Blogeinträge (themensortiert)

Thema: *Gelesen / Gehört*

Die Farben der Erinnerung von Nicole C. Vosseler

Als Kind verlor Gemma ihre Eltern bei einem Brand – ein tragisches Unglück, das sie auch als Erwachsene noch verfolgt. Ihr zurückgezogenes Leben in New York gerät jäh aus dem Gleichgewicht, als sie anonyme Post erhält: einen Umschlag mit Zeilen eines viktorianischen Gedichts und einem antiken Schmuckstück. Mit Hilfe des charismatischen Oxford-Professors Sisley Ryland-Bancroft begibt sich Gemma auf eine Spurensuche nach dem Absender, die sie über zwei Kontinente führt und großer Gefahr aussetzt. Denn ohne es zu ahnen, ist sie dabei, ein Geheimnis aufzudecken, das seit Jahrhunderten gehütet wird und der Schlüssel zu ihrer eigenen Vergangenheit sein könnte …

416 Seiten, Goldmann Verlag, LINK zu Amazon


Die gemeinsame Reise von Gemma und Sisley auf den Spuren des Geheimnisses der „Frau in grün“(Gemälde "Bildnis einer Dame" von Pieter de Kempeneer), hervorgerufen durch die geheimnisvollen E-Mails und dem nachgebildeten Ohrschmuck wird rasant und spannend erzählt. Gemma und Sisley geben dabei ein schräges Paar ab, das wunderbar mit ihren speziellen Eigenarten beschrieben werden und deren Entwicklung man als Leser spürbar mitverfolgen kann. Die gewonnenen Erkenntnisse und das Zusammentragen kleiner Puzzlesteine zur Lösung des Geheimnisses waren für mich nicht immer nachvollziehbar, vermutlich fehlte mir da das entsprechende Hintergrundwissen aus Kunst und Kultur.

Bei der Recherche werden nicht nur immer wieder die Vergangenheit Gemmas aufarbeitet, es berührt auch das tragische Schicksal Lucrezia  und das Leben und Schaffen des Dichterehepaares Robert und Elizabeth Browning. Man befindet sich daher in drei unterschiedlichen Zeitebenen. Mich persönlich hat das Schicksal von der jungen Lucrezia am meisten berührt und hätte da gerne mehr von gelesen, der Verweis zu den Brownings hätte ich nicht unbedingt gebraucht.

Der schöne und flüssige Schreibstil der Autorin macht einige wenige Längen, die ich beim Lesen empfand, wett und es war trotz kleiner Kritikpunkte für mich eine unterhaltsame Geschichte, die ein klein wenig an Dan Brown erinnerte. 

Für mich nicht der beste Roman von Nicole C. Vosseler, ihre anderen Romane haben mich wesentlich mehr in den Bann gezogen, aber durchaus ein solider, unterhaltsamer und kurzweiliger Roman mit historischem Hintergrund.






Nickname 12.01.2018, 00.00 | (0/0) Kommentare | PL

Die Köche III: Der kleine Hobbykoch



Man nehme eine Anzahl Autoren,

Dan Wells, Stan Nicchols, Markus Heitz, Bernhard Hennen, Luci van Org, Stephan Russbült, Andrea Bottlinger, Diana Kinne, Tom Daut, Angelika Lauriel, Stefanie Altmeyer, Isa Theobald, Gesa Schwartz, Christian von Aster, Benny Kiehn, Simon André Kledtke, Sandra Baumgärtner, Nina Behrmann, Ann-Kathrin Karschnick, Philipp Bobrowski, Diana Menschig, Rona Walter, Alexander Lohmann, Fabienne Siegmund, Andrea Tillmanns, Rebecca Wild, Michael Borlik und Natalja Schmidt, 

vermische diese mit phantastischen Geschichten und schmecke das ganze mit ausgesuchten Rezepten ab.

