Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Fantasy

Drachenkind - Vertrauen Verwandlung Finsternis

Als der sechzehnjährige Eric herausfindet, dass er kein Mensch ist, beginnen seine Welt und sein Sinn für Realität langsam auseinanderzubrechen. Unglaubliche Geheimnisse und Täuschungen, seine tiefsten Ängste und die dunkelsten Mächte setzen eine schleichende, gefährliche Wesensänderung in Gang und lassen in Eric bald nur noch eine Frage zu: Was bin ich wirklich und wem kann ich noch vertrauen? Für ihn und Jack, seinen engsten Verbündeten und Freund, beginnt eine lange und harte Suche nach der Wahrheit, welche die schützenden Grenzen ihrer Welt völlig auflöst und ihre unbedingte Freundschaft und ihr Vertrauen zueinander bitter auf die Probe stellt.[Amazon]

873 Seiten, Kindle-Edition, LINK zu Amazon


Eine eigensinnige ungewöhnliche Geschichte

Der 16jährige Eric und sein bester Freund Jack werden in ein großes Abenteuer verwickelt, das in einer ganz anderen Welt spielt, wie wir sie kennen. Dabei versucht Eric herauszufinden, wer und was er ist und was seine Aufgabe sein soll.

Die Charaktere sind spannend und facettenreich beschrieben mit hohem Potential an Weiterentwicklung. Besonders die Entwicklung Erics kann man genau nachvollziehen.

Die Geschichte ist sehr komplex und außergewöhnlich, die auch in einer sehr ungewöhnlichen anderen Welt stattfindet. Da gibt es viele Entwicklungsmöglichkeiten und unerwartete Wendungen. Neue Ideen werden umgesetzt, eine etwas andere philosophisch angehauchte Geschichte mit Tiefgang, die unter anderem Themen wie Freundschaft, Vertrauen, Persönlichkeitsfindung, Gesellschaft etc. behandelt.

Der Schreibstil ist eigensinnig und teilweise langatmig mit vielen Erklärungen und seitenweisen Gedankengängen Erics, die Hobbyphilosophen erfreuen wird. Ich hatte da zeitweise meine Probleme und hätte viele Ausschweifungen nicht unbedingt gebraucht. Und dann gab es auch wieder viele gute spannende Szenen, die mich regelrecht gefesselt haben. Einige Wiederholungen und für mich zu viele Geheimnisse, auf die immer wieder herumgeritten wurden, waren für mich teilweise sehr ermüdend zu lesen. Da wäre für mich weniger mehr gewesen. Vom Lesefluss und Inhalt her hat mich das Buch sehr gefordert und immer wieder von einem Extrem ins andere gebracht.

Das Buch endet letztendlich mit einem bösen Cliffhanger, die ich noch nie gut leiden konnte und es bleiben dadurch auch eine Menge Fragen offen. Es soll auf jeden Fall irgendwann mindestens einen Nachfolgeroman geben. Ich bin schon gespannt, wie es mit Eric weitergeht. Falls ich weiterlesen sollte, werde ich mir auf jeden Fall mehr Ruhe und Zeit für dieses Buch gönnen, denn beides braucht man definitiv dafür.


Nickname 13.12.2018, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Schattenkult von Robert Corvus

In dieser Dark Fantasy führt Robert Corvus seine Leserschaft in die tiefsten Abgründe der Finsternis!
Schattenkult erzählt eine Geschichte um drei böse Mädchen, die sich in einer einzigen Nacht in einem einzigen Palast zuträgt.

Der Kult dient seinen unsterblichen Herren mit Hingabe und unvorstellbarer Grausamkeit – wer den Schatten trotzt, den erwartet Schlimmeres als der Tod. Doch auch das Leben seiner eigenen Jünger schätzt der Kult gering. Dies erfährt Tynay gleich bei ihrer ersten Mission, im Gefolge der unsterblichen Baroness Bentora. Um das Orakel von Æterna für die Schatten zu gewinnen, muss Bentora den Sohn des Stiergottes übertreffen. Dafür wird sie über Leichen gehen. Tynay begreift, dass ihr Leben auf der Waage von Sieg und Niederlage kein Gewicht hat ... [Amazon]

Eine Nacht.
Ein Palast
Ein Sturz in die Finsternis.

