Blogeinträge (themensortiert)

Thema: *Gelesen / Gehört*

Das dunkle Herz von Lukas Hainer


Während einer Gedenkfeier für ihren verschwundenen Bruder wird Anna schwarz vor Augen, und sie erwacht am Rande einer verlassenen Wüstenstadt. Als alle Versuche scheitern, Kontakt zu ihren Eltern aufzunehmen, sucht sie in der Stadt nach Antworten und stößt auf weitere Ankömmlinge, unter ihnen der junge Nick. Bald entbrennt ein Kampf ums Überleben, sowohl mit ihrer unwirtlichen Umgebung als auch unter den Gestrandeten selbst. Während die Spannungen eskalieren und es sogar zu Toten kommt, findet Anna plötzlich Hinweise auf ihren Bruder – ist es möglich, dass er noch lebt? Als sie der Spur folgen, stoßen Nick und sie auf ein furchtbares Geheimnis, das dieser Ort und seine Bewohner hüten: das dunkle Herz. Und plötzlich geht es um weit mehr als nur um ihr eigenes Schicksal. 

384 Seiten, ivi-Verlag, LINK zu Amazon





Das dunkle Herz ist ein Fantasy-Jugendroman und soll eine Trilogie werden. Leider wird das vom Verlag nicht kommuniziert, was für viele Leser aber durchaus wichtig zu wissen ist.

Die Geschichte dreht sich um Anna, aus deren Perspektive hauptsächlich erzählt wird, die vor 10 Jahren ihren großen Bruder verloren hat. Beim 10-jährigen Gedächtnistag in der Kirche wird Anna plötzlich in eine gänzlich andere Welt mitten in der Wüste katapultiert. Wie ihr ergeht es so noch anderen Menschen unterschiedlicher Nationalität und Alter, die sich nun in diesem Ausnahmezustand und in einer sehr beklemmenden Atmosphäre zusammenraufen müssen. Interessant dabei ist zu lesen, wie unterschiedlich die Protagonisten in dieser Situation reagieren.

Die Geschichte ist rasant und spannend erzählt in einem flüssigen, teilweise nüchternen Schreibstil, der leider die meisten Figuren, besonders die Erwachsenen, ein wenig oberflächlich und farblos wirken lässt. Da hätte ich mir ein wenig mehr Tiefe gewünscht.

Die Rätsel um diesen geheimnisvollen Ort und das dunkle Herz, die vielen Fragen, die aufkommen und die Entwicklung der Geschichte sind sehr spannend erzählt und nimmt zum Ende hin richtig Fahrt auf.

Einige Fäden werden leider nicht weiterverfolgt und es bleiben Fragen offen, die sich hoffentlich im Folgeband klären werden.

Das Ende ist für mich für eine Trilogie sehr gut umgesetzt, die eigentliche Geschichte ist in sich abgeschlossen, aber man erfährt als Leser, dass es irgendwie in anderer Form weitergeht. Das macht neugierig auf den Folgeband.

Das dunkle Herz ist für mich ein solider 1. Teil mit Entwicklungspotenzial, das nicht nur für Jugendliche lesenswert ist.


Nickname 16.04.2018, 14.22 | (0/0) Kommentare | PL

Schlangengrab von Robert Corvus und Bernhard Hennen

5. Teil der Phileasson-Saga
Im Perlenmeer leben die legendären Seeschlangen, die jeder vernünftige Kapitän meidet und das Weite sucht. Nicht jedoch die Recken der beiden Ottajaskos, die es genau auf diese stolzen und starken Meeresbewohner beziehungsweise deren Reißzähne abgesehen haben. So ziehen die beiden Wettstreiter Asleif Phileasson und Beorn der Blender los, um ihre 5. Aufgabe zu erledigen, die sie ein Stück näher zum Titel "König der Meere" bringen wird. Wer wird diesmal den Punkt holen?

Klappentext:
Die Seeschlangen des Perlenmeers zerdrücken die Planken stolzer Segler und ziehen kühne Recken in ein nasses Grab. So sagt man. Ungeheuer so schrecklich, dass ihr Zorn dereinst die Welt entzweireißen wird. So sagt man. In ihrem fünften Abenteuer müssen sich Asleif Phileasson und Beorn der Blender ausgerechnet einer solchen Bestie stellen. Nur wem es gelingt, einen Reißzahn aus dem Maul einer Seeschlange zu stehlen, hat die nächste Prüfung bestanden und darf sich weiterhin Hoffnung auf den Titel »König der Meere« machen. Doch alleine schon die Fahrt ins Perlenmeer wird für die beiden Kontrahenten zu einer tödlichen Herausforderung.

