Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Krimi

Die Stunde des Schakals von Bernhard Jaumann

 

 


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Beschreibung:

Namibia: Im Windhuker Nobelviertel Ludwigdorf wird ein Mann, der seine Zitronenbäume wässert, über den Elektrozaun hinweg mit einer AK-47 erschossen. 19 Jahre nach der Ermordung des SWAPO-Anwalts Anton Lubowski beginnt so eine Attentatsserie, der nach und nach die damaligen Täter vom südafrikanischen Geheimdienst zum Opfer fallen. Für die junge Windhuker Kriminalpolizistin Clemencia Garises werden die erbitterten Kämpfe aus der Endzeit der Apartheid lebendig, die sie bisher nur aus Erzählungen kannte ... Doch wer ist der Täter? Und warum schlägt er erst nach fast zwei Jahrzehnten zu?


Ein außergewöhnlicher Krimi, in dem man nicht nur in eine unbekannten Welt entführt wird, sondern auch noch einen Verbrecher jagen darf, dessen Ursprung authentische Züge hat. Denn den SWAPO-Anwalt Anton Lubowski gab es wirklich. Die Frage, wer ihn damals ermordete, wird natürlich nicht in diesem Krimi geklärt, aber es lässt Raum für Spekulationen und macht diesen Krimi und auch den immer mitschwebenden Mordfall Lubowskis so faszinierend.

Besonders gut hat mir Jaumanns Schreibstil gefallen und die Beschreibungen der Familie von der Kriminalpolizistin Clemencia Garrises.

Das wird definitiv nicht mein letzter Jaumann gewesen sein. Seine anderen Bücher, besonders "Die Augen der Medusa" haben gute Kritiken bekommen.

Eine sehr interessante Beschreibung von der Krimi-Couch klick >hier<

Nickname 26.12.2010, 18.15 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Föhnlage von Jörg Maurer

 

 


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Beschreibung:

Bei einem Konzert in einem idyllischen bayerischen Alpen-Kurort stürzt ein Mann von der Decke ins Publikum tot. Und der Zuhörer, auf den er fiel, auch. Kommissar Jennerwein nimmt die Ermittlungen auf: War es ein Unfall, Selbstmord, Mord? Er schlägt sich mit widersprüchlichen Zeugenaussagen herum, die Einheimischen spekulieren genussvoll bei Föhn und Bier. Was hatte der Gestürzte oben auf dem Dachboden zu suchen? Und warum ist der hoch angesehene Bestattungsunternehmer Ignaz Grasegger auf einmal so nervös? Derweil muss Jennerwein einen verdächtigen Trachtler durch den ganzen Ort jagen und stößt unverhofft auf eine heiße Spur...


Man merkt, dass Jörg Maurer Kabarettist ist, denn genauso überzogen und mit schwarzem Humor schildert er diesen kriminalistischen Fall, der eigentlich nur eine Verkettung unglücklicher Zufälle ist und es doch ganz anders kommt, als man denkt. Ich habe mich köstlich amüsiert, wie er alles und jeden auf die Schippe nimmt, die Bayern, die Psychologen, die Kriminalkommissare, die Hausmeister, die feine Gesellschaft, die hohe Kunst, sogar vor der Mafia macht er nicht halt. Nichts und niemand ist im heilig. Wer einen "normalen" Krimi erwartet und nichts mit schwarzem Humor anfangen kann, sollte die Finger davon lassen. Alle anderen werden auf ihre Kosten kommen.