349 Seiten, Kindle-Edition, LINK zu Amazon, überarbeitete Edition 2018


Schattenkult spielt in der gleichen Welt wie in der Schattenherren-Trilogie und kann unabhängig von der Trilogie gelesen werden. Ich empfehle allerdings, erst die Trilogie zu lesen, da Schattenkult von allen Romanen am düstersten und brutalsten ist. Während der Trilogie kann man sich schon ein wenig in diesen Kult eindenken und man ist nicht ganz so geschockt, wenn es wirklich hart zur Sache geht. Das ist Dark-Fantasy der Extra-Klasse.

Die Hauptpersonen sind drei Mädels, wobei die junge Adeptae Tynay, die nur durch einen Zufall diese Nacht überlebt, die größte Entwicklung in diesem Roman vollzieht. Die zweite starke Entwicklung macht die Tänzerin Iotana, die anfänglich noch eher romantische Ziele verfolgt, aber sehr schnell die Grenze zwischen Liebe und Hass kennenlernt. Die dritte im Bunde ist Sabea, die bereits einen festen Platz im Schattenkult hat.

In einer einzigen Nacht im Regenbogenpalast, hoch über Eloy entscheidet sich, zu wem das Orakel spricht. Die insgesamt neun Anwärter müssen das Orakel mit Geschenken überzeugen, denn es spricht nur zu einem. Der Schattenkult geht da nicht zimperlich vor und auch die Menschen mit dem Halbgott wissen sich zu behaupten.

Auch wenn die Geschichte nur in einer Nacht spielt, so ist es keine Nacht des Schlafes. Als Leser kommt man kaum dazu, Luft zu holen. Entweder hat man Schnappatmung, weil es so spannend, so abgrundtief böse oder so eklig ist. Der Autor weiß geschickt, die Fäden zu spinnen und unerwartete Wendungen einzubauen, die noch zusätzlich den Spannungsbogen erhöhen. Bis zuletzt weiß man nicht genau, woran man ist und das Ende ist geschickt inszeniert.

Für Fans der Dark-Fantasy ein absolutes MUSS.





Nickname 11.12.2018, 18.47 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Chroniken von Azuhr: Die weiße Königin von Bernhard Hennen

2. Teil der Azuhr-Trilogie


Auf der Insel Cilia eskaliert der Konflikt zwischen der Liga der Stadtstaaten und den Herzögen des Schwertwaldes. Die militärische Übermacht der Liga ist erdrückend, und die Hoffnung der Waldbewohner ruht auf einer alten Sage, dass in der Stunde der größten Not die Weiße Königin, die ehemalige Herrscherin des Waldes, zurückkehren wird. Doch wie groß muss die Not werden, bis sich dies erfüllt?

Milan Tormeno versucht, den Wirren des Krieges zu entgehen, denn in seinen Augen kämpft keine von beiden Seiten für eine gerechte Sache. Doch es droht eine weitere Gefahr: Überall auf der Insel erwachen Märengestalten zu neuem Leben. Erst allmählich begreift Milan, wie er dieser magischen Wesen Herr werden – und die Wirklichkeit verändern kann. (Amazon)

624 Seiten, Fischer Tor Verlag, LINK zu Amazon


Der 2. Teil der Azuhr-Trilogie beginnt mit einem starken Kriegsgeschehen, der nichts für zarte Seelen ist. Die Erzählperspektiven wechseln auch regelmäßig zwischen den Parteien, so dass man als Leser erst gar nicht in Versuchung kommt, sich einer Partei anzuschließen. Sympathien sind auf beiden Seiten, was bei Bernhard Hennens Bücher immer sehr gefährlich ist.

Der eigentliche Teil findet dann auch hauptsächlich in einer Kriegszeit statt, in der es einige Kampfszenen und grausame Begebenheiten gibt, was sicherlich nicht jedermanns Sache ist. Ich hätte mir davon ein wenig weniger gewünscht. Die Geschichte um Milan entschädigte mich dann wieder. Für mich ist Milans Weg nach wie vor der spannendste und interessanteste Teil in dieser Trilogie, auch wenn die Nebenfiguren wichtig sind. Überhaupt werden die Charakter gut weiter entwickelt, erhalten neue Facetten oder überraschende Wendungen.

Es passiert eine Menge, zum Schluss verdichten sich aber die Handlungsstränge in Bernhard Hennens Manier sehr stark, so dass man als Leser kaum zum Atmen kommt. Einige Fragen werden beantwortet, es gibt einige Überraschungen, neue Fragen tauchen auf, die hoffentlich im 3. Teil beantwortet werden.

