Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: 4 Punkte

Leber entgiften für Anfänger von Michael König

Die Leber ist ein sehr wichtiges Organ, dass unseren Körper regelmäßig von den ganzen Giftstoffen befreit, die wir uns Tag für Tag so zumuten. Der Autor hat sich intensiv damit beschäftigt und alle wissenswerten Fakten in diesem Buch zusammen getragen.

Independently published, 156 Seiten, LINK zu Amazon


Mit gerade mal 156 Seiten ist das Buch schnell gelesen. Dabei ist es sehr informativ und interessant geschrieben. 

Angeblich hat der Autor selbst Erfahrungen gesammelt und hält einige Tipps für die Entgiftung der Leber parat. Für den Einstieg in dieses Thema ist das Buch durchaus empfehlenswert. Ein paar Rezepte sind auch dabei, obwohl es da sicherlich bessere Zusammenstellungen gibt.

Das Buch ist ein wenig einfach gehalten, es könnte übersichtlicher gestaltet sein. Aber vielleicht macht auch gerade das den Charme aus, es konzentriert sich auf das Wesentliche: Die Leber.


Nickname 23.01.2020, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Kurt von Sarah Kuttner

Von der Suche nach Familie, der Sehnsucht nach dem richtigen Ort und darüber, dass nichts davon planbar ist »Ich bin mit zwei Kurts zusammengezogen. Einem ganzen Kurt und einem Halbtagskurt. Jana und Kurt haben sich entschieden, dass sie ihr Sorgerecht teilen, vor allem wenn Kurt schon extra aufs Land zieht. Und so pendelt das Kind nun wochenweise zwischen seinen beiden Oranienburger Zuhauses hin und her: zwei Häuser, zwei Kinderzimmer, unterschiedliche Regeln und alle Menschen, die er liebt. Und dann bin da noch ich.« Lena hat mit ihrem Freund Kurt ein Haus gekauft. Es scheint, als wäre ihre größte Herausforderung, sich an die neuen Familienverhältnisse zu gewöhnen, daran, dass Brandenburg nun Zuhause sein soll. Doch als der kleine Kurt bei einem Sturz stirbt, bleiben drei Erwachsene zurück, deren Zentrum in Trauer implodiert. Sarah Kuttner erzählt von einer ganz normalen komplizierten Familie, davon, was sie zusammenhält, wenn das Schlimmste passiert. Sie erzählt von dieser Tragödie direkt und leicht und zugleich mit einer tiefen Ernsthaftigkeit, so einfach und kompliziert, wie nur Sarah Kuttner das kann.

S. Fischer Verlag, 240 Seiten


Das ist das erste Buch von Sarah Kuttner, das ich gelesen habe. Ihr eher schnodderiger und eigenwilliger Schreibstil gefällt mir und liest sich erfrischend anders. Die Art ihrer Erzählung ist eher trocken, humorvoll, was das eigentliche Thema, den Verlust eines Kindes, ein wenig die emotionale Schwere nimmt. Sie schreibt ganz nüchtern, wie es ist und wie unterschiedlich der Vater und seine Freundin trauern. Und stellt indirekt die Frage, wer darf wie viel trauern, wer hat überhaupt das Recht zu trauern und was macht das mit einer noch jungen Beziehung bzw. wie viel Trauer kann eine Beziehung überhaupt aushalten.

Etwas schwierig zu lesen fand ich, dass der Freund und der Junge Kurt heißen. Das sollte vielleicht der besondere Witz sein. Ich empfand das als eher störend. Das Ende hat mich dann auch ein wenig verwirrt zurück gelassen, weshalb es den Punkt Abzug gibt.

Nickname 22.01.2020, 08.12 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Ströme der Macht von Robert Corvus

2. Teil der Trilogie "Gezeiten der Macht"

Graf. Niemals hätte der Maler Quilûn vermutet, einmal diesen Titel zu führen. Und doch zählt er nun zu den bedeutendsten Männern auf dem Berg der Macht. Unverhofft ist er zum Oberhaupt des Tiefen Hauses Schneegrund geworden, aber niemand hat ihn auf die Intrigen innerhalb der Adelsfamilien vorbereitet. Quilûn braucht die Hilfe der Grafentochter – doch die fühlt sich durch seine Ernennung um ihr Geburtsrecht betrogen. Soll er sich an die unheimliche Magierin wenden, die das Mündel des verstorbenen Grafen war? Quilûn ist entschlossen, den Willen des Toten zu ehren. Bald begreift er, dass er dafür die Ströme der Macht ändern und das Leben auf dem Berg in den Grundfesten erschüttern muss.