624 Seiten, Heyne-Verlag, LINK zu Amazon

Internetseite zu der Phileasson-Saga: LINK  



Schlangengrab ist der 5. Teil der Phileasson-Saga mit der Aufgabe, einen intakten Reißzahn einer Seeschlange zu ergattern. Wie auch in den Abenteuern davor, gehen die beiden Wettstreiter Asleif Phileasson und Beorn der Blender die Aufgabe gänzlich unterschiedlich an und der Wettstreit zwischen den beiden Kontrahenten auf dem Perlenmeer und in Maraskan ist stark spürbar.

In diesem Band erfahren wir im Prolog auch, wie Beorn zum Beorn der Blender geworden ist und wie er sein Augenlicht verlor. Dadurch gewinnt dieser Charakter entscheidend an Tiefe und offenbart neue Facetten. Für mich ist das mit dem 1. Prolog in Nordwärts einer der stärksten Prologe.

Das ist überhaupt die Stärke dieser Serie, dass die sehr unterschiedlichen Charaktere sich entwickeln, allerdings auch nicht immer zur besseren Seite. Aber gerade das ist das Spannende daran. Man weiß vorher nie, welchen Weg ein Charakter geht. Auch die Traviageweihte Shaya durchlebt in diesem Abenteuer ein Wechselbad der Gefühle und erkennt neue Seiten an sich und an den Menschen. Einige Figuren können auftrumpfen, andere laufen eher mit und erhalten vermutlich in einem anderen Band ihren großen Auftritt. Ich kann nur mit ganz wenigen Charakteren nichts anfangen. Einer meiner Lieblinge, die Waldfrau Irulla, hat diesmal auch ein paar schöne Auftritte und ich habe gelernt, dass Spinne noch lange nicht Spinne ist. Und Zidaine, das wandelnde Pulverfass, ist ohnehin immer für Überraschungen gut. Die sehr liebevoll gezeichneten Figuren werden von Band zu Band vielschichtiger und farbiger. Das gefällt mir ausgesprochen gut und ich freue mich immer wieder auf neu eingeführte Figuren.

Das Abenteuer ist aktionsreich und spannend beschrieben, es gibt Kämpfe, Auseinandersetzungen, wichtige Gespräche und seltsame Leute, mit denen man auskommen muss. Maraskan und seine Bewohner werden farbenprächtig beschrieben. Sowohl in der Stadt also auch im angrenzenden Wald schaffen die Autoren eine dichte Atmosphäre.

Ein paar Fragen bleiben offen, bei denen der Leser hoffen muss, dass diese in einer der nächsten Bände aufgegriffen werden. Und die Seeschlangen wurden für meinen Geschmack ein wenig kurz abgehandelt.

Schlangengrab ist eine starke Fortsetzung, das hohe Niveau wird konstant gehalten. Und wie im wahren Leben ist auch hier für jeden etwas dabei und teilt oftmals die Leser in zwei Ottajakso, das wohl.

Der 6. Teil, Totenmeer erscheint voraussichtlich im September 2018. Das fundamentale Abenteuer geht weiter. Es kann eben nur einen König der Meere geben.



  • Nordwärts

    Band 1

    *5

    LINK

  • Himmelsturm

    Band 2

    *4-5

    LINK

  • Die Wölfin

    Band 3

    *4-5

    LINK

  • Silberflamme

    Band 4

    *4

    LINK

  • Schlangengrab

    Band 5

    *4-5

    LINK

  • Totenmeer

    Band 6

    erscheint September 2018


Nickname 10.04.2018, 15.09 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Rendevous im Café de Flore

Zwei Frauen, zwei Liebesgeschichten, ein Paris

Marlène fährt mit ihrem Mann zu ihrem 10. Hochzeitstag nach Paris, der Stadt ihrer Träume und Vergangenheit. Im Musée d'Orsay entdeckt sie ein Bild von einer Frau, die ihr zum verwechseln ähnlich sieht. Sie begibt sich auf die Suche nach der geheimnisvollen Doppelgängerin aus den 30er Jahren und stößt auf Vianne Renard, die 1928 in Paris ein neues Leben aufbaut und ihrer großen Liebe begegnet.

