchte erschienen ca. 1968 ... Nein, gelesen hab ich es damals noch nicht :geschockt:
Ich glaub, ich les jetzt auch noch ein wenig ...
Mit lieben Grüßen, Anette :daumenoben:

vom 03.08.2007, 01.33
Antwort von Nickname:

Es kann sein, dass das Buch tatsächlich erst so spät verlegt wurde. Oder es gibt noch eine andere Ausgabe, die älter ist.

Ich glaube nicht, dass ich nochmal was von ihr lesen möchte. Das ist mir einfach zu anstrengend. Und ich möchte beim Lesen entspannen.


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