Band 1: Berg der Macht
Band 2: Ströme der Macht
Band 3: Ruinen der Macht (erscheint voraussichtlich am 03.02.2020)

Der erste Band stellt eine ungewöhnliche Welt und die darin lebenden Personen vor, in der die Magie augenscheinlich von diesem mächtigen Berg stammt. Natürlich weckt das Begehrlichkeiten und jeder möchte an dieser Macht teilhaben. Die bereits eingeführten Charaktere positionieren sich im zweiten Teil nun und es kommt zu Auseinandersetzungen. Entsprechend ihrer zum Teil neuen Aufgaben und Herausforderungen verändern sich die Figuren. Nicht immer gefiel mir die Entwicklung der Protagonisten. Quilûn und Semira sowie Kyrin versuchen in diesem Spiel das für sie richtige zu tun, wobei mir Quilûn als Charakter ein wenig abhanden kam. Spannend ist das Spiel um die Macht und den Berg auf jeden Fall. Auch hier muss man bei diesem Autor mit allem rechnen. Unerwartete Wendungen, die manchmal mehr Fragen als Antworten liefern, machen neugierig auf den dritten Teil. Alles ist noch offen und möglich.
In Summe auf jeden Fall eine eher außergewöhnliche Trilogie.




Nickname 12.11.2019, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe von Michelle Marly

Auf der Suche nach l'eau d'amour.
Paris, 1919: Coco Chanel ist es gelungen, ein erfolgreiches Modeunternehmen aufzubauen. Doch als ihr Geliebter Boy Capel bei einem Unfall stirbt, ist sie vor Trauer wie gelähmt. Erst der Plan, ihrer Liebe zu ihm mit einem Parfüm zu gedenken, verleiht ihr neue Tatkraft. Auf ihrer Suche danach begegnet sie dem charismatischen Dimitri Romanow. Mit ihm an ihrer Seite reist Coco nach Südfrankreich, in die Wiege aller großen Düfte, und kommt schon bald dem Duft der Liebe auf die Spur.
Coco Chanel – eine einzigartige Frau und eine große Liebende. Dies ist ihre Geschichte.

Aufbau-Verlag, 496 Seiten

Coco Chanel ist eine faszinierende Persönlichkeit. Dieser Roman, der sich sehr an Ihre Biografien hält, erzählt von einer sehr kurzen Zeit in ihrem Leben, von der Zeit, in der dieser wunderbare große Duft entstand. Auch ich habe diesen Duft eine zeitlang benutzt und hatte ihn regelrecht beim Lesen unter der Nase.
Diese Episode in ihrem Leben wird sehr einfühlsam und warmherzig erzählt. Michelle Marly hat einen sehr schönen flüssigen Schreibstil. Man taucht regelrecht in diese Welt rund um Coco Chanel ein. Gut fand ich auch, dass am Ende die vorkommenden Personen nochmal aufgelistet und ein wenig beschrieben wurden.
Etwas abgerissen fühlt sich das Ende dann an, dass in Wahrheit kein Ende, sondern ein Anfang von etwas ganz Großem war. Dennoch hätte ich noch ein wenig mehr von dieser interessante Persönlichkeit gelesen.

Dieser wohl sehr wichtige Abschnitt in ihrem Leben wurde auch verfilmt: "Coco Chanel - Der Beginn einer Leidenschaft" mit der wunderbaren Audrey Tautou. Buch und Film haben aber nichts miteinander zu tun. Im Grunde genommen beginnt das Buch dort, wo der Film endete. Von daher ist diese Kombination sicherlich ganz reizvoll.


Nickname 11.11.2019, 14.35 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Bretonische Verhältnisse von Jean-Luc Bannalec

1. Teil der Dupin-Reihe von Jean-Luc Bannalec

Hochsaison in der Bretagne: Im malerischen Künstlerdorf Pont Aven wird an einem heißen Julimorgen der hochbetagte Besitzer des berühmtesten Hotels am Platz brutal erstochen aufgefunden. Kommissar Dupin, eingefleischter Pariser und zwangsversetzt ans Ende der Welt, übernimmt den Fall und stößt in der bretonischen Sommeridylle auf ungeahnte Abgründe …

 