Herausgeber: Ulrich Burger


Dies ist der 3. Teil einer interessanten Kombination. Autoren schreiben zu ihren Lieblingsgerichten die passende Kurzgeschichte. Ich habe das Buch im Rahmen einer Lesung gewonnen mit entsprechender Widmung zweier Autoren. Die Qualität sowohl der Geschichten als auch der Rezepte sind sehr unterschiedlich. Mal ist die Geschichte besser, mal das Rezept, mal beides, mal keines. Eine Frage des persönlichen Geschmacks, sowohl beim Essen als auch beim Lesen. Aus diesem Grund finde ich die Kombination sehr gelungen. Leider ist diese Serie wohl nur noch auf dem Gebrauchtmarkt zu finden. 




Nickname 30.12.2017, 00.00 | (0/0) Kommentare | PL

Katzensitter von Sandra Hausser

Auch unter dem Titel " Tod auf leisen Pfoten" erschienen.
Ein Rhein-Main Krimi 
Als Hannah Bindhoffer und ihr Kollege Jens Hartmann zu einem Tatort mit weiblicher Leiche gerufen werden, deutet zunächst alles auf einen Selbstmord hin. Ein Abschiedsbrief, zeremonielle Beleuchtung und die passende Musik untermauern den Verdacht. Doch schon bald müssen die Kommissare feststellen, dass nichts ist, wie es der erste Eindruck vermittelt. Eine perfide Mordmethode und ein Täter, der keinem Muster zu folgen scheint und das Team Rhein-Main in Atem hält.

328 Seiten, CreateSpace Independent Publishing Platform, LINK zu Amazon, LINK zur E-Book-Version


Der Krimi-Auftakt mit der sympathischen Ermittlerin Hannah Bindhoffer ist durchaus gelungen. Der Schreibstil ist flüssig mit vielen spannenden Dialogen. Die Protagonisten kommen alle sehr sympathisch und facettenreich rüber, auch wenn die Charaktere noch sehr oberflächlich beschrieben sind. Da es sich allerdings um die erste Folge einer Serie handelt, erhalten die Figuren in den Folgebänden sicherlich mehr Tiefe. Genügend Potential ist auf jeden Fall da. Der Kriminalfall ist recht spannend aufgezogen und man tappt relativ lange im Dunkeln. Mir blieb am Ende ein wenig das Mordmotiv zu wenig hinterleuchtet bzw. zu oberflächlich und der Täter als Person etwas zu blass. Da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben.
Trotzdem ein sehr unterhaltsamer kurzweiliger Krimi. Der zweite Fall der Hannah Bindhoffer ist bereits als E-Book erschienen mit dem Titel: Cold Case - Spurlos (LINK zu Amazon)


Nickname 29.12.2017, 05.00 | (0/0) Kommentare | PL

Gebrauchsanweisung für Sylt von Silke von Bremen

Sylt ist viel mehr als nur die Insel der Reichen und Schönen – Einheimischen und Stammgästen gilt sie als Königin der Nordsee, als Paradies und Weltanschauung. Ehrlich und hautnah erzählt Silke von Bremen von den Segnungen des Tourismus und vom Glück, ein echter Sylter zu sein. Von Sansibar und Gosch, Pidder Lüng und anderen Inselgrößen; vom Leben in List, dem nördlichsten Ort Deutschlands, von Westerland als Insel-Metropole und vom bekanntesten FKK-Strand der Nation. Sie verrät, was berühmte Schriftsteller in die Sylter Heide und Maler zum Roten Kliff zog, wie lange ein Reetdach hält und was sich hinter »Wohnen im Warftgeschoss« verbirgt. Weiht uns in die feinen Unterschiede zwischen schick und Schickimicki ein, zwischen Lachmöwe und Silbermöwe, Wanderdünen und Dünenwandern. Und führt uns dorthin, wo sich Sylt am besten anfühlt.