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Nickname 28.05.2010, 11.44 | (5/5) Kommentare (RSS) | TB | PL

Der norwegische Gast von Anne Holt

Beschreibung lt. Amazon:
Seit Stunden wütet über dem unzugänglichen norwegischen Bergdorf Finse ein Schneesturm. Der einzige Zug dorthin ist in einer Schneewehe entgleist, die Passagiere, unter denen auch die ehemalige Kommissarin Hanne Wilhelmsen ist, finden Zuflucht im nahen Hotel. Man macht sich bekannt, und bald drehen sich die Gespräche vor allem um eines: Was haben die Wachen vor den Türen zu bedeuten? Wen sollen sie schützen? Die königliche Familie, einen ausländischen Ter­roristen? Während die Vermutungen ins Kraut schießen, geschieht ein brutaler Mord - ein mitgereister Pastor, der durch seine Fernsehauftritte große Bekanntheit genoss, liegt erschossen im ­Schnee vor dem Haus. Panik macht sich unter den Eingeschlossenen breit, und als Hanne ­Wilhelmsen glaubt, einen Zeugen gefunden zu haben, wird auch er ermordet.


Dies ist der erste Roman, den ich von Anne Holt gelesen habe. Der Schreibstil gefiel mir sehr gut, die Geschichte war gut durchdacht und brachte einige Überraschungen. Auch die Hauptfigur Hanne Wilhelmsen kam mir sehr authentisch vor. Mir hat dieser Krimi viel Spaß gemacht.

Deshalb auch


Nickname 20.12.2009, 00.19 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Zehn kleine Negerlein von Agatha Christie

Beschreibung lt. Amazon :
Ein gespenstisches Weekend auf einer kleinen Insel. Eingeladen hat der große Unbekannte, Gäste sind zehn Personen mit dunkler Vergangenheit. Sie halten Gericht über sich selbst, bis einer nach dem anderen nicht nur das Gesicht, sondern auch sein Leben verliert. Ihre Zeit verinnt wie im Stundenglas, und das nächste Boot kommt erst am Montag.
Gelesen geliehende Sonderausgabe vom Scherz-Verlag mit 252 Seiten


Genialer Krimi von Agatha Christie. Brilliant erzählt, wunderbare Dialoge, genialer Schluss. Die meisten Agatha Christie Krimis kenne ich vom Fernsehen. Ich finde, es lohnt sich, auch die Bücher zu lesen. Einen halben Punktabzug gibt es für eine etwas unglaubwürdige Todesursache und weil das Buch irgendwie viel zu schnell zu Ende war.

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Nickname 30.05.2009, 18.46 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL

Der Schrei des Hahns von Minette Walters

Beschreibung lt. Amazon :
Abgründiger Psychothriller nach einem historischen Kriminalfall 1925 geht ein spektakulärer Mord durch die britische Presse, der als "Hühnerfarm-Mord" die Gemüter erregt: Eines Tages entdeckt Scotland Yard die Leiche von Elsie Cameron auf dem Gelände der Hühnerfarm ihres Verlobten Norman Thorntons. Zwar hatten Elsie und Cameron kurz zuvor ein böses Zerwürfnis, doch Norman beteuert seine Unschuld. Zudem häufen sich die Stimmen, die von Elsies schwerer Persönlichkeitsstörung berichten. Dennoch spricht das Gericht ein Todesurteil aus.
128 Seiten Goldmann-Verlag



Minette Walters verarbeitet hier einen authentischen Fall, was dem Krimi eine gewisse Faszination gibt. Mit 128 Seiten ist es auch eher eine Kurzgeschichte, die ganz nett zu lesen ist.

Kurzweilige Unterhaltung, aber nichts, was mich in den Bann gezogen hätte oder unsagbar spannend gewesen wäre. Das ideale Bändchen, wenn man beim Arzt warten muss.