KiWi Paperback, 320 Seiten




Ich bin bekennender Bretagne-Fan und hatte mir fest vorgenommen, diese Serie in der Bretagne zu beginnen. Das hat ein wenig gedauert, doch nun habe ich dieses Jahr in der Bretagne den ersten Teil im entsprechende Umfeld regelrecht verschlungen. Es ist schon etwas anderes, wenn man die Orte ein wenig kennt. Und natürlich hat es Pont Aven auf meine Liste der beim nächsten Mal zu besuchende Orte geschafft. Ich fand es auch toll, dass Bannalec auf die Eigenarten der Bretonen eingeht und diese auch erklärt. Ein Außenseiter versteht mitunter nicht immer die Reaktionen der doch sehr eigensinnigen Bretonen.
Natürlich ist dieser spannender Krimi auch etwas für nicht Ortskundige. Die Charaktere, besonders der von Dupin, sind sehr liebevoll und ein wenig kautzig beschrieben, der Fall spannend erzählt. Besonders gut finde ich, dass man als Leser die Ermittlung und auch die entsprechenden Gedankengänge mitverfolgen kann. Dadurch ist dieser Krimi mit seinen Ausschweifungen zur Bretagne und den Bretonen im Besonderen, ein wenig gemächlicher in den Aktionen. Das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und vielleicht nicht für jedermann interessant. Mir hat es gut gefallen und mich gut unterhalten.

Nickname 31.10.2019, 07.37 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Düstere Rache von Sandra Hauser

Ein Rhein-Main-Krimi, 3. Fall von Kommissarin Hannah Bindhoffer

 

Kommissarin Hannah Bindhoffer hat sich eingelebt im Rüsselsheimer Polizeipräsidium. Die schwierige Zeit bei der Hamburger Polizei hat sie fast vergessen. Doch dann findet sie in ihrem Auto eine tickende Zeitbombe. Nur dank der Hilfe ihres Kollegen entgeht sie mit knapper Not dem Tod. Aber die Gefahr ist noch nicht gebannt. Jemand scheint es auf Hannah abgesehen zu haben. Um den Fall zu lösen, muss sie tief in ihre eigene Vergangenheit eintauchen.

 

Kindle Ausgabe, 248 Seiten

 

  1. Teil: Katzensitter bzw. Tod auf leisen Pfoten
  2. Teil: Cold Case Spurlos

Im 3. Teil holt die Vergangenheit die sympathische Kommissarin Hannah Bindhoffer ein. Und als ob ein Psychopath nicht schon genug wäre, muss sich die Rüsselsheimer Polizei noch mit einem weiteren durchgeknallten Täter herumschlagen. Beim Lesen möchte man nicht in Hannahs Haut stecken. Da passiert schon eine ganze Menge, vielleicht ein wenig zu viel, Hannah und ihre Kollegen kommen kaum zur Ruhe. Die Fälle sind sehr lebendig und spannend erzählt mit einigen unerwarteten Wendungen. Da ich die letzten beiden Romane vor geraumer Zeit gelesen hatte, hätte ich mir die eine oder andere kurze Wiederholung gewünscht, um mein Gedächtnis ein wenig aufzufrischen. Sandra Hausser ist auch hier wieder ein spannender dritter Teil gelungen und ich freue mich schon auf den 4. Fall.

 





Nickname 30.10.2019, 18.54 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Perry Rhodan: Schwarze Frucht von Robert Corvus

Sie zählen zu den großen Rätseln der Astronomie - Dunkelwelten. Seit Jahrmillionen stürzen sie durch die Unendlichkeit des Alls, lichtlose Planeten abseits jeglicher Sonne, verborgen vor den Blicken der raumfahrenden Zivilisationen.

Die dunkle Eiswelt Styx ist eine Kolonie, die dem Konzern des Multimilliardärs Viccor Bughassidow gehört. Auf Bitten von Perry Rhodan reist Bughassidow mit seinem Raumschiff Krusenstern dort hin. In den Tiefen des lichtlosen Ozeans soll ein Raumschiff liegen, das vor vielen Jahrtausenden abgestürzt ist, eine wichtige Spur zu den mysteriösen Kerouten. Bei der Suche nach dem Schiff macht Bughassidow eine Entdeckung, die den Untergang der Kolonie und all ihrer Bewohner bedeuten könnte …

 

Verlag Bastei Lübbe, 432 Seiten


1. Teil Dunkelwelten: Perry Rhodan: Schwarze Saat von Marcus Thurner
2. Teil Dunkelwelten: Perry Rhoden: Schwarze Frucht von Robert Corvus
3. Teil Dunkelwelten: Perry Roden: Schwarze Ernte von Madeleine Puljic




Ich bin ein absoluter Neuling, was Perry Rhodan betrifft, finde diese Welt aber dennoch sehr faszinierend und spannend. Mit dieser Trilogie wurde neben der mehr als 1000 starken Serie eine spannende Geschichte von mehreren Perry Rhodan Autoren geschrieben. Ich bin durch Robert Corvus dazu gekommen, dieses Buch in einer Leserunde bei Literaturschock zu lesen. Natürlich kommt Perry Rhodan in einer sehr kurzen Sequenz vor, die Hauptdarsteller sind jedoch andere. Und diese Charaktere sind sehr spannend und phantastisch erzählt. Robert Corvus versteht es auch hier, in einem sehr kurzen Zeitrahmen seinen Figuren Leben einzuhauchen.

