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Blogeinträge (themensortiert)
Thema: *Gedankengänge*
Mein Wandel der Kommunikation
Nachdem es hier ziemlich ruhig geworden ist, habe ich meine Interneterfahrungen der letzten Jahre Revue passieren lassen.
Meine Kontaktpflege neben persönliche Treffen und Telefon (damals noch mit Schnur) veränderte sich, als es für jedermann E-Mails gab. Das fand ich damals sehr spannend und ich habe seitenweise E-Mails mit Freunden und Kollegen geschrieben. Bücher könnte man damit füllen und einige E-Mails aus dieser Zeit habe ich sogar noch. Aber wie mit allem Neuen wurde es mit der Zeit immer weniger. Heute schreibe ich zwar immer noch gerne E-Mails, aber nicht mehr in dieser Intensität.
Als ich dann zum ersten Mal ein Handy in der Hand hielt, musste und wollte ich mich mit SMS beschäftigen. Das war anfangs ein ganz schöner Krampf und einige Male schmerzten meine Daumen. Ich bin kein großer SMSler, finde es aber sehr praktisch, mal eben Freunden eine Message zukommen zu lassen, die derjenige lesen und beantworten kann, wenn es die Zeit zulässt.
Dann hatte ich meinen ersten Internetzugang zuhause und die Welt des großen WWW eröffnete sich mir. Beim Surfen entdeckte ich diverse Forenseiten für mich. Der Reiz mit fremden Menschen über Nicknamen zu kommunizieren fand ich sehr spannend, aber auch zeitweise sehr schwierig. Bis heute finde ich einige wenige Foren noch ganz gut, komme aber leider nur noch selten dazu, diese zu besuchen oder mich aktiv einzubringen.
Durch genau so einer Forenseite bin ich dann tatsächlich ans Bloggen gekommen. In den fast 7 Jahren, in denen ich nun schon blogge, hat sich die Art und Weise immer mal wieder verändert. Nur meinen Büchern und den Kurzbewertungen bin ich treu geblieben. Wie sich mein Blog in Zukunft entwickelt, weiß ich noch nicht. Ich lasse mich da mal von mir selbst überraschen.
Ganz kurz habe ich auch das Chatten ausprobiert und zeitweise mit Skype einen etwas entfernteren Kontakt gehalten, aber das sind nicht ganz so meine Medien, besonders das Chatten nicht.
Zur Zeit entdecke ich diverse community für mich. Ein Ersatz fürs Bloggen finde ich das nicht, auch wenn es sehr unproblematisch und einfach ist, so mit Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben oder sogar alte Kontakte wieder aufleben zu lassen. Ich übe noch und auch dort überlege ich mir gut, was ich von mir Preis gebe und was nicht.
Die Zeit verändert sich und mit ihr auch das Miteinander und die Kommunikation. Generell finde ich das nicht schlimm und bin auch sehr offen gegenüber neuen Technologien. Ich habe nur dann ein Problem damit, wenn Freunde sich schweigend gegenüber sitzen und jeder mit seinem Smartphone spielt. Das sind dann die Momente, wo ich demonstrativ ein Buch aus meiner Tasche ziehe.
Ja, die alten Gewohnheiten wie Lesen in "echten" Büchern mit Papierseiten und Lesezeichen sowie Postkarten schreiben (und auch gerne bekommen) werde ich mir trotz schnell entwickelnder Technologien auch weiterhin bewahren.
In diesem Sinne: Lasst uns weiterhin kommunizieren, egal auf welcher Art und Weise. Denn Kommunikation ist auch Leben.
27.04.2012, 20.17 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Kurz gedacht
Erstaunlich, über was sich manche Menschen streiten können.
Ob wir heutzutage zu viel Zeit haben?
29.03.2011, 11.01 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL
Erkenntnis der Woche
Man sollte das zu fotografierende Objekt VORHER gründlich säubern, wenn man ein Makrofoto machen möchte.
Erkenntnis 1: ein Makrofoto zeigt jedes Staubkorn und jeden Schmierfilm.
Erkenntnis 2: Ich sollte zum Augenarzt. Meine Kamera sieht mehr als ich.
Nachtrag:
Erkenntnis 3: Es sollte auch die Linse sauber sein!
05.06.2010, 10.22 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Erkenntnisse der Woche
- Es kommt immer anders als man denkt
- Positives Denken erleichtert schlechte Zeiten!
- Es gibt mehr Leute, die genauso denken wie ich, als ich bisher glaubte
- Man sollte beim Steakbraten kein Buch lesen....
22.05.2009, 10.50 | (5/4) Kommentare (RSS) | TB | PL
Satz der Woche
Aussage meiner Mutter gestern:
Besser VOR dem Altersheim sterben als IM Altersheim.
05.05.2009, 18.38 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL
Erkenntnis der Woche
Fotografiere NIE mit fremden Kameras!