Nickname 29.05.2009, 20.27 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die 7. Stunde von Elisabeth Herrmann

Beschreibung lt. Amazon :
Ein teuflisches Spiel, ein rätselhafter Selbstmord und ein quälendes Geheimnis: Als Joachim Vernau an einer Privatschule die Jura AG übernimmt, begegnen ihm die Schüler voller Feindseligkeit. Sie leben in einer eigenen Welt und sind fasziniert von dunklen Ritualen. Rollenspiele sind doch harmlos, denkt Vernau. Doch als er herausfindet, was hinter dem Schweigen der Schüler steckt, ist es schon fast zu spät.
411 Seiten


Der Anwalt Joachim Vernau wird mir immer sympathischer. Schon im ersten Krimi "Das Kindermädchen" zeigte er sehr menschliche und charakterstarke Züge. Auch in diesem Fall erfährt man einiges über diesen Anwalt, seiner Anwaltskollegin und seiner Familie. Aber auch der Fall ist ausgesprochen spannend beschrieben und man kann schwer aufhören zu lesen. Elisabeth Herrmann entwickelt sich immer mehr zu einem Dauerbrenner. Ich hoffe, dass das so bleibt und freue mich jetzt schon auf ihren nächsten Roman mit Vernau & Co.


Nickname 05.04.2009, 09.51 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL

Seidenstadt-Sumpf von Ulrike Renk

Beschreibung lt. Amazon :

Der allseits bekannte und beliebte Krefelder Anwalt und Politiker Markus Klewer wird erschossen an der Burg Linn gefunden. Wurde er ermordet, weil er sich dafür einsetzte, dass im Naturschutzgebiet Hotel und Freizeitpark gebaut werden sollten? Oder liegt das Motiv für die Tat weiter zurück? Polizeichef Guido Ermter ist davon überzeugt, dass Klewer einem Bandenmord zum Opfer fiel, Hauptkommissar Jürgen Fischer zweifelt. Dann geschieht ein weiterer Mord und die Ereignisse überschlagen sich. Sollte der Hintergrund tatsächlich politisch motiviert sein? Fischer taucht einmal mehr im Alleingang in den Sumpf der Verstrickungen ein.

293 Seiten


Wieder mal ein Krefelder Krimi, der mir richtig Spaß gemacht hat. Nicht nur, dass man sich örtlich auskennt, auch gewisse Personen und Handlungen erinnern an die Krefelder Realität. Der recht kurzweilige Krimi bietet neben sehr realistischen Charakteren mit ihren beruflichen und privaten Problemen einen spannenden, soliden Krimi. Auch für Nicht-Krefelder geeignet.

Seidenstadt-Sumpf ist der 3. Krimi mit Hauptkommissar Fischer.

Der erste Teil ist Seidenstadt-Leichen, der zweite Teil Seidenstadt-Morde.

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Nickname 31.03.2009, 10.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Der Sünde Sold von Inge Löhnig

Beschreibung lt. Amazon :

Kaum ist Agnes Gaudera in ihr neues Haus in Mariaseeon gezogen, verschwindet ein Junge aus dem Dorf spurlos. Eine Entführung, ein Mord oder ein Unfall? Der Münchner Kommissar Konstantin Dühnfort führt die Ermittlungen. Trotz fieberhafter Suche bleibt der fünfjährige Jakob unauffindbar. Da entdeckt Agnes bei einem ihrer Waldläufe den kleinen Jungen nackt auf einem Holzstoß, äußerlich unversehrt, aber verstört und stumm. Die Suche nach Täter und Motiv geht weiter. Es gab keinen Missbrauch. Was also ist der Grund für die Entführung? Und für die seltsame Art und Weise, wie Jakob im Wald zurückgelassen wurde?

Bald darauf erschüttert ein grausamer Mord an Jakobs Erzieherin die kleine Gemeinde. Kommissar Dühnfort erkennt, dass ein Täter sein Unwesen treibt, der in einer Welt religiöser Wahnvorstellungen lebt, die sein Handeln bis hin zum Mord bestimmen. Denn der Sünde Sold ist der Tod. So steht es in der Bibel, und danach scheint der Mörder sich zu richten. Aber Sünder gibt es viele ...