Zunächst nimmt er den Leser allerdings mit in einem starken Prolog, wo man schon ahnt, dass sich da ein Unheil anbahnt. Die Themen sind sehr real, es geht um Geld, Macht, Wirtschaft, Glaube und Moral und man ist verführt, immer wieder Parallelen in unserer heutigen Welt zu finden. Gewohnt werden auch die verschiedenen Charaktere in spannenden Szenen eingeführt. Besonders angetan hat es mir der Millionär Viccor Bughassidow, der mich ein wenig an einen starken Mann erinnert, der einfach nicht erwachsen werden will und immer an das Gute glaubt. Das alles findet in einer unglaublichen exotischen und facettenreichen neuen Welt statt mit vielen neuen Lebensformen. Es passiert viel, viele Stränge werden gleichzeitig beschrieben und man sollte als Leser aufmerksam lesen, damit man sich nicht verzettelt. Ich bin auf jeden Fall froh, auf diese Art und Weise in die Perry Rhodan Welt eingetaucht zu sein.

Die Romane kann man unabhängig voneinander lesen. In der richtigen Reihenfolge ergeben sich sicherlich noch mehr Erkenntnisse und die Einführung in diese Welt ist mitunter nicht so drastisch.


Nickname 30.10.2019, 18.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Erwartung von Jussi Adler-Olsen

5. Fall für Carl Morck, Sonderdezernat Q

Marco ist fünfzehn und hasst sein Leben in einem Clan,dessen Mitglieder von ihrem gewalttätigen und zynischen Anführer Zola in die Kriminalität gezwungen werden. Als er sein Sklavendasein nicht mehr aushält und flieht, stößt er ganz in der Nähe von Zolas Wohnsitz auf eine Männerleiche …

Die Suche nach dem Mörder führt Carl, Assad, Rose und Gordon, den Neuen im Sonderdezernat Q, tief hinein in das Netzwerk der Kopenhagener Unterwelt, in den Sumpf von Korruption und schweren Verbrechen in Politik und Finanzwelt– und sie zieht Kreise bis in den afrikanischen Dschungel.


576 Seiten, dtv Verlagsgesellschaft





Der 5. Fall ist spannend erzählt, es gibt auch hier wieder Verbindungen zu anderen Fällen.  Doch mittlerweile finde ich die Geschichten um die eigensinnigen Ermittler mindestens genauso spannend. Ich mag die schrullige Art von Rose, die geheimnisvolle Aura von Assad und natürlich die unnachgiebige und bockige Art von Carl. Für mich hätte es gerne ein wenig mehr Carl, Assad und Rose geben können und vielleicht ein klein wenig weniger Marco und sein Clan. Dennoch ein unterhaltsamer Thriller, wie man es von Olsen gewohnt ist.


Nickname 23.07.2019, 12.16 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

GERWOD IV: Bernstadt von Salvatore Treccarichi

Es wird die Geschichte vom Waldkehr Gerold und seinen Gefährten erzählt, die sich in einer fantastischen mittelalterlichen Welt gegen das Böse stellen, das durch einen zufälligen Fund eines alten Artefaktes wieder ins Leben gerufen wird und so das Leben aller Menschen und anderen friedlichen Lebewesen gefährdet. Der Kampf zwischen Gut und Böse in einer neuen Welt mit vielen neuen fantastischen Geschöpfen und magischen Möglichkeiten wird den Leser 10 Bände lang begleiten.

Der erbitterte Kampf um Bernstadt beginnt. Während die Bernstädter verzweifelt versuchen, ihre Stadt gegen die küstländische Armee zu verteidigen, zieht Teramon weiterhin die Strippen und sucht nach Verbündeten, um die Macht an sich zu reißen. In der Zwischenzeit gehen unsere drei tapferen Helden Gerold, Olef und Feodor auf der Suche nach Gerwod weiterhin ihren Weg und lernen neue Völker und Ort kennen.