432 Seiten, Aufbau-Taschenbuch, LINK zu Amazon



Aus wechselnder Perspektive wird das Leben der beiden Frauen Marlène und Vianne erzählt. Beim Recherchieren muss Marlène ihr eigenes Leben und die Beziehung zu ihrem Mann neu überdenken während Vianne zunächst das kulturelle Leben in Paris genießt, bis der 2. Weltkrieg beginnt und sich alles verändert. 

Die wechselnde Erzählperspektive gefiel mir ganz gut, da man dem Leben von Vianne Stück für Stück näher kam und gleichzeitig die Entwicklung von Marlène mitverfolgen konnte. Der Erzählstil ist sehr flüssig und lebhaft. Vianne kam mir als Person ein wenig näher als Marlène, da ihre Stärke und Leidenschaft bei mir mehr auslöste. Vielleicht liegt es daran, dass Marlène in der ICH-Perspektive erzählte und ich mich mit dieser Frau nicht so ganz identifizieren konnte.

Die Beschreibungen von Paris heute sowie damals empfand ich als sehr atmosphärisch und pulsierend. Ich konnte mir die Örtlichkeiten gut vorstellen. 

Für mich ist das in erster Linie eine Liebesgeschichte, auch wenn ein wenig an den Kriegsgeschehen gekratzt wird und man einen kurzen Abriss der Geschichte erhält. Eine unterhaltsame kurzweilige Lektüre. 


Nickname 26.03.2018, 00.00 | (0/0) Kommentare | PL

Ernsthaft lustig mit Terry Pratchett

Terry Pratchett, der Erschaffer der Scheibenwelt, ist bekannt für seine signifikanten Sätze und coolen Sprüche. Da liegt es Nahe, seine besten Sprüche in einem Sammelband zusammenzufassen.

Piper-Verlag, 124 Seiten, LINK zu Amazon



Ich liebe Terry Pratchett und seine Bücher über die Scheibenwelt. Ich selbst besitze eine eher lose Blattsammlung seiner brillianten und lustigen Sprüche und Sätze. Deshalb habe ich auch nicht lange überlegt und bei diesem Buch zugegriffen. Leider wurde ich als Fan enttäuscht. 124 Seiten sind schon mager genug. Auf jeder Seite findet sich nur ein Zitat. Ob es wirklich die besten Sätze von Pratchett sind, ist sicherlich Geschmackssache, aber für den Preis hätte ich schon ein wenig mehr erwartet. Einzig die tollen Zeichnungen von Kate Oleska haben mich ein wenig versöhnt.
Immerhin hat man in diesem Büchlein genug Platz für eigene Notizen.
Fazit: Kann man kaufen, muss aber nicht. Im Internet findet man wesentlich bessere Sammlungen.

Nickname 25.03.2018, 15.47 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Cold Case - Spurlos von Sandra Hauser

Seit Hannahs neuer Vorgesetzter krank ist, ist nicht viel los im Rüsselsheimer Polizeipräsidium. Deshalb beschäftigen sich die Kommissarin und ihre Kollegen mit einem Cold Case, einem alten Fall, der nie gelöst wurde. Ein Junge ist auf dem Weg zur Schule spurlos verschwunden, einziges Indiz: sein auf einem Spielplatz zurückgelassenes T-Shirt. Dank neuester Technik können die Polizisten nun die DNA-Spuren auf dem Kleidungsstück genauer unter die Lupe nehmen. Sie machen eine erstaunliche Entdeckung. Und plötzlich sind ihre Ermittlungen aktueller und gefährlicher denn je …
Der 2. Fall von Hannah Bindhoffer

312 Seiten, Midnight Verlag, LINK zu Amazon



Cold Case ist der 2. Fall der Hannah Bindhoffer.. Da im Revier Langeweile aufkommt, beschäftigt sie sich mit einem alten Vermisstenfall. Die Herangehensweise fand ich sehr spannend beschrieben. Und immer wieder werden Fäden zu einem aktuellen Fall, der augenscheinlich gar nichts mit dem alten Fall zu tun hat, geschickt verwoben. Diesmal bekommt Hannah für mich auch mehr Tiefe, als Figur kann sie sich hier weiterentwickeln und man erfährt mehr über die private Person. Deshalb sollte man den 1. Band gelesen haben, um die Entwicklung nachvollziehen zu können. Aber natürlich ist der Fall in sich abgeschlossen und kann auch separat gelesen werden.