Erster Roman der Autorin

432 Seiten Ullstein-Verlag


Der Hauptakteur ist der Kripobeamte Dühnfort, der in den nächsten Krimis von Inge Löhnig weiterermitteln und sich auch weiterentwicklen wird. Eine sehr sympathische Figur mit Ecken und Kanten. Man erfährt auch ein wenig Privates von Dühnfort, aber nicht zuviel. Und obwohl man vom ersten Augenblick an einen Hauptverdächtigen hat, so findet man die ganze Zeit über keine Bestätigung und wird immer wieder auf andere Spuren gesetzt. Wer es wirklich ist, erfährt man erst auf den letzten Seiten.

Leider werden auch sämtliche Klischees bedient. Dies und noch ein anderer Punkt, den ich nicht nennen kann, ohne etwas zu verraten, gibt Punktabzug.

Insgesamt aber ein unterhaltsamer, solider Krimi. Für einen Erstlingsroman gut gelungen.

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Nickname 14.03.2009, 11.25 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Das Kindermädchen von Elisabeth Herrmann

Beschreibung lt. Amazon:
Joachim Vernau ist ganz oben in der Berliner Gesellschaft angekommen. Er steht kurz davor, in die wohlhabende und einflussreiche Familie der von Zernikows einzuheiraten, nicht ahnend, dass ihre Ehrbarkeit nicht viel mehr als Fassade ist. Als eine ukrainische Frau auftaucht und behauptet, die von Zernikows hätten im Zweiten Weltkrieg eine Zwangsarbeiterin beschäftigt, lässt das Familienoberhaupt sie kurzerhand hinaus werfen. Wenig später wird sie tot aus dem Landwehrkanal geborgen. Vernau beginnt unangenehme Fragen zu stellen und kommt nicht nur der Identität der Frau sondern auch dem lukrativen Geschäft mit enteigneter Kunst auf die Spur ...
Goldmann-Verlag, 446 Seiten


Ein solider gut geschriebener Krimi mit historischem Hintergrund und mit einem leicht sozialkritischen Hauch.

Der sympathische und für mich authentische Anwalt mit seiner etwas schusseligen Anwaltskollegin und die auf der "anderen" Seite stehenden karieregeilen und egoistischen Politikerin, ihrem sympathisch wirkenden Vater und der undurchschaubaren Freifrau (die Großmutter) sind sehr gut von der Autorin skizziert worden, so dass die Figuren beim Lesen direkt lebendig werden. Zwischendurch fand ich die Dialoge etwas flach, aber auch realistisch.

Ein gutes Buch, ideal für ein gemütliches Wochenende.


Nickname 17.01.2009, 13.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Im Angesicht des Feindes von Elizabeth George


Inhalt lt Amazon: Die zehnjährige Charlotte ist verschwunden, und ihre Mutter, die Politikerin Eve Bowen, wittert ein abgekartetes Spiel. Schließlich ist Leo, der Vater ihrer unehelichen Tochter, der Chef einer Boulevardzeitung, die nach Sensationen und Großauflagen giert. Erst als Charlotte tot aufgefunden wird, erfährt Inspector Lynley von dem Fall.

8. Teil der Lynley-Havers-Serie
 

735 Seiten

Goldmann


Mal wieder ein richtig schöner Lynley-Fall, obwohl dieser und Havers erst ab dem 2. Drittel ins Spiel kommen, da St. James mit Deborah und Helen alleine versucht, den Fall aufzuklären, was allerdings misslingt. Besonders nett fand ich in dieser Geschichte, dass man Barbara Havers ein wenig Weiblichkeit zuerkannte und ihr einen "Verehrer" an ihrer Seite setzte.

Zwischendurch fand ich es ein wenig langatmig, besonders wenn es um die Politik ging, aber das liegt mit Sicherheit daran, dass ich mich für die politischen Interessen in England nicht sonderlich interessiere.

Auf jeden Fall ein Elizabeth George, den man nicht verpassen sollte.


Nickname 03.07.2008, 13.12 | (0/0) Kommentare | TB | PL


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Stand: 01.01.2020


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