Independently published (1. Juni 2017), 459 Seiten, ISBN-Nr. 978-1521305829


Wer Schlachten, Kriege und spannende Zweikämpfe liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. Der Leser wird nicht geschont, die vielen schrecklichen Gesichter eines Krieges werden ungefiltert, klar und realistisch beschrieben. Zeitweise musste ich an die Weltkriege unserer Vorfahren denken, die ähnliches, wenn nicht sogar noch schrecklicheres mitmachen mussten.  Einige Szenen fand ich sehr emotional und ich hatte zeitweise einen Kloß im Hals. Und tatsächlich wird sehr stark klar, dass es bei einem Krieg ausschließlich nur Verlierer gibt.

Und auch in diesem Band sollte man sein Herz nicht zu sehr an Figuren hängen. Und genau das ist das Schlimme an diesem Autor: Er vermag es so geschickt in nur wenigen Sätzen seine Figuren mitten ins Herz zu schreiben, dass es einem dasselbe schier zerreißt, wenn es den Figuren an den Kragen geht.

Am besten gefallen hat mir hier jedoch die Reise von Gerold, der neue Völker und Sitten kennen lernt und man sich als Leser durchaus mit Vorurteilen, Intoleranz und Unverständnis konfrontiert sieht. Die Entwicklung von Gerold finde ich unglaublich spannend und gehört eindeutig zum meinem Lieblingserzählstrang.

Ein spannender 4. Teil mit einigen Überraschungen, der neugierig macht auf Band 5. Einmal in diesen Sog geraten, lässt einem die Geschichte um den tapferen Gerold und die Suche nach GERWOD einfach nicht mehr los.


Gerwod I: Das Artefakt

Gerwod II: Alfons Erbe

Gerwod III: Der Magier

Gerwod IV: Bernstadt

Gerwod V: Die Bergfestung

Gerwod VI: Der Feldzug

Gerwod VII: Der Adler

Gerwod VIII: Hanols Söhne

Gerwod XI: Die Grenzhöhen (Frühjahr 2019)

Gerwod X: Ein reines Herz (Sommer 2019)

 

http://fantasy-salvatore-treccarichi.de/


Nickname 03.07.2019, 10.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Berg der Macht von Robert Corvus

Der Granit des Bergs Ianapat verleiht dem Adel ewiges Leben. Der Preis dafür: die Trennung der Seele vom Körper, denn unsterblich sind nur Geister. Die Adelshäuser sind dem Willen jener Geister unterworfen. Nach den Launen der Unsterblichen fechten sie ihre Fehden aus – und besiegeln Bündnisse mit Heiraten. Doch die Grafentochter Semire von Schneegrund will beweisen, dass mehr an ihr von Nutzen ist als nur die Hand, die sie einem Baron reichen kann. Währenddessen tritt der Maler Quilûn in den Dienst des Tiefen Hauses Schneegrund. Unversehens wird er zu einer Figur im Machtkampf der Herrschenden. Seine Stellung könnte das Tor zur Gerechtigkeit und Freiheit für alle sein …

 1. Teil der Berg-Trilogie

Piper Taschenbuch, 448 Seiten





Spannender Auftakt zur neuen Trilogie von Robert Corvus

Das Buch beginnt mit einen spannenden Prolog, der die Hauptfiguren Semire und Quilûn einführt. Es dreht sich alles um den Berg und um ihre Bewohner. Die Macht haben augenscheinlich die Unsterblichen, die sich tief in den Berg zurück gezogen haben. Es gibt klare Regeln, doch die Gier, ebenfalls zu den Mächtigen zu gehören, ist groß.  Intrigen und Machtgerangel innerhalb der Adeligen werden skizziert, aber auch die Menschen außerhalb des Berges möchten zu ihrer alten Heimat zurück.


Die Figuren sind spannend und facettenreich,  der Maler Quilûn gefiel mir dabei am besten und auch Graf Golar, während ich mit seiner Tochter Semire nicht ganz so warm wurde. Das Setting rund um den Berg ist sehr außergewöhnlich. Die Magie stellt sich hier als Handwerk dar, was man nicht so oft zu lesen bekommt. Überhaupt scheint der Stein sehr wichtig und mächtig zu sein. Aber auch die Farben und der Ausdruck in den Bildern, die die Maler für die Unsterblichen kreieren, scheinen besonders zu sein. Im ersten Teil wird deutlich, wie die einzelnen Gruppen zueinander stehen, dabei wird auch hier Wert darauf gelegt, dass es keine starken Abgrenzungen zwischen richtig und falsch, gut und böse gibt. Es gib nur unterschiedliche Interessen. Die eigentlichen Mächtigen, die Unsterblichen, bleiben im ersten Teil noch rätselhaft. 


Für mich ein guter spannender Auftakt, der nur zeitweise ein paar Längen hatte. 



Nickname 24.06.2019, 10.15 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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