Der Abschluss finde ich auch sehr gelungen, es hat natürlich ein offenes Ende, endet aber dennoch nicht in einem bösen Cliffhanger. Eine Episode ist abgeschlossen, die nächste steht kurz davor. Sehr gut gelöst.

Den 2. Teil fand ich nicht so stark wie den 1. Teil, schon allein wegen den überlagerten Kampfszenen.

Sehr bedauert habe ich das fehlende Glossar und Personenverzeichnis. Das hätte ich zwischenzeitlich gut gebrauchen können.

Der 3. Teil erscheint voraussichtlich im September 2019. Aufgrund der fehlenden Anhänge und weil man doch die Ereignisse und Figuren ein wenig auf dem Schirm haben muss, würde ich in diesem Fall empfehlen, mit der Trilogie erst zu beginnen, wenn alle Teile herausgekommen sind, um den Anschluss nicht zu verlieren. Ich hatte das Glück, diesen Teil in einer Leserunde zu lesen und vom kollektiven Gedächtnis zu profitieren.



Nickname 05.11.2018, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Schattenherren III: Herr von Robert Corvus

Der Abschlussband von Robert Corvus' großer Dark-Fantasy-Trilogie!

Bren Stonner hat sein Leben den Schattenherren gewidmet, mit dem Ziel, von ihnen Unsterblichkeit zu erlangen. Nun liegt sein Herz in der Hand des Schattenkönigs, der ihn an die Front gegen die mysteriösen Fayé befiehlt. Bren muss die finsteren Pfade der Magie erkunden und sich mit den Nachtsuchern und Dunkelrufern des Kults einlassen. Allein dies kann ihn vor Lisanne schützen, der abtrünnigen, übersinnlich schönen Schattenherzogin, die in den Nächten von Jahrtausenden Macht ansammelte – um nun ihren hasserfüllten Blick auf Bren zu richten. Doch dunkle Magie hat ihren Preis. Und Bren muss sich einer undenkbaren Gefahr stellen ...(Amazon)

Editierte Ausgabe 2018 nur als E-Book , Kindle-Edition, 395 Seiten, LINK zu Amazon


Der 3. Teil der Schattenherren-Trilogie knüpft direkt an den 2. Teil Knecht an, in dem wir Bren kennen lernen durften, dessen größter Wunsch es immer war, selbst ein Schattenherr zu werden. Dies ist ihm gelungen und wir dürfen ihn dabei begleiten, wie er erste Erfahrungen als Schattenherr macht und die Grenze zwischen Mensch und Unsterblicher langsam verschmelzen. Seine Menschlichkeit versucht er sich bis zum Schluss auf seine eigene Art zu bewahren, was ihn trotz der Grausamkeiten und der dunklen Seite der Seele sympathisch macht. Er zeigt Gefühle, besonders gegenüber seiner Liebe Kiretta, Moral und Anstand, soweit man das als Schattenherr haben kann.
Der Krieg zwischen den Schattenherren und den Menschen und Faye ist spannend beschrieben. Es gibt geniale Schachzüge auf beiden Seiten, jeder kämpft bis zum Äußeren.
Robert Corvus schafft es auch hier wieder, den Leser völlig in den Bann und in eine düstere fremde Welt zu ziehen, in der es eigentlich keine Hoffnung und kein Glück gibt. Doch er versteht es geschickt, immer wieder ein Sandkorn der Hoffnung zu streuen. Aber kann es ein gutes Ende bei DARK Fantasy geben? 

Wer die Trilogie hinter sich gebracht hat, ist definitiv auf der dunklen Seite angekommen und es führt kein Weg mehr zurück. Eine Trilogie, die nichts für schwache Nerven, Freunde des klassischen Happy Ends und Glitzerelfen ist. Aber für diejenigen, denen es nicht düster genug zugehen kann, sind hier goldrichtig und werden mit einer rasanten Geschichte mit unerwarteten Wendungen und spannenden Charakteren belohnt.






Nickname 04.09.2018, 08.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Palace of Silk: Die Verräterin von C.E. Bernard

Furchtlos und unantastbar - die hinreißende Trilogie für alle Fans von Sarah J. Maas, Kiera Cass und Erin Watt.