Die zwei Erzählperspektiven, einmal aus der Sicht der Ermittler und einmal aus der Sicht des Opfers, sind sehr spannend ausgearbeitet. Die Autorin spielt da auch viel mit der Phantasie des Lesers, was mir persönlich immer gut gefällt. Man muss nicht jeden Schrecken immer bis ins Detail lesen, um die Tragweite der Tragödie begreifen zu können. Zum Schluss sind die vielen Zufälle für mich nicht ganz so realistisch, stören mich aber beim Lesen nicht weiter. Dafür gab es einige überraschende Momente, mit denen ich so nicht gerechnet hätte.

Ich habe für mich hier eine neue interessante Krimiserie entdeckt und bin schon gespannt auf den 3. Fall.




Nickname 24.03.2018, 10.00 | (4/1) Kommentare (RSS) | PL

Monsieur Blake und der Zauber der Liebe von Gilles Legardinier

Andrew Blake, erfolgreicher Geschäftsmann aus London, hat den Tod seiner geliebten Frau Diane nicht überwunden. Er braucht dringend eine Veränderung. Und so lässt er sein altes Leben hinter sich und nimmt in einem Herrenhaus in Frankreich inkognito eine Stelle als Butler an. Dort arbeiten mit ihm: die feldwebelhafte Köchin Odile, der exzentrische Gärtner Phillipe und das junge Hausmädchen Manon. Bald schon bringt Andrew die entfremdeten Bewohner des Hauses durch seine weise, humorvolle Art einander näher. Und wer weiß, vielleicht erlebt auch er selbst noch einmal den Zauber der Liebe?

410 Seiten, Goldmann-Verlag, LINK zu Amazon





 
Mich hat das Buch von der ersten bis letzten Seite sehr gut unterhalten. Diese wunderbare und charmante Geschichte über sehr eigenwillige und liebevolle Charaktere, besonders von Andrew Blake, hat sich regelrecht in mein Herz geschrieben. Den teilweisen sehr trockenen Humor liebe ich und der flüssige, humorvolle Schreibstil sorgt für einen kurzweiligen Lesegenuss. Es ist eine einfache schöne Geschichte mit Happy End ohne große Tragödien und Tiefgang. Ein Buch für einen kalten kuscheligen Sonntag zum Eintauchen. Ab und zu brauche ich auch solche kleinen Seelenstreichler, die ein wenig die Zeit vergessen lassen.


Nickname 20.02.2018, 00.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte von Bernhard Hennen

Der Beginn eines neuen magischen Zeitalters – die neue Bestseller-Serie von Deutschlands Fantasy-Autor Nr. 1: Bernhard Hennen!
Der junge Milan Tormeno ist dazu ausersehen, seinem Vater Nandus in das Amt des Erzpriesters zu folgen: Er soll einer jener mächtigen Auserwählten werden, die die Geschicke der Welt Azuhr lenken.
Doch Milan kann nicht akzeptieren, dass sein Schicksal vorherbestimmt ist. Er rebelliert – und verstrickt sich mit der Meisterdiebin Felicia und der geheimnisvollen Konkubine Nok in ein gefährliches Netz von Intrigen.
Gemeinsam geraten sie in den Bann einer alten Prophezeiung – einer Prophezeiung, nach der die Ankunft des »Schwarzen Mondes« in Azuhr ein neues Zeitalter der Magie einläuten wird ...
»Man nennt ihn auch den ›Herrn der Elfen



Bernhard Hennen hat mit diesem Auftakt der Trilogie um die Chroniken von Azuhr alle Register gezogen und eine neue Welt erschaffen, die zunächst ein wenig Ähnlichkeit mit dem Mittelalter hat, aber immer mehr in die Phantastik eintaucht und die eher raue Welt mit Mären und Fantasiegestalten verzaubert. 