29.09.2008, 15.52 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL
Informationsüberflutung
Tagtäglich brechen über uns eine Flut von Informationen herein. Bei mir beginnt die erste Wortbeschallung mit dem Angehen des Weckers und dem Radiosender 1live. Dort werde ich schonmal über das Wichtigste informiert, was ich für diesen Tag wissen sollte. Wer wieder im Knast sitzt, was Merkel und der Rest der Sippschaft so treibt und - ganz wichtig - wie das Wetter wird, dicht gefolgt von diversen Staumeldungen, die ohnehin jeden Tag gleich sind. Hier bei uns in NRW staut es sich eben immer und überall. Das ist quasi unser Hobby.
Zwischen den Nachrichten und örtlich gesehen zwischen Badezimmer und Schlafzimmer werde ich noch mit diversen unwichtigen Informationen versehen, bevor ich mich auf dem Weg zur Arbeit mache. Mein Gehirn ist also schonmal warmgelaufen - zumindest was die Verarbeitung von Informationen betrifft. Kein Wunder, dass ich nicht mehr bewusst Auto fahre und nach 30 Minuten ganz plötzlich und unverhofft vor meinem Arbeitgeber stehe. Wie bin ich dahin gekommen?
An meinem Arbeitsplatz lege ich schonmal die Tageszeitung für die tägliche Mittagspause bereit - wieder Information. Dabei stelle ich immer wieder fest, dass 1live wohl die gleiche Zeitung liest wie ich. Irgendwie steht genau das drin, was ich heute morgen in Kurzform schon gehört habe. Gut so. Dann brauche ich nur noch die Überschriften zu lesen. Spart Zeit.
Dass ich arbeitstechnisch natürlich ebenfalls mit Informationen in Form von E-Mails, interne und externe Post und persönlichen Sprachmittteilungen (=Mensch trifft Mensch und redet miteinander) versorgt werde, ist klar. Auch diese müssen im Laufe des Tages (ich habe im Regelfall 8 Stunden dafür Zeit) verarbeitet und erledigt werden (schlimmster Fall: ich muss aktiv werden und arbeiten, bestens Ablage).
Zuhause angekommen mache ich natürlich erst mal meinen PC an, um zu sehen, ob ich E-Mails bekommen habe (ich habe: 25 Spams, 4 Kommentare, 1 private E-Mail). Nun begebe ich mich auf meine Blog-Tour, besuche meine Mit-Blogger und -Bloggerinnen und werde auf ein weiteres mit Informationen versorgt. Bestenfalls sehe ich mir schöne Bilder an mit wenig Text, bei längeren und auch interessanteren Texten benötige ich nochmal meinen vollen Gehirneinsatz (ich möchte ja nicht nur lesen, sondern auch verstehen). Dazwischen gibt es eine ganze Menge Alltagsinformationen, Strickmuster, Kochrezepte, Buchvorschläge und -rezensionen, Blümchen u. v. m.
Zu später Abendstunde entscheide ich mich dann zwischen dumpfbackiger Berieselung durch das Fernsehen oder einem guten Buch. In letzter Zeit entscheide ich mich immer öfters für das Buch. Woran liegt das wohl?
Irgendwann zwischen 23 und 24 Uhr gehe ich dann ins Bett, hundemüde mit einer Menge im Laufe des Tages verarbeiteter Informationen. Kein Wunder, dass ich schlecht schlafe und mein Gehirn nicht zur Ruhe kommt. Denn das muss erst mal Ablage machen und die ganzen Informationen irgendwo zwischen den einzelnen Gehirnsträngen unterbringen.
Wenn ich dann morgens wie gerädert aufwache und mich fühle, als hätte ich tagelang durchgesoffen, kann ich mich an nichts mehr erinnern.
Wo habe ich bloß gestern den Haustürschlüssel hingelegt?
02.07.2007, 08.01 | (5/5) Kommentare (RSS) | TB | PL
Verändert sich Freundschaft?
Aus meiner persönlichen Beobachtung heraus habe ich für mich festgestellt, dass sich Freundschaft im Laufe des Lebens verändert. Nun habe ich fast 4 Jahrzehnte auf dem Buckel und behaupte, dass meine Schulfreundschaften und meine Freundschaften in den Zwenties anders war als die heutigen Freundschaften.
In der Schule und vielleicht auch noch in der Ausbildung habe ich meine Freunde sehr oft gesehen, man hat vieles gemeinsam unternommen, über vieles geredet und philosophiert. Da man sich oft täglich oder mehrmals die Woche sah und dadurch auch im Alltagsleben des Anderen mit eingebunden war, erkannte man auch sofort, wenn es dem anderen schlecht ging. Man hat einfach mehr miteinander gelebt und die Freundschaft hatte einen hohen Stellenwert.