224 Seiten, Piper-Verlag, LINK zu Amazon



Ich fahre regelmäßig nach Sylt und liebe mittlerweile diese Insel. Trotzdem habe ich bei Weitem noch nicht alles gesehen. Ich mag auch die Piper-Serie "Gebrauchsanweisungen" sehr gerne, weil diese Serie die Orte auf einer anderen Art und Weise beleuchten, wie es herkömmliche Reiseführer machen. Wer wissen möchte, wo man am besten Essen gehen kann, welche Hotels am besten sind etc, wird hier eher enttäuscht. Da gibt es andere bessere Reiseführer. Wer sich aber gerne ein wenig tiefer mit dieser Insel und den vielen Orten, ihren Bewohnern, Traditionen, Problemen und Wirtschaft beschäftigen möchte, ist hier genau richtig. Einige schöne Anekdoten runden das Ganze dann ab. 
Leider wird immer wieder der Tourismus doch eher negativ beleuchtet, was sich beim Lesen öfters wiederholt. Das hinterlässt leider einen kleinen faden Beigeschmack, was vielleicht nicht unbedingt gewollt war, denn der Tourismus ist durchaus kritisch zu hinterfragen. Dennoch ein sehr aufschlussreiches Buch über eine interessante Insel.


Nickname 28.12.2017, 00.00 | (0/0) Kommentare | PL

Grimms Morde von Tanja Kinkel

Der neue historische Roman der Spiegel-Bestsellerautorin Tanja Kinkel führt zurück in das neunzehnte Jahrhundert und verbindet märchenhaftes Setting und historische Spannung mit einer grausamen Mordserie. Rot wie Blut… 
Kassel, 1821: Die ehemalige Mätresse des Landesfürsten wird nach Märchenart bestialisch ermordet. Die einzigen Indizien weisen ausgerechnet auf die Gebrüder Grimm. Weil die Polizei nicht in Adelskreisen ermitteln kann, die sich lieber Bericht erstatten lassen, anstatt Fragen zu beantworten, kommen den Grimms Jenny und Annette von Droste-Hülshoff zur Hilfe. Ein Zitat aus einer der Geschichten, welche die Schwestern zur Märchensammlung der Grimms beigetragen hatten, war bei der Leiche gefunden worden. Bei ihrer Suche müssen sich die vier aber auch ihrer Vergangenheit stellen: Vorurteilen, Zuneigung, Liebe – und Hass, und diese Aufgabe ist nicht weniger schwierig. In einer Zeit, wo am Theater in Kassel ein Beifallsverbot erteilt wird, damit Stücke nicht politisch missbraucht werden können, Zensur und Überwachung in deutschen Fürstentümern wieder Einzug halten und von Frauen nur Unterordnung erwartet wird, sind Herz und Verstand gefragt. 
Geschickt verwebt Tanja Kinkel die privaten Verwicklungen von zwei der berühmtesten Geschwisterpaare der deutschen Literaturgeschichte in ein unglaubliches Verbrechen. Ein Mordsbuch.

480 Seiten, Droemer HC, LINK zu Amazon


Grimms Morde ist ein gut recherchierter historischer Krimi, der sehr anschaulich die Gesellschaft im 19. Jahrhundert nach der französischen Revolution aufzeigt. Besonders die Stellung der Frau in dieser Zeit wird hier gut herausgearbeitet. Der eigentliche Mordfall, der Bezug zu einem der Märchen hat, wird schnell zur Nebensache. Das heimliche Highlight in diesem Buch sind die sehr facettenreichen Charaktere und die Beziehungen der Familienmitglieder untereinander. Besonders die Charaktere von Jakob Grimm und Annette von Droste-Hülshoff, die zu dieser Zeit eine eher moderne und emanzipierte Frau repräsentiert, sind sehr prägnant und stark herausgearbeitet. Vieles basiert auch auf tatsächlichen Begebenheiten. Das Nachwort, indem man erfährt, was Tatsache und was Fiktion ist, lohnt sich dabei auf jeden Fall zu lesen, wenn man sich mit der Geschichte der Grimms und Drostes auseinandersetzen möchte. Die Dialoge zwischen den Protagonisten sind sehr unterhaltsam und anspruchsvoll und machen richtig Spaß beim Lesen. Überhaupt ist die Sprache auf einem sehr hohen Niveau und daher ist es kein Buch zum einfach herunterlesen.