Die mutige Rea, zuerst Leibwächterin am englischen Königshof, dann heimliche Geliebte des Kronprinzen Robin, ist nach Paris geflüchtet. Dort erhofft sie sich ein neues Leben – insbesondere die Freiheit, andere Menschen ohne Strafe berühren zu dürfen. Denn in Frankreich leben gefürchtete Magdalenen wie Rea ihre Fähigkeiten offen aus. Doch als Ninon, Reas engste Vertraute und Schwester des Roi, ihre Freundin an den Königshof ruft, holt Rea der Fluch ihrer Vergangenheit ein: Niemand Geringeres als Prinz Robin erwartet sie – doch nicht, weil er Rea zurückgewinnen will, sondern weil er um Ninons Hand anhält. Welches Spiel spielt Robin? Und welches Geheimnis verbirgt die unnahbare Madame Hiver, die den französischen König in ihrer Hand hält?

Eine Kämpferin, die eine verbotene Gabe besitzt. Ein Prinz, dessen Leben auf dem Spiel steht. Eingläserner Palast, in dem eine tödliche Intrige gesponnen wird. (Amazon)

Penhaligon-Verlag, 448 Seiten, LINK zu Amazon


Der zweite Teil der Palace-Trilogie spielt nun in Frankreich, wo sich die Magdalenen freier bewegen können und Rea eigentlich ihre Freiheit genießen könnte. Doch wie immer kommt es anders, als man denkt. Einige Szenen wiederholen sich, nur eben an einem anderen Ort, der allerdings hinreißend und atmosphärisch beschrieben wurde. Man konnte das französische Lebensgefühl regelrecht spüren und wäre am liebsten sofort nach Paris gereist.

Die ständige Zerrissenheit von Rea und ihrer schwierigen Liebe zum Kronprinzen werden immer wieder betont, was mich zeitweise ein wenig gelangweilt hat. Die Stärke in diesem Band liegt für mich eindeutig bei den Nebenfiguren, die sich weiter entwickelnd und Charakter zeigen durften. Da gibt es einige Überraschungen, besonders die Gegenspielerin Madame Hiver ist undurchsichtig und spannend beschrieben.

Die Handlung ist weitgehend spannend erzählt und hat auch da einige überraschende Wendungen parat. Insgesamt ein wenig schwächer als der erste Teil. Aber der wunderbare Erzählstil der Autorin macht das locker wett.

Ich bin gespannt auf den letzten Teil.




Nickname 11.08.2018, 14.15 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Schattenherren II: Knecht von Robert Corvus

Seit den Ereignissen in Feind ist ein halbes Jahrhundert vergangen. General Bren Stonner hat jede Schlacht gewonnen, in die Ondriens Schattenherren ihn befohlen haben. Unzählige Städte hat er unter das Joch der Finsternis gezwungen. Jetzt, 197 Jahre nach Elien Vitans Thronbesteigung, lastet der Friede des Schattenkönigs so schwer auf der Welt, dass seine Krieger keine Feinde mehr finden. Als Bren sich bereits fragt, auf welche Weise er sich für die Unsterblichkeit würdig erweisen kann, bietet ihm der Schattenkönig eine einmalige Möglichkeit. Bren muss Lisanne finden. Seit Jahrzehnten bringt ihr Name jedem den Tod, der es wagt, ihn auszusprechen. Nun soll der treue Knecht sie aufspüren und zu seinem Herrn bringen. Eine Reise, auf der Bren alle Grenzen überschreiten wird ...

Editierte Ausgabe 2018 nur als E-Book, 370 Seiten, Kindle-Edition, LINK zu Amazon

2. Teil der Schattenherren-Trilogie




Knecht
 spielt ca. 50 Jahre später als Feind. Die Schatten haben gesiegt und die Menschen in ihrer dunklen Hand. Der ermüdete Schattenkönig Elien Vitan hat keine Lust mehr zum Regieren und möchte nun abdanken. Dafür benötigt er die Anwesenheit der charismatischen Lisanne, die seit Jahren verschollen ist. General Bren Stonner soll sich nun gemeinsam mit Graf Gadior und Baron Velon auf der Suche nach Lisanne machen und begibt sich in ein spannendes Abenteuer.