Es beginnt mit einem sehr starken Prolog, der nichts für zarte Gemüter ist. Aber er ist wichtig, um die weitere Geschichte zu verstehen. 53 Jahre später lernen wir den jungen Milan und seine Familie kennen. Gut gefallen hat mir dabei, dass man als Leser eine zeit lang bei der Hauptfigur bleibt und so den Charakter und das Umfeld besser kennen lernen kann. Erst später wechseln öfters die Perspektiven. Sehr gut herausgearbeitet ist der Vater-Sohn-Konflikt, aber auch die Phasen der persönlichen Entwicklungen und die jugendliche Rebellion von Milan.

Auch die Nebenfiguren sind stark und facettenreich gezeichnet. Bernhard Hennen versteht es wie kein anderer Autor, in nur wenigen Sätzen seinen Figuren Charakter und Tiefe zu verschaffen. Schnell entwickeln sich beim Leser Emotionen, ganz gleich, in welche Richtung, und man fiebert mit seinen Lieblingen sofort mit.

Es gibt eine Menge spannende und sich überschlagene Ereignisse mit teilweise sehr überraschenden Wendungen. Man wird regelrecht in das Abenteuer hineingezogen und verfolgt gebannt den weiteren Verlauf der Hauptfiguren, die auf einige wunderbare, liebevoll charakterisierte Fantasyfiguren aus der Märchen- und Fabelwelt treffen, von denen man gerne mehr lesen möchte. Besonders der Riese Gideon hat es mir angetan und mich beim Lesen verzaubert.

Auch optisch ist das Buch ein richtiger Hingucker und es gibt eine toll gezeichnete Karte, an der man sich gut orientieren kann. 

„Der Verfluchte“ ist der erste Teil der Trilogie und lässt sicherlich noch eine Menge Fragen offen, dennoch kann man mit dem ersten Teil gut abschließen. Für mich eine absolute Leseempfehlung für alle, die Fantasy und Märchen lieben. 




Nickname 25.01.2018, 00.00 | (0/0) Kommentare | PL

Die Farben der Erinnerung von Nicole C. Vosseler

Als Kind verlor Gemma ihre Eltern bei einem Brand – ein tragisches Unglück, das sie auch als Erwachsene noch verfolgt. Ihr zurückgezogenes Leben in New York gerät jäh aus dem Gleichgewicht, als sie anonyme Post erhält: einen Umschlag mit Zeilen eines viktorianischen Gedichts und einem antiken Schmuckstück. Mit Hilfe des charismatischen Oxford-Professors Sisley Ryland-Bancroft begibt sich Gemma auf eine Spurensuche nach dem Absender, die sie über zwei Kontinente führt und großer Gefahr aussetzt. Denn ohne es zu ahnen, ist sie dabei, ein Geheimnis aufzudecken, das seit Jahrhunderten gehütet wird und der Schlüssel zu ihrer eigenen Vergangenheit sein könnte …

416 Seiten, Goldmann Verlag, LINK zu Amazon


Die gemeinsame Reise von Gemma und Sisley auf den Spuren des Geheimnisses der „Frau in grün“(Gemälde "Bildnis einer Dame" von Pieter de Kempeneer), hervorgerufen durch die geheimnisvollen E-Mails und dem nachgebildeten Ohrschmuck wird rasant und spannend erzählt. Gemma und Sisley geben dabei ein schräges Paar ab, das wunderbar mit ihren speziellen Eigenarten beschrieben werden und deren Entwicklung man als Leser spürbar mitverfolgen kann. Die gewonnenen Erkenntnisse und das Zusammentragen kleiner Puzzlesteine zur Lösung des Geheimnisses waren für mich nicht immer nachvollziehbar, vermutlich fehlte mir da das entsprechende Hintergrundwissen aus Kunst und Kultur.

Bei der Recherche werden nicht nur immer wieder die Vergangenheit Gemmas aufarbeitet, es berührt auch das tragische Schicksal Lucrezia  und das Leben und Schaffen des Dichterehepaares Robert und Elizabeth Browning. Man befindet sich daher in drei unterschiedlichen Zeitebenen. Mich persönlich hat das Schicksal von der jungen Lucrezia am meisten berührt und hätte da gerne mehr von gelesen, der Verweis zu den Brownings hätte ich nicht unbedingt gebraucht.

Der schöne und flüssige Schreibstil der Autorin macht einige wenige Längen, die ich beim Lesen empfand, wett und es war trotz kleiner Kritikpunkte für mich eine unterhaltsame Geschichte, die ein klein wenig an Dan Brown erinnerte. 