Der eigentliche Kriminalfall gerät eher in den Hintergrund, auch wenn während des Buches die Geschwisterpaare gemeinsam ermitteln und versuchen, den Mörder zu finden. Als Leserin interessierte mich zeitweise gar nicht mehr, wer denn eigentlich der Mörder ist. 
Als Krimi fand ich diesen Roman nicht ganz so spannend, auch wenn man als Leser bis zum Ende im Dunkeln tappt. Die eigentliche Auflösung kommt dann sehr plötzlich daher. Da hätte ich mir noch ein wenig mehr Raum gewünscht, auch wenn das Schlussszenario schon sehr spektakulär ist.
Tatsächlich war während des Lesens der Vorfall in Bökendorf, wo Annette das Opfer einer Intrige wurde, für mich am spannendsten. 

In der Gesamtheit betrachtet ist das ein äußerst interessanter Roman mit einer wunderbaren Sprache und spannenden Figuren.



Nickname 07.11.2017, 15.35 | (3/0) Kommentare (RSS) | PL

Silberflamme von Bernhard Hennen und Robert Corvus

4. Teil der Phileasson-Saga
Der Wettkampf der rivalisierenden Kapitäne Phileasson und Beorn führt die beiden dieses Mal auf die Spur eines Helden, dessen Ruhm die Jahrhunderte überdauerte. Doch der Fluch eines alten Unrechts wirft seinen Schatten bis in die Gegenwart. Als der Wettlauf um die Silberflamme – ein geheimnisumwittertes, hochelfisches Artefakt – beginnt, wird beiden Kapitänen klar, dass kalter Stahl und Kriegermut versagen, wenn die Geister der Toten die Vergangenheit hüten ...

688 Seiten, Heyne-Verlag, LINK zu Amazon

Internetseite zu der Phileasson-Saga: LINK  



Weiter geht es in der Phileasson-Saga mit der Wettfahrt um den Titel „
König der Meere“ zwischen Beorn, dem Blender und Asleif Phileasson. Das 4. Abenteuer dreht sich um die Silberflamme. Diesmal kann nur einer den Punkt holen. Dadurch entwickelt sich die Geschichte zu einer spannenden Wettfahrt. Wer wird als erster hinter das Rätsel der Silberflamme kommen, wer wird es als erster finden? Und wie auch in den vorherigen Bänden gehen beide Wettstreiter äußerst unterschiedlich mit dieser Aufgabe um. Als Leser ist das sehr spannend zu verfolgen und die ganze Zeit fragt man sich, wann die beiden Protagonisten aufeinandertreffen und wie sie aufeinander reagieren werden. Während der Suche gibt es natürlich für beide Ottajaskos wieder kleinere Abenteuer und Rätsel zu bestehen. Man begegnet neuen Figuren und Gestalten, die schon bekannten Personen entwickeln sich weiter und zeigen neue Facetten. Auch hier sind die beiden Autoren für Überraschungen gut. Man kann sich einer Figur niemals sicher sein. Ein anfänglicher Liebling kann in Ungnade fallen, eine bis dato verhasste Person entwickelt beim Leser plötzlich Mitgefühl. Und ob alle Figuren dieses Abenteuer überleben, ist immer fraglich. Diese facettenreichen Darstellung und liebevolle Führung jeder einzelnen Figur macht diese Saga auch so besonders. Es wird so nie langweilig und die Figuren wirken sehr authentisch. Die zu bereisenden Orte bzw. Schauplätze haben alle eine andere Atmosphäre, die unglaublich gut vermittelt wird und man das Gefühl hat, beispielsweise selbst im Sumpf zu stehen. Auch das ist einer der Stärken der Autoren, den Leser direkt einzufangen und mitzunehmen. Wie es sich für eine Wettfahrt gehört, wird es natürlich am Ende nochmal so richtig spannend.
Ein kleiner Wehmutstropfen bei diesem Band ist für mich der Prolog. Die Prologe in diesen Bänden erzählen jedes Mal eine Geschichte von einer der Figuren, die während des aktuellen Bandes eine Rolle spielen werden. Meist weiß man beim Lesen noch nicht genau, wohin die Reise geht, erschließt sich aber in den meisten Fällen während der Lektüre oder am Ende. Diesmal bin ich allerdings mit den Figuren nicht warm geworden, der Prolog plätscherte ein wenig vor sich hin. Sicherlich war er wichtig für die Geschichte, doch für mich war er der bisher schwächste Prolog in dieser Serie, soweit man überhaupt von Schwäche sprechen kann. Denn diese Saga bewegt sich in meinen Augen auf einem sehr hohen Niveau und ich kann sie jedem Fantasy-Liebhaber nur wärmstens empfehlen. Hier kommt wirklich jeder auf seine Kosten und es ist für jeden Geschmack etwas dabei. 
Für die Phileasson-Saga lasse ich Games of Thrones im Regal stehen. Das wohl! 