Dieser Road-Movie in der Dark-Fantasy beinhaltet alles, was eigentlich ein Abenteuerroman ausmacht: Spannende und skurrile Charaktere, unheimliche Orte, neue Sitten und Gebräuche, unvorhergesehene Schwierigkeiten und Wendungen. Und wer auf Piraten steht, der kommt ebenfalls auf seine Kosten. Während der Leser in Feind noch auf der Seite der Menschen verweilte, so darf man hier aus der Sicht der Schatten diese Reise erleben und erfühlen. In dieser Düsternis gelten eben andere Regeln. Stück für Stück wird der Leser nun in die dunkle Seite eingeführt und bald zuckt man schon nicht mal mehr mit dem Augenlid, wenn mal wieder einige Lebens-Essenzen "verkostet" werden. Sogar sympathische Gefühle für diese düsteren Gesellen werden beim Leser geweckt. Und wie auch im 1. Teil darf man sich hier keiner Figur so sicher sein und es gibt immer wieder überraschende Wendungen.


Die Beschreibung der unterschiedlichen Welten fand ich unglaublich faszinierend, man konnte die verschiedenen Atmosphären förmlich spüren. Ein klein wenig düstere Romantik ist auch dabei. Happy Ends bei Dark Fantasy darf man aber wohl eher nicht erwarten. Toll sind auch die schönen Zeichnungen von Timo Kümmel und das Nachwort und zusätzliche Erklärungen von Robert Corvus.





Nickname 17.07.2018, 07.33 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Dämonenkriege von Michael Hamannt

Als der Dämonenjäger Ryk bei einem Einsatz seine beiden Gefährten an einen Dämon verliert, den es seit Hunderten von Jahren eigentlich gar nicht mehr geben dürfte, schwört er Rache. Währenddessen gelingt es der Gestaltwandlerin Catara, den wegen Mordes an seinem Vater angeklagten Thronprinzen Ishan aus dem Kerker zu befreien. Doch damit beginnen die Probleme für die beiden erst, denn all die dunklen
  Vorkommnisse sind nur die Vorboten eines drohenden Kriegs, der die Welt der Schwebenden Reiche in ihren Grundfesten erschüttern wird ...

752 Seiten, Heyne-Verlag, LINK zu Amazon






 
2-teilige High-Fantasy mit düsteren Elementen

Die Dämonenkriege von Michael Hamannt wird ein Zweiteiler mit jeweils um die 700-800 Seiten. Der erste Teil dieser Geschichte beginnt rasant und stellt direkt einen der Hauptprotagonisten, den Dämonenjäger Ryk vor. Die Dämonen und die Menschen leben seit dem letzten Dämonenkrieg in ihren eigenen Welten. Doch nun bekommen die Grenzen dieser Welten Risse und in der Menschenwelt geschehen seltsame Dinge.

Ryk, Prinz Ishan, der einer Intrige zum Opfer fiel und Kela, eine Frau mit besonderen Fähigkeiten ziehen gemeinsam los und machen Jagd auf die Dämonen. Parallel wird die Geschichte der Assasini Catara erzählt, die dabei einen ganz speziellen Auftrag hat.

Die Charaktere finde ich sehr ausgeprägt und facettenreich. Besonders die Dämonen haben mich positiv überrascht. Normalerweise bin ich kein großer Fan von Dämonengeschichten, aber diese Dämonen sind intelligent, gerissen und spannend dargestellt und für einige Überraschungen gut. Auch die Erklärung der verschiedenen Dämonenarten, ihren Hierarchien und besonderen Fähigkeiten haben mir sehr gut gefallen und mich neugierig auf sie gemacht.

Die Erzählweise ist sehr bildhaft und flüssig, man liest sich fest und mag nicht mehr aufhören, weil man in dieser neuen Welt richtig eintauchen kann. Die Handlung ist sehr abwechslungsreich und temporeich, es gibt einige überraschende Wendungen, was dieses Buch sehr spannend und vielschichtig macht.

Mir persönlich haben die ausführlichen Beschreibungen der Figuren und der Hintergründe gut gefallen. Einigen mag es vielleicht zu ausführlich sein. Ich finde sie aber wichtig, um diese Welt und auch die Charaktere zu verstehen. Und ich glaube, dass sich das im 2. Teil auszahlen wird.

Der 1. Teil endet mit einem bösen Cliffhanger. Da der 2. Teil voraussichtlich erst Ende des Jahres erscheint, kann ich jedem nur raten, erst dann mit diesem Teil zu beginnen. Denn der ist schon sehr gemein gewählt, was wohl den düsteren Anteil des Autors wiederspiegelt. ;-)

Wie es sich für ein gutes Fantasybuch gehört, gibt es auch ansprechende Karten und ein Personenregister.