Für mich nicht der beste Roman von Nicole C. Vosseler, ihre anderen Romane haben mich wesentlich mehr in den Bann gezogen, aber durchaus ein solider, unterhaltsamer und kurzweiliger Roman mit historischem Hintergrund.






Nickname 12.01.2018, 00.00 | (0/0) Kommentare | PL

Die Köche III: Der kleine Hobbykoch



Man nehme eine Anzahl Autoren,

Dan Wells, Stan Nicchols, Markus Heitz, Bernhard Hennen, Luci van Org, Stephan Russbült, Andrea Bottlinger, Diana Kinne, Tom Daut, Angelika Lauriel, Stefanie Altmeyer, Isa Theobald, Gesa Schwartz, Christian von Aster, Benny Kiehn, Simon André Kledtke, Sandra Baumgärtner, Nina Behrmann, Ann-Kathrin Karschnick, Philipp Bobrowski, Diana Menschig, Rona Walter, Alexander Lohmann, Fabienne Siegmund, Andrea Tillmanns, Rebecca Wild, Michael Borlik und Natalja Schmidt, 

vermische diese mit phantastischen Geschichten und schmecke das ganze mit ausgesuchten Rezepten ab.

Herausgeber: Ulrich Burger


Dies ist der 3. Teil einer interessanten Kombination. Autoren schreiben zu ihren Lieblingsgerichten die passende Kurzgeschichte. Ich habe das Buch im Rahmen einer Lesung gewonnen mit entsprechender Widmung zweier Autoren. Die Qualität sowohl der Geschichten als auch der Rezepte sind sehr unterschiedlich. Mal ist die Geschichte besser, mal das Rezept, mal beides, mal keines. Eine Frage des persönlichen Geschmacks, sowohl beim Essen als auch beim Lesen. Aus diesem Grund finde ich die Kombination sehr gelungen. Leider ist diese Serie wohl nur noch auf dem Gebrauchtmarkt zu finden. 




Nickname 30.12.2017, 00.00 | (0/0) Kommentare | PL

Katzensitter von Sandra Hausser

Auch unter dem Titel " Tod auf leisen Pfoten" erschienen.
Ein Rhein-Main Krimi 
Als Hannah Bindhoffer und ihr Kollege Jens Hartmann zu einem Tatort mit weiblicher Leiche gerufen werden, deutet zunächst alles auf einen Selbstmord hin. Ein Abschiedsbrief, zeremonielle Beleuchtung und die passende Musik untermauern den Verdacht. Doch schon bald müssen die Kommissare feststellen, dass nichts ist, wie es der erste Eindruck vermittelt. Eine perfide Mordmethode und ein Täter, der keinem Muster zu folgen scheint und das Team Rhein-Main in Atem hält.

328 Seiten, CreateSpace Independent Publishing Platform, LINK zu Amazon, LINK zur E-Book-Version


Der Krimi-Auftakt mit der sympathischen Ermittlerin Hannah Bindhoffer ist durchaus gelungen. Der Schreibstil ist flüssig mit vielen spannenden Dialogen. Die Protagonisten kommen alle sehr sympathisch und facettenreich rüber, auch wenn die Charaktere noch sehr oberflächlich beschrieben sind. Da es sich allerdings um die erste Folge einer Serie handelt, erhalten die Figuren in den Folgebänden sicherlich mehr Tiefe. Genügend Potential ist auf jeden Fall da. Der Kriminalfall ist recht spannend aufgezogen und man tappt relativ lange im Dunkeln. Mir blieb am Ende ein wenig das Mordmotiv zu wenig hinterleuchtet bzw. zu oberflächlich und der Täter als Person etwas zu blass. Da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben.
Trotzdem ein sehr unterhaltsamer kurzweiliger Krimi. Der zweite Fall der Hannah Bindhoffer ist bereits als E-Book erschienen mit dem Titel: Cold Case - Spurlos (LINK zu Amazon)


Nickname 29.12.2017, 05.00 | (0/0) Kommentare | PL

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Steinegarten:
Die Zeichnungen erkennt mensch immer schon oh
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Escara / Esther:
Liebe Pat, toll dass du dieses Buch so schön
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Oh ja oh ja, ich hatte es auch. Doch leider i
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Kalle:
Hi Kerki, leider habe ich solch alte Erinneru
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Mara:
So ein Wilhelm Busch Buch hatte ich auch. Lei
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