Die Phileasson-Saga:
  • Nordwärts

    Band 1

    *5

    LINK

  • Himmelsturm

    Band 2

    *4-5

    LINK

  • Die Wölfin

    Band 3

    *4-5

    LINK

  • Silberflamme

    Band 4

    *4

    LINK

 

Nickname 30.10.2017, 00.00 | (0/0) Kommentare | PL

Hartmann und der böse Wolf von Michael Frey Dodillet

Hartmann, Ex-Kommissar und Privatdetektiv wider Willen, soll Hundetrainer Bert Wolf unter die Lupe nehmen. Der hat seit der Eröffnung seiner Nobel-Hundeschule "Alpha Wolf" nicht nur einen Berg Schulden, sondern auch sonst viel Dreck am Stecken. Aber dann liegt Wolf eines Tages ziemlich tot im Wald. Das Rudel der Verdächtigen ist groß. Zusammen mit Gitte-Bruno ermittelt Hartmann undercover in der illustren Welt der Hundefreunde - und stößt auf windige Machenschaften, verschrobene Trainer und bissige Frauchen aus der Schickeria -.

335 Seiten, Bastei-Lübbe-Verlag, LINK zu Amazon


Gitte-Bruno ist eine Hündin, den sich Ex-Kommissar Hartmann extra für seine Undercover-Ermittlungen aus dem Tierheim ausgeliehen hat und die heimliche Heldin in diesem Buch. Denn sie hat eindeutig ihren eigenen Kopf. Hartmann allerdings auch, der nicht viel von konventionellen Ermittlungen hält, auch mal über die Stränge schlägt und einen Dauerstreit mit seinem baufreudigen Nachbarn am Leben erhält. Gleichzeitig taucht er tief in die Welt der Hundebesitzer und Hundeschulen ein und lernt dort sehr interessante und auch skurile Menschen kennen. Zunächst auch Bert Wolf, bis er tot im Wald gefunden wird.
Der ganze Krimi liest sich sehr flüssig, die Vorgehensweise ist schlüssig und humorvoll erzählt. Ein Ermittler mit Ecken und Kanten, der durchaus sympathisch rüber kommt. Ich habe mich bei dem Buch sehr gut amüsiert und unterhalten gefühlt und tappte bis zuletzt im Dunkeln, wer den nun der Täter oder die Täterin ist. Zum Schluss wirkte eine Szene etwas konstruiert, um den Fall aufzuklären, was für mich aber nicht weiter schlimm war. Ein wunderbares schnell zu lesendes Buch für Zwischendurch, besonders für Hundeliebhaber.