FAZIT: Leseempfehlung für alle, die anspruchsvolle neue Welten, viel Aktion und Spannung lieben und nicht auf Glitzerfeen stehen. Ein unglaublich starkes Debüt, dass sich hinter den großen Fantasymeistern nicht zu verstecken braucht.






Nickname 05.07.2018, 10.12 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Schattenherren I: Feind von Robert Corvus

Dies ist die Geschichte von Modranel, dem kein Preis zu hoch war, um zu werden, was er ist: der mächtigste Magier der Menschheit.
Dies ist auch die Geschichte von Lióla und Ajina, den ungleichen Schwestern, der Dunkelruferin, die der Macht der Schatten verfallen ist, und der Adepta, die im Dienst der Mondmutter Kranke heilt.
Es ist eine Geschichte aus dem Silberkrieg, in dem sich die freien Reiche gegen die Schatten stellen, die sich über die Welt legen.
Vor allem aber ist es die Geschichte von Helion, dem Paladin der Mondschwerter, der dem letzten Wunsch seines verstorbenen Meisters folgt. Er, der einfache Silberträger, ist der entschlossenste Feind der unsterblichen Schattenherren. Kann er gegen Lisanne bestehen, die Schattenherzogin, in der Schönheit und Grausamkeit ihre Vollendung finden? (Amazon)

Editierte Ausgabe 2018 nur als E-Book,  397 Seiten, Kindle-Edition, LINK zu Amazon

1. Teil der Schattenherren-Trilogie



Düstere Welt mit noch düsteren Figuren

 

In der Welt von Eloy herrscht ein ungleicher Krieg zwischen den mächtigen Schattenherren, die die Welt beherrschen und in Düsterheit versenken möchten und den Menschen, die verzweifelt und eher hoffnungslos um ihre Freiheit und den letzten Silberminen kämpfen.

Helion, ein Paladin der Mondschwerter, ist der heimliche Held dieser Geschichte mit Ecken und Kanten. Er versucht gemeinsam mit dem Magier Modranel, die Schattenherzogin Lisanna zu vernichten, die mit unglaublicher Grausamkeit und Härte regiert. Parallel dazu versucht Modranels Tochter Lióla im Dienste der Schattenherren Anerkennung zu erhalten und aufzusteigen.

 

Wir reden hier von Dark-Fantasy, es gibt kein echtes Gut, dafür umso mehr Böses, es gibt keine Happy Ends, dafür eine Menge Todesopfer und sehr düstere und zum Teil gewalttätige Szenen. Wer das mag, ist hier gut aufgehoben.

Die Hauptfiguren haben viele interessante Facetten, die eine oder andere Nebenfigur bleibt etwas blass, aber da man ohnehin nie weiß, wie lange die Figur überlebt, war das für mich nicht weiter schlimm. Echte Helden gibt es nicht, auch wenn Helion anfänglich einer sein könnte. Die dunkle Seite dagegen übt eine starke Faszination auf den Leser aus. Während Lióla sich zu einer starken Persönlichkeit entwickelt, bleibt Lisanna, die wunderschöne grausame Herrin, in diesem Teil noch sehr eindimensional und unscheinbar.

Die Kämpfe sind durchaus spannend beschrieben, auch wenn einem das Gefühl der totalen Hoffnungslosigkeit überfällt. Einige unvorhersehbare Wendungen und viele düstere Szenen bringen eine gewissen Spannung rein.

Definitiv ist das kein Wohlfühlbuch und würde sicherlich Depressionen und Weltuntergangsstimmungen verstärken. Mir persönlich hat der Auftakt bzw. die Vorgeschichte gut gefallen und mich neugierig auf den Folgeband Knecht gemacht.



Nickname 13.06.2018, 00.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Palace of Glass 1: Die Wächterin von C.E. Bernard

London wäre ein Ort, an dem Tugend und Angst regieren. Ein hartes Gesetz untersagt den Menschen, die Haut eines anderen zu berühren. Denn die Bevölkerung und insbesondere das Königshaus fürchten die Gefahr, die von den sogenannten Magdalenen ausgeht – Menschen, deren Gabe es ist, die Gedanken anderer durch Berührung zu manipulieren. Die junge Rea zeigt so wenig Haut wie möglich. Einzig während illegaler Faustkämpfe streift sie ihre Handschuhe ab. Doch wie kommt es, dass die zierliche Kämpferin ihre körperlich überlegenen Gegner stets besiegt? Und warum entführt sie der britische Geheimdienst? Bald erfährt Rea, dass sie das Leben des Kronprinzen beschützen muss. Doch am Hof ahnt niemand, dass sie selbst sein größter Feind ist.
Eine Kämpferin, die eine verbotene Gabe besitzt. Ein Prinz, dessen Leben auf dem Spiel steht. Ein gläserner Palast, in dem eine tödliche Intrige gesponnen wird. (Klappentext)
416 Seiten, Penhaligon Verlag, LINK zu Amazon