Heute ist das anders. Meine Freunde sind "erwachsen" geworden, heißt, sie haben (Ehe-)Partner und Kinder, beruflichen und familiären Stress und sind sehr auf sich selbst bezogen. Das eigene Leben nimmt zuviel Raum ein und die Prioritäten haben sich verschoben. Natürlich steht die Familie an erster Stelle. Und bei den Freundschaften werden gerne diejenigen gepflegt, die ein ähnliches Sozialgefüge habe. Man sieht sich höchstens einmal die Woche, meistens noch weniger. Wie sich der einzelne fühlt und was er denkt, bekommt man nicht mehr mit - es sei denn, der andere teilt sich mit. Durch das Alltagsleben und die hohen Anforderungen, die diese mit sich bringen, wird es schwerer, die Gefühle und das Wohlbefinden des anderen herauszufinden. Probleme bleiben meistens "im Haus", es wird immer weniger intensiv geredet und eher nach lustigen gesellschaftlichen Ablenkungen gesucht.
Das verändert die Freundschaft, macht sie unter Umständen oberflächlicher. Und auch schwieriger in der Umsetzung.
Hatte man ein Problem, so konnte man früher zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufen, manchmal traf man sich sogar mitten in der Nacht. Heute ist das nicht mehr möglich. Heute ist das schwieriger geworden, die Kinder müssen versorgt werden, man muss arbeiten gehen oder hat andere Dinge zu erledigen... man ist gezwungen, einen Termin mit dem Freund auszumachen. Spontan vorbeizukommen, um zu reden oder zu helfen, ist oft nicht mehr möglich.
Als Single finde ich es zum Teil noch schwieriger, da kein Partner da ist, mit dem man seine täglichen Sorgen teilen kann, kein Partner, der einen einfach mal in den Arm nimmt und tröstet. Für Trost und Zuspruch oder auch einfach nur für ein intensives Gespräch muss ich mir erst jemanden suchen, der Zeit hat und mir auch zuhören möchte. Immer öfter denke ich: "Hilf dir lieber selbst", dann bist du auch von niemanden abhängig. Und wenn jemand da ist, der dir zuhört, dann freu dich. Denn das wird immer seltener.
Die Prioritäten ändern sich eben. So ist wohl das Leben.
23.05.2007, 10.08 | (4/4) Kommentare (RSS) | TB | PL
Brieffreunde
Ich habe es getan, ich habe mich bei Letternet angemeldet, um nach Brieffreunde zu suchen.
Zugegeben, meine Zeit ist momentan knapp bemessen, doch sich hinzusetzen und ab und zu einen Brief zu schreiben, nimmt nicht soviel Zeit in Anspruch wie tägliches bloggen (wozu ich zur Zeit leider auch selten komme *seufz*).
Die Faszination des Briefeschreiben hat mich schon seit einiger Zeit ergriffen. Früher hatte ich mehrere Brieffeunde, teilweise aus England und Frankreich. Es war damals ganz normal, Briefe zu schreiben. Da gab es noch kein Computer, keine E-Mails und SMS. Und man hat sich immer gefreut, einen Brief oder eine Postkarte im Briefkasten zu finden.
Und heute? Heute liegen dort nur Rechnungen und Werbung ohne Ende. Die altbewährte Postkarte setzt auch Staub an, Weihnachtswünsche und Geburtstagswünsche werden bestenfalls mit elektronischen Grußkarten verschickt, vielleicht auch mit einer E-Mail, schlimmstenfalls mit einer SMS.
Diese Stillosigkeit gefällt mir schon länger nicht mehr. Auch an mir selbst. Und genau aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, neben dem schnellen Medium des Computers (dem ich nach wie vor einen großen Stellenwert in meinem Leben einräume) mich auch wieder der langsamen und zum Teil besinnlichen Art der Kommunikationsebene zu betätigen und Briefe zu schreiben.
Sicherlich kann ich damit nicht viele Menschen erreichen, dafür eignet sich die moderne Methode besser, aber hin und wieder anstatt zur E-Mail oder SMS zu greifen, mal einfach eine Postkarte schicken, ist schon etwas Besonderes und hat Stil. Ich erinnere mich an jede Postkarte, die ich bekommen habe und wie ich mich darüber gefreut habe. Schon allein die Überraschung, etwas SCHÖNES im Briefkasten zu finden, war einfach ein tolles Gefühl. Und genau dieses Gefühl möchte ich erhalten, möchte ich auch in Zukunft erleben dürfen und möchte ich auch anderen geben können.
27.04.2007, 21.44 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL
Der richtige Zeitpunkt
Es gibt ihn tatsächlich: den richtigen Zeitpunkt!
Gerade in Bezug auf Krankheiten kann er entscheidend sein. Wie nah rettende Klippe und Abgrund sich sind, wird einem erst dann bewusst, wenn man das früher und später realisiert.
3 Monate früher - unentdeckt3 Monate später - verbreitet
Ich rede von Krebs. Und ich bin froh, das betreffende Person auf ihre innere Stimme gehört hat, die ihr den richtigen Zeitpunkt "diktierte".
Da sage ich mal ganz laut: "Danke, liebe innere Stimme! Du hast gute Arbeit geleistet!"
23.02.2007, 13.48 | (4/4) Kommentare (RSS) | TB | PL
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