Dies ist der erste Fall von Hartmann, weitere sollen aber folgen. 


Nickname 06.10.2017, 00.00 | (0/0) Kommentare | PL

Der Verstand ist ein durchtriebener Schuft von Guido Eckert

DER ERSTE RATGEBER DER ZEIGT, DASS WEISHEIT ERLERNBAR IST

Eine weit verbreitete Ansicht über die Weisheit geht davon aus, dass Weisheit etwas sei, das sich zwar mühsam, aber ganz automatisch mit zunehmendem Alter einstelle. Diese Ansicht ist in zweierlei Hinsicht falsch.

Zum einen ist nicht jeder Greis zwangsläufig weise. Zum anderen lässt sich Weisheit durchaus kultivieren und auch schon in jüngeren Jahren praktizieren. Und um diese Praxis geht es in dem neuen Buch von Guido Eckert. Es lehrt Weisheit. Es zeigt konkret, welche Blockaden im Denken gelöst werden müssen, um weise zu werden. In zehn Schritten. Für jeden Bildungsgrad, ohne Vorkenntnisse.
In 10 Schritten lernt man beispielsweise ganz konkret,
• wie man tatsächlich in der Gegenwart leben kann
• wie man endlich mit seinem Unverstehen besser umgeht
• wie man sich wirklich aussöhnt mit seinen Verletzungen
• wie man richtig hingebungsvoll ist und das eigene Ich vergisst
• wie man endgültig loslässt und mit sich selbst in Frieden lebt
• wie man unglaubliche Potentiale in sich erweckt
Kurz: Eine praktische Anleitung, wie man dem durchtriebenen Verstand seine Grenzen aufzeigt, wenn er es mal wieder übertreibt. Jedes Kapitel pustet das Hirn frei und dient dem Weg zur Weisheit. – Geht das? Und ob!

256 Seiten, Solibro-Verlag, LINK zu Amazon


Ob Weisheit wirklich so erlernbar ist, weiß ich nicht. Aber sicherlich liefert dieses Buch eine interessante Zusammenfassung sämtlicher Weisheitsbücher, alltagstauglich und verständlich dargestellt. Natürlich ist man nicht weiser, wenn man dieses Buch gelesen hat, aber ein wenig klüger. Und man muss die unzähligen anderen Bücher nicht mehr lesen. Das hat ja Guido Eckert schon für uns getan. Manche Themen sind ein wenig schwerfälliger zu lesen, andere dagegen sehr humorvoll. Es lohnt sich aber. Einiges weiß man schon aus anderer Lektüre, anderes ist neu oder auf neue Art und Weise formuliert, so dass es durchaus den einen oder anderen Aha-Effekt geben könnte. Für mich war das durchaus eine interessante und inspirierende Lektüre, auch wenn ich jetzt kein Stück weiser bin. Aber mein Verstand ist auch ganz schön durchtrieben.



Nickname 03.10.2017, 00.00 | (0/0) Kommentare | PL

Laufen. Essen. Schlafen. von Christine Thürmer

Als Christine Thürmer gekündigt wird, beschließt sie, sich eine Auszeit zu nehmen und auf dem Pacific Crest Trail von Mexiko nach Kanada zu wandern – 4277 Kilometer. Eigentlich unsportlich und ohne Erfahrung bricht sie zu ihrem Abenteuer auf und schafft es tatsächlich bis ans Ziel. Und sie wandert weiter, läuft 2007 den Continental Divide Trail und 2008 den Appalachian Trail. Aus der gewissenhaften Geschäftsfrau wird eine Langstreckenwanderin, die fast ununterbrochen draußen unterwegs ist – zu Fuß, per Fahrrad oder Boot. Anschaulich und humorvoll beschreibt Christine Thürmer die Geschichte ihrer inneren Suche, ihre Erlebnisse und landschaftlichen Eindrücke auf den drei großen Trails und wie es ist, als Frau allein unterwegs zu sein.