1. Teil der Palace of Glass Trilogie


Spannender und düstere Auftakt einer Trilogie

Auftakt der Palace of Glass-Trilogie. London 2054. Berührungen anderer Menschen sind verboten aus Angst vor den sogenannten Magdalenen, die bei Berührung Gedanken lesen und manipulieren können.  Dieses Szenario kommt sehr bedrückend und düster daher, die Angst ist allgegenwärtig, entweder vor den Magdalenen oder vor der Aufdeckung, denn die Magdalenen leben unentdeckt und verheimlichen ihre besondere Gabe. C.E. Bernard versteht es sehr gut, diese besondere Atmosphäre zu vermitteln und lässt den Leser regelrecht erschauern. Alleine die Vorstellung, niemanden mehr berühren zu dürfen, ist schon schrecklich. Auch die Welt, in der die Menschen leben, ist somit düster und hat eher eine mittelalterliche Atmosphäre in einer modernen Zeit.

Rea, eine Magdalena, die heimlich Faustkämpfe austrägt, um zumindest dort die Sucht nach Berührung nachgeben zu können, ist die Heldin dieser Trilogie. Ihr Hobby bleibt nicht lange unentdeckt. Der britische Geheimdienst entführt sie regelrecht, um den Kronprinzen zu beschützen, nicht wissend, dass sie sich eine Magdalena ins Haus holen, die der König vehement bekämpfen will. Die um Rea und den Prinzen gesponnenen Intrigen sind spannend und rasant erzählt. Man weiß als Leser nie, wer dahinter steckt, wen man trauen kann und wem nicht. Bis zum Schluss sind die Karten verdeckt. Die Charaktere sind spannend und facettenreich beschrieben, die Sympathien und auch Verdächtigungen wechseln ständig, es gibt actionreiche Szenen, bei denen man mitfiebert, aber auch viele Szenen, wo Rea Gefahr läuft, erkannt zu werden.

Das Ende des ersten Teils ist spannend erzählt und durchaus schlüssig, auch wenn noch einige Fragen offen bleiben, die vermutlich in den nächsten beiden Bänden beantwortet werden.

Ein außergewöhnliches Jugendbuch mit einem ganz besonderem Setting und einer eher ungewöhnlichen Liebesgeschichte.



Nickname 12.06.2018, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Das Imago-Projekt von Robert Corvus

Für die letzten freien Menschen, die in einem Schwarm aus 28 Großraumschiffen durch die Galaxis ziehen, ist die zerstörte Erde nur noch eine ferne Erinnerung. Verfolgt von gnadenlosen Feinden stoßen sie auf eine Intelligenz, die fremder nicht sein könnte: Eine gigantische Sphäre umhüllt einen Stern. Wer immer dort lebt – er beweist schon beim Erstkontakt, dass er der Menschheit weit überlegen ist. Aber die Kommunikation mit der Sphäre gestaltet sich schwierig und Hinweise auf ein sogenanntes Imago-Projekt deuten auf eine verstörende Wahrheit hin. Das Militär rüstet zum Kampf gegen die Sphäre, doch Kara Jeskon glaubt fest an ihren Traum, dass es jenseits der Konflikte auch die Chance auf Frieden gibt. Kann sie den Kontakt zur geheimnisvollen Sphäre nutzen, um der Menschheit eine Zukunft zu eröffnen, die sie mit sich selbst und dem Universum versöhnt? (Klappentext)

Piper-Verlag, 496 Seiten, LINK zu Amazon



Das Imago-Projekt - eine literarische Reise durch die Zukunft und der Philosophie

Das Imago-Projekt ist der Fortsetzungsroman von Feuer der Leere, kann aber durchaus auch separat gelesen werden. Es empfiehlt sich allerdings, auch den 1. Teil zu lesen, um bereits ein Gefühl für den Schwarm und die handelnden Personen und unterschiedlichen Raumschiffe zu erhalten. Ich brauchte beim ersten Teil eine Zeit, bis ich mich gedanklich eingelesen hatte. Beim 2. Teil war ich ziemlich schnell in der Geschichte und der jeweiligen Lebensform drin. Die technischen und physikalischen Erklärungen stellten mich aber auch hier vor die eine oder andere Herausforderung.