288 Seiten, Malik Verlag, LINK zu Amazon



Dieses Buch beschreibt in einer unterhaltsamen, aber einfachen Art und Weise, wie eine Frau die drei Trails durch Amerika durchläuft. Man lernt ein wenig von der Autorin kennen, doch bleibt sie meistens an der Oberfläche. Als Nichtwanderin kenne ich mich mit den Qualen des Wanderns nicht aus und hätte da eventuell ein wenig mehr Beschreibung erwartet. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, kilometerweit mit nassen Schuhen und Socken zu wandern und bis zur Unterkühlung zu frieren. Ich hätte es spannender gefunden, wenn die Autorin mehr beschrieben hätte, wie sich das anfühlt, was man dabei denkt, denkt man überhaupt noch dran? Ihre Beschreibungen sind da leider eher oberflächlich und konzentrieren sich mehr auf ihre Begleiter, Bekanntschaften oder alltäglichen Erzählungen. Trotzdem sind natürlich einige Dinge ganz interessant zu lesen, einiges wiederholt sich ein paar mal, z. B. die Essensbeschaffung und -einteilung. Für jemanden wie mich, der sich auf diesem Gebiet gar nicht auskennt, ein interessanter Einblick in diese Welt. Diejenigen, die sich mehr Informationen und/oder Gefühle erhoffen, werden wohl eher enttäuscht sein.



Nickname 13.09.2017, 00.00 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

Kein guter Ort von Bernhard Stäber

Der Psychologe Arne Eriksen lebt und arbeitet in der Nähe der Rabenschlucht, an der es vor 10 Jahren in dem dortigen Hotel zu einer Familientragödie und zwei Todesfällen kam. Die Ermittlerin Kari Bergland, die in Bergen wohnt, vermittelt dem Psychologen die Tochter ihres Chef, Janne Nygard, für eine Drogentherapie. Janne ist fasziniert von dem 10 Jahre alten Fall und bringt durch ihre Neugierde die Nachforschungen an diesem Fall ins Rollen, deren Faszination sich keiner entziehen kann.

Bastei Lübbe, 448 Seiten, LINK zu Amazon




"Kein guter Ort" ist bereits der dritte Fall von Psychologe Arne Eriksen. Ein 10 Jahre alter Mordfall beschäftigt ihn und die eher durchgeknallte Janne. Die Charakter sind spannend beschrieben, besonders Arne und sein Hund Kugland erhalten sofort Sympathiepunkte und man fiebert direkt mit. Janne ist eher ein zwiespältiger Charakter, den man mögen kann, aber nicht muss. Karie Bergland, die Ermittlerin aus Bergen, bleibt in diesem Fall eher blass und spielt nur eine Nebenfigur, wenn auch keine unwichtige. Die Geschichte ist spannend erzählt, man weiß lange nicht, ob es sich nur um den alten Mordfall geht oder ob es bald einen neuen Mord gibt. Kurios, spannend und mysteriös ist das allemal.  Der flüssige Schreibstil führt dazu, dass man den Krimi am liebsten in einem Rutsch auslesen möchte.
Gute und spannende Unterhaltung. Vorkenntnisse zu den beiden vorhergehenden Bänden sind nicht erforderlich, könnten aber eine andere Wirkung auf das Buch haben, da man mehr Hintergrundinformationen über Arne hat und als Leser eventuell einiges anders bewertet.



1. Fall: Vaters unbekanntes Land
2. Fall: Kalt wie Nordlicht

Nickname 29.08.2017, 03.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

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moni:
Liebe Pat,wie wunderschön gestapelt, diese fe
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Edith T.:
Wunderschön, liebe Patrizia!
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moni:
Wunderschön, liebe Pat,das geht sofort zu Her
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Zitante Christa:
Das ist eine tolle Montagsherz-Idee.Die Licht
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Kalle:
Hi Pat, wenn auch verspätet, doch dafür etwas
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