Der Schwarm, eine Kooperation zwischen vielen verschiedenen Raumschiffen mit sehr unterschiedlichen Lebensweisen, Lebensphilosophien und Eigenarten, so wie in unserer heutigen Welt auch schon, ist auf der Suche nach alten Kolonien und somit nach Überlebenden der alten Menschheit. Neben der bereits in Feuer der Leere vorkommenden MARLIN, die eine eher diplomatische Lebensweise vertritt, der SQUID, ein lebendiges Raumschiff, dass Mutter genannt wird und Menschen bei sich leben lässt sowie die ESOX, deren Focus auf künstliche Intelligenz und den Zentralcomputer setzt, lernen wir auch die PAYARA kennen, die als militärische Einheit eher auf Kampf und Sieg aus ist.

Nach einer ungemütlichen Reise durch den Rotraum trifft der Schwarm auf eine gigantische Sphäre, die eine ganze Sonne umhüllt und somit viele Rätsel aufgibt. Ebenfalls unklar ist, ob sie dem Schwarm freundlich oder feindlich aufgestellt ist. Die erste Kontaktaufnahme und die Entscheidung, wie man damit umgeht und wer welche Interessen vertritt, löst schon Konflikte innerhalb des Schwarms aus, da nicht alle Großraumschiffe an einer friedlichen Koexistenz glauben. Dabei entsteht ein großes Konfliktpotenzial.

Als ob das nicht genug Spannung wäre, versucht eine rebellische Gruppe von der ESOX, einer Lebensform, die sich stark an künstlicher Intelligenz orientiert und sich am liebsten ganz mit dem Zentralrechner ihres Raumschiffes verbinden würden, ihre alten Freiheiten wieder zu erobern, die ihr der Schwarm vor einiger Zeit gewalttätig genommen hat. Kara, die Hauptprotagonistin, steckt als Diplomatin mittendrin in den Geschehnissen und versucht, die Auseinandersetzung diplomatisch ohne Gewalt zu lösen. Ein schwieriges Unterfangen.

Neben den spannenden Ereignissen tauchen auch immer wieder philosophische Fragen auf, die diesen Roman besonders lesenswert machen und zum Nachdenken und Reflektieren anregen. 

Ist es moralisch vertretbar, einer anderen Lebensform seine eigene aufzuzwingen? Wie weit kann Technik gehen und ab wann verliert der Mensch das Mensch sein? Was genau macht den Menschen aus? Könnte künstliche Intelligenz die Menschen ganz ausschalten und überflüssig machen?

Auch hier treffen wir auf Vorurteile, vorschnelle Entscheidungen, Intoleranz und Ignoranz sowie Fanatismus. Und auch hier kann der Fehler eines Einzelnen die ganze Gattung Mensch ausrotten oder in Gefahr bringen.

Besonders gut gefallen haben mir die einzelnen Rückblenden, hier benannt als sogenannte Speicherbilder, die im Laufe des Buches immer mehr Aufschluss darüber geben, was die Sphäre sein könnte. Auch die Darstellung der einzelnen Figuren, die so unterschiedlich handeln und doch verständlich aufgrund ihres Backgrounds und ihrer Lebenseinstellung haben mich mitgenommen und mich bewusst werden lassen, dass man doch mal öfters seine Perspektive wechseln sollte. Wie schon die alten Indianer sagten: " Urteile nie über einen anderen, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gelaufen bist".

Ein spannendes Buch mit facettenreichen Figuren und unterschiedlichen Perspektiven.  Eine literarische Reise nicht nur in die ferne Zukunft, sondern auch durch die Philosophie und den eigenen Wertvorstellungen.


Ich dufte dieses Buch in eine Leserunde mit dem Autor Robert Corvus lesen, so dass ich mich aufgrund der vielen spannenden Diskussionen wesentlich intensiver mit dem Buch auseinandersetzen konnte. Das war eine absolute Bereicherung in meiner Lese-Vita.


 


Nickname 07.05.2018, 11.43 | (0/0) Kommentare | TB | PL


Leben und leben lassen 

Privater Blog 
ohne jeglichen kommerziellen Zweck











*Die Phileasson-Saga*

*Mein SUB*


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Stand: 01.01.2020


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